3rd März 2008

Macht und Halbwahrheiten der Jägerlobby

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Die Jäger und ihre Sympathisanten haben gestern in Madrid demonstriert, sie selber sprechen von einer halben Millionen Teilnehmern, dagegen reduziert die Polizei diese Zahl ganz gewaltig auf 35 000 Teilnehmer.
Sie alle haben ihre Familien mitgebracht, um die Tradition der Jagd noch zu unterstreichen, fast alle kamen mit Hunden und einige sogar mit Falken.
Protestiert wurde gegen ein Verbot von Bleimunition in feuchten Zonen, es ging um die Zulassung bzw. Enteignung von Jagdgründen und die unterschiedliche Rechtslage je nach Provinz, es gibt 16 verschiedene Gesetzeslagen.
Die Jagdvereine haben insgesamt etwa 1 Millionen Mitglieder, jährlich werden etwa 4800 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Jagd umgesetzt.

Quelle

Schon der Beitrag DIE SCHANDE GEHT AUF DIE STRASSE zeigt wie groß und mächtig die Jägerlobby ist. Ihre Behauptung, eine halbe Millionen Teilnehmer hätten die Veranstaltung ist absolut übertrieben.
die Anzahl der Jagdhunde, Galgos, Podencos und Meutehunde die jedes Jahr aufgrund der skrupellosen Ausnutzung ihr Leben lassen müssen wird von den Jägern immer wieder aufs neue heruntergespielt, die Schuld an der Misere wird auf eine etnische Minderheit geschoben, angeblich sind es nur die Zigeuner die die Galgos stehlen und bei Nichtgefallen “entsorgen”.
Die Macht der “Freizeitmörder” ist groß, einen “Lizenz zum töten” zu erhalten äußerst einfach. man geht ins Rathaus, zeigt seinen Ausweis vor, bittet um eine Lizens, unterschreibt und schon kann man losballern. Die Zahl der Jagdunfälle in Spanien ist äußerst hoch, schon oft hat ein Jäger einen anderen angeschossen oder tödlich getroffen, nur weil sich etwas im Gebüsch bewegt hat. Die Tiere werden regelrecht durchlöchert, ihr Leiden ist unaussprechlich hoch.
Was die Jagd in Deutschland, der Schweiz usw. anbelangt, hier muss man zumindest einen Jagdschein machen und eine schwierige und teure Prüfung ablegen, die die Kenntnis der Flora und Fauna genauso erfordert wie das Wissen um eine möglichst schnelle Tötung. Ein Jäger der nicht in der Lage ist einen sogenannten Blattschuss zu setzen, kann aus der Jägerzunft ausgeschlossen werden und sogar mit einem Strafverfahren rechnen. Hier ist die Jagd weniger barbarisch aber genauso überflüssig wie in Spanien und zum Glück gibt es auch in Deutschland Aktivisten die für eine Abschaffung der Jagd kämpfen.

Bei der Gegendemonstration in Barcelona haben angeblich nur einige hundert Demonstranten teilgenommen, berichtet wurde kaum, die Zeit die Kundgebung zu organisieren war knapp und bei dem Wissen um die Macht der Jägerlobby braucht man sich nicht zu wundern, dass solche Aktionen gerne totgeschwiegen werden.

Quelle

GALGOS UND PODENCOS, OPFER IHER SCHNELLIGKEIT UND INTELLIGENZ

Montag, März 3rd, 2008, 01:08 | Allgemein | kommentieren | Trackback

2 Kommentare zu “Macht und Halbwahrheiten der Jägerlobby”

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  1. 1 3. März 2008, Richter Anja schreibt:

    sie sollten sich alle was schämen

  2. 2 10. März 2008, Fleckenpest schreibt:

    Man da können die Tierschützer ja froh sein, das man das Aussetzen der Hunde den Zigeunern in die Tasche schiebt und nicht den Tierschützern. Da stellt sich doch nur die Frage wer den die Hunde an die Zigeuner verkauft oder wer seine Hunde so schlecht hält, das ihm diese Geklaut werden können. Und warum diese dann nicht geschipt sind so das man den Diebstahl zur Anzeige bringen kann um so seinen evtl. Ausgesetzen Hund zurück zu bekommen….. denn nur so lässt sich Eigentum nachweisen….

    Aber damit würden sie sich sicherlich ins eigene Bein Schiessen….

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