22nd August 2009

Schlamperei ohnegleichen in einer Tötungsstation

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Dieser Hund wurde von seiner Familie geliebt, dieser Hund trug eine Marke mit den Daten seiner Familie am Halsband, dieser Hund wurde als vermisst gemeldet und gesucht, dieser Hund wurde in einer Tötungsstation getötet, sein Foto hing im Büro dieser Station, nun ist BUFFY tot.

Nein, dies ist nicht ein einer spanischen Perrera passiert, dieser Skandal ereignete sich in Belgien, in der Tötungsstation S.P.A von La Louvière!

Petition gegen diese Einrichtung:

Quelle peut bien être l’utilité d’une SPA qui euthanasie les animaux que ses maitres recherchent sans essayer de les contacter !

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22nd August 2009

“Die Tortur ist keine Kultur!”

Aktivisten vom Colectivo Antitaurino y Animalista de Bizkaia haben am 20. August eine Versammlung der Stierkampfanhänger vom Club Cocherito unterbrochen und gestört.
Ihr Protest richtete sich gegen die jährlichen Subventionen des Rathauses in Höhe von 5 Millionen Euro für Misshandlung und Gewalt.

Die Veranstaltung wurde von Tele 5 live übertragen, allerdings hat man die Aktivisten schnell ausgeblendet, das ist Zensur!

Inzwischen wurden auch Fotos und Videos der Demonstration am 16. August in Bilbao auf der Webseite des Kollektivs veröffentlich und auch ein Video vom Konzert von Ska-p, bekennenden anti-Stierkampf Gegnern.

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22nd August 2009

Gerettet aus den Händen von Medizinstudenten / Lima, Peru

Der Hund Tómas wurde von seiner Besitzerin gerade noch rechtzeitig davor gerettet, von Medizinstudenten als Versuchsobjekt missbraucht zu werden.

Carmen Valverde Ibáñez hatte einen Hinweis von einer Freundin erhalten, dass sich ihr am 7. August vor ihren Augen gestohlener und in einem Transporter abtransportierter Hund in der Klinik Hospital Nacional Arzobispo Loayza befindet.
Zuerst wollte sie die Klilnik durch den Haupteingang betreten, man verwehrte ihr den Einlaß und so entschloß sie sich, bekleidet mit einem weißen Kittel, durch den Hintereingang die Klinik zu betreten. Dauraufhin fand sie ihren Hund auf einem Seziertisch, sediert und angeschnallt. Carmen hat sich schreiend auf ihn gestürzt.

Carmen Valverde wurde vom Sicherheitspersonal überwältig und musste ersteinmal 4 Stunden in Polizeigewahrsam verbringen, zuerst man warf ihr den Diebstahl von Mikroskopen vor, bescheinigte aber dann ihre Unschuld.

Nach diesem Skandal hat man ihr zugesagt, dass man ihr den Hund am Samstag wiedergeben werde, vorausgesetzt, sie kann beweisen, dass es ihr Haustier ist.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls haben weitere Besitzer von verlorenen Hunden die besagte Universität aufgesucht, in der Hoffnung, dort ihr Tier zu finden, zwei hatten ebenfalls Glück.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet, um zu ermitteln, wie die Hunde in dieses Laboratorium gekommen sind.

Es wird zugegeben, dass das Tierschutzgesetzt lückenhaft ist und das Vorhandensein eines Schwarzmarkts begünstigt, welcher so bedauernswerte Vorfälle wie diesen erzeugt.

Quellen:
elcomercio.com.pe
espanol.news.yahoo.com

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21st August 2009

Aus dem Tagebuch einer Tierschützerin 21. August

Carolinchen und eine bewegte Nacht

Ach Martinchen. Das war ne Nacht. Eine lange, heiße und schwüle Nacht.

Nach der Katzenrunde stand ich pünktlich um 4 h vor der Klinik, so wie mit Loli abgesprochen, um die beiden kastrierten Kater, den Grau-Weißen und Tigri, den Wiederauferstandenen, abzuholen. Eine Tierarzthelferin öffnet mir, an ihrem Gesichtsausdruck sehe ich, dass was nicht stimmt. Und da kommt es auch schon: Sie sagt, wir haben da ein Problem. Oh weh.

Sie berichtet, dass der Grau-Weiße aus der Transportbox entwichen ist und sich irgendwo im OP-Bereich befindet. Na toll. Und meine beiden Netze sind kaputt. Ich nehme billige Fischernetze, die halten nicht sehr viel aus und schnell sind Löcher drin. Aber die teuren, für Katzen bestimmte Fangnetze können wir uns nicht leisten. Fast 300 €.

Ich beginne, den Burschen zu suchen. Er ist im Exoten-Krankenzimmer. Ein Glück, dass sich nicht gerade ein Papagei oder ähnliches dort befindet. Das wäre gar nicht gut gegangen. Einmal hatte Loli eine riesengroße Boa dort. Die hätte den Kater doch sicher glatt verspeist. Aber zum Glück war kein exotischer Patient eingeliefert. Und so schloss ich erst mal die Tür, die besorgte Tierarzthelferin hinter mir lassend. Sie rief mir noch durch die geschlossene Tür zu, dass sie nicht wegginge und dass ich rufen solle, wenn was ist.

Der Kater beäugte mich misstrauisch und versteckte sich hinter Kisten in einer Ecke. Ich schnappte mir seine Transportbox, entfernte die Tür daran, schob langsam die Kisten weg, gleichzeitig die Transportbox vor und dann hatte ich ihn so in eine Ecke gedrängt, dass er einfach in die Box hinein musste, was er glücklicherweise auch tat. Vorsichtig montierte ich die Tür, damit meine Finger nicht unerwarteterweise von Krallen angegriffen werden könnten.

Jetzt im Nachhinein muss ich auch sagen, dass der Kater noch unter dem Einfluss der Narkose stand. Er war noch etwas benommen, denn sonst wäre das nicht so glatt von der Bühne gegangen. Die Tierarzthelferin war hocherfreut und begleitete mich mit dem anderen Kater zum Wagen.

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Ich fuhr zu seinem Futterplatz, der sich hinter einem Zaun auf einem Schulgelände befand. Noch schnell ein paar Fotos vor der Freilassung, ich setzte die Box ab und öffnete die Tür. Ungewohnterweise kam der Kater ganz langsam heraus. Er versuchte sich zu orientieren, tappte ziellos herum. Weiterlesen »

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21st August 2009

Replace Animal Testing in Europe / Petition gegen Tierversuche

Wichtige mehrsprachige Petition von Animal Defenders International an den Europarat und das europäische Parlament.

Mehr als 12 Millionen Tiere werden in Experimenten in europäischen Laboratorien jährlich verwendet. Die Gesetzgebung, die diese Experimente regelt, ist mehr als 20 Jahre alt und wird revidiert. Animal Defenders International braucht Ihre Unterstützung für ihren Aufruf nach progressiven Maßnahmen, damit Tierversuche durch moderne, zuverlässige, wissenschaftliche Methoden ersetzt werden.

Bitte die Petition unterzeichen und auch auf internationaler Ebene verbreiten.

PETITION:

Replace Animal Testing in Europe

Klicken Sie bitte auf die Flagge ihres Landes!

“Llora Britches”, Musik LYVON, Text Ángel Padilla, ist dem amerikanischen Laboraffen Britches gewidmet. Man hatte ihm die Augenlider zugenäht, um zu beweisen, dass die veranlasste Blindheit Gehirnschäden verursacht. Ángel schrieb den Text für diesen Affen, aber weitläufig auch für alle anderen misshandelten Tiere.

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20th August 2009

“Toro de Cuerda”, Volksbelustigung spanischer Art

Bald ist es wieder soweit, in CARCABUEY (CÓRDOBA) darf wieder nach herzenlust der Toro de Cuerda (Stier des Seils) gefeiert werden, ein Spektakel für jung und alt, welch eine Freude für alle Fans dieser Tierquälerei, endlich wieder einen jungen, an einem Seil angebunden Stier, durch die Gassen jagen zu können.

Erwartet werden “Liebhaber” aus nah und fern, die Läufe sollen am 22 August und am 6. September stattfinden, zweimal täglich.

Für die Sicherheit ist gesorgt, 65 freiwillige Helfer des Vereins Toro de Cuerda de Carcabuey, auch diesen gibt es, wollen “jederzeit über die “Unversehrtheit der Läufer, Besucher und tiere”, ja auch über die Tiere wohlgemerkt, wachen, verhindern, dass Jugendliche unter 16 Jahren und Betrunkene an der Stierhatz teilnehmen.

Auch 20 Sanitäter, unter ihnen Ärzte, Chirugen etc, sowie 15 Helfer vom Roten Kreuz werden anwesend sein, um gegebenenfalls die Verletzen versorgen zu können.

Abschließend wird noch die Wichtigkeit dieser Tradition für die kommenden Generationen lobgepriesen.

Erziehung zur Grausamkeit unter dem Deckmantel der Kultur ist in den Köpfen dieser Menschen tief verankert, die spanische Regierung setzt alles daran, dass es auch so bleibt und die EU schaut zu.

Quelle: europapress.es

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20th August 2009

Ícaro, endlich zuhause

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Dieser junge sympatische, ca. 2 Jahre alte Galgomischling hatte einfach kein Glück, da er nicht reinrassig ist fand er einfach keine Familie, weder innerhalb Spaniens noch im Ausland.

Ícaro schlug sich wie so viele andere Hunde durchs Leben, irgendwann verließen ihn seine Kräfte und man fand ihn erschöpft auf einem Feld.

Die Tierfreunde päppelten ihn auf, konnten ihn aber nicht behalten und brachten ihn in ein Tierheim.

Mehrmals hatte ich ihn vorgestellt, das erste mal im Januar des Jahres.

Nun hat er endlich eine Familie gefunden und kann ein glückliches Hundeleben genießen.

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Vermittel wurde Ícaro über die Initiative STREUNERHUNDE e.V. und Nieves, die Tierschützerin die wir schon durch Dédalos Geschichte kennen und ihre Freundinnen freuen sich mit ihm und vor allem auch über den Kontakt mit seiner neuen Familie.

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20th August 2009

Aus dem Tagebuch einer Tierschützerin, 19. August

Carolinchen und die heißen Nächte Spaniens

4 h morgens. 30 Grad. Nicht zu fassen. Luftfeuchtigkeit? Keine Ahnung. Aber hoch, sehr hoch. Das sagt mir meine am nassgeschwitzten Körper klebende Tarnkleidung. Mit einem Papierküchentuch von der besten Marke, die es gibt, weil saugfähiger, fahre ich mir immer wieder übers Gesicht und den Hals um mir den Schweiß notdürftig abzuwischen.

Ich hasse es zu schwitzen. Meine idealen Temperaturen liegen so zwischen 15 und 19 Grad. Was hat mich bloß dazu getrieben, in diesem Land zu bleiben? Wie gerne wäre ich jetzt in Skandinavien, Kanada, Alaska, Grönland oder am Nord- oder Südpol.

Während ich so still in mich hineinmaule, habe ich schon den ersten Teil meiner Katzenrunde geschafft. Die Katzen vom Sportgelände sind bereits versorgt. Vom cremefarbenen Kater keine Spur. Der wird sich sicher jetzt ein paar Tage lang nicht mehr blicken lassen.

Gestern hätte ich ihn fast mit dem Netz erwischt. Aber er war den Bruchteil einer Sekunde schneller als ich. Kurz bevor der Rahmen des Netzes auf dem Boden aufkam, entwischte er unten durch. Mist. Dabei wäre es so dringend nötig, diesen Kater endlich einzufangen. Er schwängert nämlich so gut wie alle Katzendamen des Stadtviertels. Er ist der absolute King der nächtlichen Straßen.

Ächzend ziehe ich mich wieder den Zaun hinauf. Ich nehme seit einigen Wochen die Leiter nicht mehr. Das war mir zu auffällig. Gerade so um 4 h morgens patrouilliert die Guardia Urbana in ihrem Dienstwagen dieses Stadtviertel.

Oft musste ich mich schnellstens irgendwo verstecken. Nicht ganz einfach mit einer geschulterten schweren Leiter. Und irgendwann wurde es mir dann eben zu dumm. Jetzt bleibt die Leiter im Auto und wenn der Polizeiwagen vorbeifährt, passiert nichts. Jemand, der des Nachts mit zwei Rucksäcken und einem Hund durch die Gegend spaziert ist nicht so verdächtig wie jemand mit zwei Rucksäcken und einer Leiter. In den Rucksäcken könnte sich ja Diebesgut befinden.

Ich hole Charly aus dem Auto und da kommt schon die kleine Tigerkatze laut grüßend angeflitzt. Das ist die, die auf dem Dach war. Zu Charly hat sie schon großes Vertrauen gefasst. Trotz des großen Maules das ihr von oben entgegenlacht. Also, ich sähe so ein weit geöffnetes großes Maul und diese blitzenden Zähne so über mir……. mehr als auf fünf Meter würde ich mich nicht an diesen Hund heranwagen.

ct-tigrita-y-charly-red.jpg Weiterlesen »

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19th August 2009

PROMESA, ein trauriges Pferdeschicksal

Wir alle kennen nur zu gut die Probleme der vielen spanischen Tierheime, Arbeit ohne Ende, Aufnahmekapazität am Limit, fehlende finanzielle Mittel usw., schon mit Hunden und Katzen ist es nicht einfach, so kann man sich sicher gut vorstellen wie schwierig es mit Pferden ist.

Die Asociación CYD Santa María (Málaga) hat es sich zur Aufgabe gemacht Pferde zu retten.
In Andalusien sind die Misshandlung und das Aussetzen von Pferden genauso alltäglich wie die von Hunden und Katzen, es ist nichts ungewöhnliches an einem Baum angebundene Pferde zu finden, angebunden um langsam aber sicher zu sterben. Sich selbst überlassen, mit fürchterlichen Wunden, ausgenutzt, verbraucht und entsorgt

Dieser Sommer war einer der schwierigsten für den Tierschutverein CYD SANTA MARÍA, ein Notfall nach dem anderen erreichte die Pferdefreunde, nicht jedem konnten sie nachgehen.

Folgende Fotos stammen von der letzen Rettung, es handelt sich um eine alte Stute, die Bilder sprechen für sich.

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Man gab ihr den Namen PROMESA / Versprechen, weil man ihr versprochen hat, zu helfen.

Die Webseite con CYD SANTA MARÍA ist mehrsprachig:

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18th August 2009

Stierkampf als Weltkulturerbe: Das Ende einer Zivilisation, olé!

Mallorca, ein Traumferienziel für viele. Jeden Tag strahlende Sonne bei wolkenlosem Himmel, tropische Temperaturen, weitläufige, feine Sandstrände, romantische Buchten, Flamenco, Sangria und Fiestas.

So schwärmte ein flüchtiger Bekannter, den ich im Supermarkt antraf, von seinem Urlaub in Mallorca. Dann berichtete er mir, dass er auch einen Stierkampf besucht habe. Für einen Augenblick war ich sprachlos, fühlte mich, als hätte er mir eine Ohrfeige gegeben und eine Welle unsagbare Wut stieg in mir hoch. Doch wusste ich ja nicht, zu welchem Zweck er den Stierkampf besuchte, vielleicht wollte er sich ein Bild machen von der Grausamkeit dieses bestialischen Spektakels, vielleicht arbeitete er ja an einer Dokumentation für eine Tierschutzorganisation oder war journalistisch tätig. Also fragte ich nach, was seine Beweggründe dafür gewesen waren. Mein Herz pochte dabei so stark, dass ich glaubte, er könnte es hören. Da gab er freimütig zu, dass er sich schließlich ein solches Event nicht entgehen ließe, wenn er schon mal in Spanien sei. Es sei «spannend» gewesen. Da stand ich nun, eine Tierfreundin und Tierschützerin, und wusste angesichts einer solchen Antwort nichts zu sagen. Mir blieben vor lauter Abscheu vor meinem Gegenüber die Argumente gegen den Besuch einer Stierkampfarena aus.

Das Quälen von Tieren: Ein legitimer Volksspaß
Dabei wollte ich dieses Jahr nach Mallorca, mit einem Rucksack mit Informationsmaterial und Flugblätter, um es an Touristen und Mallorquins an der Ostküste Mallorcas zu verteilen und den Dialog zu suchen. Unglücklicherweise wurde nichts aus meinem «Aktiv-Urlaub». Die Toreros aber sind glücklich: Endlich war es wieder soweit, die Saison für den Stierkampf ist eröffnet, das Blut kann fließen, die niedrigen Triebe befriedigt, «Männlichkeit» bewiesen werden! Jede Menge Fiestas dieser Art finden jährlich in Spanien ihr Publikum: Das Fiesta San Fermin in der baskischen Stadt Pamplona, das besonders wegen der brutalen Stierhatz und der während der Fiesta veranstalteten Corrida bekannt ist, das galizische Rodeo Rapa das Bestas, bei dem Wildpferden mit brutaler Gewalt die Mähne abtrennt wird, das Fiesta «Correbous», bei dem der Stier durch die Straßen gehetzt und mit Dartpfeilen beschossen wird, oder das Fiesta Toro de Fuego in Medinaceli, bei dem der Bulle mit einem Gestell mit brennenden Fackeln auf den Hörnern durch das Dorf gejagt wird oder “Toro de Vega” in Tordesillas, bei dem ein ausgewählter Kampfstier auf ein Feld getrieben wird, wo Dutzende von Lanzenträgern auf das Tier einstechen und, und….

In den Medien wird wenig erwähnt über diese barbarischen Traditionen, die nichts anderes sind als eine legalisierte Form öffentlicher Tierquälerei. Nur die menschlichen Opfer werden beklagt, wie dieses Jahr wieder in Pamplona und anderswo.

Schon Kant und Schopenhauer verabscheuten Tierquälerei
Obschon nach Umfragen mehr als 70 % der Spanier gegen Stierkämpfe und diese Fiestas sind und sich viele Städte in Spanien, aber auch in Südfrankreich und Portugal, gegen die Stierkämpfe aussprechen und zum Teil verbieten, will die Stierkampflobby die Corrida als Immaterielles Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO stellen. Quasi den Gütesiegel für das ritualisierte Morden von Stieren zugunsten einer sadistisch-geilen Spaßgesellschaft erhalten; allem voran um die Taschen der Macher dieses lukrativen Geschäftes zu füllen. Allein in Spanien beläuft sich der Jahresumsatz dieser «Branche» auf schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro. Das Thema ließe sich nicht objektiv verhandeln, denn zwischen der Leidenschaft der Aficionados (Anhänger) und der Abscheu der Stierkampfgegner existiere kein neutrales Terrain, meint einer, der ein Buch über die Tauromachie geschrieben hat.

Gewiss, man kann über Ethik diskutieren, das taten schon die Philosophen in der Antike. Einige aus der Neuzeit, die wir noch heute sehr verehren, haben sich jedoch klar gegen die fehlende Ethik bei der Tierquälerei ausgedrückt: Nach Ansicht des deutschen Philosophen Immanuel Kant führe Tierquälerei zu einer Verrohung des Menschen und das Mitleid am Menschen würde abgestumpft. Die Grausamkeit gegen die Tiere sei der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt. Einen ähnlichen Standpunkt vertrat auch der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer.
Am 31. August 2009 wird bei der UNESCO über die Aufnahme neuer immaterieller Güter entschieden. Sollte ein offizieller Antrag der Stierkampflobby und der Taurinos aller Länder eingereicht und die UNESCO die Corrida und die Fiestas Taurina als Weltkulturerbe ernennen, würde dies definitiv das Ende einer Zivilisation bedeuten. Denn mit Kultur haben diese archaischen, rohen Schauspiele nichts zu tun. Mit Sicherheit.

Diese Kolumne erschien im Internetmedium www.fricktal.ch. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin Corinne Banora durften wir sie für SOS Galgos abdrucken.

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SOS Galgos - 2009 August

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