Verletzte Tiere, ohne Wasser und Futter in der Perrera von Mieres

Spanische Auffangstationen für verletzte Tiere, viele von ihnen verdienen diesen Namen nicht, passendere Ausdrücke wären Todelager für Tiere oder Tier KZ, die wenigsten von diesen Einrichtungen befinden sich in den Händen von Tierschützern so auch die Auffangstation mit dem wohlklingenden Namen Sociedad Protectora de Mieres ( Schutzverein von Mieres) in Asturien.
Erst jetzt kommt an die Öffentlichkeit, was schon im September bei drei jungen Leuten großes Entsetzen ausgelöst hat. Mit der Intension einen Hund zu adoptieren, besuchten Alexia Campos, Lucía Camino und Rosa María Mulas die Perrera von Mieres. Die Zustände die sie dort vorfanden entsprachen in keinster Weise ihren Erwartungen, das was sie dort sahen, kam einem Horrorscenario gleich. Heruntergekommene Zwingeranlagen, darüber hätte man vielleicht noch hinwegschauen können, aber der Dreck, unhaltbare hygienische Zustände, Ratten, weder Futter noch Wasser für die ca. 80 Tiere, ein schwerverletzter Hund mit einem offenen Beinbruch, welcher in Anbetracht der Schwere der Verletzungen die keine Aussicht auf Heilung hatten, nur noch eingeschläfert werden konnte, ein halbaufgefressener Hund inmitten eines Zwingers mit anderen Hunde, der Kadaver eines toten, in einem Plastiksack verschnürten Hundes in einer Mülltonne, all diese Eindrücke werden die jungen Menschen wohl kaum vergessen können. Zustände die gen Himmel stinken. Es wurde Anzeige bei der Guardia Civil erstattet, laut Pressebericht will das Rathaus in der Sache ermitteln.
Der Verein Sociedad Protectora de Mieres, in dessen Vorstand sich nur eine einzige Person befindet, dies seit 20 Jahren, üblicherweise muss jeder Verein in Spanien mindestens sechs Mitglieder im Vorstand haben, unterhält diese städtische Perrera und erhält Subventionen für die Verwaltung und Unterhaltung der Anlage, im Oktober waren es 25000 €, Geld, welches wohl zum Leidwesen der Tiere, in die eigene Tasche der Betreiber geflossen ist.
Quelle: 20.minutos.es
Es gibt keine Statistiken über die Anzahl der Perreras die in ganz Spanien verteilt sind, es gibt keine zuverlässigen Angaben über die Anzahl der ausgesetzen und getöteten Tiere, viele Fälle werden gar nicht erst gemeldet, da die wenigsten Tiere per Microchip gekennzeichnet sind, somit kein Besitzer ermittelt und keine Anzeige erstattet werden kann. Und selbst wenn, es ist ein mühsamer Weg für die Tierschützer, Papier ist geduldig, Beamte nicht gerade schnell.
So erstattete zum Beispiel das Tierheim KIMBA Anzeige gegen einen Hundehalter, der sich von San Fernado aus auf dem Weg zum Tierheim in Cádiz gemacht hat, seinen kleinen Hund in einem verschlossenen Koffer verpackt und diesen dann auf die Straße vor dem Tierheim geworfen hat. Die fehlende Unterstützung der Behörden ist demoralisierend, der Besitzer des kleinen Hundes wurde wegen Misshandlung angezeigt, dies geschah im Mai, bis jetzt wurde der Fall noch nicht bearbeitet, eine Schande.



