18th Oktober 2009

Straßenkatzenelend in Spanien: Hysterie oder Realität?

Heute möchte ich mich, aufgrund eines Kommentars, einmal mit der Thematik des Sterilisierens von trächtigen Katzen beschäftigen. Vorab sei versichert, dass dies niemand auf die leichte Schulter nimmt. Schließlich sind wir Tierschützer die ersten, die das Recht auf Leben eines jeden Lebewesens respektieren.

Aber…….. in welches Leben wird eine Straßenkatze hineingeboren? Wenn das Kätzchen Glück hat und in einem zivilisierten Land unserer Erde geboren wird, dann kann es unter Umständen sogar recht alt werden, denn es gibt viele Privatpersonen und Tierschutzorganisationen, einige sogar nur auf Straßenkatzen spezialisiert, die sich diesem Tier widmen (Fütterung, Sterilisation, Impfung).

Wird das Tier aber nun in einem Land geboren, in dem evtl. sogar die Menschenrechte mit Füssen getreten werden, nun, dann sieht es mit den Überlebenschancen schlecht aus. Viele erreichen nicht einmal das Erwachsenenalter. In den sogenannten armen Ländern, schauen die Leute erst einmal, dass sie selbst etwas zum Essen auf dem Tisch haben.

Und Spanien gehört, wie so viele andere Mittelmeerländer auch, zu diesem armen Teil Europas, in dem obendrein noch dazukommt, dass gerade in diesem Land ganz offiziell und mit öffentlichen Geldern finanziert, Tiere zu Tode gefoltert werden.

Was zählt da schon das Leben einer Katze?

Wie vor kurzem der Freispruch von Jaime Ferrero, dem zehnfache Katzenmörder aus Talavera de la Reina gezeigt hat, ist das Leben einer Katze nichts wert. Trotz Tierschutzgesetzen. Ja, die gibts in Spanien. So unglaublich es auch erscheinen mag. (zum vergrößern auf die Fotos klicken)

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Wenn vorher Straßenkatzen Freiwild für jeden, der seine sadistischen und perversen Neigungen an wehrlosen Tieren auslassen konnte, waren, nun, mit diesem Freispruch bekamen alle Tierquäler Spaniens einen Freibrief.

Natürlich gibt es auch in den sogenannten zivilisierten Ländern Menschen, die das Recht auf Unversehrtheit und auf Leben von Tieren nicht respektieren, doch dort werden diese Personen wenigstens der Justiz zugeführt, von der sie Gefängnis- und Geldstrafen sowie ein lebenslängliches Tierhaltungsverbot zu erwarten haben. Je nach Fall, natürlich.

Wenn nun also ein Kätzchen das Glück hat, nicht einem solch seelenlosen Menschen in die Hände zu fallen, lauert aber doch noch viel Unheil auf dieses kleine Lebewesen. Da wären zunächst einmal die Krankheiten, tödliche Virenerkrankungen wie die „panleucopenia“, die ein langsames, wochenlanges, schreckliches Dahinsiechen bedeuten. Die RVF, PIF,” leucemia felina”, “enteritis infecciosa felina”, und “sindrome de immunodeficiencia felina” verurteilen jede Straßenkatze zu einem langsamen und entsetzlichen Tod.

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Ich habe bis jetzt noch kein Tier kennengelernt, das so viel schrecklichen Krankheiten ausgesetzt ist, wie die Katze. Und obendrein, das muss ich hier einmal erwähnen, gab (ich hoffe, es gehört der Vergangenheit an) es Behörden, die gesunde Straßenkatzenkolonien mit dem Virus der „panleucopenia“ infizieren ließen, um den Tieren somit den Garaus zu machen. Gift wäre in solchen Fällen wirklich gnädiger gewesen. Unglaublich ist das. Aber so sparten sie sich die Mühe, immer wieder aufs Neue Gift auszulegen oder den Katzenfänger vorbei zu schicken, denn die Katzen fielen so einem Virus zum Opfer, der sich, wenn er einmal in einer solchen Gruppe befindet, sich auf immer und ewig hält, da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist.

Überlebt ein Kätzchen die Geburt und die ersten drei-vier Wochen in der Sicherheit des Verstecks der Mutter, dann ist es nicht nur Krankheiten oder sadistischen Personen ausgesetzt, sondern auch seinem eigenen Unternehmungsdrang, der ihm zum Verhängnis wird. Es begibt sich in enge Rohre, aus denen es nicht mehr heraus kann, es fällt in irgendwelche Öffnungen, in denen es elendiglich verhungern und verdursten muss.
Abgesehen einmal von der Panik, die es ausstehen muss, ohne seine Mutter zu sein, die ihm nicht helfen kann.

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Oder aber es frisst Gift, wird überfahren, von einem Hund zu Tode gebissen, wird von Schuljungen zertreten oder gegen eine Wand gedonnert, wird mit einem Schraubenzieher zu Tode gefoltert, wird ertränkt, wird erschossen, gerät in Schlagfallen oder aber ertrinkt in den sintflutartigen Regenfällen, die dem Land Spaniens ganz eigen sind.

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Wie oft bin ich schon nachts heraus gerannt, runter zu den Kolonien, die sich unten am Strand befinden, um zu retten was zu retten war. Die armen Tiere kämpften gegen die Fluten, die von oben herab aus den Bergen hinunter ins Meer stürzten. Sie waren gefangen in ihren eigenen Zufluchten zwischen den riesigen Steinblöcken, konnten nicht mehr heraus und ertranken jämmerlich darin.

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Oder aber, wenn sie es gewagt hatten, ihren Bau zu verlassen, um irgendwo anders Schutz zu suchen, wurden sie eben vom Wasser mitgerissen.Viele, die sich um Katzen kümmern, die „cuidadores“ haben schon so oft hilflos mitansehen müssen, wie eine ganze Katzenkolonie in diesen schweren Regengüssen ertrank.

Überlebt ein Kätzchen das alles, nun, da bleiben dann noch immer die Stadtverwaltungen mit ihrem Gift, mit ihren Katzenfängern und den „perreras“, die staatlichen Auffanglager für Tiere, alle drei Begriffe sind mit schrecklichem Tod verbunden. Ich bin sicher, es gibt in Spanien nicht eine einzige „perrera“, die die Tiere so tötet, wie es im Tierschutzgesetz steht. Nämlich den Tieren erst nach Eintreten der Bewusstlosigkeit die Todesspritze zu setzen.

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Oft werden sie zu Tode geknüppelt oder getreten, vergiftet, oder die Todesspritze wird ihnen direkt mitten ins Herz gerammt oder aber es werden ihnen muskellähmende Mittel gespritzt und die Tiere werden somit Zeugen ihres eigenen Todes. Gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein müssen sie erleben, wie sie langsam ersticken. Und ich spreche jetzt nur von Fällen, von denen wir Tierschützer zufällig etwas erfahren haben. Wenn ich an die Dunkelziffer denke, stehen mir sprichwörtlich die Haare zu Berge.

Vielleicht denkt jetzt jemand, dass man diese Tiere ja auch in Tierheime bringen könnte. Wer bringt es über das Herz ein frei geborenes Tier in einen Käfig zu sperren? Ich habe Katzen gesehen, die sich schreiend gegen Käfigtüren geworfen haben, mit dem Ergebnis, dass sie dann die ganze Nase offen hatten. Was wiederum zur Folge hatte, dass sich diese Wunden oft entzündeten, da niemand diesem Tier Medikamente geben konnte. Wie gesagt, Straßenkatzen sind Wildtiere und lassen sich nicht so einfach eben mal eine Tablette ins Maul schieben. Was ja unter Umständen auch bei unseren lieben Schmusekatern zuhause mitunter zu einer „misión imposible“ ausarten kann.

Zudem, ich kenne nicht ein einziges Tierheim hier, das eine Quarantäne macht. Mit dem Ergebnis, dass auch dort, wo man eigentlich annehmen sollte, dass die Tiere gut aufgehoben sind, die Katzen (und auch Hunde) allen Virenkrankheiten, genauso wie auf der Strasse, ausgesetzt sind. Und entsprechend dem Tod. Dass hier keiner glaubt, man würde diese wilden Katzen behandeln. Genug hat man mit den zahmen Katzen zu tun. (Eigene Erlebnisse)

Das ist das Leben einer Straßenkatze in Spanien. Ist es ein lebenswertes Leben? Hier kann jeder selbst nach bestem Wissen und Gewissen urteilen. Wir jedenfalls, die wir Nacht für Nacht uns um diese Tiere kümmern, ziehen es vor, jede Katze, derer wir habhaft werden können, von einem Tierarzt sterilisieren zu lassen. Auch wenn sie schon hochträchtig ist.

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Die Kleinen entschlafen durch die Narkose der Mutter schon im Mutterleib, verspüren somit keinen Schmerz. Herz- und Seelenschmerz erleiden wir, die, die wir sie zum Tierarzt gebracht haben. Natürlich fragen wir uns, ob wir das Recht haben, diesen Tieren ihr junges Leben zu nehmen. Uns zerreißt es das Herz, zuzusehen, wie die Kleinen dem schützenden Körper der Mutter entnommen werden.

Aber ist ein Straßenkatzenleben in einer Stadt lebenswert?

Außerdem, überleben einige Welpen die gesamte oben beschriebene Palette an Gefahren, immer entwischt uns der eine oder andere, den wir nicht einfangen können um ihn zu sterilisieren, was bedeutet, dass sich dieses Tier über Jahre hinweg fortpflanzen wird und somit zu mehr Katzenelend beiträgt.

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Die Katzen, die weiblichen, sterben meist, Opfer von Krankheiten und Schwäche, mit so ca. drei oder vier Jahren. Hier im warmen Mittelmeerraum werden die Katzen sogar bis zu viermal im Jahr rollig. Oft säugen sie noch Welpen aus einem Wurf, sind aber schon wieder trächtig.

Deshalb werden die Kleinen so schnell wie möglich entwöhnt, oft viel zu früh und sind so sich selbst überlassen, was sie meist nicht überleben. Ich habe so oft miterlebt, wie Mütter ihrem eigenen Nachwuchs das Futter wegfrassen, weil sie erst einmal Kraft für sich selbst brauchten. Noch nicht einmal erholt von einem Wurf und schon wieder trächtig. Das zehrt an den Kräften der Muttertiere, die dann meist an völliger Erschöpfung sterben und natürlich auch viel anfälliger für Krankheiten sind. Alte Katzen sieht man so gut wie nie auf den Straßen.

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Und wenn jetzt noch jemand meint, dass man die Jungtiere ja einfangen und in liebende Hände geben könnte…… tja….. wo sind sie, die vielen tausende von liebenden Händen, die dafür benötigt werden würden? Es gibt sie nicht. So einfach ist das. Zudem, ein Jungtier, das nicht von Anfang an an die Berührung von Menschenhänden gewöhnt worden ist, aus dem wird niemals ein Sofa-Kuscheltier. Es wird die Nähe des Menschen dulden, sich auch streicheln lassen, aber in den Arm nehmen oder aber als Stubentiger gemütlich auf dem Sofa kuscheln…. nein.

Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich habe einige solcher Tiere, von denen ich glaubte, sie vermitteln zu können. Da sie aber keine „Plüschtiere“ sind, sondern ihren Charakter als freilebendes Tier bewahrt haben, will sie keiner adoptieren. Und so bin ich selbst mittlerweile auf 24 Katzen sitzengeblieben, von denen ich eigentlich angenommen habe, ein liebendes Heim für sie zu finden. Und da ich es nicht übers Herz brachte, sie wieder auf die Straße zu setzen, sind sie eben bei mir geblieben. Und hier bleiben sie auch. Auf ihrem Sofa.

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Zusammenfassend: Ich werde weiterhin nachts durch die Straßen huschen, bewaffnet mit Fangnetz und Lebendfalle, um so viel wie möglich an Katzen einzufangen und zu sterilisieren. Auch wenn die eine oder andere Katze schon hochträchtig sein sollte. Dies ist die einzige Möglichkeit, das schreckliche Katzenelend, welches so vielen Menschen verborgen bleibt, da Katzen Nachttiere sind, zu mildern. Übrigens: „Meine“ Katzen werden alle geimpft. So erspare ich ihnen wenigstens ein schreckliches Dahinsiechen. Vor all den anderen Gefahren, die auf sie lauern, vor allem in Form von Menschengestalten, kann ich sie leider nicht beschützen. Vor einem Leben in ständiger Angst und Schrecken.

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katzenelend-in-spanien-hysterie-oder-realitat-fotos.pdf

Caroline Waggershauser

www.ciudadanosparalosanimales.org

Sonntag, Oktober 18th, 2009, 21:15 | Allgemein | kommentieren | Trackback

8 Kommentare zu “Straßenkatzenelend in Spanien: Hysterie oder Realität?”

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  1. 1 18. Oktober 2009, Jeannette schreibt:

    Liebe Caroline,

    vielen Dank für diesen Beitrag und Dein außerordentliches Engagement für die Katzen auf Spaniens Strassen!
    Jeder der selbst Katzen hat und sie zu Freigängern werden lässt dürfte wissen, dass man aus dieser Katze nie wieder einen “reinen” Stubentiger machen kann und umso schwieriger wird es sein, Strassen- oder wildlebende Katzen an ein Leben in einem Haus oder einer Wohnung zu gewöhnen. Katzen sind freiheitsliebende und sehr selbstständige Tiere und es schnürt mir jedesmal die Kehle zu, wenn ich immer mal lese, dass sich Katzen auch in einer 25 qm Wohnung ja sogar in nur einem Zimmer lebend lebenslang angeblich wohlfühlen. Vielleicht mit Ganznachtsbeschäftigung aber selbst hier wird die Monotonie der Katzenseele Schaden zufügen (in meinen Augen tierschutzrelevant!).
    Für Strassenkatzen dürfte es noch viel schwieriger als für Strassenhunde sein, sie an die hiesige Lebensumstellung zu gewöhnen, mal abgesehen von den noch schlechteren Vermittlungschancen. Wobei ich selbst bei den Hunden einige Fälle kenne, die sich nie oder immer begleitet mit Ängsten an die Menschenhand gewöhnen. Deshalb teile ich Deine Meinung und finde es bewundernswert, diesen Schritt der Sterilisation der Mütter zu gehen, denn er ist bestimmt nicht leicht. Tierschutz ja, aber nicht auf Teufel komm heraus mit unbestimmter Zukunft. Warum billigt man in Bezug auf Abtreibung dem Menschen etwas zu, dass man den Tieren verwehrt.
    Auch ich kenne persönlich hier in Deutschland eine wildlebende Katzenkolonie. Von der Gesellschaft verstoßen und keiner will sie haben, ja auf sie wird sogar geschossen! Das Tierheim verwehrt ihre Aufnahme, also werden sie angefüttert und vom dortigen Tierschutzverein regelmäßig eingefangen, geimpft und sterilisiert. Aber nicht jede Katze lässt sich einfangen und zieht sich in der Schwangerschaftszeit zurück, so dass sie erst mit ihren Kleinen wieder auftaucht. Jedes Jahr überleben einige der Katzenkinder aufgrund von tödlichen Erkrankungen oder Unfällen nicht, weil man ihnen leider nicht früh genug helfen konnte. Die Kolonie befindet sich im übrigen an einem Pflegeheim. Mitarbeiter versorgen sie täglich mit Futter und bauen kleine Unterschlüpfe. Dem Dorf ist diese Kolonie ein Dorn im Auge, aber die alten Menschen erfreuen sich an den Tieren und für einige von ihnen wurde ein Traum war, sie haben ein liebes Zuhause gefunden oder kuscheln in den Betten der Patienten als Therapiekatzen. Aber: auch hier lassen sich nicht alle von ihnen anfassen oder an das unsere Leben gewöhnen. Eine Schocktherapie als Zwang wäre bei jenen das Verkehrteste, was man ihnen antuen kann.

    Liebe Grüße und ganz viel Kraft,
    Jeannette

  2. 2 19. Oktober 2009, Kevin&Christina schreibt:

    Liebe Caroline dein Bericht entspricht genau dem was ich denke und für richtig halte.Ja es macht mich auch sehr traurig das es auch die hoch trächtigen Tiere trifft aber sie schlafen im Mutterleib ein und müssen nicht als kleiner Katzenwelpe das furchtbare Elend auf der Straße erleben.Es ist ja leider die einzige Möglichkeit den Straßenkatzen zu helfen und ich finde es richtig solange in Spanien diese Zustände sind.

  3. 3 19. Oktober 2009, Miwa Kunz-Kuwahara schreibt:

    Liebe Caroline…

    was soll ich noch sagen…dieses Elend, diese Kälte und Respektlosigkeit unseren Freunden gegenüber.. ich fühle mit Dir, täglich. Auch wenn es hierzulande “noch nicht” so weit ist.. ich selbst komme aus dem Land, das auch mit dieser Problematik wohl zu kämpfen hat, und weiß wie trostlos und erschöpfend dieser Kampf ist, Tag für Tag, Nacht für Nacht..es gab damals auch kein Nachtschlaf für mich, jetzt auch nicht viel anders, hier in D ist es auch ähnlich so weit..
    Aber Spanien ist besonders. Besonders, was Brutalität und Sadismus angeht. Das Leben der Tiere werden nicht nur ignoriert( auf Grund Armut und ähnliches, was man oft in osteuropäischen Ländern als Tierschützer oft erlebt ), sondern mit Freude vernichtet.
    Bei mir in der Heimat gibt es einige Webseiten, die solchen Kätzchen gewidmet sind, und heissen ” warum wurde ich überhaupt geboren? was habe ich falsch getan” keiner kann die Berichte und Geschichten ohne Tränen lesen, man weiß dann wie wichtig und dringend es ist, die Tiere kastrieren zu lassen, eigene wie streunende, um die man sich kümmert. Füttern allein reicht nicht.
    Ich kann nicht in Worte fassen, wie traurig und wütend das mich macht, Verhalten der “Menschen” überall gegenüber Tieren, besonders Katzen. Ich fühle immer mit ihnen, spüre Schmerz und Angst wenn ich solche Berichte lese. Ich kann es einfach nicht vertragen, dass so viele, abertausende, Millionen Katzen Tag für Tag gequält werden und steben, egal was der Grund ist. Ich habe gestern 6 stunden nach meiner Katze gesucht, die ausgebüchst war, was sehr anstrengend war, und ich war dann schon fix und fertig. Und wenn ich mir vorstelle, was Du und Deine Freunde da alles täglich durchmachen….. kann ich nie dankbar genug sein für das Engagement, für den unermüdlichen Kampf, die unendliche Liebe.
    Bitte nie aufgeben, liebe Caroline, ich denke oft an Dich, Du bist nie mit den Schmerzen allein. Sag uns immer was wir tun können.

  4. 4 19. Oktober 2009, Ma Isabel Meyerhans Moreno schreibt:

    Ach, wie traurig. Und dass es Menschen gibt, die zu allem fähig sind ist entsetzlich! Aber solange diese abscheulichen Tierquäler so weitermachen können, d.h. ihren sadistischen Trieb, an unschuldigen Tieren ausleben ohne gebührend dafür bestraft zu werden, wird sich wenig ändern. Es ist deshalb dringend notwendig, dass Erzieher, (Schule, Elternhaus und besonders die Kirche), den Kindern beibringen, dass wir andere Lebewesen respektieren müssen, weil sie wie wir zur Schöpfung Gottes gehören.

  5. 5 19. Oktober 2009, Edith Fischer schreibt:

    Liebe Caroline,
    es ist einfach nicht mehr zu ertragen, all diese Grausamkeiten an unschuldigen Tieren, die sich nicht wehren können.In den südlichen Ländern ist es ganz besonders schlimm. Achtung vor dem Leben der Tiere, das ist wohl eine Fremdvokabel.Doch wer andere Lebewesen nicht achtet, der achtet die Menschen auch nicht. Gerade habe ich wieder von Frau Wohtke, Pro Animale, ein Heft zugeschickt bekommen. Man kann all die fürchterlichen und sadistischen Handlungen der Menschen an Tieren begangen, einfach nicht mehr ertragen. Ich bin schon so lange im Tierschutz aktiv, doch man ist immer wieder total fertig, wenn man von dem Elend der Tiere liest. Es ist schön, dass du dich so für die Katzen, und sicherlich auch für andere Tiere einsetzt. Leider gibt es wenige, die das tun. Ich bin nach all den Jahren der Erfahrung im Tierschutz der Meinung, dass die Kirchen zum größten Teil an dem Tierelend schuldig sind. Ich weiss, was ich sage, denn ich bin eine ehemalige Klosterschülerin.
    Nun sei ganz lieb von mir gegrüßt, und weiterhin viel, viel Erfolg für deine Arbeit. Herzliche Grüße von Edith aus Berlin.

  6. 6 20. Oktober 2009, Birgit schreibt:

    Liebe Caroline,

    Dein Bericht spricht mir aus dem Herzen, auch wenn wir hier in Deutschland nicht ganz so schlimme Verhältnisse haben wir es offensichtlich in Spanien der Fall ist! Dennoch reicht das Elend mehr als aus – wie meine Erfahrung im aktiven Katzenschutz mich über die Jahre gelehrt hat – um genau so zu handeln, wie Du es schreibst: kastrieren, was immer einem da draußen in die Falle geht! Und genauso handhaben auch wir es, auch wenn es uns manchmal fast das Herz bricht, wenn zu erkennen ist, dass ein Tier tragend ist. Aber bricht es uns nicht ebenso das Herz, wenn wir eines dieser zauberhaften Wesen von seinen Qualen erlösen müssen, wenn es unheilbar krank ist und man ihm nicht mehr helfen kann? Und dennoch liegt es so oft in unserer Verantwortung, dies zu tun, wenn das Tier keine Lebensqualität mehr hat und nur noch leidet! Es raubt uns nachts den Schlaf, in welchem Elend die Tiere leben, und es raubt uns den Schlaf, wenn wir eines von ihnen erlösen müssen. Da sehen wir es genau wie Du, dass die Kastration und das Eindämmen der Population die einzige wirksame Vorgehensweise im Kampf gegen all das Elend ist, dem die Tiere ausgesetzt sind – auch im Falle einer tragenden Katze!

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine so schwere Arbeit in Spanien, und dass Dein Herz und Deine Seele so gut es geht dabei bewahrt bleiben, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr der tägliche Kampf gegen das Leid einen zerfressen kann. Aber halt Dir immer vor Augen, dass es das Richtige ist, was Du da tust! Und lass Dir neue Kraft von all den Wesen schenken, deren Leben Du mit Deiner Arbeit bewahrt und verbessert hast!

    Lieben Gruß
    Birgit

  7. 7 2. März 2010, sara schreibt:

    liebe carolin, ich finde es sau gut, das du dich dafür einsetzt die Katzenn zu retten.
    das ist echt erschütternd , was sie alles den Tieren antun. wenn ich diese bilder sehe, zerbricht mir das mein herz … ich hasse diese abartigen tierquäler… richtige sadisten, das ist nicht zu fassen… wie kann man das eigentlich den tieren antun??
    sie sind unschuldig und haben niemanden etwas getan … =(

    ich freu mich auch für deine 24-viele Katzen , die du hast… den gehts bestimmt viel besser jetzt , wo sie jetzt sind… doch leider gibt es viel zu viele die noch ein Leben in solchen zuständen haben….
    ich hoffe du hast noch weiterhin viel erfolg.
    lg sara

  8. 8 8. November 2016, Hannah schreibt:

    Hallo Caroline,
    Dein Beitrag hat mich zu tiefst berührt und ich kann es immer noch nicht begreifen wie Menschen unschuldigen Tieren Schmerz und Leid zufügen können und dabei auch noch Spaß haben…

    Ein ganz großes Lob an dich und deine Helfer! Es muss schrecklich sein trächtige Katzen zu sterilisieren aber wie du selbst geschrieben hast, vermutlich wäre ihr Leben nicht schön geworden und so ersparst du ihnen viel Leid und Schmerz!
    Macht weiter so! Ihr handelt richtig!
    Super dass du so vielen Katzen ein lebenswertes Leben bietest!

    Viele Grüße an die Miezen und die Mama!
    Hannah

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