15th Oktober 2009

José Tomás und sein Blutscheck

Julio Ortega Fraile, 14.10.2009

Da muss man ja wirklich heuchlerisch und berechnend sein. Der „matador“ (Schlächter) José Tomás leistete, von der Presse umringt, damit auch niemandem seine unendliche Großzügigkeit entging, eine Spende in Höhe von 200.000 Euro an 13 katalanische Wohltätigkeitsorganisationen.

Dazu muss man bemerken, dass diese Summe die Hälfte von dem ist, was sie ihm für einen Stierkampf-Nachmittag in der La Monumental von Barcelona bezahlen und somit dieser finanzielle Aufwand auf seinem fabelhaften Bankkonto kaum zu bemerken sein wird.

Es ekelt einen an, wenn man mitansehen muss, wie einige Menschen ihre elenden Handlungen durch Schecks zu verschönern versuchen und auf der anderen Seite, dieser Mann, der sein Geld damit verdient, Stiere zu foltern und zu töten, diese Stadt für diese Scheckübergabe auszuwählen, weil man gerade dort in Katalonien dabei ist, die ILP zu befürworten, die untersagen wird, dass dort wieder Stierkämpfe durchgeführt werden können.

Und dass dies nur eine verzweifelte Strategie ist um die ILP zu bremsen, zeigen die Äußerungen des Toreros selbst, der seinen Mund nicht halten konnte, etwas, was jemandem, der die Gewalt gegenüber schwächeren Lebewesen zu seinem Markenzeichen gemacht hat und in folgedessen beherrscht von Instinkten eines Höhlenmenschen, eigen ist.

José Tomás bestätigte, dass „die Summe in dem Maße erhöht wird, in dem er Stierkämpfe ausführen wird“. Es fehlte nur noch, dass er hinzufügte, dass, sollte die ILP durchgebracht werden, die katalanischen Wohltätigkeitsorganisationen ohne „euritos“ bleiben würden.

Was für eine Schande und ekelhaft es doch ist, wie einige versuchen, ihre elenden Taten mit Schecks zu vertuschen suchen und sich dabei die Gegenwart der Medien versichern. Ein Scheck, blutgetränkt, mit dem Blut von Dutzenden von Unschuldigen, die dieser ach so sensible Herr ohne weitere Bedenken gefoltert und getötet hat.

Übersetzung: Caroline Waggershauser, CPA

Quelle: 20.minutos.es

Donnerstag, Oktober 15th, 2009, 20:54 | Allgemein, STIERKAMPF | RSS 2.0 | kommentieren | Trackback

2 Kommentare zu “José Tomás und sein Blutscheck”

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  1. 1 16. Oktober 2009, Corrida pfui deifel schreibt:

    Warum werden die Corridas in der EU, die sowieso kein gesunder Mensch braucht, nicht verboten?
    Und die noch fliessenden Millionensubventionen nicht einfach umgeleitet direkt an die Bedürftigen?
    Dann könnten allen armen und hungernden Menschen und den Hilfsorganisationen zig-mal mehr und auf Dauer geholfen werden.

  2. 2 16. Oktober 2009, Claudia schreibt:

    Tja leider wird es wohl auch hier so ausgehen,dass die meisten Menschen eben zu gerne käuflich sind!

    Geld ist macht,oder frei nach B.Brecht!
    Zuerst das Fressen,dann die Moral!

    Ich bin heute schon überzeugt davon,dass sich der Stierkampf in Katalonien wieder durchsetzen wird,weil es um Geld geht und weil der Mensch habgierig und feige ist.
    Der Mensch wird zu oft zum Gewohnheitsverbrecher ,wenn er auch nur einen kleinen Vorteil für sich daraus ziehen kann,und immer schön auf dem Buckel derer, die sich nicht wehren können-denn Tieren!
    Claudia

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