12th Oktober 2009

Spanien, ein Land gewaltätiger Machos

In Spanien ist die Misshandlung von Tieren allgegenwärtig, Katzen werden vergiftet, Hunde erschlagen, Galgos traditionell erhangen oder in tiefe Brunnen geworfen, Stiere grausam zu Tode gequält.

Ein “echter” spanischer Mann geht zum Stierkampf, “machismo” scheint gesellschaftsfähig, auch manche Frauen wohnen diesen blutigen Spektakeln bei und selbst kleine Kinder werden in die Arena geschleppt; Erziehung zur Grausamkeit inbegriffen.

Stierquälerei zur Volksbelustigung, die Verrohung der Menschen ist weit fortgeschritten, Spanien steht an der Spitze Europas im Bezug auf häusliche Gewalt.

Laut einer von Amnesty Internacional veröffentlichten Studie, litten im Jahre 2004 mehr als zwei Millionen Frauen in Spanien unter körperlicher oder psychischer Gewalt durch ihre Partner. Spanien liegt hiermit an der Spitze Europas.

Zufall? Sicher nicht. Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig. Was will man auch anderes von testosterongesteuerten und “machismo” getriebenen Männern erwarten, die sich damit brüsten einem gepeinigten Stier gegenüberzustehen, ihn durch die Straßen zu hetzen oder mit einer Lanze zu erstechen.

Dass die Gewalt an Tieren die Gewalt an Menschen fördert ist anhand zahlreicher internationaler Studien schon lange bekannt, auch hier bei uns häufen sich die Nachrichten über Gewalt jeglicher Art, sicher auch eine Folge der allgemeinen Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber den Lebewesen, der Wahnsinn Massentierhaltung zur Fleischproduktion trägt enorm dazu bei, dass Tiere nicht als fühlende Wesen anerkannt und geschützt werden.

Schon Leo Tolstoi (1828–1910) erkannte:

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.

und Arthur Schopenhauer (1788–1860), bringt es auf den Punkt:

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

Von Martina Szyszka, Antitaurina, in Anlehnung an: “Sympathie oder Mitleid für eine Antitaurina”, STIERKAMPF FÜR ALLE vom 11.10.09

Montag, Oktober 12th, 2009, 00:28 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | RSS 2.0 | kommentieren | Trackback

Kommentar zu “Spanien, ein Land gewaltätiger Machos”

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  1. 1 12. Oktober 2009, Philip de Málaga schreibt:

    In der Tat ist die Gewaltzunahme insbesondere den Ehefrauen gegenüber in Spanien ein ernst zu nehmendes Problem. Dazu bedarf es aber keiner sechs Jahre alten Studie von Amnesty International, denn wer in Spanien lebt, weiss die Tendenz ist alles andere als sinkend. Auch die Aggressionen der Jugendlichen, die Zahl der Kleinkriminellen und Diebstähle haben in den letzten Jahren erschreckend zugenommen.

    Den Ansatz nun bei “testosterongesteuerten und “machismo” getriebenen Männern” zu suchen, dürfte die Realität wohl ein wenig verfehlen. Sicherlich, es gibt solche und solche. Aber die Zeiten des Männlichkeitswahns aus der Francozeit sind wohl endgültig vorbei. Das erkennt man doch schon in der Politik. Wie kaum in einem anderen europäischen Land haben hier mit neun Ministerinnen die Frauen das sagen. Nicht umsonst sprach Berlusconi vom “rosa Kabinett”.

    In Deutschland jammern sie von der Wirtschaftskrise, aber in Spanien ist sie wirklich angekommen. Zum Jahresende wird es hier 20 Prozent Arbeitslose geben. In der Provinz Málaga geht es auf die 30 Prozent zu. Das sind Themen die ein Fundament für Gewaltbereitschaft liefern, und bestimmt nicht die Stierkämpfe.

    Und wenn man mal vergleicht, Antitaurinos verhalten sich der Afición weitaus aggressiver gegenüber als umgekehrt.

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