17th September 2009

Aus dem Tagebuch einer Tierschützerin, 17. September

Carolinchen und die kleine Wildkatze

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Ach Martina, heute war ne Nacht. Du erinnerst dich noch an das schwangere Kätzchen von der Kolonie dieser hysterischen Frau? Nun, nach zwei Wochen täglichem Füttern hat sie vor ein paar Tagen angefangen, endlich vertrauensvoll neben mir zu fressen. Heute nutzte ich den Moment, in dem sie voll und ganz aufs Fressen konzentriert war und warf ihr das Netz über.

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Die Arme sprang wie wild im Netz umher und obendrein fing sie noch an laut zu kreischen. Das hatte noch keine Katze bis jetzt gemacht. Ich warf ihr die Decke über und sprang zum Rucksack, der noch im Auto lag und holte eine Betäubungsspritze heraus. Inzwischen hatten alle Hunde, die sich auf Balkonen befanden, angefangen zu bellen, ich hörte wie sich Fenster und Türen öffneten, ihre Besitzer schimpften. Weiterlesen »

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17th September 2009

Moscatel, der Bote unserer eigenen Zerstörung

Menschen, die Spezies des Planeten Erde, die längst ihre Habitatsbelastung überschritten hat und durch Überbevölkerung und deren Konsequenzen den Planet Erde ins physische Koma bringt, suchen nach Beschäftigung für ihre selbst umgestaltete und von Monotonie gekennzeichnete reizlose Umwelt.

Um das Leben interessanter zu gestalten, leben Menschen ihre Fantasien ungehindert aus. Zunehmend beschäftigen sie sich mit der Realisierung sadistischer Vorstellungen und Handlungen, ohne dass jemand sie daran hindert.

Schon die Menschenkinder lernen, dass Selbstdisziplin eine Behinderung ihrer Entwicklung ist, dass Respekt vor anderen (auch anderen Lebewesen) und die damit verbundene Disziplin ihre psychische Entwicklung beeinträchtigt. So wird der Weg frei für zügellose Grausamkeit und ungestrafte Brutalität.

Durch solche Erziehungsmuster sind Menschen, auch wenn sie zu den sozial organisierten Lebewesen gehören, nicht mehr in der Lage andere Menschen und andere Lebewesen zu respektieren und sich gegenüber anderen zurückzunehmen. In ihrer Gesellschaft ist hingegen akzeptiert und von hohem Sozialstatus, wer sich durchsetzt, wer angreift und den Kampf mit dem Artgenossen gewinnt. Die Mittel, die dafür eingesetzt werden sind egal. Der Gewinner ist der König.

Dieses Grundprinzip der Gesellschaftsstruktur (König ist, wer sich kämpferisch durchsetzt) fördert auch die Grausamkeit und Brutalität. Wer kein König unter Menschen sein kann, weil er oder sie zu schwach ist, bedient sich anderer Mittel, um Stärke und “Königswürde” zu beweisen.

Da der Mensch seine Umwelt so geschaffen hat, dass er möglichst bequem zu existieren vermag, diese Umwelt aber dadurch reizarm und uninteressant ist, und dadurch kaum Möglichkeiten für einen “Königskampf” bietet, erschafft sich der Mensch seine kleinen und großen Schlachtfelder selbst. Hier sind der Fantasie und der Aggression keine Grenzen gesetzt. Ob Tier oder Mensch – jedes Lebewesen, dass dazu geeignet ist, einem Menschen oder sozial miteinander verbundenen Menschen (Truppe) ein geeignetes Schlachtfeld für den Königskampf zu liefern, wird gnadenlos gejagt. Dies kann physisch oder psychologisch geschehen. Hauptsache der Sozialstatus wird dadurch aufgewertet.

Moscatel ist Opfer dieses Wahns der Menschen, Stärke innerhalb ihrer eigenen Sozialstruktur beweisen zu müssen. Er ist Opfer dessen, dass die Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich zurückzunehmen und andere zu respektieren. Moscatel ist Opfer der Langeweile der Menschen in ihrer eigens erschaffenen Umwelt. Er ist Opfer von den Menschen, die ihre Kinder dazu erzogen und erziehen, dass sie stets König sein müssen – egal um welchen Preis.

Moscatel ist ein Symbol der Zerstörung der Erde durch den Menschen.

Sein grausamer Tod und der Tod so vieler gepeinigten Wesen auf dieser Welt ist nur der Bote zu unserer eigenen Zerstörung.

Barbara Maria

Moscatel / Toro de la Vega 2009

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SOS Galgos - 2009 September 17

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