24th Oktober 2013

Gemeinsam sind wir stark – Internationale Tierschutzorganisationen vereint gegen den Schutz der Tauromachie

103 internationale Tierschutzorganisationen fordern den spanischen Senat auf, ein Veto gegen die Stierkampf ILP einzulegen

Tierschutzorganisationen vereinigen sich gegen den Schutz der Tauromachie in Spanien

LONDON / MADRID / UTRECHT ( 23. Oktober 2013 ) - Vertreter von 103 internationalen Tierschutzorganisationen haben sich am Mittwoch mit spanischen Senatoren getroffen und einen von 103 Organisationen aus 29 Ländern unterzeichneten Brief gegen den Gesetzesentwurf der Pro-Stierkampf-Bürgerinitative, die den Stierkampf zum “Immaterielles Kulturgut” erklären soll, überreicht.

Die Vertreter der Organisationen übergaben ebenfalls einen Brief von 140 Wissenschaftlern und Akademikern aus 18 Ländern, in dem sie sich als Fachleute, wegen dem nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalt – vor allem durch die desensibilisierende Wirkung die Stierkampf auf Kinder haben kann, besorgt über die Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in der Praxis des Stierkampfs, zeigen.

“Die aktuelle Sensibilität der Spanier gegen Tierquälerei ist nicht kompatibel mit dem grausamen Schauspiel der Stierkämpfe, sie möchten nicht, dass öffentliche Mittel dazu verwendet werden, um zu verhindern, dass dies untergehende Aktivität stirbt”, sagt Marta Esteban Miñano, Präsidentin der Plattform La Tortura No Es Cultura, welche die wichtigsten spanischen Tierschutzorganisationen vereinigt. “Gemeinsam machen appellieren wir an den Senat, damit er ein Votum gegen dieses unglückliche Gesetzt, welches das Markenzeichen Spaniens und Spanien als zivilisierte Gesellschaft, schädigt. Noch niemals in der Geschichte hat ein spanisches Gesetz so viel internationalen Widerstand gehabt. Ich freue mich, dass so viele internationale Organisationen sich für Mitgefühl über Grausamkeit ausgesprochen haben. Stierkampf sollte nie geschützt und subventioniert werden: Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt.”

Die vorgeschlagene Gesetzestext, der vom spanischen Abgeordnetenhaus am 2. Oktober verabschiedet wurde, soll dem Schutz und der Förderung des Stierkampf als kulturelles Erbe dienen, einschließlich der damit verbundenen öffentliche Mittel zur Unterstützung der Stierkampf-Industrie. Die Tierschutzorganisationen glauben, dass das vorgeschlagene Gesetzt der zynische Versuch einer verzweifelten Stierkampf-Industrie ist, die Zukunft des untergehenden Blut-Sports zu sichern. Stierkampf ist in Spanien und anderswo ein rückläufiges Geschäft. Schwindende Besucherzahlen werfen Fragen über die Wirtschaftlichkeit auf und das Volk ist gegen Subventionen zur Förderung des Stierkampfs.

Eine Umfrage von Ipsos MORI die im Jahr 2013 durchgeführt wurde ergab, dass mehr als drei Viertel der spanischen Bevölkerung dagegen sind, dass ihre Steuern dazu verwendet werden, um den Stierkampf zu unterstützen. Humane Society International, World Society for the Protection of Animals (WSPA), CAS International, League Against Cruel Sports (LACS), PETA und die Plattform La Tortura No Es Cultura, werden weiter unter dem Motto der Kampagne #LoveSpainHateBullfights daran arbeiten, zu sensibilisieren und mitfühlende spanische Bürger die gegen diese Gesetzgebung sind und den Stierkampf verboten und nicht geschützt sehen wollen, zu unterstützen. Stierkampf ist ein grausames Spektakel, das nicht nur den langsamen und qualvollen Tod von Tieren, sondern auch die Desensibilisierung gegenüber Gewalt von Zuschauern, vor allen Kindern, verursacht. Die”Tauromachie” die diese Regierung zu schützen plant, beinhaltet nicht nur die Stierkämpfe in der Arena sondern auch alle anderen Stierspektakel wie den “Toro de la Vega, “Correbous”, “Feuerstier” usw. Der spanische Senat wird voraussichtlich am 5-6 oder 19-20 November abstimmen.

Original Brief an den Senat:

Dear Members of the Senate of Spain:
Dear [SENATOR]

We write as organizations opposed to the immense cruelty inflicted on bulls during bullfights and bull fiestas, acts that would be condemned and classified as illegal in many other countries around the world, including all other member states within the European Union, except for Portugal and France, where it is already banned in 23 of its 27 regions.

We are deeply disappointed that the Committee of Culture at the Congress of Deputies voted through draft legislation to protect bullfighting and to recognise it as cultural heritage [1]. We now look to you, as a member of the Senate, to ensure this legislation does not become law.

It is shameful that Spain’s politicians are choosing to support the deliberate infliction of pain on sentient animals and using government subsidies to further it. Spain recognizes animals as sentient beings capable of feeling pain, yet the introduction of legislation supporting bullfighting seems to fly in the face of this well established principle.

This protection of cruelty surely does not sit well with the image Spain is keen to promote internationally, as exemplified through various marketing initiatives such as the extensive Marca Espana project.

International tourists are not prepared to tolerate witnessing animal cruelty whilst on holiday anymore. The UK’s leading travel association (Association of British Travel Agents – ABTA) are responsible for 90% of UK foreign holiday packages and receive thousands of complaints from disturbed tourists each year. Public demand has triggered ABTA to launch its first animal welfare charter which now deem bullfights and bull running fiestas as ‘unacceptable practices’. All major tour operators have now removed any promotions of bullfighting and fiestas, and more are following suit.

It is clear that the majority of Spanish citizens are opposed to such cruelty. An opinion poll in March this year showed that 76 percent oppose the use of public funds to support the bullfighting industry [2] .

Internationally there is much concern about legislation that seeks to protect and encourage acts of animal cruelty. Hundreds of thousands of compassionate citizens from around the world opposed to bullfighting are looking to the Spanish government to provide leadership on this issue, and reject moves to protect animal cruelty. 103 animal protection organisations from 29 countries signed a letter opposing plans to protect bullfighting; many citizens have held events at Spanish Embassies in more than a dozen countries; 256, 600 citizens from more than 135 countries, including Spain, who have signed a petition asking the Spanish government not to support this legislation; 140 scientists and academics from 18 countries have signed a letter raising professional concerns about the link between animal abuse and violence, and especially the desensitizing impact viewing bullfights can have on children.

The decision is now in your hands. We stand with the compassionate people in Spain, who want to see bullfighting banned, rather than supported, by their politicians.

We respectfully request that you take this opportunity to speak up for animals and take a stand against cruelty to bulls.

Please make your vote count, vote against legislation to protect bullfighting.

Yours sincerely

1. Draft Bill for the Regulation of Bullfighting as Cultural Heritage:
http://www.senado.es/web/actividadparlamentaria/iniciativas/detalleiniciativa/index.html;jsessionid=TrGLSplXkNZ3BHGnWzGsvvk8hCdHJMW20mTyyxyq5Dzt3gysQYqn!-1896351612?legis=10&id1=620&id2=000005

2. Ipsos MORI conducted 1,017 interviews online in Spain on the Ipsos i-omnibus between the 22nd and 25th March 2013: http://www.hsi.org/world/europe/news/releases/2013/04/spain_bullfighting_ipsos_poll_042313.html

Kommentar zu “Gemeinsam sind wir stark – Internationale Tierschutzorganisationen vereint gegen den Schutz der Tauromachie”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 24. Oktober 2013, Isabel schreibt:

    Genau, Kultur hört da auf wo Grausamkeit beginnt, ganz meiner Meinung. Ausserdem muss der Stierkampf aus den Klassenzimmern verbannt werden und nicht unter dem Deckmantel Kultur aufgezwungen werden. Es kann ja wirklich nur den gefühl- und hirnlosen einfallen, die Schande Spaniens als Kulturgut von der UNESCO erklärt haben zu wollen.

Kommentar Schreiben

  • sos-galgos.net

  • Facebook


SOS Galgos - Gemeinsam sind wir stark – Internationale Tierschutzorganisationen vereint gegen den Schutz der Tauromachie

Switch to our mobile site