2nd Dezember 2010

Die aktuelle Situation der Galgos in Pedro Muñoz und nicht nur dort

Pedro Muñoz ist ein anschauliches Beispiel für ganz Spanien, wie die spanischen Windhunde zur Zeit, mitten in der Jagdsaison mit Galgos, in Massen ausgesetzt, oder in den Perreras ganz legal entsorgt werden.

Die Situation der Galgos in Pedro Muñoz und Umgebung ist alarmierend, die Gemeinde liegt im Nordosten der Provinz Ciudad Real in der autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha.

Die Jagdsaison geht von Oktober bis Januar, doch schon jetzt entledigen sich die Jäger massenhaft der ihn ihren Augen untauglichen Galgos. Alleine in der vergangenen Woche hat das Tierheim Ciudad Animal 19 Galgos aufgenommen, 12 erwachsene Tiere und 7 Welpen. Die meisten der Galgos kommen aus Pedro Muñoz und den umliegenden Dörfern Toboso, Criptana, Alcazar und verschiedenen Dörfern aus der Provinz Toledo und Cuenca. Manchmal fahren die Tierschützer 100 km weit um einen aufgegriffenen Galgo abzuholen und sicher in ihrem Tierheim unterzubringen, oft binden aber auch die Zigeuner die Galgos direkt an einen der Bäume vor dem Tierheim an. Es ist sogar schon vorgekommen, dass die Zigeuenr Futter erpresst haben, mit der Drohung, die Galgos ansonsten nicht zu bringen, sondern zu töten.

Bis jetzt wurden seit Beginn der Jagdsaison mit Galgos im Tierheim Ciudad Animal 27 Galgos aufgenommen, aber die Spitze des Eisberges ist noch lange nicht erreicht, Jahr für Jahr finden zwischen 125 bis 150 Galgos einen Platz in diesem Tierheim, aber selbst Monate danach werden immer wieder streunende Galgos eingefangen, nicht vergessen darf man diejenigen, die irgendwo einsam verhungern und verdursten, oder von Autos überfahren werden.

In Spanien gibt es schätzungsweise 490000 Galgos und 170000 Besitzer, laut Tierschützern werden Jahr für Jahr 50000 Galgos entsorgt, nur ein kleiner Teil von ihnen hat das Glück einen Platz in einem Tierheim zu finden oder bei privaten Tierschützern Zuflucht zu finden. Spanien ist das einzige europäische Land, in dem es nicht unüblich ist, einen am Baum erhangenen Galgo zu finden. Die Pfoten berühren gerade noch den Boden, während der Galgo verzweifelt mit den Vorderpfoten in der Luft rudert, ein langer Todeskampf beginnt, makaber “Klavierspielen” oder “den Galgo an die Schreibmaschine setzen” genannt.
Es geht um sehr viel Geld, aufgrund der Galgos werden jährlich ca. 1000 Millionen Euro umgesetzt und 27000 Arbeitsplätze stehen im direkten Zusammenhang mit ihnen.

www.ciudadanimal.org

Kontakt:
proapeloli@gmail.com
J.Bech@gmx.de

Allgemein | 4 Kommentare

  • sos-galgos.net

  • Facebook


SOS Galgos - 2010 Dezember 02

Switch to our mobile site