16th Februar 2018

Der Graben des Todes

Massengrab mit Galgos gefunden

Unser einziger Trost ist die Entdeckung dieser armen Unschuldigen, Opfer der Jagd. Wir wollen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird!

#NoALaCaza!

No A la CAZA con Galgos y otras Razas.
Plataforma NAC
@PlataformaNac

Einen entsetzlichen Anblick bot sich vergangenen Samstag den Entdeckern von 30 Jagdhund-Kadavern – teilweise erhalten, verwest oder skelettiert – die sich in einem versteckten Graben in Taracón (Cuenca) befanden. Bei den Hunden handelt es sich durchweg um Jagdhunde, überwiegend Galgos. Die Seprona hat nach ersten Untersuchungen bestätigt, dass aufgrund des Verwesungszustandes, einige der Kadaver schon seit langer Zeit in diesem Massengrab liegen, andere erst seit kurzem. Ferner gehen die Beamten davon aus, dass sicherlich einige der Tiere lebend in die Grube geworfen wurden, damit sie einen langsamen und qualvollen Tod erleiden, aus dem Graben gibt es kein Entrinnen! Viele der Galgos sind geschippt, man ist zuversichtlich, die Tierquäler ermitteln zu können.

In einer Pressekonferenz hat die Stadträtin und Sprecherin der IU, Carolina Rey, versichert, dass es sich überwiegend um Jagdhunde der Rasse Galgo handelt. Die Vereinigte Linke und der Tierschutzverein haben Anzeige erstattet und verurteilen diese Tat, „Weil wir glauben, dass nichts grausamer sein kann, als ein Tier, das sein ganzes Leben in den Dienst eines Menschen gestellt hat, auf diese grausame Art und Weise endet.“

Dieses Massengrab ist kein Einzelfall, das wohl in den letzen 10 Jahren größte und als „Friedhof des Grauens“ bezeichnete Massengrab mit Galgos, wurde im März 2009 auf einer ehemaligen Müllhalde in Villatobas (Toledo) entdeckt, hier fand man an die 100 Skelette von spanischen Windhunden.

Wie wenig das Leben von Jagdhunden in der Autonomen Region Kastilien-La Mancha wert ist, beweist die am 13. Februar veröffentlichte Nachricht, dass die Regierung der Autonomie Jagdhunde vom Tierschutzgesetz ausschließt. Wie Europa Press verlauten ließ, ging dieser Gesetzesänderung ein Antrag der regionalen Vereinigungen der Rehalas (Jagd mit Meutehunden) und des Jagdhundverbandes der autonomen Region voraus. Die Verbände forderten außerdem die Zwangssterilisation von Sport-, Rudel- und Rehala-Hunden. Der ursprüngliche Text besagt, dass Sport-, Rudelzwinger oder Rehalas, die nicht für die Zucht gedacht sind, die Tiere sterilisieren müssen.

Dies ist ein enormer Rückschritt für den Tierschutz, wenn man bedenkt, dass laut einer öffentlich zugänglichen Statistik der Guardia Civil über fünf Jahre, 40 Prozent der Hunde die misshandelt, aufgegeben oder gestohlen werden, Jagdhunde sind. Die Statistik spiegelt die enormen Auswirkungen wieder, welche die Jagd auf das Aussetzen und die Misshandlung dieser Tiere hat.

Wichtig zu wissen ist, dass jede spanische Autonomie seine eigenen Tierschutzgesetze hat. Möglicherweise könnten andere Regionen auch auf die Idee kommen, Jagdhunde vom Tierschutz auszuschließen, genauso wie Stierkampf als Tradition vom Tierschutz auch auf EU-Ebene ausgeschlossen ist. Die Jagd ist ein großer Wirtschaftszweig der jährlich viele Millionen Euro bewegt.

Video: La SEXTA

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13th Februar 2018

PETITION: Keine Minderjährigen in den Stierkampfschulen!

Schon seit Jahren empfiehlt die UNO Kinder vom Stierkampf fern zu halten, aus der Empfehlung ist inzwischen eine Forderung geworden!

Verfassung des Königreichs Spanien

Artikel 39.1

Der Staat und das Land haben die Pflicht, die Kinder vorrangig und ausnahmslos zu schützen.

Die Kinder genießen den Schutz und auf internationaler Ebene werden ihre Rechte geltend gemacht.

Bitte fordern sie die Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen. Unterschreiben und teilen Sie die Petition der spanischen Anti-Stierkampf Plattform LA TORTURA NO ES CULTURA, mit der Aufforderung: Keine Minderjährigen in den Stierkampfschulen, wie vom UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes empfohlen.

Link zur Petition: bit.ly/2FAsCt3

Siehe auch: Erziehung zur Grausamkeit

Allgemein, PETITIONEN, STIERKAMPF | 0 Kommentare

11th Februar 2018

Galgos , die Gemeinschaft ihrer Retter wächst zusammen

Der 3. Galgo Marsch in Köln erfreute sich reger Teilnahme, ca. 400 Menschen und 600 Hunde demonstrierten anlässlich des Día del Galgo, des Welt-Galgos-Tages, gegen die Misshandlung der spanischen Windhunde. Am 4. Februar fanden, organisiert von der Plataforma NAC, in 35 spanischen Städten Demonstrationen gegen die Misshandlung von Jagdhunden statt. Ebenfalls protestiert wurde in acht anderen europäischen Ländern, wie Frankreich und Italien.

@lafotodiferente Marta Fernandez

Die Demonstrationen haben in Spanien als auch europaweit für mediale Aufmerksamkeit gesorgt, die Überschriften der Zeitungen sprechen eine klare Sprache:

Augsburger Allgemeine: Tausende spanische Galgos werden verstoßen und getötet
Donauwörther Zeitung: Das Leid der spanischen Galgos
Mainpost: Drama um spanische Jagdhunde – Tierschützer demonstrieren europaweit
Mitteldeutsche Zeitung: Die getöteten Jäger – Windhunde nach der Saison ausgesetzt oder zu Tode gequält
Die Rheinpfalz: Spanische Windhunde: Misshandelt, fortgejagt, getötet – Das Schicksal der spanischen Windhunde bewegt Tierschützer in ganz Europa
Tageblatte Luxemburg: Misshandelt, fortgejagt, getötet
Luzerner Zeitung: Das Drama um die Galgos

Dank sozialer Netzwerke bleiben die Misshandlungen der Jagdhunde nicht mehr im Verborgenen. Auch wenn die Jagdsaison mit Galgos nun beendet ist, ist der Wettlauf mit dem Tod noch lange nicht vorbei. Laut Daten der Guardia Civil, sind 40 Prozent der von Tierquälerei betroffenen Hunde Galgos oder andere Jagdhunde. Nicht zu vergessen die bejagten Tiere. Mehr als 21.600 Millionen Tiere, die als “Beute” gelten, werden jährlich aufgrund der Jagd getötet (Daten von INE, 2013).

Tagtäglich gelangen neue Horrormeldungen an die breite Öffentlichkeit, Videos von Rettungsaktionen, von misshandelten, toten oder schwer verletzten Galgos. Jäger, bzw. Galgueros, geben offen zu, dass sie ihre Hunde, sollten sie nicht den Anforderungen genügen, töten oder abgeben. Die Zucht ist nicht reglementiert, Auffanglager -
perreras genannt – überziehen Spanien wie ein tödliches Netz. Etwas, was moralisch eigentlich gar nicht möglich ist, hat sich seit Generationen fest in den Köpfen der Bürger als legitim verankert, wie sonst könnte es möglich sein, dass das traditionelle Erhängen von Galgos sogar eine Namen hat: „Tocar al piano“ – Klavierspielen.

Wie geht es weiter?

Der spanische Schriftsteller Chesús Yuste hat in Madrid eine bewegende Rede über diese Tragödie gehalten, in der er die Misshandlungen anprangert, von den Tierheimen spricht, die aufgrund der gewaltigen Anzahl verlassener Hunde kollabieren und vor allen Dingen kritisiert er die Straffreiheit jener Jäger, die ihre Tiere misshandeln, die Unwissenheit der Gesellschaft und die Passivität der öffentlichen Verwaltungen.

Viele europäische Länder haben die Sportjagd bereits verboten: Deutschland 1952, Belgien 1995, Niederlande 1999, Schottland 2002 oder Großbritannien 2004.

Das Ziel: Die Abschaffung der Sportjagd!

Auszug aus der Rede von Chesús Yuste:

Die Regierung muss unverzüglich handeln. Die Tragödie der Galgos muss Geschichte sein. Und wenn dieser Tag kommt, der Tag wird kommen, das wird dank der Arbeit vieler Menschen in vielen großen und kleinen Gemeinden sein, die kleine und auch große Dinge tun, zu Demonstrationen wie dieser aufrufen, die Verbrechen der Jagd anprangern, sie in Filmen dokumentieren, Botschaften in sozialen Netzwerken verbreiten, ihre Liebe und ihr Zuhause für diese geretteten Hunde anbieten und tausend andere Dinge, die jeder Einzelne von euch macht. Lassen Sie mich ihnen, im Namen dieser Tiere danken.

Freunde, Freunde: Wie Víctor Hugo sagte: “Es gibt nichts Stärkeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist”. Habt keinen Zweifel. Wenn das 19. Jahrhundert das Ende der Sklaverei der Menschen war und das 20. Jahrhunderts das der Gleichberechtigung der Frau war, dann sind wir absolut überzeugt, dass das einundzwanzigste Jahrhundert das der Anerkennung der Tierrechte sein wird. Wir arbeiten daran, um dieses Ziel zu erreichen. Zwischen allen und allen werden wir es erreichen. Wir alle gemeinsam werden es schaffen.

YO GALGO, ein Dokumentarfilm über den Galgo, den am meisten misshandelten Hund: yogalgoproductions.com

 

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5th Februar 2018

Die Situation des Iberischen Wolfes

Wölfe, scheue und faszinierende Tiere. Die Rückkehr der Wölfe, von Tierfreunden gefeiert, von Weidetierhaltern und Jägern verflucht, das Thema ist in Deutschland inzwischen zum Politikum geworden. Die FDP will den Wolf zum Abschuss freigeben. Die Mär vom bösen Wolf – mitverantwortlich ist auch die Presse – erhitzt deutschlandweit die Gemüter.

Wie ist die Situation in Spanien? Diesbezüglich hat meine schon lange in Spanien lebende Freundin Caroline Waggershauser recherchiert und ein Dossier erstellt. Das Ergebnis ist erschreckend, sie arbeitet mit dem spanischen Tierschutzverein für Wildtiere, FAPAS – Fondo para la protección de los animales salvajes, zusammen.


Der Wolf ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen sowie die Berner Konvention geschützt. In der EU wird dieses Abkommen durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) ausgeführt. Der Iberische Wolf wird in Spanien in der Roten Liste der spanischen Wirbeltiere als
„gefährdet“ eingestuft, aber im Atlas und in der Roten Liste der Landsäugetiere Spaniensals „gering gefährdet“ geführt. Nördlich des Flusses Duero wird der Wolf legal bejagt, südlich des Flusses Duero sowie in Portugal steht der Iberische Wolf jedoch unter strengem
Schutz. Derart geschützt ist der Wolf südlich des Duero, dass er in Andalusien schon nicht mehr existiert. Von Schutz kann hier also keine Rede sein. Die Wilderei mit der Schusswaffe, das Auslegen von Giftködern sowie von Schlag- und Schlingfallen (streng verboten in Spanien) setzen der Wolfspopulation Spaniens zu.

Bitte weiterlesen im bebilderten Dossier: Die Situation des Iberischen Wolfes in Spanien

Autorin: Caroline Waggershauser
Copyright Fapas

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1st Februar 2018

Peropalo – Karneval misshandelt man in Extremadura einen Esel

In Villanueva de la Vera (Provinz Extremadura) findet jedes Jahr am Fastnachtsdienstag eine Karnevalsveranstaltung der besonderen Art statt. Auf einem Esel reitend, verliest ein “Richter” das Todesurteil gegen den “Verräter”. Für den Esel ist dies der absolute Stress. Grölende Menschenmassen, Betrunkene, Feuerwerkskörper, Schläge und Stürze quälen das Tier. Bei Facebook wird die Veranstaltung als “evento con corazón”, Veranstaltung mit Herz, angekündigt.

Die britische Tierschutzorganisation FAACE (FIGHT AGAINST ANIMAL CRUELTY in Europe) wurde 1987 wegen diesem Fest gegründet. Seitdem sind Ausländer verhasst im Dorf.

Video mit englischen Untertiteln:

Die Tierschutzorganisation The Donkey Sanctuary, die sich für den Schutz von Eseln einsetzt, fordern die Regionalregierung von Extremadura auf, diesem Leiden ein Ende zu setzen. Bitte unterzeichnen und verbreiten Sie die Petition: Peropalo Festival – act now

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