18th Februar 2009

Kastrationsprojekt Straßenkatzen von Mataró

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Schon vor Monaten begannen Loli und ich im Kleinen mit der Kastration von Strassenkatzen in Mataró. Inzwischen haben sich Dolores und Clara dazugesellt und haben im Dezember die „Ciudadanos para los animales“ (Bürger für Tiere) gegründet.

Leider haben wir nur zwei vom Tierheim geliehene Lebendfallen und kommen daher nur sehr schleppend voran. Wir bräuchten dringenst wenigstens 10 eigene Lebendfallen um so schneller voranzukommen.

Eine Lebendfalle kostet 150 € (Electrolug.com Nr. 665, Lebendfalle mit zwei Eingängen und mit Falltüren)

Laut Schätzung der Stadtverwaltung befanden sich im Jahre 2007 ca. 2.000 Straßenkatzen in Mataró. Es ist natürlich anzunehmen, dass die Zahl inzwischen bedeutend angestiegen ist und damit auch das Elend dieser Tiere.

Die Tierklinik Hospital Veterinari del Maresme hat uns ihre Unterstützung zugesagt. Sie veranschlagt pro Katze 30 € für die Kastrationen, die dann Clara und Loli durchführen werden. Doch wollen wir auch diese Tiere impfen, um sie gegen all die schrecklichen Katzenkrankheiten zu schützen. Pro Katze kommen dann nocheinmal je zweimal 10 € für die Impfung dazu.

Auch werden Kosten beim Aufbau und Unterhalt der Strassenkatzenkolonien anfallen, sowie Futter und Kauf von Schutzhütten, die wir zum Teil selbst basteln können. Die amerikanische Katzenschutzorganisation Alley Cats Allies stellt auf ihrer Webseite Bauanleitungen für solche Hütten zur Verfügung.

Natürlich können wir vier Mädels das nicht allein bewerkstelligen. Daher werden wir uns mit den über die ganze Stadt verteilten „cuidadoras“ (Pflegerinnen) koordinieren, um so eine optimale Kontrolle über all unsere Katzen zu bekommen.

Auch der Stadtverwaltung wird ein entsprechender Katalog mit Forderungen vorgelegt werden, in dem als erster Punkt die Ausstellung eines Ausweises als freiwilliger Helfer der Stadtverwaltung stehen wird, um diesen Personen ständigen Zutritt zu Gemeindeinstallationen zu gewähren, da dort viele Strassenkatzen Zuflucht suchen.
Dies wurde von der Schreiberin bereits im August im Gesundheitsamt vorgelegt, was jedoch ohne Reaktion seitens der Behörden blieb. Frage mich, wieso ich mich darüber eigentlich noch wundere oder ärgere. Das ist die typische Haltung der spanischen Bürokraten, wenn es um Forderungen von Tier- und Umweltschützern geht.

Hiermit möchten wir ganz offiziell um Spenden für das Kastrations- und Impfungsprogramm für die Strassenkatzen von Mataró bitten. Auf unserer Webseite www.ciudadanosparalosaniamles.org, die noch nicht die richtige Präsentation hat, da wir niemanden haben, der sie uns so richtig aufpeppt und sie uns führt, finden alle, die unseren Strassenkatzen gerne helfen wollen, auch einen Link zum PayPal-System. Für „normale“ Überweisungen hier die Bankdaten:

Kontoinhaber: Ciudadanos para los animales
Bank: BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria)
Anschrift: Cami Ral, 377, 08301 Mataró
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM

Auf unserer Webseite ciudadanosparalosanimales.org ist auch ein Link zum PayPal-System zu finden, damit man nicht erst den Weg zur Bank gehen muss. Wie gesagt, unsere Webseite befindet sich in Arbeit, daher ist noch nicht viel auf ihr zu finden.

Hier eine kleine Fotoreportage unserer Arbeit.

Kastration vom „Chef“ der Straßenkatzenkolonie in Mataró-Cirera
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Auch einer seiner Spösslinge ging uns ins Netz bzw. Falle
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Mansi hatte offensichtlich einmal ein Zuhause. Sie ging von allein in die Transportbox. Es war keine Lebendfalle nötig. In der Klinik liess sie sich sogar den Katheter ohne Probleme anlegen. Das ist oft sogar bei Hauskatzen ein Problem. Aber sie ist eine ganz, ganz liebe Katze. Ich habe sie noch immer bei mir zuhause. Ich bringe es nicht übers Herz, sie wieder auf die Strasse zu setzen. Seit ca. 4 Wochen lebt sie in einer offenen Transportbox. Sie scheint vollkommen glücklich. Auf ihrem weichem Deckchen, mit regelmässigem Futter, Streicheleinheiten und Sonnenbädern auf der Fensterbank. Sie will gar nirgends hin. Nicht einmal die Wohnung durchsuchen. Sie bleibt in ihrer Transportbox, ganz still und zufrieden.

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Clara und Loli beim operieren einer trächtigen Katze.
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Carol auf nächtlicher Katzenrunde. Dank der sturen Bürokraten unserer Stadtverwaltung müssen wir „ciudadoras“ (Pflegerinnen) der Strassenkatzen tagtäglich in private oder städtische Grundstücke eindringen, um die Tiere mit Futter, Wasser und Medikamenten zu versorgen. Auch das Aufstellen von Lebendfallen gleicht einem Krimi. Sollte man uns erwischen, wird die Polizei gerufen werden und uns ist eine Anzeige sicher. Wären die Behörden aufgeschlossener dem Thema gegenüber und würden uns Schlüssel für die entsprechenden städt. Installationen aushändigen, müssten wir uns nicht nachts wie Diebe in der Stadt herumschleichen. Die Katzen suchen sich oft städt. Einrichtungen aus, weil sie dort verhältnismässig sicher fühlen.

Unter dem Netz hindurchrobben
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Futterverteilung: jetzt bloss kein Geräusch machen
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Verschmuster Strassenkater
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Wieder eine Katze für Loli und Clara
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Siehe auch:
Die Katzen von Mataró
Es war einmal…eine Katzenkolonie in Mataró
Ich kann bald nicht mehr

Kontakt: Caroline Waggershauser cwaggershauser@gmail.com

Mittwoch, Februar 18th, 2009, 04:00 | Allgemein, CPA Bürger für Tiere | kommentieren | Trackback

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