20th Februar 2009

Eine Woche im Leben einer neuen Tierschutzorganisation

31.01.
Treffen mit Igualdad Animal zwecks Absprache zu gemeinsamen Aktionen gegen die Tauromachie

Javier, Jose, Shannon, Carol
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Konferenz über Veganismus
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01.02.
Treffen mit Mimi, einer Pflegerin der Katzenkolonie des Bahnhofs von Mataró. Sie beschwert sich, dass allen Pflegern der Zugang zu verschiedenen örtl. Gemeindeinstallationen verwehrt wird und sie daher immer in Angst umherschleichen müssen, wenn sie die Katzen füttern. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Da muss was getan werden. So geht das nicht weiter.

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03.02.
Clara und ich unterschreiben vor Gericht unsere erste Anzeige wegen Tierquälerei gegen die Besitzer der Jagdhunde in den Bergen von Arenys de Munt.

Beitrag: 31.01.09 Jagdhunde

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Ich rufe Teresa Giménz Candela an, Professorin in römischem Recht, Global Law Professor und Animal Law Professor an der Universität von Barcelona. Ich frage sie, ob sie unter ihren Studenten nicht vielleicht jemanden hätte, der uns als Anwalt bei Anzeigen von Tierquälerei und vor Gericht helfen möchte. Es könnte ja vielleicht für einen angehenden Rechtsanwalt interessant sein, schon vor Beendigung seines Universitätsstudium Erfahrung zu sammeln. Teresa findet dies eine gute Idee und wird meine Frage ihren Studenten weitergeben.

04.02.
Wir fahren zu Abundi, einem älteren Herrn, der viele Straßenkatzen zu Besuch in seinem Garten hat. Wir überlassen ihm eine der Lebendfallen, damit wir all diese Katzen nach und nach kastrieren und impfen können und somit das Katzenelend verringern.

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05.02.
Endlich kann ich eine trächtige Katze einfangen. Schon vor einem Monat sah ich, dass sie ein kleines Bäuchlein hatte. Doch danach kam sie nicht mehr. Heute endlich war sie da und ich fing sie sofort ein und brachte sie am Abend zu Clara und Loli in die Klinik, wo sie sofort operiert wurde.

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Es hätten nur noch wenige Tage bis zur Geburt gefehlt. Mir tat es unendlich leid. Aber ich hatte niemanden gefunden, der die Katze bei sich hätte aufnehmen können und dann sie und die Kleinen in Adoption hätte geben können.
Clara sagte, dass die Kleinen durch die Narkose der Mutter langsam für immer eingeschlafen sind. Dennoch tat es mir weh. Die Katze ist noch immer bei mir, da sie eine schwere Bronchitis hat. Es wird noch dauern, bis ich sie wieder freilassen kann.

07.02.
Heute treffe ich mich mit Agnés Dufau (Direktorin des Einkaufszentrum Diagonal Mar in Barcelona), Sprecherin der Plattform GATERA YA (Plattform von verschiedenen Katzenorganisationen im Raume Barcelonas), um uns über künftige Vorgehensweisen gegenüber Stadtverwaltungen, abzusprechen. Es ist dringend nötig, die hiesigen Bürokraten von der Notwendigkeit zu überzeugen, kontrollierte Katzenkolonien aufzubauen, statt diese Tiere in Tierheime zu stecken, in denen sie sich mit tödlichen Krankheiten infizieren und wo man sie unbehandelt sterben lässt.
Straßenkatzen haben schon ein Zuhause, das ihre. Ich stehe mit Alley Cat Allies in Kontakt, die sich seit 20 Jahren Straßenkatzen widmen und habe viel von ihnen gelernt. Auch ihr Material in spanischer Sprache wird uns hier in Spanien sehr nützlich sein. Das Erlernte hoffe ich nun, hier in meiner Stadt anwenden zu können und dies dann auch an andere Katzenschutzorganisationen in Spanien weitergeben zu können.

Zusammen mit Agnés fahre ich nach Cervelló (Nähe Barcelona) in ein Tierheim Refugio de Cervelló, in dem uns Viorel, der Leiter des Heims begrüsst.Ich wollte unbedingt dieses Tierheim sehen, da mir Agnés erzählt hat, dass dort Katzen mit AIDS und Leukämie nicht eingeschläfert werden, wie das im Rest Spaniens so üblich ist. Auch in den besten Tierheimen.

Viorel, Carol, Agnés
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Sie haben verschiedene große Ausläufe, in denen Katzen mit derselben Krankheit untergebracht sind. Die mit Leukämie sind zusammen, die mit SIDA. Dann haben sie auch ein „Altersheim“, ein großes Zimmer, in denen die betagten Katzen gehalten werden.
In einem anderen Zimmer sind die, die im Endstadium ihrer Krankheit sind. Sie werden dort fürsorglich gepflegt bis der Zeitpunkt zum Einschläfern gekommen ist. Doch bevor dies geschieht, haben sie noch viele Jahre glücklich leben können.

Im Rest Spaniens ist der positiv ausgefallene Test auf Leukämie oder SIDA das sofortige Todesurteil. Im Tierheim von Cervelló nicht.
Ich habe mich wirklich sehr gefreut, dies zu erfahren. Ich werde diese freudige Nachricht in ganz Spanien verbreiten, damit sich die Leiter der Tierheime dieses Problems bewusst werden und dementsprechend handeln. Zumal man auch bedenken sollte, dass diese Tests nicht sehr vertrauenswürdig sind, denn sie geben auch oft falsche, sprich, falsche positive Ergebnisse bei anderen Krankheiten.

Gerne werde ich in allem das Tierheim von Cervelló unterstützen und empfehlen. Ein wunderbares Beispiel für verantwortungsvollen Tierschutz.

08.02.
Heute treffe ich mich mit Susanna Crespo Held, einer langjährigen Freundin. Sie ist Sopranistin und sie hat sich bereit erklärt, einen Abend mit klassischer Musik in Begleitung ihrer wundervollen Stimme zu geben. In einem Café besprachen wir alle Einzelheiten und auch ganz allgemein über das Thema Tierschutz.

Susanna Crespo Held
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Sie kennt sehr viele einflussreiche Personen, die sich evtl. für unsere neugegründete Tierschutzorganisation interessieren könnten. Aber vor allem sind wir ihr sehr dankbar, dass sie ihre Stimme den Straßenkatzen von Mataró geben will.

09.02.
Besprechung mit Virginia, der Cheftierärztin und Eigentümerin der Tierklinik „Hospital Veterinario del Maresme“ . Auch Clara ist dabei, aber nur kurz, denn die Besprechung war während ihrer Arbeitszeit und es gab viel zu tun. Sie ist die Chefin der Intensivstation.
Virgina sagte uns Unterstützung zu. Sie werden uns die Kastrationen der Katzen mit nur 30 € veranschlagen, also nur Material und Narkose in Rechnung stellen. Naja, wenn man bedenkt, dass Mataró über 2.000 Strassenkatzen hat…… da werden wir viele Lebendfallen brauchen und auch Hilfe von Tierschützern, die uns finanziell bei unserem Kastrationsprojekt unterstützen wollen.
Virginia beglücktwünschte uns auch zu unseren Flugblättern, die Informationen über alles was Straßenkatzen angeht, geben.

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11.02.
Heute sind endlich der Logo, der Stempel und das Briefpapier für unsere Tierschutzorganisation fertig geworden. Sebastian von Copigama hat sich sehr viel Mühe gegeben und noch mehr Geduld mit meinen Extrawünschen gehabt.
Inzwischen haben wir auch endlich eine Webseite CIUDADANOS PARA LOS ANIMALES auf der aber noch nichts steht. Wir bitten daher um Geduld. Ich verstehe nichts von diesen Dingen und bin darauf angewiesen, dass uns jemand diese Seite führt. Bis jetzt ist noch niemand in Sicht.

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Und jede Nacht um 3 h……

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……. Katzenfütterung. Heimlich, im Dunkeln, auf Socken und mit Leiter, um Zäune und Mauern zu bezwingen.

Beitrag: 31.12.08 Die Katzen von Mataró

Wir können also endlich mit unserer Tierschutzarbeit beginnen. Doch dazu brauchen wir all Eure Hilfe.
Wir können den Tieren nur helfen, wenn Ihr alle uns helft.

Bis jetzt haben wir nur zwei geliehene Lebendfallen, die ich wieder zurückgeben muss. Eine Lebendfalle kostet 150€.

Electrolug.com
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Dazu kommen pro Katze 30 € für die Kastration, je 10 € für zwei Impfungen und Antibiotikum und der Aufbau und der Unterhalt der Straßenkatzenkolonien.

Auch das Taubenprojekt liegt uns am Herzen. Denn hier werden nach wie vor Tauben mit Netzen eingefangen und anschliessend in der fahrenden Gaskammer, einem speziell hergerichteten Lieferwagen, vergast.
Wir halten es da lieber mit dem Basler und Frankfurter Taubenprojekt, die ethische und moralische Lösungen zur Kontrolle der Taubenpoblation geben.

Die Dienste eines Anwaltes, der uns in Tierschutzfragen berät, vor allem was Anzeigen wegen Tierquälerei betrifft und uns auch vor Gericht vertritt, sind auch vonnöten.

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Kontakt: cwaggershauser@gmail.com

Finanzielle Unterstützung findet ihren Weg über folgende Bankverbindung:

Ciudadanos para los Animales

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM
Cami Ral, 377
08301 Mataró (Barcelona)

Freitag, Februar 20th, 2009, 21:50 | Allgemein, CPA Bürger für Tiere | kommentieren | Trackback

Kommentar zu “Eine Woche im Leben einer neuen Tierschutzorganisation”

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  1. 1 23. Februar 2009, Hanspeter Frey schreibt:

    Liebe Frau Waggershauser und Freundinnen und Freunde
    Es ist beinahe übermenschlich, was da von Euch TierfreundenInnen zum Wohle der Kreatur geleistet wird. In einem Land, das sich heuchlerischer und verlogener nicht gebärden könnte.
    Da werden Tiermörder von der Kirche gesegnet, der Heilige Franz v. Assisis zitiert – und wenig später geht das Gemetzel los, begleitet von der kirchlichen und politischen Obrigkeit,
    sekundiert von einer grölend-greischenden, blutrünstigen Masse, home sapiens genannt resp. “wissenschaftlicher Name für die heute lebende Menschheit”.
    Was für ein Hohn, dass sich solche Barbaren, wie wir, Menschen nennen dürfen !
    Und in diesem Misthaufen stochern hilfsbereite und tierliebende Unerschrockene herum, Demütigungen, Bedrohungen und Spott in Kauf nehmend. Heldinnen und Helden unserer Zeit !
    Gäbe es den Nobelpreis für Tierliebe, diese wunderbaren Menschen hätten ihn verdient. Möge Euer Schutzengel noch lange über Euch wachen.
    In ehrlicher Verbundenheit
    A. und Hsp. Frey-Hänggi CH 4410 Liestal b. Basel / Schweiz

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