18th Februar 2012

Neuigkeiten von Esperanza

Ende April wurde die Galga ESPERANZA mehr tot als lebendig aus einem Müllcontainer gerettet.

Die Tierschützer von El Albuerge erhielten einen Notruf, dass sich in einem Müllcontainer in Dos Hermanas ein lebender Hund in einem Müllsack befindet. Dort eingetroffen fanden sie in einer Tonne zwischen Müll und Schutt, eine in einem Kartoffelsack liegende Galga, in der nur noch ein Hauch von Leben steckte.

Sie muss schon länger ohne Futter und Wasser in der Sonne gelegen haben. Dürr, starr, kalt, von Wunden übersät, mehr tot als lebendig, sie atmete kaum noch.

Inzwischen sind viele Monate vergangen, Esperanza befindet sich auf einer Pflegestelle von Galgos 112 und macht langsam aber stetig Fortschritte bei ihrer Gensung. Sorgen bereitet den Tierschützern erhöhte Entzündungswerte im Blut, man hofft, dass es nicht mit den Implantaten zusammenhängt, weitere Untersuchungsergebnisse stehen noch aus, Epseranza wird z.Zt. mit Antiobiotika behandelt.

Bei soviel Grausamkeit kann man nur noch Abscheu und Hass empfinden gegenüber denen, die solcher Taten fähig sind und denen, die der allgegenwärtigen Misshandlung von Tieren tatenlos zuschauen.

In Spanien existiert eine Politik des Wegschauens, aber was will man auch erwarten von einem Land, welches Stierkampf und Stierspektakel als Kultur betrachtet, die Misshandlung der Stiere legalisiert, wo der Sonntagausflug der erzkatholischen Spanier in eine Stierkampfarena nach dem sonntäglichen Kirchgang eine Selbstverständlichkeit ist und schon kleinen Kindern suggeriert wird, dass das Quälen von Tieren eine sinnvolle, legitime Freizeitbeschäftigung ist.

Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig, Tierquäler finden sich in allen Bevölkerungsschichten, Angst vor dem Gesetzt scheint man nicht zu haben, die wenigstens Misshandlungsfälle werden aufgeklärt, da sie unbearbeitet, auf nimmer Wiedersehen in irgendwelchen Schubladen ignoranter Bürokraten verschwinden.

Die am meisten misshandelte Hunderasse in Spanien ist der Galgo.

Verantwortlich für den Holocaust der Galgos sind die schätzungsweise 170 000 Galgueros, Besitzer von ca. 490 000 Galgos. Laut Tierschützern werden Jahr für Jahr 50 000 Galgos auf unterschiedlichste grausame Art und Weise entsorgt.
Spanien ist das einzige europäische Land, in dem es nicht unüblich ist, einen am Baum erhangenen Galgo zu finden.

Es geht um sehr viel Geld, aufgrund der Galgos werden jährlich ca.1000 Millionen Euro umgesetzt und 27000 Arbeitsplätze stehen im direkten Zusammenhang mit ihnen, die gesamte Jägerschaft bewegt jährlich 3000 Millionen Euro.

Jagdhunde sind nichts weiter als das Instrument eines blutigen Zeitvertreibs, viele von ihnen erleben die Hölle auf Erden. Es beginnt schon mit der Geburt in irgendeinem dunklem dreckigen Verschlag, Entbehrung und fehlende Fürsorge vom ersten Lebenstag an, bis zum bitteren Ende. Erfüllt der Hund nicht seinen Zweck, ist er alt, krank oder bringt keinen Jagderfolg, wird er im günstigsten Fall “zum Teufel” gejagt, sich selbst überlassen oder man gönnt ihm einen schnellen Tod durch Erschießen.
Aber, ein echter spanischer Macho, der misshandelt seinen Hund, der nicht die gewünschte Leistung bei der Jagd gebracht hat, den Perversitäten sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ist der Stolz des Jägers verletzt, entwickelt so manch einer von ihnen eine unglaubliche, kriminelle, bösartige Energie.

Der Galgo wird ohne Ausnahme ausgesetzt und/oder hingerichtet, das unstillbare Verlangen nach jungen, unverdorbenen Exemplaren für Rennen und Jagd, macht den Galgo zu einem Opfer seiner Schnelligkeit und Intelligenz.

www.galgos112.com

Siehe auch:

ESPERANZA, ein Fünkchen Hoffnung
ESPERANZA, ihr Zustand ist stabil
Neuigkeiten von ESPERANZA
Esperanza wurde operiert
ESPERANZA, ihr Zustand ist stabil
ESPERANZA nach einem Monat Pflege
Hoffnungsvolle Bilder von ESPERANZA
Die ersten Gehversuche von ESPERANZA
Esperanza es geht aufwärts
Esperanza geht alleine
ESPERANZA es geht weiter aufwärts
ESPERANZA kann alleine Treppen steigen

Samstag, Februar 18th, 2012, 22:24 | Allgemein | kommentieren | Trackback

3 Kommentare zu “Neuigkeiten von Esperanza”

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  1. 1 20. Februar 2012, Silvia und meine Engel schreibt:

    Wunderschön sieht jetzt ESPERANZA, das einstige Fünklein Hoffnung aus.
    Ich freue mich, denn auch ich habe so ein eistiger “Hoffnungsschimmer”…ich danke den fürsorglichen Tierschützern von ganzem Herzen für die Rettung..
    Ich hoffe, dass ESPERANZA einen wunderschönen Platz findet, wo ihre Seele einfühlsame Menschen findet und sie sich hoffentlich gänzlich erholt von all den Hässlichkeiten.

    Viel Glück Du wunderschönes Mädchen wünschen wir Dir von ganzem Herzen….

  2. 2 20. Februar 2012, Thomas schreibt:

    Ich freue mich, dass es Esperanza wieder besser geht – ihre Entwicklung verfolge ich seit Monaten. Hoffentlich kann sie bald vermittelt werden.

  3. 3 7. März 2012, Angelika Redler schreibt:

    Ich freue mich das es dieser hündin besser geht.Und Ich drücke ganz fest die Daumen
    das die endzündung die sie im blut hat zurück geht.ihr bekommt das schon im griff.ihr habt das mit der pflege so toll im griff,d bekommt ihr das auch im griff.Drückt Esperanza ganz doll von mir.Und Ihr von der Pflege ihr seid ein suuuuuuuuuuuuper tolles Team.gruss Angelika redler

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