21st November 2009

Stierkampf mit einem Büffel

Nichts ist unmöglich in der Welt der Stierkämpfer, diesmal sorgt eine Corrida mit einem Büffel für Aufsehen.

Ereignet hat sich das Spektakel am vergangenen Sonntag in der Arena von Tarascon-sur-Rhône, anlässlich einer Hochzeitsfeier vor etwa hundert Personen.

Der Torero, Paquito Léal, befreundet mit einem Schlachter in Arles, sah, als er diesen besuchte, einen Büffel. Dieser stammte aus einer Zucht für die Produktion von Büffelmilch für Mozarella, da die männlichen Tiere überflüssig sind, werden sie geschlachtet. So entstand die Idee.

Paquito Léal sah dies als persönliche Herausforderung an, er war stolz, dass es ihm gelang, den Büffel trotz seiner imposanten Statur zu demütigen. Die Zuschauer genossen diese Vorstellung als angenehmes und seltenes Ereignis. Der Büffel wurde nicht in der Arena getötet, sondern danach im Schlachthof.

Nicht nur der Export des Stierkampfes in andere Länder wie nach China oder Las Vegas, von dem sich die Taurinos volle Kassen verprechen, offenbart ihre Geltungssucht, auch dieser Büffel zeigt klar, dass es ihnen weder um den Erhalt der spanischen Rinderrasse, welche auch ohne als Kampfstier missbraucht zu werden, überleben würde, noch um ihre Tradition geht, sondern ganz klar um das Töten und Quälen.

Diese Perversitäten haben nichts mit Kultur oder Tradition zu tun, die Argumente der Stierkampflobby sind somit bestens demaskiert.

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21st November 2009

Galgos, jedes Jahr das gleiche Leid

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Die Jagdsaison mit Galgos hat am 1. Oktober begonnen, die Tierheime füllen sich, streunende Galgos werden gesichtet, können aber aufgrund ihrer Scheu oft nicht eingefangen werden, viele Tierheime und Pflegestellen haben keine freien Kapazitäten für die Aufnahme neuer Schützlinge, Perreras sind zum Bersten gefüllt mit dem Wegwerfprodukt der Galgueros, auch ungewollte Würfe werden ganz bequem und legal entsorgt.

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Jedes Jahr das gleiche Drama, jedes Jahr das gleiche Leid, jedes Jahr die gleiche Verzweiflung, ein niemals endender Kampf gegen Windmühlen. Einigen Galgos kann geholfen werden, viele andere erleiden einen schrecklichen Tod.

Gestern erreichten mich folgende Bilder aus Salamanca, zusammen mit einem traurigen Brief, der die Verbitterung über die Situation, die Wut auf die Behörden, den Alltag der vielen unermüdlichen Tierschützer vor Ort, wiedergibt.

Bilder die sich in die Seele derer brennen, die diese Galgos kannten.

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Centella und Relampago, zwei in einem verkehrsreichen Industriegebiet von Salamanca streunende Galgos, wurden seit drei Wochen von Jorge und Mario gefüttert, von Jorge auf der einen Seite des Gebietes und von Mario auf der anderen Seite, anfangs kannten die Tierfreunde sich noch nicht, bis man sich zufällig traf.

Centella war die zutraulichere der beiden Streuner und wurde auch schon einmal angefahren, so entschloßen sich Jorge und Mario dazu, für die Galgos einen sicheren Platz zu finden. Sie verabredeteten sich für den 6. November um die Galgos einzufangen, Relampago, dem ängstlichen Galgo sollte ein Beruhigungsmittel unter das Futter gemischt werden, er lag oft auf einer Matratze die Jorge und Mario ihm zur Verfügung gestellt hatten.
Jorges Chef hatte ihm sogar die Erlaubnis gegeben, die Galgos einen Tag in seinem Zwinger unterzubringen, um sie dann am kommenden Tag in das Tierheim von Salamanca zu bringen.

Aber an diesem Freitag war alles anders, morgens brachte Jorge Futter, dass Wasser war unberührt, auch mittags sah er die beiden Galgos nicht, dass Wasser war aber weg, das Gleiche am Nachmittag. Später, nach der Arbeit, erfuhr er von seinem Freund, dass dieser Centella und Relampago gegen 12 Uhr gesehen hatte.

Daraufhin erzählte ein Anwohner, dass einer der Galgos von einem Auto angefahren wurde, zur Haustür von Mario lief, neben Jorge einem seiner einzigen Freunde bei denen er erfahren hat was Liebkosungen sind, wo er auch starb. Jorge halt diese Geschichte für sehr verdächtig, wo ist der andere Galgo? Wir alle wissen, sie kommen immer dorthin zurück wo sie gefüttert werden und er fragt sich auch, wo das Wasser geblieben ist, welches er ihnen hingestellt hatte. Auch haben sie den armen Galgo in einen Müllcontainer geworfen, um Spuren zu beseitigen? War es Zufall, dass genau an diesem Tag das Rathaus von Los Villares über die beiden Streuner informiert wurde, oder aber genau an diesem Tag von der Stadt ein Schlagloch in der Nähe des Aufenthaltortes der Tiere beseitigt wurde. Fragen die sich Jorge stellt und nicht nur er.

Genau in dieser Woche hat sich das Rathaus von Salamanca entschieden, einen weiteren Schritt zur Ausrottung der Straßentiere zu unternehmen und einen Vertrag mit der Perrera von Ciudad Rodrigo unterzeichnet. Die Tierschützer schämen sich für ihre Stadt, in der die Tiere wie ein Stück Müll entsorgt werden.

Man vermutet, dass Centella vergiftet wurde, Blut an Nase und Maul deuten darauf hin. Der arme Galgo wird bei Mario Hilfe gesucht haben, nur leider war er ja nicht zuhause und ist dann vor seiner Haustür gestorben, ein Anwohner hat das tote Tier daraufhin in den Container geworfen.

Was aus Relampago geworden ist weiß man nicht, aber vermutlich wurde er überfahren, jemand hatte auf den Weg zur Arbeit einen überfahrenen Galgo in der Nähe des Industriegebietes im Straßengraben liegen sehen.

Siehe auch:
Salamanca, eine Stadtverwaltung der besonders unangenehmen Art

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SOS Galgos - 2009 November 21

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