11th Juni 2009

Opfer der Gleichgültigkeit

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Alleine die Tatsache, dass es überhaupt Perreras, städtische Auffanglager mit der Intension, die Tiere nach einem gewissen Zeitraum zu töten, gibt, ist mehr als beschämend. Der Mensch macht es sich einfach, sind Hund oder Katze nicht mehr erwünscht, kann man sich ihrer einfach und bequem in einer Perrera entledigen. Die Hunde die einfach ausgesetzt werden, landen früher oder später auch dort, eingefangen von städtischen Hundefängern, zumindest die, die nicht das Glück hatten, von einem Tierschuztverein oder privaten Tierrschützern von der Straße gerettet zu werden. Hinzu kommen die Produkte der Wegwerfgesellschaft, die vorher an Entkräftung, Krankheit oder Misshandlung sterben oder aber Opfer eines Autounfalls werden.

Laut Statistik sterben auf Spaniens Straßen jeder Tag ungefähr 1000 Tiere. Die Allgemeine Verkehrsleitung (DGT) , schätzt dass jährlich etwa 300.000 durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen und auch die La Asociación de Empresas de Conservación y Explotación de Infraestructuras (ACEX) bestätigt, dass jeden Tag ca. 1000 Tierleichen von den Straßen geborgen werden.
75 % der Unfälle ereignen sich während der Nacht wegen unangemessener Geschwindigkeiten und schlechter Sicht. Quelle: Igualdad Animal

Mischlinge, Rassehunde, Jagdhunde, Galgos, Podencos, gesunde und kranke Tiere, junge und alte Tiere, unzählige ungewollter Würfe, die Perreras sind voll mit ihnen und die Tierschützer verzweifelt.

Alleine in der Perrera Mairena / Sevilla befinden sich momentan ca. 20-25 zum Tode verurteilte Galgos, einige werden hier vorgestellt: EL BLOG DE LA GALGA “MUSA”.
Kontakt: comdelrio@hotmail.com

Dieser Galgowelpe befindet sich in Jerez, es wird dringen ein Platz für ihn gesucht.
Kontakt: susigarcia1980@hotmail.com
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Diese Galga wurde nachts auf einer Stgraße eingefangen. Kontakt: quelilla24@gmail.com
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Wie viele werden es wohl in ganz Spanien sein?

Es ist ein gesellschaftliches Problem, solange Tiere als Objekte angesehen werden, man ihnen keine Rechte zugesteht, das Töten bei Nichtgefallen eine Selbstverständlichkeit ist, Haustiere nicht kastriert werden, jeder nach Lust und Laune züchten kann, es keine Einschränkungen Jäger und Galgueros gibt, wird sich an der Situation nichts ändern. Die Regierung ist gleichgültig, Kastrations- und Aufklärungskampagnen werden von ihrer Seite nicht durchgeführt, es ist offensichtlich bequemer die unliebsam gewordenen Tiere zu töten, als Projekte ins Leben zu rufen, die an der Situation etwas ändern.

Die Städte und Gemeinden geben viel Geld für die Beseitigung der Streuner und legal zum Töten abgegebenen Tiere aus, dieses könnte man wesentlich besser in wirksame tierschutzgerechte Maßnahmen investieren.

Das Töten von Tieren ist eine Selbstverständlichkeit, genauso wie deren Misshandlung und Ausbeutung, ich beziehe mich hiermit auf die sogenannten Nutztiere die der Fleischgewinnung dienen, bei ihrer Misshandlung schreit so mancher “Tierfreund” nicht laut auf. Was diesen Tieren an Gräueltaten zugefügt wird ist auch kaum noch zu überbieten.

Donnerstag, Juni 11th, 2009, 01:21 | Allgemein | kommentieren | Trackback

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