3rd April 2008

Die Angst in seinen Augen

Caspar lebte mehr als zwei Jahre als Streuner in einem Dorf bei Salamanca, er überlebte so gut er konnte, flüchtete vor Schlägen und tritten. Ernährte sich von Müll. Seit kurzem stellte eine Frau ihm Futter, man konnte sich ihm nähern, er ließ sich nicht anfassen. Letztes Wochenende war es dann soweit, Caspar konnte einfach nicht mehr flüchten. Er bestand nur noch aus Haut und Knochen, die Pfoten vollkommen kaputt, er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, obwohl er voller Angst versuchte zu fliehen.
Als man ihn einfing versuchte er zu beißen, kein Wunder bei den Schmerzen unter denen er litt.
casper1.jpgcasper-3.jpg Ein Hinterbein hat eine schreckliche Infektion, man musste ein Stück Knochen entfernen, die anderen ebenfalls verletzt, verprügelt und zudem stecken noch 35 Schrotkugeln in seinem ausgemergeltem Körper.
Er erholt sich langsam, er ist nicht agressiv, er läßt sich anfassen, meidet aber jeden Blick, in seinen wunderschönen grünblauen Augen steht immer noch die nackte Angst.

amaalosanimales@yahoo.es

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3rd April 2008

Ein hoher Preis

Wir haben schon lange nichts von Simone Righi und seiner Freundin Jo Fiori gehört, die Perrera von Puerto Real ist geschlossen, der Skandal wird sicher nie vergessen werden, allerdings fühlen sich Simone und Jo sehr allein gelassen. Ihre finanziellen Mittel sind aufgebraucht, keine Arbeit, sie werden sich von ihrem kleinen Hund trennen müssen, sie wissen nicht wie es weitergehen soll und werden wohl Ende des Monats Spanien verlassen.
Sie haben nichts anderes gemacht als wesentlich dazu beizutragen, dass der Skandal der Perrera aufgedeckt werden konnte. Sie haben ihre drei geliebten Hunde auf grausame Art und Weise verloren, an einer Demonstration gegen die Perrera teilgenommen, wo Simone wegen angeblicher Agressivität festgenommen wurde. Die Aufmerksamkeit der Presse sollte offensichtlich auf angeblich gewalttätige Demonstranten gelenkt werden um von den schrecklichen Skandal abzulenken.
Puerto Real, Andalusien, dort werden nicht nur die Rechte der Tiere, sondern auch die der Menschen, verletzt. Es herrschen Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch, so hatte der Besitzer der Perrera tatsächlich versucht die Richterin zu beeinflussen, diese war jedoch couragiert genug um damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Simone ist sich keiner Schuld bewußt, die Anklage der Bürgermeisterin lächerlich, es gibt reichlich entlastendes Filmmaterial von der Demonstration.
Trotzdem fühlt sich Simone Righi nach 2 Monaten Gefängnisaufenthalt immer noch als Gefangener, sein Pass wurde ihm abgenommen und er muss sich zweimal im Monat bei den Behörden melden. Die nächste Verhandlung wird am 22. April stattfinden.
Auch der Besitzer der inzwischen geschlossenen Perrera von Puerto Real, die Direktorin, einer der Arbeiter und der ehemalige Tierarzt müssen demnächst vor Gericht zu den schrecklichen Ereignissen die sich im vergangenen Jahr in der Perrera von Puerto Real ereignet haben, aussagen, sie sitzen alle auf der Anklagebank und man kann nur hoffen, dass wirklich Recht gesprochen wird und alle Verantwortlichen für ihre schrecklichen Taten bezahlen müssen.

Die Website von Simone und Fiori: SAMOART

Und was macht Europa?

Wir sagen:

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SOS Galgos - 2008 April 03

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