23rd August 2008

Christentum und Tierbefreiung

Von Barbara Hohensee:

Einleitung

Seit einigen Jahren gibt es in der so genannten Tierrechtsszene eine Auseinandersetzung um die Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ (künftig UL). Die Frage taucht bizarrer Weise deswegen auf, weil das UL – im Gegensatz zu den herkömmlichen christlichen Organisationen – ausgesprochen tierfreundliche Positionen vertritt und in die Tat umsetzt. Einige atheistische und hierarchiekritische Tierrechtler lehnen das UL bis hin zur aktiven Bekämpfung ab. Unabhängig davon, dass ich die Prioritäten dieser Kämpfer gegen das UL nicht nachvollziehen kann, ist ihr Ausgangspunkt logisch – wenn Religion grundsätzlich falsch ist, gilt das natürlich auch für das UL. In Heft 57 der Tierbefreiung findet sich nun mit der christlich motivierten Stellungnahme „Christentum und Tierbefreiung?!“ ein neuer Akzent. Die Verfasserin wirbt – unter scharfer Ablehnung des UL – für eine (sonstige) Akzeptanz religiöser Argumentationen und Motivationen beim Thema Tierrechte. Dieser Aufsatz bedarf einiger kritischer Anmerkungen.

1.Terminologische Grundlagen

Auf den ersten Blick, so meint Frau Löhr (künftig L.), scheine es bei der Fragestellung „Christentum und Tierbefreiung?!“ um unvereinbare Widersprüche zu gehen. L., die sich als linke Christin versteht, sieht gleichwohl Anknüpfungspunkte. Dabei verwendet sie verschiedentlich Begriffe, die sie nicht erklärt und deren Inhalt nicht als allgemein bekannt vorausgesetzt werden kann. Den Begriff der Kirche versteht L., ohne ihn näher zu erläutern, institutionell. Für wichtiger als die Frage nach der Institution hält sie auf jeden Fall die nach der Religion. Die Rechnung „Christentum = Kirche“ gehe nicht auf. Interessant könnten die Fragen danach sein, was christliche Ethik ursprünglich gemeint habe und was im Laufe der Jahrhunderte durch machtpolitischen Missbrauch untergraben worden sei. Zur Ermöglichung eines Diskurses müsse man zwischen Kirche/Institution und Christentum/Glauben trennen und zwischen den Ideen und der Umsetzung differenzieren. Wichtig sei besonders die Abgrenzung von Sekten wie dem UL. Hier seien wachsame Analysen und klare Abgrenzungen notwendig. Weiterlesen »

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23rd August 2008

Struktur des Terrors gegen Tiere – eine politische Polemik

Dr. Gunter Bleibohm
12.8.2008

Vorbemerkung

Das geschlossene System, das heute weltweit den Terror gegen Tiere garantiert und jeglichen Tiermord sanktioniert, besteht aus den äußerst lebendigen Teilen eines unheilvollen Netzwerkes mit den Hauptkomponenten Staat, Industrie, Kirche und Medien. Wir haben hier eine Verflechtung, die je nach Interessenlage zwei oder mehr Komponenten des Netzwerkes einbezieht und in zahlreichen Fällen mafiöse Strukturen aufweist. Die Netzwerkstruktur kann sowohl in der Dorf-, der Landes-, als auch in der Weltpolitik beobachtet werden; lediglich die Dimensionen unterscheiden sich, die Handlungsweisen sind identisch.

Das pulsierende Blut dieses Organismus sind Geld, Macht und der persönliche Vorteil. Etwaige Engpässe in dem Gefäßsystem werden gezielt mit Hilfe einer überall abhängigen und willfährigen Jurisdiktion beseitigt. Staat, Medien und Industrie sind an einer Einflußmaximierung interessiert, den moralischen Hintergrund zur Rechtfertigung dieses Handelns liefern die Kirchen.

Struktur des Systems

Beginnen wir bei der Analyse der einzelnen Systemkomponenten. In Deutschland haben wir dem Papier nach eine Demokratie, wobei sich die Volksbeteiligung darin erschöpft, bei diversen Wahlen zwischen Interessengruppen zu entscheiden, die sich im intellektuellen Anspruch gleichen, d.h. sie kommen alle ohne diesen Anspruch aus.

Demokratie heißt in concreto aber, daß die Stimme des Hochschulprofessors gleiches Gewicht hat wie die Stimme des Analphabeten, die Stimme eines fachlich hochkompetenten Menschen gleich der Stimme eines Kriminellen zählt. Dies zunächst als wertfreie Feststellung der Fakten; die Konsequenz ist das Interessante.

Erste Konsequenz

Da Wissen und Geist, Engagement und Einsatzwille, Erkenntnisfähigkeit und freies Denken, Unabhängigkeit und kritisches Hinterfragen auf der Normalverteilung der geistigen Gaben eines Volkes aber eine Randgröße darstellen, dominiert somit der unkritische Massenmensch ein Wahlergebnis.

Das ist keine neue Erkenntnis, auch Goethe beklagte: „Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will“. Es ist aber eine notwendige Feststellung, die entscheidend ist, um im Folgenden den Typus des Durchschnittpolitikers klar zu umreißen. Julien Green hat die entsprechende Schlußfolgerung für derartige Systeme beschrieben: „ wir treten in eine science-fiction-Welt ein, in der sich alles mischt: das Gute, das Böse, das Wahre, das Falsche. Alles ebnet sich auf niedrigem Niveau ein“. Das Mittelmaß wird zur Norm erhoben. Weiterlesen »

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23rd August 2008

Neuigkeiten von Vidal

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Vidal, der misshandelte Podenco ist inzwischen physisch wie psychisch genesen und wird hoffentlich bald über die französiche Organisation L’Appel de Lévries ein schönes zuhause finden. Die Misshandlungen haben keine seelischen Schäden hinterlassen, er hat keine Vorbehalte gegenüber Menschen, es ist erstaunlich wie gut manche Hunde über ihre schreckliche Vergangenheit hinwegkommen, viele vergessen nie was sie erlebt haben und brauchen sehr lange um wieder unbeschwert durchs Leben gehen zu können.

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23rd August 2008

Ein Fall von vielen

Immer wieder setzen sich Künstler für die Rechte der Tiere ein, in diesem Fall Rapper die vom Leid der Galgos erzählen, ihrer Ausbeutung, Misshandlung und Tod.

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SOS Galgos - 2008 August 23

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