21st Juni 2009

Offener Brief an die Seprona, mit der Bitte um Unterstützung

Bis Montag morgen kann der Brief noch unterschrieben werden!

Eines der größten Probleme in Spanien gegen die Misshandlung der Tiere ist die Untätigkeit der Behörden, die Ignoranz der Stadtverwaltungen, die der Regierung und vor allem auch sehr oft die der SEPRONA. Die SEPRONA, SERVICIO DE PROTECCIÓN DE LA NATURALEZA, was soviel bedeutet wie Naturschutzdienst, ist eine Untergruppe der Guardia Civil, nicht nur dafür zuständig gegen Umweltsünder zu ermitteln, sondern auch Misshandlungen an Tieren zu verfolgen.

Leider wird diese Aufgabe oft nicht wahr genommen, viele Mitglieder der Seprona sind Jäger und Galgueros, Anzeigen wird nicht nachgegangen und Täter werden gedeckt, keiner will sein eigenes Nest beschmutzen, obwohl gerade die Tierschützer auf die Unterstützung dieser Polizeieinheit angewiesen sind.

Siehe hierzu: Der Friedhof des Grauens
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Vetternwirtschaft und Korruption sind an der Tagesordnung und nicht selten werden Tierschützer auch noch bedroht, wie zum Beispiel im Fall der Jagdhunde in Burgos, die Anzeige wurde gar nicht erst aufgenommen, der Besitzer der Hunde informiert und die Tierschützerin erhielt daraufhin auch noch Drohanrufe.

Siehe hierzu: Jagdhunde in Burgos
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Oder aber der Fall der misshandelten Hündin Vela, sie wurde verprügelt, mit Säure überschüttet und zudem noch mit Messerschnitten verstümmelt. Diese schreckliche Tat wurde zu den Akten gelegt!

Siehe hierzu: Vela, zu den Akten gelegt, das darf nicht sein!
vela.jpg

Besonders haarsträubend ist der Fall eines erschossenen Galgos in Arcos de la Frontera (Cádiz), zugetragen hatte sich die Tat 2007. Vor den Augen von spielenden Kindern wurde der Galgo erschossen. Der Täter kam, stieg aus seinem Auto, feuerte zweimal mit dem Schrotgewehr auf das Tier, stieg sofort wieder in seinen Wagen und verschwand. Die Kinder merkten sich das Kennzeichen, der verletzte Galgo wurde in eine Tierklinik gebracht und verstarb dort an seinen schweren Verletzungen.

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Es wurde Anzeige erstattet, es kam zu einem verfahren, der Fall wurde “mangels an Beweisen” geschlossen.

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Der Täter wurde schon mehrmals von Anwohner angezeigt weil er offensichtlich Giftköder ausgelegt hatte, auch wegen seinem “coto de caza”, seinem Jagdgebiet gab es schon Bescherden, weil die Schüsse der Jägerschaft nicht selten die besiedelten Gebiete erreichen.
Weder Politiker noch Seprona kontrollieren ob die Hunde der Jäger und Galgueros gekennzeichnet sind, sie passieren die Straßen mit Wagen voller nicht mit Microchip versehener Hunde ohne, dass sie jemals kontrolliert werden, doch Anzeigen wegen nicht beseitigter Hinterlassenschaften werden erstattet um den Gassigängern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele polizeilicher Untätigkeit und Ignoranz, selbstverständlich gibt es auch positive Interventionen der SEPRONA, aber leider viel zu selten.

Einen guten Überblick über die Zustände in Spanien gibt mein folgender Artikel:

Die dunkle Seite Spaniens
jose-manuel-rodriguez.jpg

copyright José Manuel Rodriguez

Um diese Missstände öffentlich zu machen haben wir einen Brief an die SEPRONA verfasst, zahlreiche internationale Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen sowie private Tierfreunde haben den Brief schon unterzeichnet. Dieser offene Brief soll an alle Dienststellen der SEPRONA geschickt werden, es sind über 200.

Selbstverständlich können noch weitere Tierschutzorganisationen und Tierfreunde diesen Brief unterschreiben, diesbezüglich bitten wir um eine kurze Nachricht an uns, Vereine möchten bitte dann bitte auch ihr Banner zusenden.

Caroline und Martina

Offener Brief an die SEPRONA: carta-seprona.pdf

Offener Brief an die SEPRONA, deutsche Übersetzung:

offener-brief-an-die-seprona.pdf

galgos-antes-y-despues.pdf

cwaggershauser@gmail.com
nfo@sos-galgos.net


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Sonntag, Juni 21st, 2009, 01:09 | Allgemein, CPA Bürger für Tiere | kommentieren | Trackback

2 Kommentare zu “Offener Brief an die Seprona, mit der Bitte um Unterstützung”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 21. Juni 2009, eveline krainer schreibt:

    macht doch endlich schluss mit diesen schrecklichen zuständen in eurem schönen land
    und tut endlich was gegen diese missstände
    ich wünschte, ich könnte alle diese tierquäler selber auf einem baum aufhängen und würde gerne dabei zusehen wie SIE krepieren, diese leute, die sich “menschen” nennen

    mein gott was sind denn für leute, die solche tierquälereien verüben und(oder) zusehen können,ohne auch nur das geringste für diese armen kreaturen zu tun
    bzw.diesen armen gequälten tieren , die letzten endes ja auch gottes geschöpfe sind, zu helfen,
    und das in einem vorwiegend katholischem, “christlichen land
    ich wünsche allen diesen “menschen” die hölle auf erden, die so etwas mit ansehen können, ohne etwas dagegen zu unternehmen
    was für ein gräuel
    macht doch endlich schluss mit den tierquälereien ihr unmenschen
    eveline krainer
    journalistin

  2. 2 22. Juni 2009, Barbara Blum schreibt:

    Ich könnte Kotzen.
    Der Mensch ist und bleibt,daß fürchterlichste aller Raubtiere.

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