13th Juni 2014

Die Wahrheit über die Anti-Stierkampf-Demonstration in Vic-Fezensac – Das Lügengebäude fällt zusammen

Chef einer französischen Antitaurino-Organisation verhaftet – Der französische Staat setzt dem aggressiven Verhalten der antitaurinos ein Ende, lautet am 11. Juni die Überschrift des deutschsprachigen Pro-Stierkampf Portals STIERKAMPF FÜR ALLE. Bewusst verbreitet wurde diese Falschaussage zuerst von dem französischen Ex-Torero André Viard, bekannt dafür, den Stierkampf in allen seinen Formen militant zu verteidigen. Im Alter von 4 Jahren wurde er von seinem Großvater an den Stierkampf herangeführt. Nach seiner Laufbahn als Torero und entwickelte sich zum militanten Verteidiger des blutigen Gemetzels im Namen von Kunst und Kultur. André Viard hat u.a. gegenüber der Presse behauptet, dass Jean-Pierre Garrigues verhaftet wurde und gesagt, er hätte eine Waffe gehabt.

Übernommen wurde die Meldung von SfA, deren Team sich als die Kenner der Szene sieht und bekannt dafür ist, Fakten zu verdrehen. Das, was auf den ersten Blick im Auge des Betrachters – der nicht der französischen Sprache mächtig ist und nicht in der Lage ist zu recherchieren – wie eine Verhaftung aussah, war ein Verhör, denn der Geschädigte war Jean Pierre Garrigues.

Jean-Pierre Garrigues ist nicht verhaftet sondern, verhört worden. Zwei Stierkamfpfans haben versucht, Sachen aus seinem Kombi zu stehlen. Garrigues, der bis dahin während der Demonstration seine Tragetasche nicht dabei hatte, hat sie dann sicherheitshalber aus dem Kombi rausgeholt. Als aber die Gendarmen über die Aktivisten herfielen und Jean-Pierre auf den Boden warfen und seine Papiere verlangten, haben sie gesehen, als er seine Papiere aus der Tragetasche rausholte, dass sich dort auch ein Pfefferspray befand. Er wurde also mitgenommen und verhört. Jean-Pierre hat erklärt, dass er immer mehr Morddrohungen bekommt und zu seinem Schutz Pfefferspray dabei hat. Laut Gesetz dürfen Waffen bei einer Demo nicht getragen werden, dieses weiß der Aktivist und deshalb hatte er seine Tragetasche auch im Wagen gelassen und diese erst nach dem versuchten Diebstahl rausgeholt. Nach 1 1/2 Stunden war alles geklärt und er ist wieder zu der genehmigten Demonstration zurückgekehrt.

Folgenden Fakten beweisen, dass die komplette Berichterstattung bei Sfa nicht der Wahrheit entspricht und die Repressionen unverhältnismäßig waren:

Die Demonstration war deklariert und genehmigt. Der Bürgermeister wollte sie jedoch zuerst verbieten, hat aber am Vorabend der Demonstration seinen Beschluss geändert und sie doch genehmigt. CRAC Europe hatte aber inzwischen eine einstweilige Verfügung angeordnet und das Gericht hat das Rathaus zu 500€ Strafe verurteilt.

Das Ziel der friedlichen Demonstration am 8. Juni 2014 in Vic-Fezensac war Folgendes: Das Massaker der Stiere während der Stierkämpfe anzuprangern und eine demokratische Befragung der Bevölkerung zu fordern, um diese barbarische Praktik abzuschaffen.

Es gab viele Schikanen, zuerst durften die Demonstranten nicht zum Bus mit der Beschallungstechnik gelangen. Die Gendarmen haben sie blockiert, nicht im Beschluss des Bürgermeisters erwähnt war, aber laut Gesetz, muss dies auch nicht verboten und bedarf somit keiner Genehmigung.

Dann haben die Gendarmen die Zerstreuung der Demonstranten verlangt. Die Demonstranten haben sich dann alle auf den Boden gesetzt. Daraufhin folgten lange Gespräche zwischen dem Kolonel der Gendarmen und Jean-Pierre Garrigues, gut unterstützt von der Juristin Carole Saldain, Delegierte von CRAC für das Baskenland und Gründerin von Euskal Herria Bayonne Anticorrida. Der Kolonel erlaubt das Anzünden von Rauchkerzen und die Verwendung von Sirenen.

Auf einmal, und ohne offensichtlichen Grund, fingen die Gendarmen an, die ersten Reihen der sitzenden Demonstranten handgreiflich aufzulösen.
Der Kolonel kam plötzlich mit einem neuen Beschluss in der Hand, der die Verwendung von Rauchkerzen und Sirenen wegen Störung der Zuschauer des Stierkampfes, der gerade begonnen hat, verbietet.

Ein noch lebender Stier, mit sich noch bewegenden Füßen, wird aus der Arena geschleppt. Zwei neue Rauchkerzen wurden angezündet. Daraufhin hat der Kolonel gewartet… Er ordnete wieder die Zerstreuung der Demonstranten an. Die Gendarmen stürzen sich auf die Demonstranten und schlugen zu. Jean-Pierre Garrigues stellte sich daraufhin schützend vor die Aktivisten.

Demonstrationen sind grundlegende, urdemokratische Formen der kollektiven Meinungsäußerung, die grundrechtlich geschützt sind. Die Demonstration in Vic war genehmigt, es wurde weder gegen geltende Regeln verstoßen, noch waren die Aktivisten aggressiv, sondern sie mussten sich vor prügelnden Gendarmen und aufgebrachten Stierkampffans schützen.

Offensichtlich hat die Stierkampflobby so viel Angst vor dem endgültigen Niedergang der Tauromachie, dass sie weder vor Morddrohungen, noch vor Faktenverdrehung, noch vor Unterdrückung der Demokratie zurückschreckt. Wie verzweifelt muss man sein, um zu behaupten, dass “…die antitauromaquia (Anti-Stierkampf-Bewegung) auf den politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Ebenen in Frankreich wie in Spanien immer mehr an Terrain verliert.” Ganz im Gegenteil, Statistiken und Meinungsumfragen belegen, dass der Stierkampf mehr und mehr an Bedeutung verliert. Gegenteiliges zu behaupten ist schlichtweg gelogen, einige wenige gut besuchte Corridas gleichen den allgemeinen Rückgang der Besucherzahlen und schwindendes Interesse definitiv nicht aus. Da können noch so viele Eintrittskarten zu Schleuderpreisen abgegeben, oder geistig behinderte Menschen in Arenen gekarrt werden.

Unberechtigt ist die Kritik an “DEUTSCHLAND SAGT NEIN ZUM STIERKAMPF”, denn es gibt, gemessen an der Anzahl bekennender Stierkampfgegner, in Deutschland nur eine kleine elitäre Fangemeinde, die offensichtlich meint, der fragwürdigen Welt der Taurinos “dazugehören” zu müssen. Selbstverständlich ist die oben genannte Aussage korrekt, denn hier bei uns werden niemals Stierkämpfe stattfinden, alleine schon aus dem Grund, dass das deutsche Tierschutzgesetzt so etwas verbietet.

Fakt ist: Nicht nur der Stierkampf ist dem Untergang geweiht, auch hat mit dem besagten Beitrag bei STIERKAMPF FÜR ALLE, dieses Portal seine Glaubwürdigkeit endgültig verloren.

Anbei der bebilderte Bericht von CRAC Europe: Vic, répression démesurée d’une manif autorisée – Vic, Unverhältnismäßige Unterdrückung einer genehmigten Demonstration

Beiträge aus Amerika, mit  Fotos und Videos:

They Torture Animals in France

Hidden France: Festival of vomit and torture

Freitag, Juni 13th, 2014, 01:20 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | kommentieren | Trackback

7 Kommentare zu “Die Wahrheit über die Anti-Stierkampf-Demonstration in Vic-Fezensac – Das Lügengebäude fällt zusammen”

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  1. 1 19. Juni 2014, Anton W. schreibt:

    Jean-Pierre Garrigues bekommt Morddrohungen. Aber dem Ex-Torero André Viard hat man bereits ein Moletovcoktail auf aus sein Wohnhaus geworfen, was ja nun weitaus mehr als eine Morddrohung ist, oder? Aber das Problem, scheint hier so typisch franzoesisch zu sein. In Frankreich wird ja bei Domostrationen jeder hart weithaus mit haerteren Bandagen gekaempft als sonst irgendwo in Europa und um seine Meinung zu verteidigen oder durchzusetzen kennen agressives Vorgehen und Gewalt in diesem Land weitaus weniger Grenzen als anderswo. Aber fuer euch Tierschuetzer ist ja jedes Mittel recht, um eure Vorstellungen durchzusetzen, da spielen menschliche Opfer ja wohl auch keine Rolle. Aber was soll es, was ist schon ein Menschenleben im Vergleich zu einem Stierleben?

  2. 2 24. Juni 2014, André schreibt:

    Welch ein Wunder, dass der Kommentar von Herrn Anton W. nicht entfernt wurde, da er doch gar nicht in das Weltbild der Gutmenschen von SOS Galgos passt. Denn Antitaurinos sind gute Menschen und Aficionados schlechte Menschen. So ist es beispielsweise ja vollkommen gerechtfertigt, dass auf das Wohnhaus von André Viard ein Moletovcocktail geworfen wurde, da er ja ein ganz boeser Mensch ist und arme Stiere ermordet hat. Ich habe schon einaml gesagt, wer sich Stierkampf ansehen, der soll es tun, und wer dagegen ist, der soll es lassen. ABer ich kann nur lachen wenn ich “friedliche Stierkampfgegegner” lese, zumindest was Frankreich angeht. Deren agressiven Vorgehen dort, ist wohl alles andere als friedlich, und wenn sie denn selber durch ihre provokante und agressive Vorgehensweise selbst mal etwas abbekommen, da dann jammern sie gleich. Und auch das wurde hier schon einmal an anderer Stelle gesagt, beide Seiten, die Guten sowie die Schlechten, also Siterkampfgegner und Aficionados verdrehen gerne die Tatsachen so wie es ihnen in den Kram passt. Na ja, wer nichts anderes zu tun hat.

  3. 3 27. Juni 2014, dagmar steinhagen schreibt:

    … und WER nichts anderes zu tun hat,… DER SCHREIBT UNFUNDIERTE, SINNLOSE KOMMENTARE!

  4. 4 28. Juni 2014, André schreibt:

    Stimmt liebe Dagmar, wer teilweise nichts zu tun hat. Ich hbae etwas zu tun, und wenn es auch nicht viel ist. Ich gehe einer geregelten Arbeit nach, was man man von terroristischen Stierkampegnern nicht gerade behaupten kann. Ich arbeite und zwar nachts, aber das geht wahrscheinlich in das unterentwickelte Gehirn eines Koernerfressers nicht hinein und habe somit durchaus Zeit irgendwelche undifinierbaren Komentare zu schreiben

  5. 5 6. Juli 2014, dagmar steinhagen schreibt:

    … lieber ANDRÉ,…

    es freut uns, dass Du meinst, so sozial zu sein, vielleicht solltest Du aber noch ein wenig an deiner EMPATHIE arbeiten.

    liebe Grüße
    Dagmar

  6. 6 29. Juli 2014, Manfred Stemmeler schreibt:

    Ich lebe in Frankreich und zwar im Departement 40 ,hier gibt es jedes Wochenende Stierkämpfe und auch Demonstationen ,ich nehme auch gelegentlich daran teil. Die Gewalt liegt eindeutig bei den ‘Aficionados’ die Polizisten sind im allgemeinen auf der Seite der Demonstranten,das sind auch normale Menschen die Tiere lieben,wir diskutieren regelmässig mit den Ordnungshütern.Sie schützen die Anti-Corridas gegen die Übergriffe der Aficionados.Es ist in der Haupsache eine Bürgerbewegung gegen Stierkampf.
    Wir brauchen hier dringend Hilfe aus dem Ausland,eine Hilfe wäre, ein Boykott der Stierkampforte,Schreiben an das Bürgermeisteramt,dass man auf die Ferien in diesem Ort wegen des Stierkampf verzichtet und ähnliches.

    liebe Grüsse an alle Tierschützer

    Manfred

  7. 7 27. August 2014, Jose Luis schreibt:

    Manfred,

    das ist mal wieder solch ein typisch deutscher Weltverbesserer, der meint im Ausland sich in Dine einmischen zu muessen, die ihn nichts angehen. Wenn man im Departament 40 auf Stierkampft steht, dann ist es halt so. Na ja und wenn franz. Antitaurinos und Aficionados meinen aufeinander lsogehen zu muessen, dann sollen sich doch. Die Franzosen sind ja bekannt fuer ihre hohe Agressivitaet bei Demonstration

    In meiner Heimat im Ribatejo gibt es auch Stierkaempfe, und wir wuerden uns jede Einmischung von Auslaendern, die in meiner Provinz leben, verbitten. Wenn jemand meint im Ribatejo leben zu muessen, dann soll er es tun, und wenn er gegen Stierkampf ist, dann ist es seine Sache, niemand wird gezungen sich Corridas anzusehen. Und egal, wo auch immer, wenn der Stierkampf abgeschafft werden soll, dann muss es von den Einheimischen selber kommen, und kein deutscher Weltverbesserer hat sich als Retter von diesen armen Tieren aufzuspielen. Ja auch bei uns in Portugal gibt es Demonstrtionen gegen den Stierkampf, aber weder Aficionados gegen auf die Antitaurinos los, und auch nicht umgekehrt. Umgekehrt kam es in Lisboa vor, da haben Atnitaurinos versucht an der Kasse der Arena, Leuten die teuer bezahlten Eintrittskarten zu eintreissen, um sie somit an einem Stierkampfbesuch zu hindern, und das waren in erster Linie auch solche Weltverbesserer aus dem Ausland. Nun ist es halt so, dass fuer die genehmigten Demos ein gewisser Bereich abgesperrt und zugeteilt werden, wo dann die Antituarinos ihre Plakate ausrollen duerfen und mit Trillerpfeifen auf sich aufmerksam machen duerfen, aber sie werden zunehmend weniger, da sie kein Mensch wirklich beachtett.

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