10th Februar 2014

Perrera Olivenza – Tod einer Galga durch Hundefänger und einige Ungereimtheiten

Die Misshandlung von Tieren ist in ganz Spanien allgegenwärtig, so auch in Extremadura, der ärmsten Region der iberischen Halbinsel. Ein besonderes Bespiel der Ignoranz gegenüber fühlenden Lebewesen, ist die Geschichte einer streunenden Galga, die Ende vergangenen Jahres ein jähes und trauriges Ende fand, durch das erschreckende Einfang und Vernichtungs-System der Provinzverwaltung von Badajoz. Grund, für den Dachverband der Tierschützer Extremaduras, FEPAEX, mal wieder eine Anzeige bei der SEPRONA zu erstatten.

Eine streunende, überaus scheue Galga, wurde von einer jungen Frau schon seit Monaten angefüttert und dann von den städtischen Hundefängern eingefangen. Oft und besonders gerne werden von den Hundefängern Betäubungspfeile eingesetzt, ohne auch nur annähernd das eventuelle Gewicht des Tieres zu berücksichtigen. Ohne die Größe des Hundes zu beachten, werden immer große Pfeile verwendet. In diesem Fall, traf der Pfeil die Galga in den Bauchraum. Die gefangen Tiere werden daraufhin in die Perrera von Olivenza gebracht. Die Perrera Badajoz ist nur für die Tiere aus der Stadt Badajoz zuständig.

Noch am selben Tag kontaktierte die junge Frau, die sich schon so lange versucht hatte, die Galga einzufangen, die privat geführte und von der Provinzverwaltung Badajoz subventionierte Auffangstation Perrera Olivenza der Hunde-Vernichterin Manuela Pablo Díaz, um die eingefangene Galga dort rauszuholen und Adoptanten zu finden. Doch dieses Glück war der Galga leider nicht gegönnt. Sie kam vermutlich durch die durch den Betäubungspfeil verursachte Wunde, stark verletzt und blutend (laut Tierärztin der Perrera mit offenen Bauchraum – durch einen Betäubungspfeil?) dort an und starb kurz darauf in der Einrichtung.

Das Team von FEPAEX weiß nicht, ob Ana María Llorente Ferrera, die Tierärztin der Perrera Olivenza und Gefährtin und Mitarbeiterin von Manuel Pablo Díaz, in ihrer Arbeit der Vernichtung versucht hat, etwas für die Galga zu tun, oder ob sie ihr einfach nur beim Sterben zusah und die junge Frau die seit Monaten versucht hat, die Galga einzufangen, anrief, um ihr zu sagen, dass sie sich nicht die Mühe machen soll sich auf den Weg zu machen, es sich nicht mehr lohnt, da die Galga tot war. Der Bericht der jungen Frau, der in der Anzeige aufgenommen wurde, ist schockierend.

Der Dachverband der Tierschützer Extremaduras kämpft dafür, dieses System der Vernichtung von Hunden, deren einziger Fehler war, unverantwortlichen, herzlosen Menschen zu gehören, zu beenden. Ein System der Vernichtung, der uneingeschränkten Zucht, der Verantwortungslosigkeit und Vernachlässigung der Bedürfnisse der Tiere. FEPAEX kämpft für einen verantwortungsvollen, würdevollen und respektvollen Umgang mit Tieren und somit für eine positive Veränderung der Gesellschaft. Die Tierschützer schätzen den Mut der jungen Frau, diesen Fall der Misshandlung durch die Verwaltung von Badajoz, vor Gericht zu bringen und Gerechtigkeit zu fordern. Nicht viele Menschen haben diesen Wut und wahre Tierliebe.

Siehe auch: Petition: Schließung der Perrera Olivenza in Badajoz

Allgemein, Extremadura | 0 Kommentare

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SOS Galgos - 2014 Februar 10

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