4th August 2011

Stierkampf Mallorca

Ein Stierkampf ist ein Akt extremer Grausamkeit und Gewalt, doch was sich am 31. Juli 2011 in der Stierkampfarena von Mallorca abgespielt hat, lässt sich kaum in Worte fassen.

Während vor Stierkampfarena in Inca Anti-Stierkampf-Gruppen Mitgefühl zeigten und für die Abschaffung des blutigen Gemetzes protestiereten, wurde in der Arena ein Stier, der sich am Horn verletzt hatte, brutal niedergemetzelt. Eine Hornspitze war nach der Kollision des Stiers mit der Schutzwand abgebrochen. Der Versuch, den verletzten Stier wieder aus der Arena hinaus zu lotsen schlug fehl, also versuchte man, den Stier an die Schutzwand zu locken und ihm von dort aus den Dolch in den Kopf zu stoßen. Dies gelang auch mehrmals, aber nicht so, dass das Tier zusammenbrach.

Unter den Buhrufen des Publikums gab man diesen Versuch auf. Daraufhin betrat Manuel Martín, der Leiter der Stierkampfarena, bewaffnet mit Tuch und Degen, die Arena. Der erste Degenstoß traf den Nacken, doch der Degen fiel wieder hinaus.

Im Publikum befanden sich auch viele Touristen, unter ihnen Familien mit Kindern, dies, obwohl der Eintritt mit Kindern nicht ohne Grund verboten ist. Stierkampf ist brutal, grausam, sadistisch, schlimm genug, wenn Touristen meinen der Besuch einer Corrida gehört zum Spanienurlaub dazu, aber auch noch Kinder und Kleinkinder dieses blutige Spektakel zuzumuten grenzt schon an Dummheit. Laut Anti-Stierkampf-Organisationen wohnten mindestens 50 Kinder dem Gemetztel bei, dies unter den Augen der anwesenden Guardia Civil. Ein Kind hielt sogar das abgeschnittene Ohr eines Stieres in den Händen, Erziehung zur Grausamkeit scheint in Spanien normal zu sein.

Schließlich gelang es Manuel Martín den Degen zwischen die Schulterblätter in den Stier zu rammen, mit dem Ergebnis, dass das Tier, nachdem es nochmals von anderen Mänern hin- und hergescheucht wurde, große Mengen Blut spucken zusammenbricht. Dann folgt der Dolchstoß in den Kopf, der Stier lebt noch immer, Blut fließt noch immer in einem großen Schwall aus dem Maul und aus der Nase. Der Stier lebt noch, als ihm die Ohren abgeschnitten werden.

Ein Teil des Publikums jubelt, Touristen verlassen unter Tränen die Arena. Kunst, Kultur, touristisch wertvoll? Sicher nicht, Stierkampf ist nichts weiter als ein blutiges, grausames, verabscheuungswürdiges Spektakel unter dem Deckmantel der Kultur, welches ohne die wahnsinnigen Subventionen nicht fortbestehen könnte. Auch die Reiseveranstalter, die solche Veranstaltungen anbieten sind mitschuldig an diesem Drama, ebenso die Touristen die mit dazu beitragen die Kassen der Stierkampflobby zu füllen. Diejenigen die Zeuge dieser Veranstaltung waren, haben nun vielleicht schlaflose Nächte, oder ihre Kinder, die den Anblick dieses Gemetztes nicht verkraften können.

Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat Anzeige gegen den Veranstalter erstattet, dieser muß nun mit einer hohen Geldbuße rechnen, weil gegen Vorschriften des Stierkampfs verstoßen wurde und sich minderjährige Kinder in der Arena befanden.

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4th August 2011

Stierkampf die Werkzeuge der Tierquäler

Dokumentation über die Misshandlungen die ein Stier während eines Stierkampfs erleidet, anschaulich dargestellt und erklärt von einem Tierarzt.

42 Stunden vor der Corrida, in diesem Fall in Quito (Ecuador), werden die Stiere, rausgerissen aus ihrer gewohnten Umgebung, in die Ställe der Stierkampfarena gepfercht. Bis zum Tag der Corrida, konnten die Tierschützer keine Misshandlungen an den Tieren entdecken, allerdings wurden die Stiere von Tag zu Tag nervöser.

Der Stier hat, als er den Stall erlässt und in die Arena getrieben wird, tagelang kein Sonnenlicht gesehen und wird geblendet. In der Arena erwartet ihn der Picador, der mit einer langen Lanze in seinen Nacken sticht und die Muskeln so schwer verletzt, dass der Stier seinen Kopf nicht mehr in die Höhe beben kann, sondern senkt.

Danach betreten die Banderilleros den Platz, ihre Aufgabe ist es, dem Stier sechs sog. Banderillas in den Hals und in den Rücken zu rammen. Bei jeder Bewegung die der Stier macht, zerstören sie Gewebe und dringen tiefer in den Körper ein. In dieser Phase ist deutlich zu sehen, dass der Stier hyperventiliert und Schwierigkeiten hat zu atmen.

Manchmal werden auch Messer in den Nacken grammt, die die Muskeln zerstören und einen hohen Blutverlust verursachen.

Der Matador der im letzten Drittel seinen Degen (Estoque) tief in den Nacken, in den Spalt zwischen den Schulterblättern sticht, durchstößt die Lunge, das Zwergfell und andere Organe. Der Stier wird nun noch solange gereitzt, bis er erschöpft zusammenbricht. Der Todestoß erfolgt mit einem Dolchstoß ins Genick. Oft gelingt es nicht beim ersten Mal den Stier zu töten und nicht selten werden dem sich im Todeskampf befindenen Tier die Ohren bei vollem Bewußtsein abgeschnitten.

Stierkampf, eine blutige Tradition unter dem Deckmantel der Kultur, hat schon lange seine Daseinsberechtigung in unserer heutigen Gesellschaft verloren. Wer sich daran ergötzt und Befriedigung empfindet, wie ein Tier zu Tode gequält wird, dem fehlt es nicht nur an Empathie, der kann durchaus auch als Sadist bezeichnet werden.

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SOS Galgos - 2011 August 04

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