14th September 2013

Toro de la Vega – Demonstration in Madrid und weltweite Kampagnen

Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat für den heutigen Samstag zur Demonstration in Madrid aufgerufen. Unter dem Motto “Rompe una lanza para el Toro de la Vega” (Zerbreche eine Lanze für den Toro de la Vega) werden Tausende von Menschen auf die Straße gehen um von den Politikern der PP und PSOE, die das Fest unterstützen und genehmigen, ein Ende des wohl “Toro de la Vega” zu fordern.

 

 

Dank sozialer Netzwerke ist Tordesillas – Valladolid, wo das Spektakel seit dem Mittelalter jedes Jahr im September stattfindet, weltweit bekannt.

Es gibt zahlreiche Petitionen, alleine die Petition von AVAAZ ¡NO al Toro de la Vega! wurde schon mehr als 200 000 Mal unterzeichnet und gestern Vertretern der Regierung von Kastilien-Léon überreicht.

In den vergangenen Tagen haben vor vielen spanischen Botschaften Protestaktionen stattgefunden, u.a. in Brasilien, Italien und Großbritannien. Die Pressesprecherin und die Vizepräsidentin von PACMA waren in Brüssel und haben allen Europaabgeordneten einen offenen Brief überreicht und die Fotos und Videos gezeigt, die Tordesillas versucht zu verbergen.

 

Erschreckend ist, dass nicht nur das gemeine Volk von Tordesillas sein barbarisches Fest mit aller Gewalt verteidigt, sondern sich Universitätsprofessoren mit einem Manifest zu dem Blutbad bekennen. “Jedes Jahr attackieren die Tierschutzparteien gewissenlos und ohne Argumente und mit offensichtlicher Manipulation, mit Bildern, aus dem Zusammenhang gerissen, eine Feierlichkeit, in denen sich die besten Werte einer Person zeigen: Mut, Überlegenheit und Intelligenz um einen Stier zu bezwingen” erklärte Miguel Ángel Quintana, Journalist und Professor für Ethik der Universität Miguel de Cervantes.

Die Antwort kam promt. Die elfjährige Monica ist seit drei Jahren Mitglied der an Kinder gerichteten Tierrechtsorganisation El Cuarto Hocico und schrieb gemeinsam mit ihrem Lehrer einen offenen Brief an die Professoren, in dem sie deren Intelligenz geschickt anzweifelt. Nein, Monica ist nicht wütend auf die Professoren, sie tun ihr leid.

 

Die Plataforma por la Dignidad Animal hat im Rahmen ihrer Kampagne “Me cambio por el Toro de la Vega 2013″ mehr als 1000 Fotos von Menschen aus aller Welt erhalten, die anbieten ihr Leben für das des Stiers zu tauschen. Die Plattform hat in zahlreichen Städten zum Protest aufgerufen.

Alle bisherigen Artikel: http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

 

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11th September 2013

40 Millionen Menschen können nicht irren – Appell den Stierkampf nicht zum Kulturgut zu erklären

Nach dem Motto “Gemeinsam sind wir stark” überreichten am heutigen Mittwoch Delegierte der weltweit wichtigsten Tierschutzorganisationen im spanischen Kongress, den Abgeordneten und den Sprechern der Kommissionen für Kultur und Auswärtige Angelegenheiten und Tourismus, einen Brief, mit der Forderung, die Bürgerinitiative der Stierkampflobby nicht anzuerkennen und den Stierkampf nicht als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) schützen zu lassen. Zuvor, am 4. September, wurden in Städten in der ganzen Welt, Petitionen in spanischen Botschaften überreicht, u.a. in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Peru, Ecuador, Mexiko und Portugal.

Die Delegierten vertraten über 100 Organisationen aus mehr als 30 Ländern, hinter denen 40 Millionen Mitglieder und Tierrechtsaktivisten weltweit stehen. Die #LoveSpainHateBullfights Kampagne erzielte mehr als 256.600 Unterschriften. Vertreter von CAS International, Humane Society International (HSI), League Againts Cruel Sports (LACS), People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), World Society for the Protection of Animals (WSPA) und La Tortura No Es Cultura, hielten außerhalb des Kongresses eine Pressekonferenz, während weitere Gruppen einen von 140 Wissenschaftlern aus aller Welt unterzeichneten Brief überreichten. Mit dem Schreiben erläutern sie ihre Bedenken über den Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalt, vor allem die desensibilisierende Auswirkung die Stierkämpfe auf Kinder haben können.

Die Präsidentin der Plattform La Tortura No Es Cultura, kurz LTNEC, zeigte sich sichtlich erfreut über die Ablehnung der grausamen Tradition durch so viele Menschen aus aller Welt. Auch die spanischen Bürger stehen weder hinter dem Stierkampf noch hinter der Subventionierung, die Ipsos MORI-Umfrage A 2013 zeigte, dass mehr als drei Viertel der Bürger nicht möchten, dass ihre Steuergelder für diesen Zweck verwendet werden und die Mehrheit der Spanier nicht an Stierkämpfen teilnehmen. Der von der Stierkampflobby initiierte Gesetzesentwurf wird derzeit von den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur in der Abgeordnetenkammer (Unterhaus) debattiert. In der kommenden Woche soll der über den endgültigen Gesetzestext in beiden Häusern des spanischen Parlaments, dem Abgeordnetenhaus und dem Senat, abgestimmt werden.

Den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären ist ein zynischer Versuch der verzweifelten Stierkampf-Industrie, die Zukunft des sterbenden Geschäfts zu sichern. In einem modernen Europa ist für so ein archaisches Schauspiel kein Platz ist, schon gar nicht subventioniert mit schätzungsweise 130 Millionen Euro Agrarsubventionen aus der Europäischen Union. Diese inakzeptablen Subventionen sind ebenso wie der Stierkampf selbst abzuschaffen. 40 Millionen Menschen können nicht irren!

http://www.hsi.org/world/europe/news/releases/2013/04/spain_bullfighting_ipsos_poll_042313.html Ipsos MORI – Ipsos i-omnibus (Spain), 22nd and 25th March

Sie Spanier und die Stiere – Meinungsumfragen:  http://de.slideshare.net/MartaEstebanMiano/los-espaoles-y-los-toros-encuestas?from=embed

J.P. Richier: Bullfights and children: http://www.slideshare.net/MartaEstebanMiano/jp-richier-bullfights-and-children

http://www.mcu.es/estadisticas/docs/EAT/EAT_2008-2012.pdf

http://de.slideshare.net/MartaEstebanMiano/the-new-strategy-to-create-a-new-generation-of-bullfighting-fans-the-bullfighting-foul-game

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11th September 2013

Liegt die Zukunft der Galgos in Spanien? Gedanken von Mo Swatek

“Auch wenn es viele Tierschützer aus dem Ausland nicht wahrhaben wollen, in Spanien gibt es tausende Tierschutzvereine, zigtausende wunderbare Voluntäre und vor allem auch Adoptanten für spanische Galgos und Podencos”, erklärt die in Spanien lebende Schweizerin Mo Swatek.

Viele Galgofreunde aus ganz Europa wissen nicht, dass es auch in Spanien unzählige Vereine gibt die sich ganz darauf konzentrieren, das Leiden der Windhunde in ihrem Land zu beenden und für die geretteten Hunde Familien, auch oder ganz besonders in Spanien suchen.

Genauso verhält es sich mit dem Stierkampf oder der Misshandlung von Tieren im Allgemeinen, oft wird auf “die Spanier” geschimpft, ohne zu bedenken, dass es dort eine großartige sehr aktive Tierrechtsbewegung gibt.

Anbei der Artikel von Mo Swatek: Liegt die Zukunft der Galgos in Spanien?

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9th September 2013

Den Preis den du bezahlen musst, wenn du gegen grobe Ungerechtigkeit kämpfst: Stierkämpfe

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09.08.2013 in Dax, Frankreich:

Letztes Wochenenede in Frankreich. Friedliche Tierrechtler wurden mit Tränengas angegriffen und niedergeknüppelt!

Presse: francebleu.fr

ww.maximeginolin.com

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8th September 2013

Galga Eboli, schwer verletzt von der Autobahn gerettet

Diese Galga hat ihre Rettung aus dem Straßengraben einer Autobahn Mitarbeitern vom Tierheim Kimba zu verdanken. Die Rettung war angesichts des dichten Verkehrs für die Retter und auch die Galga, nicht ohne Risiko.

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www.refugiokimba.org

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8th September 2013

Sprung in die Arena – niederländischer Athlet protestiert gegen Stierkampf

Der niederländische Sportler und Tierrechtler Peter Janssen ist heute, nachdem der erste Stier getötet wurde, in die Stierkampfarena von Valladolid gesprungen um gegen den “Toro de la Vega” in Tordesillas zu protestieren. Die ist nicht seine erste Aktion.

Am 1. September sprang er in die Arena von Mérida. Der Stierkampf und der Protest wurden live von übertragen von TVE1, aber das spanische Fernsehen hat die Aktion zensiert! Der Kommentator log uns sagte, es handele sich um eine spontane Aktion weil er mit dem Stier kämpfen will. Auf seiner Brust stand “stop tortura” und auf seinem Rücken “torero asesino” (Torero Mörder). Er verbrachte eine Nacht im Gefängnis und ihm droht eine Geldbuße von bis zu 3000 Euro. Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat das niederländische Konsulat benachrichtigt und wird ihn mit allem was nötig ist unterstützen.

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Bekannt wurde er, als er am 2. Januar in Tordesillas den Marathon gewonnen hatte und mit dem T-Shirt der Kampagne “rompe una lanza” auf das Siegertreppchen stieg.

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6th September 2013

Toro de la Vega 2013 – Langosto darf nicht sterben!

Bald ist es wieder soweit, das wohl grausamste Stierspektakel Spaniens findet in diesem Jahr am 17. September statt. Langosto, der diesjährige vom Rathaus von Tordesillas ausgewählte Stier, wird am 17. September einen kollektiven Lynchmord erleiden, wenn keiner der politischen Führer der PP und der PSOE es verhindert.

Beim “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue), der seit 1584 stattfindet, wird ein Stier von Hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich das Leben des Stiers beendet, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken.

Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt hinter die Flußaue zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat. Diese Stierhatz wurde im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt.

Touristisch wertvoll? Unglaubliche Grausamkeit kennzeichnet dieses von der Regierung Kastiliens als traditionell eingestufte Blutbad, welches von 1966 bis 1970 “humanisiert” war, d.h. der Stier durfte nicht verletzt und nicht getötet, sondern “nur” gehetzt werden!

Am 14. September findet in Madrid unter dem Motto  “Rome una lanza para el toro de la Vega” (Zerbreche eine Lanze für den Toro de la Vega) eine Demonstration statt. Einberufen wurde sie von der spanischen Tierschutzpartei PACMA.

 

 

 

 

Im vergangenen Jahr wagten sich ca. 100 Aktivisten in den Ortskern von Tordesillas, viel zu wenige um 40 000 Fanatikern gegenüberzustehen. Auch dieses Jahr rufen die Gegner dazu auf direkt im Ort zu protestieren, ein gefährliches Unterfangen. Der Bürgermeister befürchtet aufgrund der Aufrufe zum Protest durch die Bewegung Occupy Tordesillas über Twitter und Facebook, in diesem Jahr einen massiven Zustrom von Aktivisten, die das Fest “stören” könnten und will die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen. Der spanische Journalist und Schriftsteller Arturo Pérez-Reverte verkündete eine Reihe von Schmähungen gegen Toro de la Vega. “…am 17 werden sie einen hilflosen Stier abstechen. Die mutigen Lanzenreiter der Flussaue. Im Gegensatz zu den Arenen wird der Stier, dort in Tordesillas, nicht einmal die Möglichkeit haben, sich zu verteidigen.”

Besonders erschreckend ist, dass dieses Fest von Schulen, in Zusammenarbeit mit dem Rathaus von Tordesillas und der Regierung regelrecht in Form eines  an Geschmacklosigkeit nicht zu übertreffendes Videoprojektes unterstützt wird. Ein Kind erklärt die Geschichte und den Ablauf des Turniers, während im musikalisch untermalten Video entweder Filmsequenzen vergangener Jahre oder lustige Knetefiguren zu sehen sind. Seine Worte,  in  dem Moment, wo der Stier, dargestellt als Knetefiegur, mit einer Lanze getötet wird: “Das ist der große Moment des Mutes, des Schmerzes, der Agonie und des Todes.”

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Der Toro de la Vega ist das Opfer eines Wahns der Menschen, denen es nicht nur an Mitgefühl und Respekt gegenüber Tieren mangelt, sondern die auch meinen ihr vermeintliche Stärke damit beweisen zu können, indem sie ein Tier bezwingen und grausam und rituell niedermetzeln.

Alle bisherigen Berichte über den Toro de la Vega: http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

Fotostrecke Igualdad Animal: 13/09/2011 – Tordesillas – Matanza de Afligido

Für alle Facebook Nutzer: Save Langosto! How can I help?

Petitionen:

AVAT (Tierärzte zur Abschaffung der Tauromachie): Ayuntamiento de Tordesillas y Diputación Provincial de Valladolid.: Prohibición del Toro de la Vega (Tordesillas)
AVAAZ : We want the abolition of the Toro de la Vega now!
change.org : Ayuntamiento de Tordesillas y Diputación Provincial de Valladolid.: Prohibición del Toro de la Vega (Tordesillas)
PACMA: ¡Firma por el fin del Toro de la Vega!
Nombre – Name
Apellidos – Nachname
Correo electrónico – E-Mail
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update: Das Rathaus von Tordesillas hat einen anderen Stier für das Spektakel ausgesucht, angeblich ist Langosto mit einem anderen Stier der Ganaderia aneinander geraten und hat sein Horn verletzt, vermutlich wird Langosto beim Schlachter sterben. Das neue Opfer heißt Vulcano.

elnortedecastilla.es

http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

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5th September 2013

NEIN zu Stierkampf als Kulturgut – Love Spain Hate Bullfights – weltweite Proteste

Weltweit, u.a.London, Den Haag, Irland, Mexiko, Peru, Kolumbien, Lima, Ecuador, Portugal, Deutschland, zuvor im Juli und August in Dänemärk, Australien und den USA, fanden am 4. September vor den spanischen Botschaften im Rahmen der Kampagne #LoveSpainHateBullfights friedliche Proteste gegen geplante Erklärung des Stierkampfs zum Kulturgut statt. Die größten Events fanden London und Den Haag statt. Vertreter der Humane Society International/UK, League Against Cruel Sports, PETA,WSPA UK, CAS, WSP NL und weitere Tierrechtsorganisationen überreichten die über online Petitionen und Mail-Kampagnen gesammelten Unterschriften und/oder Briefe an die Botschafter, mit der Forderung, den Stierkampf in Spanien nicht zum Kulturgut zu erklären. Auch in Deutschland beteiligten sich viele Tierfreunde an der Aktion und es wurde ein Brief überreicht. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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SOS Galgos - 2013 September

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