20th Juni 2010

Unser Umgang mit Tieren – sechs moralische Grundsätze

Die Fähig­keit des Den­kens hat den Men­schen zum mäch­tigs­ten Wesen der Erde wer­den las­sen, ihn aber auf Grund die­ser Fähig­keit von der übri­gen Natur getrennt.

Geför­dert über Jahr­tau­sende durch zahl­lose Reli­gio­nen und Kulte mit ihren Got­tes­phan­ta­sien, sah und sieht sich der Mensch auch heute noch als legi­ti­men Gesprächs­part­ner höchs­ter Mächte, als Krone und Ziel der Schöp­fung, wesen­s­ähn­li­cher sei­nen erfun­de­nen Gott­hei­ten, als wesens– und art­ver­wandt zu sei­nen Mit­ge­schöp­fen, den Tieren.

Die­ses Gefühl, die­ses ver­meint­li­che Wis­sen, ist zwi­schen­zeit­lich ein Bestand­teil sei­nes Bewusst­seins, wird ihm gelehrt, vor­ge­lebt und aner­zo­gen. Mora­li­sche Werte wie Nächs­ten­liebe, Mit­ge­fühl, Treue etc. gel­ten im all­ge­mei­nen nur für Men­schen. Tiere sind heute immer noch Wesen, an denen stein­zeit­li­che Instinkte und „kul­ti­vierte“ Per­ver­sio­nen und Grau­sam­kei­ten des Men­schen legal in jedem Kul­tur­kreis aus­ge­lebt wer­den können.

Dem Mit­ge­schöpf, dem Tier, wird jedes wirk­li­che Recht, jedes soziale Emp­fin­den, ja sogar von den christ­li­chen Reli­gio­nen noch die Seele abge­spro­chen. Die gesamte Natur wird in einer nur auf den Men­schen aus­ge­rich­te­ten Nut­zungs­be­trach­tung klas­si­fi­ziert und ent­spre­chend ange­passt oder ver­nich­tet. Aber: „Die Größe und den mora­li­schen Fort­schritt einer Nation kann man daran mes­sen, wie sie die Tiere behan­delt.“ (Mahatma Ghandi)

1. Grund­satz

Eine mora­li­sche Wei­ter­ent­wick­lung des Men­schen bedeu­tet, das Leid aller Lebe­we­sen und nicht nur das der Mensch­heit, zu mildern.

Füh­ren wir uns vor Augen:

Jedes Lebe­we­sen nimmt die ihn umge­bende Welt anders wahr, die Bak­te­rie anders als der Fisch, die Schlange anders als der Bus­sard, der Hund anders als der Mensch.
So wie jeder Was­ser­trop­fen im Meer dem Ande­ren gleich­wer­tig ist, so ist jedes Lebe­we­sen in der Natur dem Ande­ren gleich­wer­tig. Es ist allein der Wahn des Men­schen, sich als etwas Höhe­res, Bedeu­ten­de­res, Lebens­wer­te­res zu halten. Weiterlesen »

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SOS Galgos - 2010 Juni 20

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