8th Oktober 2011

Berufsrisiko Stierkämpfer – José Padilla schwer im Gesicht verletzt

Diesmal hat ein Stier sich während einer Corrida in Saragossa, anlässlich des Festivals Virgen del Pilarer, erfolgreich gewehrt im ungleichen Kampf und seinem Peiniger, dem Matador José Padilla, ein Horn mitten ins Gesicht gestoßen.

Entsetzensschreie tönten durch die Zuschauerreihen, die spanischen Medien berichten massenhaft über das Ereignis und auch hier macht die Nachricht die Runde.

Dem Stier hat es nichts genützt, er wurde von einem anderen Torero niedergemetzelt, Mitleid für ihn empfindet wohl keiner der Stierkampffanatiker. Wie Europapress verlauten ließ, hat Padilla offensichtlich die Sehkraft auf einem Auge verloren, daher dürfte er wohl nicht wieder in die Arena zurückkehren, so wie “El Julio”, dem ein Stier im vergangenen Jahr ein Horn durch den Unterkiefer bohrte. Berufsrisiko.

Demütigung und Folter eines Lebewesens kann weder als Kultur verstanden, noch Blutvergießen Kunst genannt werden und erst recht nicht mit unseren Steuergeldern subventioniert werden.

Dokumentation über den ehemaligen kolumbianischen Torero Álvaro Munera

Die ganze Dokumentation bei VIMEO: Documental La Última Faena

Álvaro Munera, ein ehemaliger kolumbianischer Torero, hat sein Leben nach einem Stierkampfunfall, er ist seitdem gelähmt, gänzlich umgekrempelt und ist inzwischen erbitterter Stierkampfgegner.

In dem Dokumentarfilm erzählt Álvaro Munera, von seiner Kindheit, wie er von seinem Vater in die Welt des Stierkampfs eingegeführt worden war, seinem Traum vom Reichtum und schönen Frauen.

Zweimal jedoch zweifelte er an seinem Beruf, nach einem Übungs-Stierkampf mit einer Kuh sah er zufällig, wie diese hinterher vom Schlachter aufgeschlitz wurde und aus der Bauchhöhle ein Kälbchen fiel. Geschockt und weinend lief er davon und flüchtete in sein Hotelzimmer.

Ein zweites Mal, ebenfalls bei einem Übungs-Stierkampf, musste er den Todesstoß üben, da er noch sehr unerfahren war, gelang es ihm nicht, den Stier auf Anhieb zu töten, immer wieder stach er auf den jungen Stier ein, der verzweifelt versuchte sich auf den Beinen zu halten, auf der Bauchseite des Stiers hatte sich eine Öffnung gebildet aus der die Eingeweide heraus hingen. Álvaro wollte mit dem Stierkampf aufhören, doch sein Manager überredetete ihn weiterzumachen.

Mit 17 Jahren wurde der junge Stierkämpfer von einem Stier auf die Hörner genommen und schwer an der Wirbelsäule verletzt. Der Unfall hat sein Leben und seine Einstellung zum Stierkampf ganzlich geändert. Álvaro Munera gibt zahlreiche Konferenzen und setzt sich nun unermüdlich für die Abschaffung des blutigen Gemetzels ein.

Siehe auch: Leidet der Stier während des Stierkampfs?

Samstag, Oktober 8th, 2011, 22:40 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | kommentieren | Trackback

7 Kommentare zu “Berufsrisiko Stierkämpfer – José Padilla schwer im Gesicht verletzt”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 9. Oktober 2011, Kerstin schreibt:

    Tja, jetzt weiß Herr Padilla, wie weh es tut, wenn mann aufgespiesst wird. So etwas nenne ich Gerechtigkeit ! Allerdings leider mit der Einschränkung, daß der Stierkämpfer das Schlachtfeld sofort verlassen kann, sobald er verletzt wird…;…während der Stier keine Chance hat den Wahnsinns-Schmerzen und der Folter zu entkommen leider…

  2. 2 9. Oktober 2011, Isabel schreibt:

    Obwohl der Stier den Kampf gewonnen hat, indem er seinen Peiniger ausser Gefecht setzt, wird er trotzdem nicht begandigt. Es geht beim Stierkampf rein darum, bei jeder corrida 6 prächtige, junge Stiere zu Tode zu foltern. Nun wird der Stier-Serienmörder Padilla, sein lebenlang als Zyklope herumlaufen. Dies geschieht diesem grausamen Kerl recht.

  3. 3 9. Oktober 2011, carmen schreibt:

    Völlig in Ordnung- kleines Berufsrisiko für den sog.”Stierkämpfer”; vielleicht hilft es ihm, die Tiere in Zukunft zu respektieren; dem hilflosen Stier hat´s- wie immer, nichts genutzt- er wurde wahrscheinlich zur Strafe noch brutaler -wie sonst üblich
    - hingerichtet!

  4. 4 9. Oktober 2011, Ingrid schreibt:

    Tja, da hat es denn endlich mal den “Richtigen” erwischt. Hoffentlich hat er viele Schmerzen und mit dem entstellten Gesicht wird er nun für den Rest des Lebens leben müssen….die Frauen werden sich sicherlich umsomehr um ihn reissen. Grins. Er tut mir nicht im geringsten Leid, im Gegenteil…..für das, was er den vielen Stieren angetan hat, ist diese Strafe noch viel zu milde…..es trifft bei diesem Massaker in der Arena oft auch zwei arme Wesen, den Stier und auch die Pferde….und beide können nichts dafür, gar nichts..

  5. 5 12. Oktober 2011, Angelika Redler schreibt:

    Die Spanier sollten sich was schämen so eine Tierquälerei
    wenn ich nach Spanien reisen sollte sehe Ich mir das nicht an
    Mir tut der Torrero nicht leid der hat selber schuld,ich bin nicht schaden froh .der Stier hätte den richtig treffen sollen,was er den armen Tier angetan hat geht auf keine Kuhhaut.Die Stierkämpfe müssen verboten werden

  6. 6 11. Juli 2013, marc erismann schreibt:

    Da kann ich nur sagen: recht so! Auf einem Auge blind, querschnittsgelähmt.. das ist Gerechtigkeit! Wie asozial muss man sein, Tiere grundlos so niederzumetzeln! Ich hoffe diese Missgeburten brennen in der Hölle!

  7. 7 13. Juni 2015, benu schreibt:

    ich bin ein Stier lebe auf freiem Gelände und werde zu Wurst;-fast alle essen Wurst
    nur die schönsten und stärksten Stiere von uns werden zur Arena geführt.
    Dort wird mit mit uns gekämpft bis wir tot sind und dann werden unsere Hoden gefressen
    als Sieges Trophäe(Spanische Nierchen),—zur Wurst werden wir eh, und wer möchte schon seine Eier kampflos hergeben.
    Ich verstehe die Menschen sowiso nicht,und finde das ein unfaires Spiel!Aber meine Kollegen in den Zuchtställen gehts auch nicht besser.- Die haben so viel Fleisch an den Knochen , dass sie nicht mehr rennen können und zu schwehr sind eine Kuh zu besteigen. Manche sind kastriert , dass sie noch mehr Fleisch produzieren und sehen nie Tageslicht. Also liebe Stiere uns gehts eh miserabel,,,– und ich weiss nicht was meine Stieren Kollegen empfinden wenn sie durch Pamplona jagen, warscheinlich Angst das selbe wie der Mensch, aber denen scheint es Spass zu machen.

Kommentar Schreiben

  • sos-galgos.net

  • Facebook


SOS Galgos - Berufsrisiko Stierkämpfer – José Padilla schwer im Gesicht verletzt

Switch to our mobile site