Die Zahlen sind haarsträubend, einerseits feiert man an diesem Wochenende das Fest von San Antón zu Ehren des Schutzpatrons der Tiere und andererseits meldet La Asociación Protectora de Animales de La Rioja, dass innerhalb eines Jahres ca. 6000 Tiere (zu 90 % Hunde) von ihren Besitzern verlassen wurden und 3000 von ihnen in der städtischen Perrera den Tod fanden. Die Vereinsvorsitzende Carmen Faulin erhält täglich 10 Anrufe von Leuten die ihr Haustier abgeben wollen, ungewünschte Würfe in Müllcontainern sind Alltag in La Rioja ebenso wie ertränkte Welpen in den Flüssen. Hunde werden weder geschippt noch kastriert und wie immer trifft es die Jagdhunde am härtesten.
Carmen Faulin hat betont, dass Spanien, gemessen an der Anzahl der verlassenen Tiere, auf europäischen Niveau an der Spitze steht und La Rioja zuoberst.
Am Samstag den 2. Februar findet in Madrid eine Benefizveranstaltung mit orientalischen Tanz statt, dies zugunsten von APAP Alcala, im Tierheim wurde noch vor kurzen eingebrochen und sie benötigen Hilfe, Unterhaltung einerseits und Unterstützung für einen guten Zweck, eine gelungene Verbindung.
Anfang des Monats setzte ein Galgo mit dunklem Fell und unendlich traurigen Augen seinem Leben ein Ende. Er erhängte sich an einem Baum nahe von Gerena, einem der Orte in Spanien, in denen jedes Jahr tausende von Galgos gemeinsam Selbstmord begehen. Einige geben sich auf und sterben vor Hunger und Durst; andere hängen sich an ihren eigenen Läufen auf. Was kann zu diesen außergewöhnlichen Vorfällen führen, die sich Jahr für Jahr besonders in Extremadura und Andalusien wiederholen? Gehören diese Hunde einer geheimen Sekte an? Es ist bemerkenswert, dass der in einem bedauernswerten Zustand aufgefundene aufgehängte Galgo sich sogar das Ohr abgeschnitten hatte, in dem sich sein Idenfikations-Chip befand. Das bedeutet, dass er auf jeden Fall unerkannt bleiben wollte. Unglaublich ist jedoch, dass er offensichtlich seinen Entschluss bereute und den dünnen Strick durch biss, mit er sich aufzuhängen versuchte, was ihm auch gelang, obwohl ein Teil dieses Stricks tief in seinen Hals eindrang und ihm Wundbrand verursachte. Mitleidige Seelen konnten das Tier retten und anscheinend auch davon überzeugen, nicht wieder gegen seinen teuersten Besitz vorzugehen. In anderen Ländern können sich diese sanften Vierbeiner für den Beruf des Maskottchens oder sogar, wie in Dänemark, des Helfers bei der Therapie von Autistenkindern entscheiden, statt auf Rechnung anderer hinter Hasen herzulaufen. Leider werden sehr wenige von den Galgos, die sich in Spanien auch dieses Jahr wieder umbringen werden, zu retten sein.
Der vorhergehende Artikel will in keiner Weise die ausgeprägte Empfindsamkeit derer verletzen, die Galgos für die Jagd züchten und sie nach zwei Jahren mit den oben genannten Methoden beseitigen.
Aber als gute Spanierin - ich darf das endlich einmal sagen - verlange ich von
Frau Narbona und sogar vom Herrn König, dass diesen grausamen Praktiken mit den Galgos endlich ein Ende gesetzt wird. Der Brauch wurde übrigens vor Jahrhunderten durch ein königliches Dekret eingeführt.
Maruja Torres ist Schriftstellerin und widmet sich seit 21 Jahren dem Journalismus, obwohl sie in diesem Gebiet keine akademische Ausbildung hat. Der erhangene Galgo Ocho hat sie zu diesem Artikel animiert.
Sofia, El Refugio Escuela ist ein kleiner Verein mit knappen finanziellen Mitteln der unglaubliches leistet, leider brauchen viele der geretteten Tiere intensive tierärztliche Betreuung, dies ist kaum noch zu finanzieren, sie haben schon viel geschafft, es wäre schade, wenn es nicht auch weiterhin möglich wäre, sie haben inzwischen mehr als 2000 Euro Tierarztschulden.
Bitte unterschreiben Sie diese wichtige Petition, damit wir wesentliche Verbesserungen in der Haustierhaltung in Europa erreichen, damit streunende Katzen, Hunde,… in Zukunft besser geschützt werden können! Diese Petiton wird von dem Europaabgeordneten, Herrn Alain Hutchinson, dem Europaparlament vorgelegt, falls wir mindestens eine Million Unterschriften zusammenbekommen. Leider ist diese Petition nur in englisch, aber sie verlangt unter anderem, dass Misshandlungen an Tieren strengstens bestraft werden sollen!
Bitte auch die Petiton weiterleiten!
Schon bald wird sich für einige der auf dieser Seite vorgestellten Galgos das Leben komplett verändern. Sie haben es geschafft, in Deutschland ein würdevolles zuhause zu finden, dank verschiedener Tierschutzorganisationen und guter internationaler Zusammenarbeit treten sie bald eine lange Reise an.
Halo und Tomasi mit Welpen aus Badajoz
Tina aus Andujar
Welpen aus Palencia
Leider haben nur wenige dieses Glück, zu viele verlassene Galgos, zu viele Jäger die Jahr für Jahr ihre Hündinnen werfen lassen, keine vernünftigen Tierschutzgesetzte, ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und doch, diese Galgos tragen dazu bei, immer mehr Aufmerksamkeit auf das spanische Hundedrama zu lenken, immer mehr Menschen außerhalb Spaniens auf die dortigen untragbaren Zustände aufmerksam zu machen und Tierschützer zu motivieren auch politisch aktiv zu werden, worüber sich die spanischen Tierschützer sehr freuen. Leider wird das Thema von den hiesigen Medien viel zu wenig beachtet, immerhin ist Spanien eines der beliebtesten Urlaubsländer. Die spanischen Tierschützer haben den Politikern den Kampf angesagt, es tut sich viel, der Druck auf die Politiker wächst stetig, der Druck aus dem Ausland sollte noch größer werden, die sollen wissen, dass der Rest der Welt nicht wegschaut.
Diese Bilder sagen mehr als Worte. Ein Hund an einer viel zu kurzen Kette, das Halsband in den Hals geschnürt, Welpen, einige von ihnen sind schon tot, fristen ein trauriges Dasein im Anhänger, als Nahrung dienen halbverweste Hühnerhälse, schonungslos der Witterung ausgesetzt, Hundehaltung in Spanien, Alltag für tausende von vergessenen Hunden, wo bleiben die Tierschutzgesetze die diese Qualen verbieten? ZAPATERO wach auf!
Ein Jahr nachdem in Aguiño der Einwohner Juan Lado vom Tierarzt Federico Real wegen der Tötung seines Hundes angezeigt wurde, schlagen die Wellen noch immer hoch. Gestern fand im Gerichtshof Nr. 1 von Ribeira eine Verhandlung statt, wegen der von Lado eingereichten Klage gegen Eugenio Toribio Segura und Yolanda¨Ágata Pérez, Mitglieder der Band Lyvon. Sie hatten einen Song geschrieben, den der Mann als Verleumdung betrachtet.
Weder die Mitglieder der Band Lyvon noch der Kläger erschienen zur Verhandlung, obwohl dieser durch seinen Rechtsanwalt Javier Santres vertreten wurden, welchem ein Schreiben mit den Einwänden der Musiker ausgehändigt wurde.
Der Rechtsanwalt verlangte den Einzug des umstrittenen Songs, der immer noch im Netz steht und heruntergeladen werden kann, sowie einen Arrest von 20 Tagen und eine Solidaritätsabfindung von 6.000 Euros..
In der Verhandlung brachte der Rechtsanwalt verschiedene Dokumente bei, die die Behauptung seines Klienten unterstützen, dass er noch immer das Opfer von Disqualifizierung, Beschimpfungen und Bedrohungen ist. Als Beispiels bestätigte Santres, dass die Web-Seite der Band praktisch eine Monographie über seinen Klienten ist, in welcher beleidigende Kommentare wie “verdammter Alter” oder “feiger Mörder” vorkommen.
Ausserdem hebt der Anwalt hervor, dass Juan Lado der Tötung seines Hundes angeklagt ist, obwohl der Obduktionsbericht bescheinigt, dass das Tier aufgrund eines Herz-Lungen-Stillstands starb.
Immer mehr Tierschützer werden politisch aktiv, denn nur so lassen sich die Zustände ändern, am 9. März sind Wahlen und wir alle hoffen, dass die Stimmen derer, die für die Tiere sprechen, auch erhört werden.
Wir haben genug davon zu schweigen und politisch korrekt zu sein. Wozu außerdem? Damit die Dinge so weitergehen wie bisher?…Am 9.März: du wählst!
Schau dir das folgende Video an und sag, was bevorzugst du?