9th Oktober 2011

Hilfe für Imna und ihre Hunde

Hunde aller Rassen werden unter miserablen Bedingungen in einem Lager in Sevilla gehalten, immer wieder holt Imna Hunde dort raus um ihnen eine Chance auf ein hundewürdiges Leben zu ermöglichen. Es wurden viele Anzeigen erstattet, aber die Mühlen der Justiz mahlen langsam…

Anbei RUSO, der sich wie viele andere Hunde, inzwischen in Obhut von Inma befinden und dringend eine richtige Familie sucht.

RUSO ist ein Podenco Andaluz, er ist ca. 2 bis 3 Jahre alt, ist mittelgroß und wiegt z.Zt. 12 kg. RUSO hat Erlichiose und Anaplasmose und wird behandelt. Der Podenco versteht sich mit Rüden und Hündinnen und mag ebenfalls die Menschen.

Alle weiteren Infos gibt es von Inma: macu19782010@hotmail.com

Siehe auch:

Hilfe, damit geholfen werden kann
Geglückte Rettung, die Galgos aus dem Lager in Sevilla sind in Sicherheit
Es gibt viel zu tun! Rettungsaktion der Stiftung Benjamín Mehnert

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8th Oktober 2011

Berufsrisiko Stierkämpfer – José Padilla schwer im Gesicht verletzt

Diesmal hat ein Stier sich während einer Corrida in Saragossa, anlässlich des Festivals Virgen del Pilarer, erfolgreich gewehrt im ungleichen Kampf und seinem Peiniger, dem Matador José Padilla, ein Horn mitten ins Gesicht gestoßen.

Entsetzensschreie tönten durch die Zuschauerreihen, die spanischen Medien berichten massenhaft über das Ereignis und auch hier macht die Nachricht die Runde.

Dem Stier hat es nichts genützt, er wurde von einem anderen Torero niedergemetzelt, Mitleid für ihn empfindet wohl keiner der Stierkampffanatiker. Wie Europapress verlauten ließ, hat Padilla offensichtlich die Sehkraft auf einem Auge verloren, daher dürfte er wohl nicht wieder in die Arena zurückkehren, so wie “El Julio”, dem ein Stier im vergangenen Jahr ein Horn durch den Unterkiefer bohrte. Berufsrisiko.

Demütigung und Folter eines Lebewesens kann weder als Kultur verstanden, noch Blutvergießen Kunst genannt werden und erst recht nicht mit unseren Steuergeldern subventioniert werden.

Dokumentation über den ehemaligen kolumbianischen Torero Álvaro Munera

Die ganze Dokumentation bei VIMEO: Documental La Última Faena

Álvaro Munera, ein ehemaliger kolumbianischer Torero, hat sein Leben nach einem Stierkampfunfall, er ist seitdem gelähmt, gänzlich umgekrempelt und ist inzwischen erbitterter Stierkampfgegner.

In dem Dokumentarfilm erzählt Álvaro Munera, von seiner Kindheit, wie er von seinem Vater in die Welt des Stierkampfs eingegeführt worden war, seinem Traum vom Reichtum und schönen Frauen.

Zweimal jedoch zweifelte er an seinem Beruf, nach einem Übungs-Stierkampf mit einer Kuh sah er zufällig, wie diese hinterher vom Schlachter aufgeschlitz wurde und aus der Bauchhöhle ein Kälbchen fiel. Geschockt und weinend lief er davon und flüchtete in sein Hotelzimmer.

Ein zweites Mal, ebenfalls bei einem Übungs-Stierkampf, musste er den Todesstoß üben, da er noch sehr unerfahren war, gelang es ihm nicht, den Stier auf Anhieb zu töten, immer wieder stach er auf den jungen Stier ein, der verzweifelt versuchte sich auf den Beinen zu halten, auf der Bauchseite des Stiers hatte sich eine Öffnung gebildet aus der die Eingeweide heraus hingen. Álvaro wollte mit dem Stierkampf aufhören, doch sein Manager überredetete ihn weiterzumachen.

Mit 17 Jahren wurde der junge Stierkämpfer von einem Stier auf die Hörner genommen und schwer an der Wirbelsäule verletzt. Der Unfall hat sein Leben und seine Einstellung zum Stierkampf ganzlich geändert. Álvaro Munera gibt zahlreiche Konferenzen und setzt sich nun unermüdlich für die Abschaffung des blutigen Gemetzels ein.

Siehe auch: Leidet der Stier während des Stierkampfs?

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7th Oktober 2011

Er würde dich nie verlassen…

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6th Oktober 2011

Endlich! Die Misshandlung der Galgos im Blickpunkt des Europäischen Parlaments

Die Misshandlung der spanischen Windhunde gerät mehr und mehr in den Blick der breiten Öffentlichkeit, nicht nur in Spanien wird die Kritik immer größer, europaweit setzen sich zahlreiche Tierrechtsorganisationen für die Galgos ein und fordern ein Handeln der Politiker.

Mehrere Europaabgerordnete, unter ihnen der Präsident der Intergroup of Animal Welfare des Parlaments, Carl Schlyter, haben nun einen Brief an den spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero geschrieben, mit der Forderung, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, um die Misshandlung dieser Hunde zu verhindern.

Die Europaabgeordneten äußern ihre Besorgnis gegenüber “..der Grausankeit die gegen die Galgos in Spanien verübt wird.” “Bürger, ebenso wie viele Organisationen, haben uns über viele Fälle von Misshandlung und deutlicher Grausamkeit berichtet. Die Galgos werden heftig geschlagen, verbrannt, mit Säure übergossen, in Brunnen geworfen, angebunden in Höhlen und dort zurückgelassen bis zu ihrem Tod, aufgehängt oder auf andere Weise gefoltert.”

Der Brief ist von Schlyter und vier weiteren Europaabgeordneten unterzeichnet, Nikolaos Chountis, Kartika Tamara Liotard, Sabine Wils und Raül Romeva.

Auch wenn die Abgeordneten in ihrem Brief die Verbesserung des Strafgesetzbuches Artikel 337 würdigen, ist es nur eine sehr kleine Anzahl von Misshandlungsfällen die vor Gericht verhandelt werden. Ebenfalls merken sie an, dass “…auch wenn kulturelle Traditionen respektiert werden sollten, können sie keine Entschuldigung für Verbrechen dieser Art sein.”

Quelle: publico.es

Die Anstrengungen der Galgo Rescue Holland waren nicht umsonst gewesen, auch wenn die Probleme der unkontrollierten Zucht von Galgos nicht angesprochen werden, fordern die Parlamentarier dazu auf, die politische Vernachlässigung der Grausamkeiten die den Galgos zugefügt werden, dringend zu behandeln. Diese Aufforderung kann nicht unbeantwortet bleiben.

Ebenso hat die niederländische Europaabgeordnete Kartika Liotard eine schriftliche Anfrage an die EU-Kommission gesendet, in der nicht nur die Misshandlungen sondern auch die unkontrollierte Zucht dieser Windhunde zur Sprache kommt. Sobald die Galgo Rescue Holland eine Antworten der spanischen Regierung und der EU-Kommission hat, wird sie berichten.


Question for written answer

to the Commission
Rule 117
Kartika Liotard

Is the Commission aware of the atrocities inflicted upon the Spanish greyhounds, known as galgos, which are bred indiscriminately in Spain and, following this, those dogs that are deemed of lesser use are burned alive, doused in acid, hung or dumped ?

Does the Commission consider these practices within the limits of art. 13 of the Lisbon Treaty, which obliges member states to take animal welfare into full regard?

If the Commission refers to the second part of art 13, which refers to cultural traditions, to refrain from any action in this matter, so claiming that the killing of galgos would be such a cultural tradition, does the Commission therefore claim that cultural traditions give permission to all kinds of animal cruelty? Is there, according to the Commission a limit in this?

Is the Commission aware of art. 337 of the Spanish Legal Code, which prohibits animal cruelty and which is now punishable as a crime?

How does the Commission view the fact that enforcement of this article, especially with regards to the cruelty against galgos, is almost non-existent.

Is the Commission prepared to urge Spain to enforce this art. 337 concerning blatant animal cruelty?

If the Commission does not see it as her responsibility to urge member states to enforce important national legislation, then why does she urge Greece to enforce the Greek tax legislation? Is according to the Commission animal welfare less important than issues with an economic interest?

Can the Commission deny that European subsidies are also granted to Spanish farmers who also play a part in the indiscriminate breeding and subsequent cruelties against galgos?

Is the Commission prepared to call upon the enterprises and farms that are being subsidised but take part in the abuse of galgos to refrain from these activities. Is the Commission prepared to call for financial santions against these enterprises?

Will the Commission propose a solution for the problem of abuse and neglect of the galgos in the new strategy for animal welfare? Will she consider even mentioning this problem?

If not, how does the Commission view the inherent value of this new strategy?

Date: 3 oktober 2011

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5th Oktober 2011

Stierkampf-Propaganda bei Adidas

Geschmackloser kann Werbung wohl kaum sein, der multinationale Konzern Adidas wirbt derzeit in den USA mit dem Basketballspieler Derrick Martell Rose von den Chigago Bulls. Gedreht wurde der Spot in der Stierkampfarena Las Ventas in Madrid. Rose gelingt es, im Gegensatz zu den Stieren, die Arena lebend zu verlassen. Doch nicht nur dies, Adidas hat in seinem Programm ein Sporttrikot, Hose und Jacke, ganz im Look der Tracht der Toreros, aufgenommen.

In seiner Heimat musste Rose über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter schon reichlich Kritik einstecken, zu Recht! Sicher ist es kein Zufall, dass Adidas diese Werbung nach dem Ende der Stierkämpfe in Katalonien ins Leben gerufen hat, die Stierkampflobby ist mächtig und reich und viele sind käuflich.

Die Verherrlichung des Stierkampfs und der Versuch Stil in das blutige Gemetzel zu bringen, ist ein wirkliches Armutszeugnis des Sportartikel-Herstellers.

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4th Oktober 2011

Fröhliche Galgos im Tierheim der Stiftung Benjamin Mehnert

Aufgabe des Tierheim der Stiftung Benjamin Mehnert ist die medizinische Betreuung und Genesung der Galgos und ihre Vorbereitung auf ein Leben als Familienhunde. Diese Chance wurde ihnen durch ihre Verwendung für die Jagd und für Rennen niemals zuvor gegeben.

Die Stiftung arbeitet an den Ursachen von Misshandlung und Aussetzen, sucht Lösungsansätze und erarbeitet Alternativen. Ihr Ziel ist es, die Anzahl der enttsorgten und weggeworfenen Galgos zu verringern.

Das Thema Erziehung und Sensibilisierung steht an vorderer Stelle, die Stiftung arbeitet mit Schulen zusammen, um Kinder und Jugendliche für den Tierschutz zu sensibilisieren.

www.fundacionbm.com

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3rd Oktober 2011

Deutschland – Langzeit-Kampagne gegen Schächten und Akkordschlachten

“Ethik gegenüber den Menschen und Rohheit gegenüber den Tieren

sind zwei Verhaltensweisen, die sich nicht vereinbaren lassen,

denn Grausamkeit gegen Tiere

geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über.”

(Robert Jungk)
___________________________________

Bitte unterstützen Sie die Kampagne und unterzeichnen und verbreiten Sie die Petition:

Langzeit-Kampagne gegen Schächten und Akkordschlachten
www.kampagnen-buendnis.de

_____________________________________________

www.soylent-network.com

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2nd Oktober 2011

Beginn der Jagdsaison mit Galgos

Oktober, die Jagdsaison mit Galgos beginnt, noch immer kämpfen Galgos der letzten Jagdsaison ums blanke Überleben, fristen ein Dasein als Streuner, zu scheu um eingefangen zu werden. Die ersten Galgos, die für diese Jagdsaison getestet und für untauglich befunden wurden, warten in den Tötungsstationen auf ihr Ende. Die Perreras werden sich nun nach und nach wieder mit Galgos füllen, der Kreislauf des Todes beginnt. Nicht nur in Extremadura, auf das sich das Video bezieht, in allen Teilen Spaniens mit denen traditionell mit Galgos gejagt wird, beginnt nun wieder das unermessliche Leiden Abertausender von Galgos.

Die Lügen der Galgueros

1. Die Vortäuschung der Tierliebe und die Erhaltung der Natur

Die Galgueros sind die größten Liebhaber der Spanischen Windhunde. Wie werden wir ein Tier aufgeben, dass wir aufgezogen, ernährt und gepflegt haben?

2. Der Täuschung des Wertes:

…so wertvolle Tiere…gibt es jemanden der etwas von so großem Wert für ihn hat und es einschläfert? Oder nicht nur einschläfert?

Präsident des Dachverbandes der Galgos in “La Mancha” von I.TVEI. 08.10.10

3. Die Übertreibung der Tierschützer und der Betrug der Ziffern:

Von allen Hunden, die aufgegeben werden, gibt es wieviel Prozent Galgos? Und wenn wir von Zahlen welche die Seprona veröffentlicht sprechen…von je einhundert Tieren sind nur zwei Windhunde.

Präsident des Dachverbandes der Galgos (Federación de Galgos) in “La Mancha” von I.TVEI. 08.10.10

die Antwort:

Perrera-Schlachthof Olivenza

(Badajoz-Spanien)

April 2009

drei Monate nach dem Ende der Jagdsaison mit Galgos

ohne Futter

und ohne tierärztliche Betreuung

die Hunde wurden von ihren eigenen Galgueros den Rathäusern übergeben..und der Aufnahmeservice der Provinzverwaltung von Badajoz bringt sie zum Kanal Olivenza

und hierher kommt man um zu sterben…das letzte Geschenk der Galgueros
dies ist die Wahrheit
wenn sie nicht zur Jagd taugen, sind sie nichts mehr wert

die Tragödie, die nie beendet werden wird, weil das Rad des Lebens sich weiterdreht… und einige Kilometern von dort entfernt….

einige werden geboren… andere sterben., während die Exemplare, die schon nicht mehr für die Jagd geeignet sind, in den öffentlichen Tötungsstationen weggeworfen und eingeschläfert werden, ausgesetzt auf unseren Feldern und Straßen, oder ermordet, auf verschiedene Arten

die Jäger züchten weiter und weiter auf der Suche nach den Besten der Besten

in ihren unwürdigen Ställen und Gehegen erhalten sie nur die Mütter der Zucht und die Deckrüden und die Galgos im Jagdalter und mit guten Konditionen

dieser Züchter ist nur ein Beispiel….neue Würfe von Welpen und Windhunde von einem oder zwei Jahren, mit der Zuchthündin und dem Deckrüden

sie sind ihrem Schicksal bestimmt, dem traurigen Schicksal des Spanischen Windhundes

Wie lange noch?

Oktober 2010

elguadianaylatrailla.blogspot.com

Siehe auch:
Beginn der Galgo Saison
Die Verantwortliche für die Perrera von Olivenza leugnet die Anschuldigungen
Ein grauenvolles Geständnis
Das Problem der Jagdhunde in Extremadura
Galgos, jedes Jahr das gleiche Leid

Die dunkle Seite Spaniens

Spanien ist nicht nur Sonne, Strand und Meer, Sangria, Ballermann und Flamenco. Spanien ist die Hölle auf Erden für jene, die keine Stimme haben, deren Todeskampf im Olé-Geschrei der Arenen verhöhnt wird, deren Kadaver in den stinkenden Perreras verrotten, die man aufhängt an den Korkeichen, nicht nur in Andalusien. Weiterlesen »

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1st Oktober 2011

Das langsame Ende des Stierkampfs – Tragen Sie dazu bei!

Am letzten Sonntag ging in Barcelona eine Ära zu Ende. Zum letzten Mal fand in der Arena La Monumental der ritualisierte Stiermord statt. 20 000 fanatische Sadisten nahmen Abschied von einem Spektakel, das im vergangenen Jahr vom katalonischen Regionalparlament verboten wurde. Mangels Interesse wäre ohnehin schon bald das Ende des Stierkampfs in Katalonien eingeläutet worden. Die junge Generation interessiert sich kaum noch für das perverse Vergnügen ihrer Eltern, und laut Umfragen ist nur noch ein Drittel von 46 Millionen Spaniern für die „fiesta nacional“. Im ganzen Land gibt es immer weniger Stierkämpfe, und folglich kämpfen Stierzüchter und Stierkampf-Veranstalter ums Überleben.

Keineswegs kann uns diese Entwicklung zufrieden stellen, denn es werden weiterhin noch viel zu viele Stiere sinnlos geopfert. Ständig versuchen die Stierquäler, verlorenes Terrain zurück zu erobern. Wenn die konservative Opposition die nationalen Wahlen gewinnt, wird sie anstreben, den Beschluss des katalonischen Parlaments vor dem Verfassungsgericht anzufechten. Ihren neuesten Coup wollen sie nun 140 km weit von Barcelona in Andorra landen und dort eine neue Stierkampfarena errichten. Sie soll unbefriedigte Stierkampfanhänger aus Katalonien und Südfrankreich anziehen. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und bekanntermaßen auch Co-Präsident des Pyrenäenstaates, kann dann auch dort bald seiner Stierkampfleidenschaft frönen.

Die Erklärung des Stierkampfs als Immaterielles Kulturgut durch die UNESCO könnte jedoch den angeschlagenen Stierquälern als Rettungsanker sehr willkommen sein. Die Gefahr ist groß, dass die UNESCO auf das Werben der Stierkampfbande hereinfällt und die existentielle Bedrohung ihres Spektakels als „Kulturgut“ anerkennt. Angesichts dieser gefährlichen Einflussnahme ruft die holländische Antistierkampf-Organisation CAS International (Comité Anti Stiervechten) nun vorsorglich zur Wachsamkeit und zu Aktionen auf, um die hinterhältigen Absichten der Stierkampflobby zu durchkreuzen.

Im kommenden November wird das UNESCO-Komitee, das für die Entscheidung zur Aufnahme ins Kulturerbe-Register zuständig ist, die ersten Vorbereitungen für die Kandidaten-Auswahl treffen. Offiziell hat noch kein Land einen Antrag auf den Schutz des Stierkampfs gestellt, doch hinter den Kulissen sind Schiebereien zu erkennen, die zu Sorge Anlass geben: In dem UNESCO-Komitee, das für die Entscheidung zur Aufnahme ins Kulturerbe-Register zuständig ist, haben sich einige Stierkampfländer eingenistet und ausgerechnet Spanien wurde der Vorsitz zugeschanzt.

CAS International bereitet nun ausführliche Informationen für die 20 Mitgliedsländer des Komitees vor, welche die Wahrheit über das grausame Schlachtfest darstellen und zeigen, dass auch in den Stierkampfländern die Mehrheit der Bevölkerung dieses widerliche Schauspiel ablehnt. Zusammen mit befreundeten Organisationen wird sich CAS International außerdem mit führenden Beamten der UNESCO treffen, um ihnen vor Augen zu führen, welchen enormen Schaden die UNESCO erleiden wird, wenn Tierquälerei unter ihren Schutz gestellt wird. Auch Sie werden gebeten, ihren Protest mit einer Petition zum Ausdruck zu bringen.

In Frankreich hat die Stierkampflobby für die Erklärung des Stierkampfs zum Weltkulturerbe gute Vorarbeit geleistet. Im April dieses Jahres wurde von einem obskuren Komitee des französischen Kulturministeriums der Stierkampf zum Nationalen Kulturerbe erklärt. Dieses Komitee wurde seltsamerweise von einem hohen Beamten präsidiert, der gleichzeitig eine führende Position im nationalen Stierkampfverband bekleidet. Der verantwortliche Minister Frédéric Mitterrand, der angeblich von diesem Vorgang nichts wusste, kam daraufhin nicht mehr zu Ruhe. Bei allen offiziellen Anlässen wurde er in den folgenden Wochen gebührend von empörten Tierfreuden empfangen und – wo es ging – zur Rede gestellt. Jedes Mal verhielt er sich wie ein Gummibärchen, versuchte die Entscheidung seiner Verwaltung herunterzuspielen und mit schwammigen Worten zu erklären, dass damit nicht automatisch ein Antrag bei der UNESCO für das Weltkulturerbe seitens Frankreichs verbunden ist. Doch die Entscheidung seiner subalternen Ministerialbeamten strich er nicht.

Am Tag des offenen Denkmals nutzten die französischen Stierkampfgegner noch einmal – und nicht das letzte Mal – die Gelegenheit, um gegen die skandalöse Haltung des Ministers und seine Inkompetenz zu protestieren und besetzten bei der Besichtigung sein Büro. Jedoch war leider der Minister nicht anwesend. Auch vor und im ehrwürdigen Gebäude der Nationalversammlung zeigten sie mit Banderolen ihr Missfallen gegenüber den Parlamentariern, die eine solche Entscheidung nicht zu verhindern und das Tierschutzgesetz, dass Stierkämpfe im Süden des Landes toleriert, nicht zu ändern vermochten. Hier ein paar Fotos und ein Video von den medienwirksamen Aktionen.

In Europa neigt sich langsam die diesjährige Stierkampfsaison dem Ende zu. Unsere Gegner werden diese Pause nutzen, ihre Fäden zu ziehen, um willfährige und leichtgläubige Politiker für ihre Machenschaften einzusetzen. Jeder von uns kann dafür eintreten, dass diese Machenschaften bekannt werden. Der Skandal, Tierquälerei als Kultur auszuzeichnen, muss immer mehr von der Öffentlichkeit wahr genommen werden. Dass die Medien zunehmend von dieser Kulturschande berichten, zeigt, dass dieses zum Teil schon gelungen ist. Dazu haben auch Sie beigetragen, vielen Dank!

www.stop-corrida.info

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SOS Galgos - 2011 Oktober

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