12th September 2009

Flugblattaktion Tordesillas / Toro de la Vega

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Wie jedes Jahr wird wieder im September dieses Schauspiel stattfinden, das Übelkeit verursacht, das die Vernunft herabsetzt, das die Gefühle erschüttert und das die Tränen in die Augen treibt. Vor Wut, vor Hilflosigkeit, vor Schmerz gegenüber eines absurden und unsinnigen Leidens eines Stiers, der einer langen Folter ausgesetzt ist, vor dem Anblick dieser Lanzen, die sich in seinen Körper bohren, vor den blutigen Wunden, aus denen er langsam aber sicher die Kraft und das Leben verliert, vor der Verherrlichung dessen, dem es gelingt, ihm den Todesstoß zu versetzen und das alles geschützt von einem Gesetz, das die von uns Erwáhlten erlassen haben, von denen man annimmt, dass sie uns aus der Rückständigkeit und aus der Unkultur führen.

Julio Ortega Fraile, Auszug eines Artikel, veröffentlicht 2008 in El Pais

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Alle Tiere besitzen eine Seele und wir Menschen müssen sie lieben und uns mit unseren kleinen Brüdern solidarisch fühlen. Sie stehen nah bei Gott, genau wie wir Menschen und sie verdienen all unseren Respekt.

Papst Johannes Paul II, 1920 – 2005

Leider konnte auch dieses Jahr der “toro de la vega”, das schrecklichste Volksfest Spaniens, bei dem ein hilfloser Stier von einer Männerhorde mit Lanzen gehetzt und sprichwörtlich abgestochen wird, nicht verhindert werden.

Zu mächtig scheint die Lobby des „patronato del toro de la vega“ zu sein, als dass die Bürgermeisterin von Tordesillas es wagte, sich ihr zu entgegenstellen. Es scheint, als ob sie den Mut, die Moral und den gesunden Menschenverstand in einer Ecke des Saales lies, in dem sie ihr Amt einschwor.

“Man weiß wirklich nicht, ob es der fehlende Mut ist, sich einem Teil der Bevölkerung ihres Dorfes entgegenzustellen, oder ob es wirklich fehlende persönliche Moral und Ethik sind, die sie dazu treiben, Jahr für Jahr einen Stier von den Bürgern ihres Ortes abstechen zu lassen“.
Carles Marco, Gemeindepolitiker, PSOE, in einem offenen Brief an Frau Zarzuela, Bürgermeisterin von Tordesillas)

Dank eines großzügigen Sponsors im Kampf gegen Stierkampfaktivitäten, dessen vollstes Vertrauen wir besitzen (von hier aus einen lieben Gruß und ein herzliches Dankeschön) konnten wir eine Flugblattaktion in Tordesillas beginnen, in denen dieses unmenschliche Turnier angeprangert wird, um die Bürger dieses Ortes zum Nachdenken zu bewegen. Insgesamt sandten wir in zwei Wochen 9.000 (drei verschiedene) Flugblattentwürfe nach Tordesillas und Umgebung. Weiterlesen »

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12th September 2009

Victoria kann wieder lachen

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Monatelang irrte Victoria, nun schon durch die Straßen von Cordoba, ängstlich und scheu und immer auf der Flucht. Anfang August endlich gelang es sie einzufangen, es herrschten 40 Grad im Schatten, die Galga hatte Durst und wollte diesen in einem Kanal stillen, fiel hinein und kam nicht von alleine wieder raus. In ihrer Todesangst hat sie beim Versuch die Kanalmauer zu erklimmen ihre Hinterpfoten aufgerissen und verzweifelt ihre Krallen ins Mauerwerk gegraben, schließlich hing sie erschöpft an der Kanalmauer und krallte sich fest so gut es ging. Als die Tierschützer kamen bewegte sie zaghaft ihre Rute, vielleicht ahnte sie, dass dies ihre Rettung ist. Sie trank einen ganzen Eimer Wasser und schlief 24 Stunden fast an einem Stück.

Victoria musste stationär in einer Tierklinik verbleiben, alle letzten Zehenglieder der Hinterbeine wurden amputiert und die Infektion wude mit Antibiotika bekämpft.

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Inzwischen sind einige Wochen vergangen, wenn man die aktuellen Fotos betrachtet, meint man es liegen Welten dazwischen, ihr Gesichtsausdruck sagt alles, die Galga ist glücklich und spielt viel, sie hat keine Schmerzen und es sieht so aus, wie wenn sie lachen würde.

Das Team vom Tierheim La Guardia möchte hiermit allen Menschen danken, die dazu beigetragen haben, dass es dieser Galga wieder gut geht, danken für die Spenden und auch für den seelischen Beistand.

www.laguarida.org

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12th September 2009

GUS, er hat es geschafft

Dieser Gago lebt seit 8 Jahren in diesem Haus, jahrelang vegetierte er dort vor sich hin, überlebte dank einiger Nachbarn die ihn regelmäßig mit trockenem Brot gefüttert haben, zurückgelassen von seinem ehemaligen Besitzer. Einsam, krank, vergessen, erwartete er wohl nichts mehr von seinem Leben. Er war nun nur noch ein trauriges Skelett aus Haut und Knochen, übersäht mit Parasiten, dem Tod geweiht.

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Schließlich wurden Tierschützer alarmiert und EVOLUCIÓN Madrid konnte den Galgos aus seiner miesen Lage befreien und nahm sich seiner an.

Nun ist GUS praktisch genesen, das Laufen bereitet ihm immer noch einige Schwierigkeiten, was ihn aber nicht daran hindert zu rennen und zu spielen. GUS ist ein unglaublich guter, liebevoller Galgo. In ein paar Tagen wird er kastriert und geimpft um dann, sobald es möglich ist, zu seiner endgültigen Familie nach Holland zu ziehen.

Asociacion Evolución

Evolución: LA DRAMÁTICA HISTORIA DE GUS

Wer seine Geschichte nicht kennt, kann sie hier nachlesen.

Lebendig “begraben”
Neuigkeiten von Gus
Gus, von Zecken befreit
Gus, vom Leben gezeichnet
Gus, das Sorgenkind
GUS, “lebendig” begraben, auf dem Weg der Besserung

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SOS Galgos - 2009 September 12

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