9th Juni 2009

Die PSOE, die PP und die IU ignorieren das Leid der Tiere in Experimenten

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Das europäische Parlament hat neue Richtlinien über Tierexperimente angenommen. Das Ziel dieser Richtlinien war, wissenschaftliche Alternativen zu den Tieren zu finden, um somit die Anzahl der Tierexperimente zu senken. Heutzutage führen Tierexperimente zu Krankheiten, Leid und Tod von Millionen fühlenden Lebewesen, und meistens geschieht das in einer Form, die unnötig und grausam ist. Aber die Schlussabstimmung ist sehr enttäuschend und pervers ausgefallen. Die Werte für den Respekt und Schutz des Lebens der Tiere sind außerhalb dieser Richtlinien geblieben, und deshalb habe ich gegen diese Richtlinien gestimmt. Jedes Jahr sterben mehr als 12 Millionen Tieren in wissenschaftlichen Experimenten in europäischen Laboren. Und dass anhand von Krankheiten und Folter. Aber das komische ist, dass viele dieser Schmerzen und Tode der Tiere unnötig sind, da es für viele solcher Experimente alternative Methoden gibt, die keine Tiere benötigen. Diese alternativen Experimente sind wissenschaftlich glaubhaft und von europäischen Institutionen anerkannt, wie die OCDE. Wenn wirklich ein Bestreben durch die Politik und die Europäischen Union bestehen würde, könnte man das schreckliche Leid der Tiere reduzieren. Stattdessen haben die wirtschaftlichen Interessen von einigen großen Laboren und ihren Druck auf die Europaparlamentarier verhindert, dass viele Experimente mit Tieren ersetzt wurden.

Es ist wichtig, die große Insensibilität und das Fehlen von Mitleid mit den Lebewesen aufzuzeigen, die die meisten der spanischen Parlamentarier aufweisen, aus dem linken wie aus dem rechten Lager. Das Argument, dass Tierexperimente wichtig für das Erforschen und Heilen von Krankheiten wie auch für die Rettung von Menschenleben sei, wurde von der befürwortenden Lobby betont wie auch von den meisten Europaparlamentarier, um die neuen Richtlinien anzunehmen. Aber dieses Argument ist veraltet und ist nicht zeitgemäß, wenn man bedenkt, dass es Alternativen gibt, die genau so gut sind wie die Experimente am Tier. Experimente am Tier könnten langsam aber sicher durch diese Alternative ersetzt werden, um das große Ziel, Krankheiten zu heilen und zu verhindern, realisieren zu können. Aber die Bürokratie und die wirtschaftliche Interessen der großen pharmazeutischen Labore verhindern das Einsetzen von Alternativen. Und dieses Verhalten verhindert die notwendige moralische, politische und kulturelle Entwicklung, die ein neues europäisches Gesetz, dass die Rechte der Tiere in Tierexperimenten anerkennt, wenn es ja schon Alternativen gibt, benötigt. Nur 4 der 54 spanischen Parlamentarier haben für eine Verminderung der Anzahl der Versuche mit Primaten gestimmt.

Sehr schockierend war die Abstimmung der Parteien PP, PSOE und IU gegen das Eliminieren der Anzahl Versuche mit Primaten, die aus der Natur dazu eingefangen werden. Das Erlauben von Versuchen mit Primaten, die aus ihrem natürlichen Umfeld eingefangen wurden ist doppelt barbarisch: Einerseits ist das Verwenden von solchen hoch sensiblen und in ihrem emotionalen, kognitiven Fähigkeiten dem Menschen sehr ähnlichen Lebewesen einfach nicht richtig, andererseits wird dass Einfangen von wildlebenden, geschützten und vom Aussterben bedrohten Tieren angekurbelt.

Alberto Díez, Direktor des nationalen Tierschutzes Animales (ANDA), kommentierte die Abstimmung folgendermaßen: “ Mit der Zustimmung dieser Richtlinien hat man eine historische Chance verpasst, um das heikle Verwenden von Primaten in Experimenten kontrollieren zu können“.

David Hammerstein Eurodiputado de Los Verdes

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Anm.: PP und PSOE sind die stärksten spanischen Parteien.

Alles was Sie über Tierversuche wissen sollten und was man dagegen machen kann finden Sie auf folgender Webseite:

Ärzte gegen Tierversuche

Dienstag, Juni 9th, 2009, 00:08 | Allgemein | kommentieren | Trackback

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