12th Februar 2013

Rückkehr der Stierkämpfe in Katalonien durch Bestechung der PP?

“Die Zustimmung der Mehrheit der PP für die Stierkampf ILP kommt der Bestechung nah.”

Seit dem 1. Januar 2012 ist der Stierkampf in Katalonien offiziell verboten. 68 Abgeordnete des Regionalparlaments stimmten in einer historischen Sitzung für eine Abschaffung des blutigen Rituals, 55 votierten dagegen, neun enthielten sich. Der Abstimmung ging eine der hitzigsten Debatten in der Geschichte des Abgeordnetenhauses voraus.

Zuvor sammelte die gesetzgebene Volksinitiative, die sogenannte Iniciativa Legislativa Popular, kurz ILP, namens “Prou” (“Es reicht”) 180.000 Unterschriften unter 7 Millionen Bürgern Kataloniens, mehr als dreimal soviel wie für das Volksbegehren nötig gewesen wären.

Die Stierkampflobby hat die beschämende Niederlage nicht hingenommen und eine eigene ILP ins Leben gerufen. Am 22. März überreichten die führenden Köpfe der Federación de Entidades Taurinas, Posada, 587 000 Unterschriften, gesammelt in ganz Spanien (45 Milllionen) mit der Forderung den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären und somit das Stierkampfverbot zu kippen.

Morgen wird in der Abgeordnetenkammer über die Anerkennung dieser Initiative debattiert. Die Plattform La Cultura No Es Cultura, zusammengesetzt aus den wichtigsten Tierrechtsorganisationen in Spanien, kritisiert in ihrer Presseerklärung die Regierung aufs Schärfste. Man kann davon ausgehen, dass die PP alles dafür tut, um den von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnten Stierkampf zum Kulturgut zu erklären und unter Schutz zu stellen, wohingegen sie ein anderes Volksbegehren für soziale Sachleistungen, ablehnen wird.

Was die Überschrift der Presseerklärung der Plattform LINTEC schon andeutet: “La aprobación de la ILP Taurina por mayoría del PP rozaría el Cohecho.” / “Die Zustimmung der Mehrheit der PP für die Stierkampf ILP kommt der Bestechung nah.” , haben viele sicher schon erahnt, nachdem der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy gerade erst durch die Madrider Schmiergeldaffäre, wegen Bestechung und Korruption, in den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit geraten ist.

Die Plattform La Tortura No Es Cultura ist der Auffassung, dass die Volkspartei Partido Popular kurz PP, der Stierkampflobby unterworfen ist, da einflussreiche spanische Geschäftsleute Fans der „Fiestas“ sind und große Kampfstierzuchten besitzen, unter ihnen wichtige Spender der Partei.

Auch gibt es einige Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der Stierkampf ILP, das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof ist noch offen.

Hinsichtlich des Inhalts der ILP, wären die Ziele laut Plattform, den Stierkampf zu fördern und zu schützen, die Ausarbeitung von Rechtsvorschriften für an Kinder gerichtetes Bildungsmaterial um die Stierkampfkultur an Schulen und Universitäten einzuführen und darauf zu drängen, die Tauromachie (Stierkampf) als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO, erklären zu lassen. “Die UNESCO, welche die menschliche Entwicklung durch Kultur, Bildung und Wissenschaft fördert, wird eine Aktivität, die durch ihre Gewalt und ihre Misshandlung, in vielen Teilen der Welt ist als Verbrechen angesehen wird, niemals zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklären. – erläutert Ruth Toledano, Chronistin von Villa Madrid, Kolumnistin und aktive Verteidigerin der Tiere. „Zumal die ILP auch Volksfeste wie den Toro de la Vega, außerhalb unserer Grenzen einstimming verurteilt, zum Kulturgut erklären würde.”

Alle bisherigen Veröffentlichungen zum Thema: ILP “PROU” Abschaffung der Stierkämpfe in Katalonien

Anbei die spanische Presseerklärung der Plattform LINTEC, Übersetzung in Kürze.

www.latorturanoescultura.org

Bitte unterzeichnen Sie die an den Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses gerichtete Petition der Tierrechtsorganisation AnimaNaturalis gegen die Erklärung des Stierkampfes zum Kulturgut, bitte das Bild anklicken, Sie werden zur Petitionseite von change.org weitergeleitet:

PETITION:

Comisión de Cultura del Congreso de los Diputados: NO A LA DECLARACION DE BIC A LA TAUROMAQUIA / NEIN ZUR ERKLÄRUNG DES STIERKAMPFES ZUM BIEN INTERES CULTURAL

7 Kommentare zu “Rückkehr der Stierkämpfe in Katalonien durch Bestechung der PP?”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 12. Februar 2013, Gisela Lenski schreibt:

    Schaffen Sie die Stierkämpfe ab! Das ist so eine widerwärtige Tierquälerei und nicht aber auch absolut nichts mit Kulturgut zu tun.

  2. 2 12. Februar 2013, Isabel schreibt:

    Nun das wird wohl das einzige von allen Versprechen was zugleich das verächtlichste und abscheulichste ist, dass Rajoy hält da während des Wahlkampfes versprochen: nämlich die Tauromaschie zu fördern!

  3. 3 12. Februar 2013, andrea zech schreibt:

    Stierkampf ist barbarisch und Tierquälerei, kein Kulturgut, sondern einfach unmenschlich. Keinem Tier würde es einfallen, so etwas umgekehrt mit uns zu machen.

  4. 4 13. Februar 2013, petra schreibt:

    ich könnt nur noch kotzen

  5. 5 16. Februar 2013, Ingrid schreibt:

    Zurück ins Mittelalter. Ich glaube Spanien hat gewaltige andere Probleme zu lösen. Da wird sich Widerstand regen, das wird nicht kampflos passieren!!!! Katalonien hatte für die Abschaffung gestimmt. Mit Recht!! La Tortura no es Cultura. Sadistische Tierquälerei mehr nicht, um die Taschen einiger, weniger zu füllen. Während das Volk unter Arbeitslosigkeit leidet und sich inzwischen schon als Leiharbeiter im Ausland unter skandalösen Bedingungen verkaufen muss!!!!

  6. 6 23. Februar 2013, Birgit schreibt:

    Der helle, blutüberströmte Stier,es bricht einem das Herz bei diesem Anblick.Zu was ist der Mensch nur fähig??!!

  7. 7 6. Oktober 2016, Sonja Gollwitzer-Bauer schreibt:

    was für ein Volk, ich verachte euch zutiefst für das was ihr den Tieren antut … Befürworter des Stierkampfs sind Tierquäler

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