30th September 2014

Erhangen und von Blei durchsiebt

Diese Jagdhündin wurde von Tierfreunden aufgehangen an einem Baum gefunden, von Blei durchsiebt. Alle Versuche Katy zu retten sind leider fehlgeschlagen, sie ist heute morgen an Folge ihrer schwereren Verletzungen und Unterernährung gestorben. Die kaum zwei Jahre alte Hündin war mit Mikrochip gekennzeichnet, als Katy registriert und der Besitzer konnte ermittelt werden.

Sowohl der Tierschutzverein Protectora de Jaca (APAP Pirineos) als auch die spanische Tierschutzpartei PACMA haben Anzeige gegen den Besitzer erstattet, obwohl wenig Gerechtigkeit für die Tiere in Spanien erwartet werden kann. Die Opfer der Jagd sind Tausende, Katy ist nur eines von vielen Opfern.

Vorsicht, grausame Bilder:

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30th September 2014

Stierkampf “Mord oder Kultur”

Die einen fordern die sofortige Abschaffung dieser barbarischen Tierquälerei, die anderen wollen den Stierkampf zum Weltkulturerbe erklären. Stierkampf in Spanien, archaisches Töten oder tradiertes Kulturgut, eine Anregung zum Denken von Axel Hilger.

Copyright Axel Hilger

Man kann es kaum glauben, aber das Leben solch beeindruckender Lebewesen beginnt in Andalusien oder der Extremadura unter sehr guten Bedingungen. Wo man im übrigen Europa Tiere in einem Stall auf Metallrosten mästet, um sie möglichst schnell zu Lebensmitteln verarbeiten zu können, genießt der Toro Bravo vor seinem dramatischen Ende ein durchaus angenehmes Leben. Auch züchtet man dort nicht irgendeine Rinderart, sondern eine ganz bestimmte uralte Rasse. Ihr Name ist Urus und man kann sie als „die Mutter“ aller Stierkampf-Bullen bezeichnen. So ein Bild von einem Bullen, bringt nicht selten 500-700 Kg auf die Waage. Schnell wird klar, warum dieses Geschöpf schon im alten Ägypten als Fruchtbarkeits-Symbol verehrt wurde. Viele Kulturen bezogen diese Wesen in rituelle Handlungen ein und selbst dem christlichen Abendland ist es nicht fremd. Seine signifikantesten Eigenschaften sind Kraft und Mut. Dieses Tier ist quasi nicht zur Aufgabe fähig, ergo ideal für den unfairen, aber publikumswirksamen Stierkampf geeignet.

Der wahrscheinlich bekannteste Torero war Joaquin Rodriguez, welcher 1729 in Sevilla geboren wurde. Zu seiner Zeit war der Stierkampf noch ein wildes Durcheinander ohne Regeln. Eigentlich konnte jeder am Spektakel teilnehmen, egal ob Edler oder Bauer. Man kämpfte mit einer Lanze bewehrt vom Pferde aus, solange man selber oder der Stier eben durchhielt. Rodriguez nun revolutionierte die Tötung des Tieres. Er ging von vorne auf den Stier zu, „volpair“ genannt. Es folgten weitere Regeln, womit langsam ein klar vorgeschriebener Ablauf des Kampfes sich zu etablieren begann.

Seit 1830 gab es ordentliche Schulen zur Ausbildung der Kämpfer und auch heute noch muss sich der Torero einer vierjährigen Ausbildung unterziehen, bevor er in die Arena darf. Um 1870 wurde in Madrid jeden Sonntag ein Stierkampfspektakel zelebriert, wobei 8-10 Stiere und meist doppelt so viele Pferde ihr Leben verloren. In allen Teilen Spaniens wurden diese Kämpfe veranstaltet. Als tradiertes kulturelles Erbe deklariert, wurden sie tatsächlich als Normalität empfunden.

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Heute finden in der „Saison“ (April bis September) in verschiedenen Städten nur noch einmal monatlich solche degoutanten Veranstaltungen statt. Viele möchten diese gefühllosen „Events“ gerne als Kunst, sozusagen eine Mischung aus Tanz und Eleganz, Ästhetik und Athletik sehen. Dies wohl der Grund, weshalb die Arenen in Andalusien immer noch bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. Wir halten diese Sichtweise für nicht akzeptabel, sie lässt jede Achtung vor der Kreatur vermissen! Tiere zur notwendigen Ernährung zu töten ist fragwürdig genug, weil nicht immer notwendig. Sie aus Sensationslust und Spaß umzubringen ist einfach nur abscheulich!

Aber da der Mensch gelegentlich zur positiven Entwicklung neigt, tut sich auch hier etwas. Die heranwachsende junge Bevölkerung will oft nicht mehr tradiert und beschränkt denken. Diesem Prozess des Umdenkens sollte es geschuldet sei, dass sich eine neue Art des Stierkampfes durchzusetzen scheint. Unblutige Schaukämpfe für die Touristen ohne Spieße (Banderillas). Quasi ein wenig Flamenco und Show in der Arena. Man darf nun selbst entscheiden, wen man erbärmlicher findet, die Urlauber die diesen Unsinn konsumieren, oder die Veranstalter die ihn anbieten. Was war da wohl eher da, Ei oder Henne?

Dies also die „light“-Version des Stierkampfes. Aber es gibt natürlich, wie oben schon erwähnt, auch noch den „echten“ Kampf. Dort werden dann die Spieße in den Nacken gestochen, wodurch das Tier den Kopf nicht mehr heben kann. Irgendwann kommt dann auch der finale Degenstoß, welcher den Stier nicht immer in`s Herz trifft, sondern oft die Lunge und andere Organe verletzt, worauf das Geschöpf qualvoll sterben muss.#

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Viele, die sich gegen ein gesetzliches Verbot sträuben, argumentieren immer wieder mit der angeblich künstlerischen Seite dieser Tragödie. Auch wenn wir dies für außerordentlich aberwitzig halten, muss sich jeder selber fragen, welch ganz konkreten Anteil er an diesem Leid der Tiere hat. Angebot und Nachfrage bestimmen viel im menschlichen Sein. Natürlich hängen viele Arbeitsplätze und auch pures Geld an diesen unwürdigen Veranstaltungen, aber ohne die geifernde Menge, die Blut sehen will, würde der kulturell-künstlerische Aspekt schnell an Bedeutung verlieren.

Es gibt wenig bis keine allgemein gültigen Werte. Ein Kannibale hat Schwierigkeiten, den Verzehr von Menschenfleisch als unmoralisch anzusehen. In einigen Kulturen werden kleine Mädchen, unverständlicher Weise, an Greise verheiratet und auch die Freude am Selbstmord der Dschihad-Kämpfer ist für den gesunden Mitteleuropäer nur schwer bis gar nicht zu verstehen. Ergo muss der Entschluss den Stierkampf zu verbieten, in Spanien selbst und Ländern mit gleicher Vorliebe reifen. So wie beispielsweise auch Demokratie nicht einfach exportiert werden kann (siehe die USA im Irak oder Afghanistan), so können auch scheinbar uralte Traditionen nicht durch Belehrungen von außen plötzlich verschwinden. Bevor wir dies noch vertiefen wollen, erst einmal der genaue Ablauf so eines Kampfes:

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Teil 1: Es ist eine riesige Show mit bunten Farben und Live-Musik. Traditionell betreten als erste zwei Reiter mit ihren Tieren die Arena. Ihnen folgen drei Toreros und die Picadores, welche wie Pop-Stars bejubelt werden. Nun wird ihnen der Schlüssel zum Tor überreicht. Dies ein dunkler Raum, in welchem die armen Geschöpfe auf ihr grausames Schicksal warten. Die „Kämpfer“ sammeln sich derweil hinter den Barrieren und üben sich im Wedeln des bunten Tuches (Capas). Nach dem Öffnen des Tores, stürmt der Stier in die Arena. Als nächstes kommen auch schon die farbigen Spieße (Banderillas) zum Einsatz. In geübt-theatralischer Pose, rammt der Torero sie in den Nacken und Rücken des Tieres. Aber jene sollen den Bullen noch nicht töten, sie sollen ihn nur schwächen.
In der Arena befinden sich weiße Kreide-Kreise, welche die Distanz zwischen Stier und Torero anzeigen. Der Zweibeiner beginnt den Gegner mit einem roten Tuch zu reizen, einfach um seine Reaktionen zu testen und ihn so besser abschätzen zu können. Die Distanz der Protagonisten darf nicht zu groß werden, je näher – umso mutiger.

Teil 2: Die Stimmung scheint auf ihrem Höhepunkt. Es herrscht eine Atmosphäre wie in einer Gladiatoren-Arena. Mensch und Tier kommen sich immer näher, der Torero lässt den Stier immer wieder links und rechts an sich vorbeistürmen. Bei 40 Grad im Schatten, spannt sich jeder Muskel dieses kraftvollen Tieres. Ein Maximum an Adrenalin durchströmt die Adern der ungleichen Kämpfer. Der Mob johlt und jubelt – das Tier macht aus Angst unter sich.

Teil 3: Er beginnt mit Todesstille. Auch der Letzte im Publikum verstummt, wenn der in prächtige Farben gekleidete Matador die Arena mit seinem Todes-Degen betritt. Dieser finale Abschnitt dauert ca. 8 Minuten. Durch jahrelange Ausbildung geschult, will der Matador dem Publikum seine totale Überlegenheit beweisen. Der Stier ist eigentlich schon entkräftet wenn er den Degen-Stoß erleidet, wie schon erwähnt, nicht immer direkt in`s Herz. Am Ende kommt ein zweiter Torero und schneidet dem Tier die Ohren ab. War es ein vermeintlich besonders gelungener Kampf, auch noch den Schwanz. Die Masse schreit nur herzlos „ole,ole, winkt mit weißen Tüchern dem Torero zu und scheint uns wie im Rausch.

Der Stier, dem noch die Spieße aus dem Rücken geschnitten werden, wird mit einem Maultier-Gespann aus der Arena geschleift. Es geht nun direkt in die Fleischfabrik. So können seine Reste am Abend im Restaurant genossen werden. Bei größeren Feierlichkeiten ist der Verzehr sogar umsonst. Dieses widerliche Spektakel dauert ca. 20 Minuten und wiederholt sich durchschnittlich 3 Mal am Tag.

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Das wohl bekannteste Stierkampf-Event, ist sicher San Fermin in Pamplona. Jedes Jahr im Juli werden 7 Tage und Nächte der Tierquälerei gewidmet. Seit 1519 gibt es den Bull-Run (spanisch El Encierro). Regelmäßig stoßen Tausende von Touristen zu dieser unschönen, aber trotzdem einmaligen Veranstaltung. Ernest Hemingway, ein von uns im Prinzip sehr geschätzter Autor, war ein großer Befürworter und begeisterter Anhänger dieser stumpfsinnigen Rohheiten. Seinen literarischen Durchbruch hatte er mit dem Roman „La Fiesta“ von 1925, welcher sich in passionierter Art mit jener Thematik beschäftigt. Auch wenn wir hier die Meinung des Autors nicht teilen können – sein erzählerisches Genie schlägt natürlich auch bei diesem Werke zu. Ja, trotz Ekel sind wir fasziniert und beim Gehen durch die Straßen von Pamplona, meint man den einen oder anderen graubärtigen Ernest zu erblicken.

Und die „Party“ macht ja auch was her. In strahlendes Weiß gehüllte Menschen mit roten Halstüchern – vom Taxifahrer bis zum Kellner. Nach der Eröffnung durch den Bürgermeister, beginnt bei sengender Hitze das Spektakel. Durch abgesperrte Straßen, treiben offensichtlich lebensmüde Menschen die Stiere in Richtung Kampfarena. Nach einigen familientauglichen Schein- Gefechten, wird auch dort gnadenlos gemordet. Die Perversion des abendlichen Verspeisens der sinnlos getöteten Tiere auch hier. Auch hier jedoch erstarkt der Widerstand.

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Summarisch betrachtet, darf die Frage nicht lauten OB der Stierkampf eine unerträgliche Grausamkeit ist, sondern wie lange sie noch andauert. Der Stier ist in Spanien ein National-Symbol. Nicht erst seit der außerordentlich erfolgreichen Werbekampagne der Firma Osborne (welche ganz hervorragenden Brandy herstellt!) aus dem Jahre 1956. Aber es entbehrt schon jeglicher Logik, dass nationale Symbol permanent abzuschlachten. Es ist uns nicht bekannt, dass Amerikaner ständig Seeadler schießen oder der Papst die Bärenjagd zelebriert würde.

Gandhi sagte:“Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anrecht auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit“. Nun wirkt so ein 700 Kilo-Stier nicht vordergründig hilflos – unseren Schutz in wirren Stierkampfnationen benötigt er aber ganz sicher.

AXEL HILGER


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30th September 2014

Stierkampf, Korruption und die Europäischen Union – Miguel Arias Cañete

 

In der kommenden Woche müssen die 27 neuen EU-Kommissare müssen sich den jeweils 45 Fragen des Europaparlaments stellen. Einige der Kandidaten sind besonders zweispältig. Problematisch ist, dass nicht einzelne Kandidaten, abgelehnt werden können, sondern nur die Kommission als Ganzes. Ist die Annahme eines Kanditaten jedoch gefährdet, stimmt ein Fachausschuss über diesen Kanditaten ab. Fällt er durch, beraten die Fraktionen.

Ein für die Anti-Stierkampf-Bewegung nicht tragbares Kommissionsmitglied ist Miguel Arias Cañete, Mitglied der spanischen Volkspartei Partido Popular (PP), vorgesehener Kommissar für Klimapolitik und Energie.  Alleine die Tatsache, dass sich Cañete für Fracking ausgesprochen hat und bis vor kurzem Miteigentümer der Ölfirmen Ducar und Petrologis war, lässt an seiner Eignung für diesen Posten argzweifeln. Die hiesigen Medien haben über den Umstrittenen Kandidaten berichtet, in Spanien wirft man ihm öffentlich Korrruption und Vetternwirtschaft vor, doch ein Thema hat man hier leider vollkommen unter den Tisch fallen lassen – seine Verbindungen zur Stierkampflobby!

Arias Cañete ist mit Micaela Domecq y Solís-Beaumont verheiratet, Tochter von Juan Pedro Domecq Díez und Matilde de Solís-Beaumont y Atienza (Tochter der Marquise de Valencina). Seine Frau ist Miteigentümerin der ganadería de Jandilla (Kampfstierzucht). Die Familie des spanischen Exministers erreichte während seiner Amtszeit, dass sie für ihre Stierkampfzuchten 1 800 000 € an Subventionen von der EU erhielt. Ein weiterer Skandal des Stierkampf – Subventionswahns der EU!

Siehe auch:

The many business dealings of Commissioner-designate Miguel Arias Cañete

Cañete’s conflicts of interests continue to concern

Arias Cañete, Comisario europeo de Corrupción: todas las pruebas

Liste der Europaabgeordneten für Protestmails: Europäisches Parlament / Abgeordnete

 

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28th September 2014

Die Jagd mit Galgos – Der Kreislauf des Todes beginnt

Im Oktober beginnt die Jagdsaison mit Galgos, noch immer befindet sich der Ausschuss der letzten Jagdsaison in den überfüllten Tierheimen. Bald werden sich die Perreras nach und nach wieder mit Galgos füllen, der Kreislauf des Todes beginnt. In allen Teilen Spaniens mit denen traditionell mit Galgos gejagt wird, beginnt nun wieder das unermessliche Leiden Abertausender von Galgos.

Video vom Tierheim Scooby: www.scoobymedina.org

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28th September 2014

Beccerada en Algemesi – schlimmer als der Toro de la Vega

Der Kälbermord in Algemesi (Valencia) erhitzt zur Zeit die Gemüter. Der Bürgermeister fühlt sich von der Protestflut angegriffen, ihm gefällt es nicht wenn Ort mit Tordesillas, wo gerade erst Elegido den Lanzentod starb, verglichen wird. Nein, es ist noch schlimmer! In todesillas hetzen eine Horde Männer einen erwachsenen Stier, verletzen ihn mit einer Lanze und töten ihn schließlich mit einem Dolchstoß.

In Algemesi sind es ungehemmte, oft betrunke Jugendliche, die ohne Skrupel oder Mitleid, kleine, junge, unschuldige und wehrlose Tiere unter dem Applaus ihrer Mitbürger abstechen. Ein Akt extremer Feigheit, mit dem abgedroschenen Argument, die Tauromachie zu verteidigen. Die blutrünstigen becerradas finden ungestraft unter der Schirmherrschaft und der Genehmigung des Stadtrates statt.

 

Die zahlreichen, friedlichen Demonstranten die sich an den Ort des Schreckens gewagt hatten, wurden vom Mob nicht nur beschimpft, sondern auch angegriffen, es flogen Flaschen, Eis, Gläser und auch Steine. Drei Demonstranten wurden verletzt – und anschließend verhaftet! Presse wurde mit Spray attackiert und des Ortes verwiesen, man wollte – konnte aber trotzdem nicht verhindern – dass folgende Bilder an die Öffentlichkeit gelangten.

 

 

TV Beitrag: telecinco.es
Siehe auch: Made in Spain: Beccerada – Kälbermord
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26th September 2014

EIL-APPELL : DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT SOLL DIE FINANZIERUNG DER STIERKÄMPFE BEENDEN

Helfen Sie Bas Eickhout und dem ENVI-Ausschuss, die Finanzierung der Stierkämpfe durch die GAP-Direktzahlungen an Stierzüchter zu beenden!

Stoppt die europäischen Stierkampfsubventionen!

Stop EU-subsidies on bullfighting!

Am 4. September 2014 haben die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) für eine Gesetzesänderung zur Beendigung der Verwendung europäischer Gelder zur Unterstützung der Kampfstierzucht mit 29 gegen 11 Stimmen abgestimmt. Diese Gesetzesänderung 6334 wurde vom niederländischen MEP Bas Eickhout (Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz) vorgeschlagen. Das ist eine sehr gute Nachricht ! Aber das ist erst der Anfang: Nächste Woche wird der Haushaltsausschuss über diese Gesetzesänderung abstimmen.

GESETZESÄNDERUNG 6334
UNTERSTÜTZER-MITTEILUNG
CRAC EUROPE

Am 4. September 2014 haben die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) für eine Gesetzesänderung zur Beendigung der Verwendung europäischer Gelder zur Unterstützung der Kampfstierzucht mit 29 gegen 11 Stimmen abgestimmt. Diese Gesetzesänderung 6334 wurde vom niederländischen MEP Bas Eickhout (Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz) vorgeschlagen.

Die Begründung für das Ende der Subventionierung lautet: „Die Europäische Richtlinie über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere (Richtlinie 98/58/EC) (Directiva 98/58/CE del Consejo de 20 de julio de 1998 relativa a la protección de los animales en las explotaciones ganaderas) gibt an, dass diese Tiere keine Schmerzen, Verletzungen, Ängste oder Nöte erleiden dürfen. Im Falle der für tödliche Stierkämpfe verwendeten Stiere werden diese Bedingungen eindeutig missachtet. Deshalb sollten für diese Stiere keine GAP-Direktzahlungen gewährt werden. Die Kommission soll vermelden, welche Maßnahmen sie als Hüterin der Verträge getroffen hat, um diese Richtlinie zu erfüllen.“

Die meisten Franzosen und Spanier (70 bis 75%) sowie die meisten Portugiesen lehnen den Stierkampf, sowie andere Formen der Stiermisshandlung wie den „Toro de la Vega“ ab. Diese Subventionen werden nicht nur gegen den Willen des französischen, spanischen und portugiesischen Volkes gewährt, sondern auch gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der Europäer, für die der Stierkampf eine verabscheuenswerte Sitte ist.

Zweck des EGFL Fonds ist, die Einkommen der Landwirte aufzustocken. Die Landwirte müssen im Gegenzug ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen (ist die Zucht von Stieren für Stierkämpfe wirklich eine landwirtschaftliche Tätigkeit?) und müssen bestimmte Standards hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz, Landschaftspflege sowie nicht zuletzt das Wohlergehen der Tiere aufrechterhalten. Wohlergehen der Tiere und Stierkampf schließen sich aber gegenseitig aus.

Diese Subventionen rufen fundamentale ethische Fragen auf: ist es ethisch vertretbar, dass die Europäer mit 130 Millionen Euro ein Spektakel finanziell unterstützen, das nicht nur in ihrem eigenen Land, sondern in ganz Europa illegal ist – außer in Südfrankreich, Spanien (außer Katalonien) und Portugal? Ist es ethisch verfechtbar, dass die Europäische Union Tierfolter finanziert? Leisten Stierkämpfe einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft?
Wir sind vom Gegenteil überzeugt: Stierkämpfe schwächen sie.

Der CRAC Europe stimmt der von Bas Eickhout vorgeschlagenen Gesetzesänderung vollumfänglich zu. Wir rufen alle MEPs auf, für die Gesetzesänderung 6334 abzustimmen. Sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments, bitte beenden Sie die finanzielle Unterstützung der Stierkämpfe, ein Spektakel das weder mit den Werten Europas noch mit der führenden Rolle, die die Europäische Union in der Entwicklung des Tierschutzes und der Tierrechte in der Welt übernommen hat, vereinbar ist!

Jean-Pierre Garrigues
President CRAC Europe

Bitte unterstützen auch Sie diese Gesetzesänderung!

Nachfolgend listen wir Ihnen die Möglichkeiten auf, wie Sie diese Gesetzesänderung unterstützen können :

Auf Facebook: Nehmen Sie bitte an der von Bas Eckhout erstellten Veranstaltung teil: https://www.facebook.com/events/1469737813299275/

Oder (für diejenigen, die kein FB-Konto haben):

Per Email: Senden Sie bitte eine Email (auch ohne Text) an : supportamendment6334@anticorrida.com

Das Europäische Parlament soll die finanzielle Unterstützung der Stierkämpfe beenden. Dieses Spektakel ist weder mit den Werten Europas noch mit der führenden Rolle, die die Europäische Union in der Entwicklung des Tierschutzes und der Tierrechte in der Welt übernommen hat, vereinbar!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Marika Hess-Marcuzzi

Delegierte CRAC Europe für Deutschland
Koordination der Aktion „Stoppt die europäischen Stierkampfsubventionen !“ beim europäischen Parlament
CRAC-Deutschland@anticorrida.com

www.anticorrida.com

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22nd September 2014

Made in Spain: Beccerrada – Kälbermord

 

Gerade erst mussten wir die Ermordung von ELEGIDO, dem Toro de la Vega 2014 ertragen, nun beginnt der Kälbermord in Algemesí (Valencia) und anderen teilen Spaniens. Bei den sogenannten “becceradas”, die auch in anderen Teilen Spaniens “zelebriert” werden, versuchen Jugendliche sich als Toreros zu beweisen, indem sie junge Stiere und Kühe unter dem Beifall eines sadistischen Publikums zu Tode foltern. Kälber,Tierkinder, die in der Regel höchstens zwei Jahre alt sind, denen die Angst förmlich im Gesicht geschrieben steht, werde von oftmals betrunkenen Jugendlichen vor einem grölenden Publikum niedergemetzelt.

Folgendes Video wurde letztes Jahr aufgenommen. Das Kalb erleidet einen langsamen, schmerzhaften Tod. Nach vier Dolchstößen ins Genick ist es immer noch nicht tot und wird aus der Arena gezogen.

Spanien, das Land der unbegrenztent Möglichkeiten bei denen den Perversitäten keine Grenzen gesetzt sind und die Tierquälerei sogar vom Staat als förderungswürdiges und zu schützendes Kulturgut anerkannt ist. Tortur, unter dem Deckmantel der Kultur.

Wann hört dieses sinnlose Morden endlich auf? Kunst? Kultur? Erhaltenswertes Kulturgut?

Wie kann so etwas in einem Land der Europäischen Union möglich sein? Zudem noch finanziert mit EU Subventionen?

Siehe auch:

Becerrada – Töten ist nicht leicht
Kälbermord im Baskenland, Tradition der Grausamkeit
Kälbermord
“Beccerada”, grausamer Kälbermord in El Escorial
Becerradas – Demonstration gegen Kälbermord in Algemesí
Becerradas – Kälbermord in Algemesí

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16th September 2014

Toro de la Vega 2014 – Elegido starb den Lanzentod

R.I.P. ELEGIDO 16.09.2014

 

Elegido, der Toro de la Vega 2014, ist tot. Ermordet von einer geistig im Mittelalter verbliebenen Horde blutrünstiger, mit Lanzen bewaffneter Männer, die der Meinung sind, an einem grausamen, archaischen Ritual vergangener Zeiten festhalten zu müssen.

Weder die Demonstration am vergangenen Samstag in Madrid, an der 45 000 Menschen teilgenommen haben, weder weise Worte von Gelehrten, Klagen von Rechtsanwälten noch jahrelange Kampagnen und zahlreiche Petitionen, oder die ca. 300 mutigen Aktivisten aus ganz Spanien, die sich heute in die Hölle begeben haben um sich dem Mob entgegen zu stellen, konnten das Blutbad verhindern.

R.I.P. Elegido.

 

 

Tordesillas zelebrierte heute Morgen den Toro de la Vega, wie jedes Jahr um diese Zeit, Befürworter und Gegner standen sich im Kampf gegenüber. Das Spektakel, zu dem sich ca. 40 000 Fans nach Tordesillas – Valladolid begaben, begann mit halbstündiger Verspätung um 11.30 Uhr. Dies ist den Aktivisten zu verdanken, die mit aller Kraft das schier Unmögliche versucht haben, den Tod des friedlichen Wiederkäuers mittels Menschenketten und Sitzblockade zu verhindern. 121 Beamte sorgten für den “reibungslosen” Ablauf des umstrittenen Turniers. Die Demonstranten skandalierten lautstark “La tortura no es cultura!” (Folter ist keine Kultur), es flogen Steine aus der Front der Gegner, einige Aktivsten wurden getroffen, eine Frau befindet sich im Krankenhaus, vier Männer des Turniers nahm der Stier auf die Hörner, ohne jedoch lebensgefährliche Verletzungen davonzutragen. Nachdem der Stier über die Brücke des Duero bis auf die Flussaue gehetzt wurde, verletzte man ihm mit vier Lanzenstichen schwer und tötete ihn per Dolchstoß.

 

 

Elegido war ein friedlicher Stier, wie mir einer der Augenzeugen berichtete. “Heute war ich machtlos, nur wenige Meter von Elegido entfernt, ab der Mitte der Flussaue, bis zu dem Ort wo sie ihn ermordeten. Ein sanfter Stier, der weder angreifen noch rennen wollte, verschreckt, mit einem um Hilfe bittenden Blick den ich niemals vergessen werde. Sie stachen auf ihn ein, einmal, ein weiteres mal. Immer wieder versuchte er aufzustehen und er brach jedes mal wieder zusammen. Ohne zu verstehen, warum sie auf ihn wütend waren, mit seinem Blick um Hilfe und Gnade bittend. Ich werde niemals verstehen wie jemand sich daran vergnügt und stolz darauf ist so etwas zu tun. Ich wünschte, einige meiner Freunde, die diese barbarische Tradition verteidigen, mir dies zu erklären versuchen. Alles was ich weiß ist, dass ich nicht ruhen werde, bis diese und andere Bräuche verschwunden sind. Auf dem Foto, das letzte Blut von Elegido.” Alessandro Zara Ferrante Aktivist bei LTNEC und Igualdad Animal.

 

 

Der Sieger des Turniers ist Álvaro Martín ‘Portu’. Stolz präsentierte er den abgeschnittenen Schwanz von Elegido auf seiner Lanze und lässt sich auf den Schultern getragen als Held feiern.  Schon die Kinder in Tordesillas werden darauf trainiert, dass dieses Spektakel eine heldenhafte und erhaltenswerte Tradition ist, eine öffentliche Schule hat diesbezüglich sogar ein Video veröffentlicht, ungeachtet der Empfehlungen der UNO, Kinder von der Grausamkeit des Stierkampf fernzuhalten.
Die Befürworter haben Angst, sie haben erkannt, dass der Protest immer größere Ausmaße erreicht und geben dies auch offen zu. Marta Esteban, die Präsidentin der Plattform La Tortura No Es Cultura kam mit einigen der Traditionalisten ins Gespräch und zeigt sich optimistisch: “Die Leute von Tordesillas selbst haben mir erzählt, dass die Anti-Stierkampf-Bewegung ihre Feste ruiniert. Und dies werden wir tun!”

 

 

ELEGIDO wurde ermordet, wir aber werden nicht aufgeben, bis diese grausame Tradition und der Stierkampf im allgemeinen in die Geschichtsbücher verbannt ist. – R.I.P. Elegido, wir haben gehofft, gebangt, mit dir gelitten und heute doch verloren. Wir trauern um dich, aber wir werden weiter kämpfen. Jetzt erst recht!

Mord an Elegido – Toro de la Vega 2014

Fotos PACMA – Der Fotograf wurde bedroht, man hat versucht ihm seine Kamera zu entreißen, zum Glück ist ihm trotzdem gelungen dieses und weitere Fotos aufzunehmen. Eine 40 Zentimeter lange Klinge steckt in den Eingeweiden von Elegido!

Asesinato de Elegido, Toro de la Vega 2014

Fotostrecke Javier Coltrane: Fotografía en LUCHA

Fotostrecke El Pais: El Toro de la Vega

 

 

 

Ausführlicher TV Beitrag:

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Video – Konfrontation zwischen Gegnern und Befürwortern: Enfrentamientos entre partidarios y detractores del Toro de la Vega

Alle bisherigen Veröffentlichungen: TORO DE LA VEGA

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13th September 2014

45 000 Demonstranten protestierten in Madrid für die Abschaffung des Toro de la Vega – Der Countdown läuft


45 000 Menschen folgtem am Samstag dem Aufruf der spanischen Tierschutzpartei PACMA um für die Abschaffung des Toro de la Vega zu protestieren. Seit nunmehr 10 Jahren kämpft PACMA, mit der Unterstützung von Tierschützern aus aller Welt, gegen diese grausame Stierhatz, die seit dem tiefsten Mittelalter alljährlich in Tordesillas stattfindet. Dies war die größte Demonstration für die Verteidigung der Tierrechte die jemals in Spanien abgehalten wurde.

Bevor der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, wurde der Akt “Rompe una lanza” von 100 Teilnehmern durchgeführt, um 17.30 Uhr startete der Marsch am Plaza de Colon, führte  am Sitz der PSOE vorbei, die genauso wie die PP hinter dem Spektakel steht und endete am Plaza de España, wo ein Manifest verlesen wurde. Auch andere tierfreundliche Parteien und zahlreiche Prominente nahmen an der Demonstration teil.

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Erst am vergangenen Mittwoch hat eine Delegation von PACMA der Präsidentin des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments, Cecilia Wikström, eine Petition mit  70.000 Unterschriften übergeben. Unterstützend vertreten waren Stefan Eck für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz und Anja Hazekamp für die niederländische Tierschutzpartei Partij voor de Dieren. Eine weitere, über AVAAZ gesammelte Petition, hat schon fast 300 000 Unterschriften gesammelt und wird kommende Woche eingereicht.

Anonymous am Freitag die offizielle Webseite des Toro de la Vega gehackt und eine unmissverständliche Botschaft an die Lanzenreiter und für das Spektakel verantwortlichen Politiker hinterlassen – TOD UND FOLTER IST KEINE KULTUR.

Heute beginnt der Countdown. Nur noch 3 Tage bis am kommenden Dienstag den 16. September die wohl grausamste Stierhatz Spaniens stattfindet. Der Name ELEGIDO wird der Meilenstein in der Geschichte des Kampfes für den Tierschutz in Spanien sein, der auch ein deutliches Zeichen gegen den Stierkampf setzt. Entweder der letzte Stier der in Tordesillas zu Tode gefoltert wird, oder der erste Stier, der gerettet wird.

Fotos von PACMA: Manifestación contra el Toro de la Vega 2014

Alle bisherigen Veröffentlichungen: TORO DE LA VEGA

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12th September 2014

Anti-Stierkampf-Demonstration in Bayonne, Südfrankreich

Bayonnes Stierkampfanhänger leiden unter Realitätsverleugnung trotz wirtschaftlichen Zusammenbruchs der Corridaspektakel

 

Am 9. August 2014 fand in Bayonne eine grosse Premiere in der Geschichte der französischen Anti-Corridabewegung statt: Die Corrida-Stadtverwaltung der ältesten Stierkampfstadt Frankreichs hat eine Delegation des CRAC Europe (Comité Radicalement Anti Corrida) als Vorspiel zu der am gleichen Tag stattfindenden Demonstration empfangen. Anwesend waren einerseits Jean-René Etchegaray, Bürgermeister von Bayonne, sein Kabinettsdirektor, sein Kultur- sowie sein Finanzbeauftragter, andererseits drei Repräsentanten des CRAC Europe für Kinderschutz, Jean-Pierre Garrigues, Vorsitzender, Roger Lahana, stellvertretender Vorsitzender, und Carole Saldain, Delegierte für die atlantischen Pyrenäen und Gründerin des baskischen Anti-Corrida Vereins Euskal Herria Bayonne Anti Corrida.

 

Ziel der Versammlung war für die Stierkampfgegner die Stellungnahme zu drei Themen:

  • Forderung eines Referendums zur Beibehaltung oder Abschaffung der Corrida in Bayonne
  • Abschaffung des freien Eintritts für Kinder
  • Abschaffung der Corridafinanzierung durch öffentliche Gelder.

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

  • Der Bürgermeister hat in keiner Weise die Absicht ein Referendum zu organisieren, wobei er zugibt, dass als Resultat einer vor ca. zwanzig Jahren organisierten Umfrage gerade einmal 19 Prozent für die Befürworter zusammen kamen.
  • Was den freien Eintritt für Kinder betrifft, so gab Jean-René Etchegaray bekannt, dass er im Gegenteil die Absicht hat, Kindern von 0 bis 15 Jahren freien Eintritt zu gewähren. Ganz offensichtlich veranlasst das zunehmende Alter des Corridapublikums den Bürgermeister zu einer möglichst großen Anwerbung unter den Kindern und Jugendlichen.
  • Schließlich gab der Finanzbeauftragte an: Die Corridas in Bayonne werden von der Stadtverwaltung in direkter Regie organisiert, d.h. mit dem Budget der Stadt; es gab im Jahre 2011 ein Defizit von 400.000 Euro; seit 2013 sind die Finanzen jedoch wieder im Gleichgewicht; die Finanzangaben der Vorjahre sind „Lügen der Medien“. Für den Zeitraum von 2006 bis 2012 gibt der französische Rechnungshof jedoch ein Gesamtdefizit von 800.000 Euro an, und dies zu Lasten aller Steuerzahler Bayonnes. Man kann sich übrigens fragen, wie es möglich ist, einen so schweren Finanzverlust so schnell auszugleichen. Es sind wohl Zuschüsse gewährt worden…

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Bürgermeister und seine Beigeordneten alles versucht haben, um die verzweifelte Finanzlage der Corridas zu minimieren bzw. zu leugnen und deshalb versuchen, unter den Minderjährigen eine möglichst große Zuschauerzahl anzuwerben. Die infolge der Grausamkeit des Spektakels bei den Jugendlichen entstehenden psychischen Schäden spielen dabei ganz offensichtlich keine Rolle und werden ebenfalls geleugnet.

 

Um 14 Uhr startete schließlich vom Rathausplatz die Demonstration, an der sich mehrere hundert Personen beteiligten. Zu unserer großen Freude nahm auch Frau Dagmar Oest, die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg von „Menschen für Tierrechte“ teil. Wie bereits im Mai dieses Jahres in Alès war Deutschland mit einer Banderole, auf der die Logos vom Dachverband Menschen für Tierrechte, SOS-Galgos, ProVegan und der Initiative Anti-Corrida Deutschland abgebildet sind, vertreten.

 

Für mich als Deutsche Bayonnerin war es eine große Freude und Ehre, mit Frau Dagmar Oest, die deutschen Farben als Protest gegen die Corridabarbarei durch Bayonne tragen zu dürfen.

Von Roswitha Marcuzzi

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SOS Galgos - 2014 September

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