10th Oktober 2011

Frankreich: Brot und Spiele! Schulen der Folter, Schulen der Gewalt!

Samstag, 8. OKTOBER 2011, Rodilhan ( Nîmes), die Tierrechtsorganisationen CRAC Europe für den Schutz der Kinder (Frankreich), Droits des animaux (Frankreich) und Animaux en Péril (Belgien), haben in der Stierkampfarena von Rodilhan, einem kleinen Dorf in der Nähe von Nîmes, die Arena besetzt, um das brutale Abschlachten von 6 Stierkälbern zu verhindern. Der Besuch der Corrida, anlässlich der Abschlussveranstaltung der Stierkampfschulen “Graines de toreros” (Saat der Toreros), war kostenlos und wurde von der Stadt mit Steuergeldern finanziert.

Unterstützt wurden die Aktivisten von folgenden Organisationen: Farm Sanctuary (Belgien), Respectons, CLAM, Fondation Brigitte Bardot, BAC Marseille, Groupe Lutèce (ohne Webseite) und Minotaure Films.

Um 15.50 Uhr besetzten die Aktivisten die Arena, setzten sich kreisförmig in die Mitte und äußerten lautstark aber friedlich und ohne Aggressionen ihren Protest.

Mit welcher Brutalität die Stierkampffanatiker daraufhin versuchten die Tierrechtler aus der Arena zu vertreiben, sehen sie in folgendem Video:

Sogar ein Kameramann von France 3 wurde von wütenden Zuschauern angegriffen, der Sender hat in den Abendnachrichten von dem Vorfall berichtet. Zwanzig Aktivisten klagen noch heute über ihre Verletzungen, sie erlitten teilweise starke Prellungen, ein Aktvist brach sich beim Übergriff der Stierkampffanatiker den Fuß.

Man wird nicht Aufhören für eine Abschaffung der Stierkämpfe zu protestieren. Die Aktionen werden zahlreicher und größer werden, aber immer friedlich bleiben. Müssen Aktivisten erst schwer verletzt werden oder gar ihr Leben lassen, bis die Politik tätig wird? Manuel Valls, Politiker der Sozialistischen Partei, ein großer Verteidiger des Stierkampfes,stellte sich dieser Tage ganz auf die Seite des gewalttätigen und hasserfüllten Pöbels. Die Welt des Stierkampfes ist die Welt der Gewalt und Feigheit!

Schließlich begrüßen wir den “Mut” des Minister der Unbildung, Frédéric Mitterrand, für den Rang des kulturellen Erbes Frankreichs, für diese erbärmliche Show!

PRESSEMITTEILUNG CRAC EUROPE:

COMMUNIQUÉ DU CRAC EUROPE

POUR LA PROTECTION DE L’ENFANCE

9 octobre 2011

Du pain et des jeux ! Écoles de torture, écoles de la violence !

Samedi 8 octobre à 15 h 50, les associations CRAC Europe pour la protection de l’enfance (France), Droits des animaux (France) et Animaux en Péril (Belgique) ont investi les arènes de Rodilhan, petit village à quelques kilomètres de Nîmes.  Elles étaient soutenues par Farm Sanctuary (Belgique), Respectons, le CLAM, la Fondation Brigitte Bardot, la BAC Marseille, le groupe de Lutèce et Minotaure Films. L’agglomération nîmoise organisait la finale de « Graines de toreros ». Spectacle gratuit, payé par les contribuables, bien entendu. Spectacle au cours duquel six veaux devaient être torturés à mort, hurlant de douleur sous les coups d’épée d’apprentis tortionnaires. Notre objectif : empêcher la tenue de ce spectacle ignoble par une action pacifique d’occupation de l’arène.

À 15 h 50 donc, 30 militants ont déployé dans les gradins une quinzaine de banderoles pendant que 65 autres pacifistes allaient s’enchaîner sur le sable. C’est alors que le monde de la tauromachie a montré une fois de plus son vrai visage : celui de la haine, de la violence ; celui de la barbarie. Les 65 militants ont été tout simplement roués de coups : coups de pied et coups de poing à la tête et dans le dos. Bras, pieds et jambes tordus. Certains militants ont été traînés par les cheveux. Des spectateurs sont descendus dans l’arène pour participer à la curée. D’autres debout, le bras tendu, poing serré et pouce vers le bas, demandaient notre mise à mort. Cette sauvagerie, cette pluie de coups a duré près d’une demi-heure pour celles et ceux qui ont résisté le plus longtemps. Aucun militant n’a répliqué, aucun militant n’a insulté. Les consignes étaient claires et ont été respectées à la lettre.

Ivres de haine et aussi d’alcool pour bon nombre d’entre eux, des spectateurs se sont attaqués à un caméraman de France 3 (info diffusée sur France 3 Sud samedi 8 octobre, au journal du soir). Vingt militants portent plainte dès aujourd’hui et font constater leurs blessures. Une militante a le pied fracturé, de nombreuses contusions, elle est en état de choc et vient d’obtenir une ITT de plus de huit jours.

Nous n’en resterons pas là, d’autres actions viendront, plus fortes, plus nombreuses, toujours pacifiques. Faudra-t-il que des militants soient gravement blessés ou y laisse leur vie pour qu’enfin les politiques prennent leurs responsabilités ? Manuel Valls, grand défenseur de la corrida, en ce jour  de primaire socialiste, se met clairement du côté de la populace violente et haineuse. Du côté des tortionnaires, des sadiques et des assassins en puissance. Quand on est capable de torturer des animaux pour le plaisir, on est capable de s’attaquer à des militants pacifistes qui ne se défendent pas non plus. Le monde de la corrida est le monde de la lâcheté et de la violence !

Saluons enfin le « courage » du ministre de l’Inculture, Frédéric Mitterrand, pour avoir élevé au rang de patrimoine culturel de la France ce spectacle abject !

Pour l’ensemble des courageux militants

Jean-Pierre Garrigues

Vice-président du CRAC Europe

www.anticorrida.com

Vidéo sur le site de France 3: http://languedoc-roussillon.france3.fr/info/mano-a-mano-muscle-dans-les-arenes-de-rodilhan-70729541.html?onglet=videos&id-video=000323241_CAPP_ManomanomuscldanslesarnesdeRodilhan_081020111818_Au

L’action a fait l’ouverture du journal de France 3 région hier soir…
http://www.pluzz.fr/jt-19-20-languedoc-roussillon-2011-10-08-19h00.html

Ils disent que leur journaliste a été pris à partie par les aficionados et que 20 plaintes pour coups et blessures vont être déposées.

http://www.objectifgard.com/article-tensions-entre-anti-et-pro-corridas-lors-de-la-finale-de-graines-de-torero-ce-samedi-08-octobre-201-86170903.html

Montag, Oktober 10th, 2011, 00:34 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | kommentieren | Trackback

9 Kommentare zu “Frankreich: Brot und Spiele! Schulen der Folter, Schulen der Gewalt!”

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  1. 1 10. Oktober 2011, Babolilu schreibt:

    Wow, erstmal möchte ich meinen riesen RESPEKT vor den Tierrechtlern aussprechen! Ihr habt euch so demütigen und verletzten lassen und seit trotzdem ruhig geblieben und habt für die Sache gekämpft! HUT AB! IHR SEIT TOLL!!!

    Dann, meine lieben Stierkampffanatiker,

    ich würde sagen, ihr seit einfach Niveaulos und Abschaum. Friedliche Menschen, die nur für eine Sache kämpfen wollen, damit sie abgeschafft wird, so derbe zu behandeln und zu verprügeln, geht überhaupt nicht.
    Aber mal ganz ehrlich: Nachdem wir ja alle wissen, wie ihr mit Menschen bei euch und euren Tieren im Land umgeht, so geht ihr dann wohl auch mit euren Kindern um. Sauber, die tun mir mal richtig leid.
    Ich habe mittlerweile so einen Hass auf Spanien, dass ich nicht mal mehr nur auf euer Land pinkeln würde!

  2. 2 10. Oktober 2011, Isabel schreibt:

    Stierkampffanatiker = brutale Sadisten und Gewalttäter. Das Video beweist es wieder.
    Möchte bloss mal wissen, weshalb sich die ein Recht nehmen, mit den Steuergeldern des Volkes ihr blutiges Vergnügen zu finanzieren.

  3. 3 11. Oktober 2011, petra schreibt:

    DAS stimmt…

    ohne Steuergelder würden die ihr blutiges Spektakel gar nicht auf die Reihe kriegen.

    Aber dafür machen wir hier in Deutschland gerne ein paar Kindergärten zu!!

    Ich könnte kotzen !!!!

  4. 4 13. Oktober 2011, Philip de Málaga schreibt:

    Um es gleich vorweg zu nehmen. Die gewaltätige und geradezu brutale Vorgehensweise der Afición ist vollkommen zu verurteilen! Unabhängig davon wie man zum Stierkampf steht. Solche unkontrollierten Emotionsausbrüche dürfen nicht hingenommen werden.

    Aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf. Was ist geschehen? Ein Gruppe von antitaurinischen Fanatikern (der Begriff sei erlaubt) hat das Rund einer Plaza de Toros besetzt und somit versucht eine Veranstaltung zu boykottieren. Eine legale Veranstaltung wurde mit einer illegalen Aktion konfrontiert! Das ist der Fakt!

    Martina hat geschrieben: “Um 15.50 Uhr besetzten die Aktivisten die Arena, setzten sich kreisförmig in die Mitte undäußerten lautstark aber FRIEDLICH UND OHNE AGGRESSIONEN ihren Protest.” Dem muss ich wiedersprechen. Weder war es friedlich noch ohne Aggressionen. Wer rechtswidrige Mittel in einem demokratischen Staat einsetzt sollte mit der Wortwahl von Friedfertigkeit etwas vorsichtiger umgehen. Erst recht wenn dabei bewusst provoziert wird. Denn das war der Fall.

    Diese Aktion wurde gestartet um die Provokation und damit die Auseinandersetzung zu suchen. Oder glaubten die Aktivisten wirklich, dass das Publikum und die Stierkämpfer friedlich wieder nach Hause gehen und der Veranstalter auf seinen Umsatz verzichtet? Oder das man die Afición in den Rängen gar überzeugen könnte? Wohl kaum. Nein, meine Damen und Herren, hier wurde bewusst provoziert! Und jede Provokation, jede Aktion lösst nun mal eine Reaktion der Andersdenkenden aus.

    Hätten die Organisatoren von CRAC wirklich einen friedfertigen Weg gewählt, hätten sie vor der Plaza de toros ihrem Unmut Luft machen können. Da hätten sie eher Leute gefunden die ihnen zustimmen als drinnen. Aber das war ihnen anscheinend zu wenig. Denn schliesslich brauchte man ein werbewirksames Video dass man in den verschiedenen Portalen einstellen kann um dann die Afición als “brutale Sadisten und Gewalttäter” abzustempeln.

    Was mich wieder einmal erstaunt bei diesem knapp 15-minütigen Video: Wo ist eigentlich die Polizei? Normalerweise wäre es deren Angelegenheit gewesen, die Störenfriede aus dem Rund zu verweisen.

    Abschliessend sei festgestellt, solche Gewaltausbrüche, solche unkontrollierten Emotionen oder jede Art der Provokation sollten weder auf Seiten der Afición noch bei den Antitaurinos gebilligt werden. Wir leben in einer Demokratie, ein ohne Frage grosses Privileg, und wir sollten dementsprechend unseren Mitmenschen mit Respekt begegnen.

    Wer demokratisches Recht mit Füssen tritt, darf sich nicht wundern, wenn er selbst getreten wird.

    PS: Eigentlich müsste die französische Staatsanwaltschaft Strafanzeige erheben. Zum einen gegen die aggressive Vorgehensweise der Afición und natürlich gegen die Aktivisten. Dafür ist das Video ein gutes Beweismaterial.

    @ Philip
    würden wir wirklich in einer Demokratie leben, dann würde der Stierkampf schon längst der Vergangenheit angehören.

    Eine Sitzblockade ist nicht mehr und nicht weniger als ziviler Ungehorsam und ein gängiges Mittel des politischen Protests.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sitzblockade

    Artikel 8 des Grundgesetzes:
    (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
    (2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

    so wird es auch in Frankreich sein…..

    Das Video beweist, dass die Aktivisten alle friedlich sind, ganz im Gegensatz zu den Stierkampffanatikern…..hierzu gibt auch wunderbare, gestochen scharfe Beweisfotos.

  5. 5 14. Oktober 2011, Marc schreibt:

    it was painful to watch this, somehow i was feeling and sharing the beating and the kicks from those fiends and monsters. my respect and gratitude to those who are the real men and women here. for the animals.

  6. 6 14. Oktober 2011, Abolition schreibt:

    Sie kämpfte für ihn und seine fünf Gefährten im Unglück. Dies ist einer der jungen Bullen sie gefoltert, nachdem Sie geschlagen haben. Wir werden niemals mehr Fotos, sondern auch eine Hommage an die unschuldigen Opfer, die Sie versuchten, zu retten.

    Leid und Unverständnis in seinen Augen … Warum?

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150362630450854&set=a.289740020853.150279.225318740853&type=1&theater

  7. 7 14. Oktober 2011, Philip de Málaga schreibt:

    Langsam, langsam! Natürlich kann man sich versammeln. Und das ist gut so. Aber drei Punkte sollte man sehr diferenziert sehen:

    Erstens kommt auf den Ort an. Vor der Stierkampfarena wäre es kein Problem gewesen. Aber das war den Aktivisten zu unspektakulär! In der Stierkampfarena betreten die Anitaurinos aber privates Terrain. Ob nun als Eigentum oder angemietet ist unbedeutend. Tatsache ist, dass sie aber auch das Ruedo betreten, wo ein jeder unbefugte Zutritt einfach nicht lulässig ist. Hier findet sich der erste Rechtsbruch.

    Wie man auf dem Video erkennen kann, haken sich die Aktivisten untereinander ein und halten sich gegenseitig fest um ein Abtransportieren zu verhindern. Das nennt man das Errichten ein phychischen Barriere, denn das Zusammenhalten gab der Demonstration eine über den psychischen Zwang hinausgehende Eignung, Dritten, also der Afición den Willen der Aktivisten aufzuzwingen. Mit anderen Worten Nötigung. Denn die Veranstalter werden hier zu einer Handlung genötigt die weit über das nur Hinausbegleiten hinausgeht. Und das ist sehr wohl rechtswidrig! Das Abtransportieren hätte aber duch die Polizei erfolgen müssen.

    Der dritte Punkt ist der, der bewussten Provokation. Da weiss ich allerdings nicht genau wie die rechtliche Lage ist.

    Ich will die brutalen Vorgehensweisen der Afición nicht schön reden. Im Gegenteil sogar, ich verurteile es auch, aber man sollte bei so schwierigen Themen ein wenig sachlicher bleiben.

    Es ist auf jeden Fall wünschenswert dass beide Seite strafrechtlich verfolgt werden, auch deswegen, damit es sich in der Zukunft in dieser Form nicht wiederholt.

    @ Philip
    Wünschenswert ist einzig und allein die Abschaffung der Stierkämpfe und bestraft werden müssen die, die den Stierkampf glorifizieren. Solche Gewalt gegenüber einem Lebewesen Kindern auch noch beizubringen, gehört verboten!

    http://www.sos-galgos.net/2011-04-15/stierkampf-schadigt-die-psychische-gesundheit-von-kindern.html

  8. 8 5. Januar 2012, Schnebel Birgit schreibt:

    Meine Hochachtung gilt den Tierschützern.Hier werden die Worte der Bibel wahr:Selig die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit Willen,denn ihrer ist das Himmelreich.

  9. 9 22. März 2013, Birgit schreibt:

    In diesem Video kann man sehen, wie brutal dieses Dreckskerle sind. die machen vor nichts halt.Die Tierschützer werden auf die gleiche Weise misshandelt wie die Kälbchen.

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