9th April 2012

22. April 2012: Anti-Stierkampf Demonstration in Sevilla

Am 22. April 2012 findet ab 12 Uhr vor den Toren der Stierkampfarena Maestranza in sevilla eine Demonstration für die Abschaffung der Stierkämpfe statt. Einberufen wurde die friedliche Kundgebung von den Tierrechtsorganisatonen Equanimal und Igualdad Animal.

Zeitgleich findet die “Feria de Abril” statt, ein Volksfest bei dem auch Stierkämpfe stattfinden.

Sevilla hat den Stierkampf zum Immateriellen Kulturerbe erklärt, ein Grund mehr die Stimme für die Tiere zu erheben und die Gesellschaft dazu anzuregen über die Tierquälerei und Ungerechtigkeit gegenüber den Tieren nachzudenken.

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8th April 2012

Von der Bedeutungslosigkeit des Stierkampfs

Bereits im Jahre 2008 wurde ich auf Herrn Fernando Álvarez aufmerksam, da seine Studie über die zweifelhafte Schützungswürdigkeit der dehesas (weite Weiden, die angeblich zur Kampfstierzucht dienen) als Gegenargument zu den Begründungen der Stierkampfbefürworter von Jenny Berenguer von FAADA im Europäischen Parlament vorgetragen wurde.

Immer wieder tauchten in der spanischen Presse Artikel geschrieben von Herrn Álvarez auf wie z.B. “Nueve razones para abolir los toros” (Neun Gründe um die Stierkämpfe abzuschaffen) oder “Toros, subvenciones y niños” (Stiere-Subventionen und Kinder).

Mich interessierte dieser Mann, dessen wertvolles Wissen als Biologe und Ethologe uns im Ringen um die Abschaffung der Stierkämpfe und Stierfeste sicher von großem Nutzen sein könnte. Inzwischen hat er auch schon ein Buch über das Thema Stiere, Stierkampf und Subventionen in dem er die Lügen der Stierkampfbefürworter entlarvt, geschrieben: “La verdad sobre los toros” (Die Wahrheit über Stierkampf).

Den unten stehenden Artikel hat er auf mein Bitten für die Seiten SOS Galgos und Bye-Bye Bullfighting geschrieben, um den Lesern ausserhalb Spaniens das Problem und das recht umfangreiche Thema des Für und Widers des Stierkampfs nahezubringen.

Caroline Waggershauser

Von der Bedeutungslosigkeit des Stierkampfs

Den Befürwortern der fiesta der Stiere bleiben immer weniger Argumente um deren Fortbestehen in Spanien zu verteidigen. Wenn doch auf der einen Seite, laut Gentechnikspezialisten der Kampfstier nicht einmal die Bezeichnung als Rassetier verdient und auf der anderen Seite nicht einmal dieser angebliche Schutz der dehesas existiert, auf den sich die Kampfstierzuchten berufen, da besagte Auslastung durch die genannnte Stierzucht nur knappe 5 % ausmacht.

Zudem hat die Antropologie die lidia auf antike Überbleibsel von Geschicklichkeitsspielen herabgewürdigt, statt diese als ein Opferritual , anzusehen. Eine Interpretierung, auf die einige südamerikanische und spanische Schriftsteller zurückgreifen, um dem eigentlichen und banalen Spektakel einen Hauch von Feierlichkeit zu verleihen.

Auf der anderen Seite geht die Verteidigung der fiesta aus der Philosophie des moralischen Egoismus heraus nicht einher mit der steigenden Sensibilität der spanischen Gesellschafft für das Leiden der Tiere. Das armselige Argument, nach dem der Stier in der Arena nicht leidet, unterstützt durch eine „Studie“ die Beschämen hervorruft wenn man sie liest, kann nur für solche Personen glaubwürdig sein, die auch nicht nur eine Spur von kritischem Verstand haben. Daher greifen die Befürworter der Stierkämpfe auch nicht mehr darauf zurück.

Nachdem alle Argumente gefallen sind, bleibt den Verteidigern der fiesta nur noch das Zurückgreifen auf die Tradition (wie es scheint, jegliche Tradition, wie schlimm sie auch sei) und die Gewinne, die aus den Stierkämpfen hervorgehen, vor allem die staatlichen Subventionen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Verteidigung dieser Gewinne gerade die durchziehen, die am meisten daran verdienen: Stierzüchter, Geschäftsmänner, toreros und andere Berufszweige dieses Gewerbes.

Es verbleibt ein letztes Argument, obwohl es nicht einmal diese Bezeichnung verdient. Das Argument, dass jeder die Freiheit haben sollte, zu tun und lassen was ihm gefällt, z.B. ein Tier während eines öffentlichen Spektakels zu foltern und zu töten. Auch wenn es unmöglich erscheint, wurde diese Ausflucht sogar von einem Präsidenten einer kleinen Partei heraufbeschwört.

Ab dem 18. Jahrhundert verschwanden die fiestas, die Tierquälerei als Gegenstand hatten oder aber deren Grausamkeiten wurden vermindert, so wie in Italien, Portugal und auch größtenteils in Frankreich, wogegen aber die Stierkämpfe in Spanien und einigen Ländern mit spanischer Kultur weiter fortgesetzt wurden aufgrund der langen politischen Isolation und der daraus resultierenden geringeren Durchsetzung der Bildungsbewegung.

In der Geschichte Spaniens gab es immer Ablehnung gegen die Stierkämpfe und Personen mit mehr oder weniger Einfluss haben seit dem Mittelalter ihre Aversion dagegen gezeigt. Unter ihnen Persönlichkeiten aus Kirche und Kultur und sogar Könige (15. und 19. Jahrhundert), sodass die Stierkämpfe mehrere Male verboten wurden, obwohl sich die lidia seit der Wiedereinführung durch José Bonaparte (durch Bestätigung von Fernando VII) hält. Durch die Unterstützung, die das Regime der Francodiktatur den Stierkämpfen verlieh, erhöhten diese ihre Bedeutung, obwohl mit der Modernisierung Spaniens durch den Einzug der Demokratie die Bürger nach und nach das Interesse daran verloren.

Das sinkende Interesse für Stierkämpfe in der spanischen Bevölkerung spiegelt sich in den Resultaten von Meinungsumfragen, ausgeführt von der Firma Gallup, wider, in denen der Prozentsatz von 55 % der Stierkampfanhänger in den 60ger Jahren auf 50 % in den 80ger Jahren und auf 30 % in den 90ger Jahren sinkt.

Die, die kein Interesse für an Stierkämpfen haben, steigen im Jahr 2002 von 69% auf 72 % in 2006 bis auf 87 % im Jahre 2008.
Das Desinteresse ist besonders hoch bei Frauen (79%) und bei Jugendlichen (82%) und es scheint, dass Stierkämpfe mehr eine männliche Domäne ab 65 Jahren sind. Die Tatsache, dass nur ein 0,2 % der Befragten ihre Meinung nicht abgaben, gibt Aufschluss darauf, dass die Bevölkerung genau weiß, was sie will.

Obwohl die Öffentlichkeit nicht an Stierkämpfen interessiert ist, halten sie sich dank der indirekten Subventionen für Kampfstierzuchten künstlich am Leben. Da man sie verwaltungsmässig als extensive Nutztierhaltung eingeordnet hat, erhalten sie von der Europäischen Union und vom spanischen Staat 40% der öffentlichen Gelder, ohne die sie verschwinden würden.

Das Spektakel selbst erhält auch saftige staatliche Subventionen verschiedenster Art, die letzte besteht aus einer Herabsetzung der Mehrwertsteuer von 18% auf 8 %, weil der Stierkampf als Kunst eingestuft wird und die Zuständigkeit beim Kulturministerium liegt.

Zu guter Letzt und angesichts dessen, dass sich die Jugend vom Stierkampf abwendet, führt eine starke Gruppe Kampfstierzüchter und Geschäftsmänner eine aggressive Kampagne durch, um Jugendliche und sogar Kinder in die Welt des Stierkampfs zu locken und um so zu verhindern, dass es keinen Nachwuchs mehr gibt, was dem lukrativen Geschäft des Stierkampfs einen Strich durch die Rechnung machen würde.

Obwohl und im Einvernehmen mit den Statistiken, die Spanier sich nicht für den Stierkampf interessieren, hat die Lobby der Stierkampfbefürworter einen gewissen Erfolg hinsichtlich der Annäherung an die örtlichen, autonomen und staatlichen Verwaltungen sowie Universitäten und Schulen erreicht, denn diese arbeiten kräftig an der Kampagne mit.

Davon zeugt die Erlaubnis für unter 14jährige an Stierkämpfen teilzunehmen, etwas, das seit der Diktatur von Primo de Rivera verboten war. (Anm.: 1923-1930) Das Verschenken von Eintrittskarten für Stierkämpfe für Schüler zusammen mit ihren Lehrern geht sogar so weit, dass an einem Kindergarten in Extremadura ein Schlächter (torero) Vorträge halten sowie praktischen Unterricht im Stierkampf für vier- bis fünfjährige Kinder geben konnte.

Fernando Álvarez

Ethologe, Biologe, Forschungsprofessor im CSIC (Consejo Superior de Investigaciones Científicas)
Abteilung Ehologie und Artenvielfalt im Nationalpark Coto de Doñana

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6th April 2012

Petition: Sofortiger Rücktritt der für den Tod von einem Hund in Torà, Lérida, verantwortlichen Politiker

Bitte unterzeichnen Sie die Petition: Sofortiger Rücktritt der für den Tod von einem Hund in Torà, Lérida, verantwortlichen Politiker

Cese inmediato de los políticos responsables de la muerte de un perro en Torà , Lérida.

Die Hintergründe: Ein stellvertretender Bürgermeister schießt auf einen Hund und erschlägt ihn

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FIRMA LA PETICION unterschreibe die Petition

Sra. Mercè Valls i Querol , Alcaldesa del Ayuntamiento de Torà no hace nada para evitar la muerte del perro y el Teniente Alcalde Josep Mª Alsina i Simó lo mata

Frau Mercè Valls i Querol, Bürgermeisterin des Rathauses vonTorà unternimmt nichts, um den Tod des Hundes zu verhindern und der stellvertretende BürgermeisterJosep Mª Alsina i Simótötet ihn

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5th April 2012

Ein stellvertretender Bürgermeister schießt auf einen Hund und erschlägt ihn

Ja, Sie haben richtig gelesen, dies ist kein schlechter Aprilscherz, es ist die traurige Wahrheit.

Ereignet hat sich der unglaubliche Vorfall am 29. März. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde von Tora (Lleida), Josep Maria Alsina Simon, tötete mit Zustimmung der Frau Bürgermeisterin, Mercè Valls, beide Parteiangehörige der CiU, einen streunenden Hund, nachdem sich Anwohner über das herrenlose Tier beschwert hatten.

Laut Zeugenaussagen schoss Josep Maria Alsina Simon zuerst dreimal mit einer Schrotflinte auf den unliebsamen Streuner, was aber nicht dazu führte, sein Leben zu beenden. Dauraufhin vollendete er sein Werk, indem er so lange auf den Hund einschlug, bis dieser tot war. Die einen sagen es geschah mit einem Knüppel, andere sagen, mit einer Schaufel; wie auch immer, es war ein brutaler Akt feiger Tierquälerei, ausgeführt in Sichtweite einer Seniorenresidenz, eines Spielplatzes und eines Fußballplatzes.

Seitdem ist nichts mehr, wie es früher war in Tora. Nur wenige Stunden nach der Tat erschien auf der lokalen Webseite des Ortes www.viladetora.net ein Bericht, Tausende Kommentare wurden geschrieben. An Rathaus prangerten Plakate und auch an der Türe haben entsetzte Bürger ihrer Wut Luft gemacht. Die Nachricht über den brutalen stellvertretenden Bürgermeister verbreitete sich wie ein Lauffeuer, nicht nur über soziale Netzwerke, sondern auch die öffentlichen Medien. Der Tod des Hundes in Trorà war das Gesprächsthema unter Tierschützern. Die Mehrheit des Rates der Stadt fordert Rechenschaft über den Vorfall und sieht in der Tat einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Die Bürgermeisterin von Torà, Mercè Valls, hat die Tat damit erklärt, dass sie notwenig war, um weitere Beschwerden von Bürgern abzuwenden. Angeblich hatten Beamte der Seprona den Streuner eingefangen und an einen Pfahl gebunden, konnten oder wollten sich nicht weiter um den Hund kümmern und ließen ihn angebunden zurück. Daraufhin erschien Josep Maria Alsina Simon und löste das Problem auf seine Art.

Dieser Fall ist für mich nicht weiter überraschend. Was will schon erwarten in einem Land, wo die städtischen Auffanglager für Tiere, die sogenannten Perreras, Vernichtungslager sind, geleitet von Menschen ohne jegliche Empathie für Tiere. Wo der Minister für Kultur und Bildung, José Ignacio Wert, hartnäckig den Stierkampf verteidigt. Wo der König nicht nur die Tauromachie fördert, sondern auch aus Lust am Töten zur Jagd geht, selbst nicht davor zurückschreckt, einen zuvor mit Alkohol betäubte Bären abzuknallen. Wo Tierschutzgesetze existieren, Verstöße jedoch viel zu selten vor Gericht landen und die Urteilssprüche selbst in Fällen schwerster Misshandlung von Tieren geradezu lächerlich wirken. Wo diejenigen die die Rechte der Tiere verteidigen auf der Anklagebank sitzen und diejenigen die Tiere ausbeuten dies auch weiterhin machen. Wo die Folter der Stiere als Kulturgut geschützt werden soll und Erziehung zur Grausamkeit von der Regierung gefördert wird. Was ist da schon die “Lynchjustiz” eines kleinen, unbedeutetenden, stellvertretenden Bürgermeisters?

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4th April 2012

Osterfest – Leidenstage für Stiere

Am Karfreitag wird in der südfranzösischen Stadt Arles die Stierkampf-Saison eröffnet. Bis Ostermontag dauert das blutige Spektakel, an dem die Stierquäler das Osterfest pervertieren und sich Tausende von Blut und Alkohol süchtige Zuschauer am Leid von 48 zu Tode gequälten Tieren ergötzen. Leider ist die Stadt Arles mit ihrer römischen Arena, in der das Massaker stattfindet, eine sehr  beliebte Touristenattraktion. Schreiben Sie bitte dem Touristenbüro, dass Sie diese grausame Tierquälerei verabscheuen und alles tun werden, damit Arles als Stadt der Kulturschande bekannt wird. Benutzen Sie dazu das Kontaktformular der Touristenbüros http://www.arlestourisme.com/index.php?id=174, bei dem Ihr Name, Vorname, Email-Adresse, Strasse, PLZ und Ort vor Ihrem Text angegeben werden müssen. Wenn Sie kein Französisch sprechen, können Sie auch in Ihrer Sprache schreiben.

Vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich am 22. April 2012 ist es sehr schwierig, im Getümmel des Wahlkampfs, die Stimme der Tiere hörbar zu machen. Traurig ist, dass in den Debatten selten über die Themen Tiere, Natur oder Umwelt gestritten wird. Deshalb setzt sich in diesen Tagen die Tierschutzstiftung 30 Millions Amis vehement dafür ein, dass diese Themen in den Vordergrund rücken. Mit konkreten Fragen hat die Stiftung die 10 Kandidaten, die sich der Wahl stellen, aufgefordert, ihr Engagement für die Tiere zu beweisen: Gesetzlicher Schutz von Tieren, Tierexperimente, Tierhandel, Tiertransporte, Tierzucht, Schlachthäuser, Stierkampf, Pelzhandel, Jagd, Wildtiere im Zirkus….. Nur drei Kandidaten haben sich klar für den Tierschutz ausgesprochen und versprochen, sich für die Abschaffung des Stierkampfs einzusetzen. Leider sind sie nur Randfiguren dieser Wahl. Für die beiden Hauptakteure, Sarkozy und Hollande, kommt die Abschaffung des Stierkampfs überhaupt nicht in Frage, da dieser ein Bestandteil der Kultur Südfrankreichs sei. Drei der Kandidaten haben überhaupt nicht geantwortet.

Dass der Bevölkerung die Fragen des Tierschutzes in dieser Wahl nicht gleichgültig sind, zeigte eine Demonstration, die am 24 März von 7 Tierschutzorganisationen veranstaltet wurde. Mit den Rufen „Meine Stimme für die Tiere“ zogen 2000 bis 3000 Demonstranten durch die Altstadt der Stierkampf-Hochburg Nîmes. Besondere Beachtung fand ein blutender Mensch mit einer Stiermaske eingesperrt in einem Käfig, der eine Banderole mit „…und wenn Sie es wären?“ trug.

Weitere Aktionen der Tierschutzorganisationen mit internationaler Beteiligung,

  • Kampagne mit Blitzaktionen gegen die Erklärung des Stierkampfs als französisches Kulturerbe,
  • mit einer Großdemonstration gegen diese Erklärung am 11. Februar vor der Nationalversammlung in Paris,
  • und die erfolgreiche Erstürmung der Arena von Rodilhan, die sich gegen das Abschlachten von Stierkälbern durch Kindertoreros richtete,

haben in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Schicksal der Tiere gelenkt.

Eine vor Kurzem erschienene Umfrage zeigte, dass es 81% der wahlberechtigten Franzosen nicht gleichgültig ist, wie in der Gesellschaft mit den Tieren umgegangen wird. Ein Drittel von ihnen erklärte sogar, dass dieses Thema einen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung am 22. April haben wird.

Gelingt es der wenig aussichtsreichen grünen Präsidentschaftskandidatin Eva Joly, die sich klar für den Tierschutz ausgesprochen hat, sich in Koalitionsverhandlungen für den zweiten Wahlgang und bei der nachfolgenden Regierungsbildung des favorisierten Kandidaten Holland durchzusetzen, haben sich die Anstrengungen unserer französischen Freunde, den Tieren eine Stimme zu geben, gelohnt.

www.stop-corrida.info

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2nd April 2012

4. April World Stray Animals Day – Weltweiter Tag der streunenden Tiere

www.strayanimalsday.org
www.facebook.com/strayanimalsday
twitter: @strayanimalsday

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1st April 2012

Protestaktion gegen subventionierte Schulbesuche von Stierkampfarenen

Stierkampf ist ein aussterbendes Geschäft, es fehlt an Nachwuchs, die Ränge der Stierkampfarenen werden immer seltener gefüllt. Laut einer offiziellen Umfrage von Gallup/IG Investiga erklären 70 % der Spanier, kein Interesse am Stierkampf zu haben oder diesen abzulehnen.

Die Stierkampflobby versucht mit aller Macht den Stierkampf am Leben zu halten, so auch die bekennende Vollbluttaurina Esperanza Aguirre, Präsidentin und ehemalige Bildungsministerin der Autonomen Region Madrid, die das blutige Stiergemetzel zum “Bien Interes Cultural”, also zum Kulturgut erklärt hat und den Stierkampf am liebsten als Schulfach unterrichtet sehen würde. Gerade das Interesse der jungen Bevölkerung am blutigen Gemetzel ist verschwindend gering, daher wurde ein von der Autonomen Gemeinschaft Madrid subventioniertes Kulturprogramm ins Leben gerufen, um Kinder in die Stierkampfarenen zu locken. Schüler der “Educacion Secundaria Obligatoria (ESO), der Mittelschule, müssen nun im Schuljahr 2012/2013 eine Stierkampfarena zu besuchen. An dem Programm teilnehmen werden schätzungsweise 12 000 Kinder im Altern von 12 bis 16 Jahren.

Als Protest gegen diese Erziehung zur Grausamkeit realisierten am heutigen Sonntag zwanzig Aktivisten von AnimaNaturalis eine Performance vor den Toren der Madrider Stierkampfarena Las Ventas. Eine Aktivistin versetzte sich mit Kunstblut und Banderillen ausgestattet eindrucksvoll die Haut eines Stieres, andere Aktivisten hatten ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift TAUROMAQUIA ABOLICIÓN (Abschaffung der Tauromachie) und ausgebreitet, rechts und links standen weitere Aktivisten und hielten Schilder auf denen TORTURA (Folter) und MUERTE (Tod) geschrieben stand.

Der Koordinator von AnimaNaturalis Madrid, Sergio García, kritisierte dass die Tauromachie zu 90 Prozent mit öffentlichen Subventionen gefördert wird, dies in Zeiten der Wirtschaftskrise. Laut García werfen der Staat, die autonomen Gemeinschaften und die Ratäuser jährlich 550 Millionen Euro in den Rachen der Stierkampflobby.

Quelle: elmundo.es

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31st März 2012

Ciudad Real: 6 tote Jagdhunde in einer Grube

In einer ca. 65 Meter tiefen Grube in Malagón (Ciudad Real) wurden 6 Kadaver von Jagdhunden gefunden, der Besitzer konnte ermittelt werden. Gegen den Mann im Alter von 39 Jahren wurde Anzeige erstattet.

Jagdhunde, immer wieder sind gerade sie die Opfer menschlicher Grausamkeit, als reines Instrument der Jagdleidenschaft werden sie ausgebeutet und sobald sie nutzlos geworden sind entledigt man sich ihrer.

Quelle: lanzadigital.com

Anschaulich erklärt wird die Misshandlung der Jagdhunde vom Dachverband der Tierschützer Extremaduras:

DAS PROBLEM DER JAGDHUNDE IN ESTREMADURA = UNVERANTWORTLICHKEIT DER JÄGER + PASSIVITÄT UND MITSCHULD DER VERWALTUNG

Wir werden nicht in die dunkle Welt der Jagd und seiner Interessen eintreten, es genügt zu sagen, dass für Fepaex die Jagd eine Tätigkeit ist, die darin besteht, Tiere aus Spaß zu töten. Aus Spaß zu töten, wirkt auf uns wie eine barbarische, anti-pädagogische Praktik, nichtig und unverträglich mit einer zivilisierten Gesellschaft. Aus Spaß zu töten macht unsensibel gegenüber dem Leiden eines Lebewesens, annulliert die Empathie, fördert die kostenlose Gewalt, verroht die Bevölkerung und verzögert unsere Evolution. Wir sind dagegen, dass die Jagd subventioniert, gefördert und mit unseren Steuergeldern irgendeine Unterstützung erhält.

Wir glauben nicht, dass die Jagd eine “schützenswerte Kultur” ist, sondern eine unethische Tätigkeit die es auszurotten gilt. Auch glauben wir nicht, dass die Jagdhunde “nützliche Jagdutensilien oder Werkzeuge zum benutzen und wegwerfen sind, so wie die Jäger-Galgueros-Rehaleros und die Verwaltung denken. Weiterlesen »

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30th März 2012

Zweite Gerichtsverhandlung für den “Sprung in die Arena” von Las Ventas

Sicher erinnern sich noch viele Leser an die Protestaktion der Fundacion Equanimal, bei der zum ersten Mal mitten in eine Stierkampfarena gesprungen sind um das Ende der Stierkämpfe zu fordern. Am 4. Mai 2008 sprangen sechs Stierkampfgegner in die Arena Las Ventas in Madrid. Ausgestattet mit mehrsprachigen anti-Stierkampf Plakaten saßen sie inmitten des Platzes und leisteten passiven Widerstand.

Normalerweise wird immer nur am Rande der Arena protestiert, an diesem Tag zum ersten Mal mitten am Ort des mörderischen Spektakels. Auch wenn der Stiermord nicht verhindert werden konnte, der immer größere Widerstand gegen die Tauromachie ist dank dieser gelungenen Aktion noch mehr ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen, es folgten weitere gleichartige Aktionen von verschiedenen Tierrechtsorganisationen.

Die Autonome Gemeinschaft Madrid hat den Sprung der sechs Aktivisten mit einer Verwaltungsstrafe von 3 000 € je Aktivist belegt, also mit insgesamt 18 000 €.

Primer juicio a Equanimal por el Asalto al ruedo de Las Ventas (16-01-2012) from Fundacion Equanimal on Vimeo.

Am 20. März fand die zweite Gerichtsverhandlung statt, Dutzende von Sympatisanten versammelten sich wieder vor dem Gericht, überwiegend Mitglieder der der Stiftungen Equanimal und Igualdad Animal sowie der spanischen Tierschutzpartei PACMA, die den Freispruch aller am “Sprung in die Arena” beteiligten Aktivisten fordern.

Nach dem Abschluss des ersten Prozesses am 16. Januar gegen Alessandro Zarael saß an diesem Tag Sara Lago auf der Anklagebank, in den kommenden Monaten wird auch gegen alle anderen Aktivsten einzeln verhandelt werden.

Segunda activista de Equanimal juzgada por salto al ruedo de Las Ventas (noticia Antena 3) from Fundacion Equanimal on Vimeo.

Die Autonome Gemeinschaft Madrid will offensichtlich mit ihren ungerechten und exorbitanten Strafen die Arbeit der Tierrechtler stoppen, doch dies wird niemals gelingen, sie alle werden niemals aufgeben für eine Abschaffung der Tauromachie zu kämpfen.

“Es war ein historischer Nachmittag. Der 8. Mai 2008 wird in der Chronik der ethischen Entwicklung dieses Landes eingehen als Tag an dem der anti-Stierkampf Protest zum ersten Mal der nationalen Schande die Stirn geboten hat.
Der Tag an dem man den Kindern erzählt, dass als Schande der Vergangenheit Tiere gefoltert wurden.
” Ruth Toledano El Pais

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29th März 2012

Wildtierschutz Deutschland e.V: Vier Millionen Vögel Opfer der Jagd

Deutschlands Jäger holen täglich etwa 11.000 Vögel vom Himmel – darunter zahlreiche Zugvögel, Vögel, die auf den Roten Listen gefährdeter Arten stehen, und nicht zuletzt geschützte Arten. Wildtierschutz Deutschland plädiert für einen völligen Verzicht auf die Vogeljagd.

In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa vier Millionen Vögel im Rahmen der Jagdausübung getötet.  Diese Zahl weist Wildtierschutz Deutschland e.V. für das Jagdjahr 2010/2011 aus. Tauben, Rabenvögel und Enten machen dabei den weitaus größten Anteil aus.

Während eine vom Deutschen Jagdschutzverband veröffentlichte Jagdstrecke lediglich gemeldete Abschüsse von Fasanen, Enten, Gänsen und Tauben, darüber hinaus selten gewordenen Rebhühnern und Waldschnepfen ausweist (insgesamt 1.516.446 Vögel), umfassen die Zahlen von Wildtierschutz Deutschland auch die hohe Dunkelziffer verendeter und nicht gemeldeter Tiere sowie nicht zentral erfasste Rabenkrähen, Elstern, Eichelhäher und geschützte Arten wie Dohle und Saatkrähe, darüber hinaus Kormoran, Reiher, Schwäne und andere.

Nach Untersuchungen in Skandinavien muss man annehmen, dass auf je zwei erlegte Wildgänse eine weitere entfällt, die ebenfalls von Schroten getroffen, aber nicht sofort getötet wurde. Dänische Biologen nehmen nach Auswertung umfangreichen Untersuchungsmaterials an, dass die Zahl der mit Schrot beschossenen und verletzten Vögel die Zahl der erlegten sogar übertrifft. Sehr viele Greifvögel verenden aufgrund einer Bleivergiftung, weil sie zuvor entsprechend kontaminiertes Wildfleisch zu sich genommen haben.

Der bundesweit tätige Verein geht von jährlich etwa 924.000 getöteten Rabenvögeln aus – nach offiziellen Angaben der zuständigen Ministerien werden zur Streckenstatistik allein aus Nordrhein-Westfalen 160.000 und aus Niedersachsen 150.000 dieser intelligenten und anmutigen Tiere gemeldet.  Rabenvögel sind eigentlich gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt. Die Länder haben wohl auf entsprechenden Druck aus Reihen der Agrar- und der Jagdlobby Ausnahmen erlassen. Man geht davon aus, dass durch diese Vögel u.a. erhebliche Schäden in der hoch subventionierten Landwirtschaft verursacht werden – diese werden allerdings nirgendwo zentral erfasst.

Obwohl es schon lange Belege dafür gibt, dass der Kormoran einerseits nicht Ursache für den Rückgang bestimmter Fischbestände ist und andererseits die Bejagung dieses ebenfalls durch die EU-Vogelschutzrichtlinie geschützten Zugvogels sogar kontraproduktiv ist, setzen viele Bundesländer weiterhin auf seine Verfolgung – z.B. in Rheinland-Pfalz mit dem Ergebnis, dass nach einer Jagdsaison mehr Tiere gezählt wurden, als zuvor. Freigewordene Reviere sind durch Zuzug unverzüglich neu besetzt worden und ganze Kolonien haben sich neue bisher ungestörte Plätze an kleineren Flüssen gesucht.

Wildtierschutz Deutschland plädiert für eine vollständige Einstellung der Jagd auf Federwild, Zug- und Singvögel und andere Vogelarten. Sie ist ökologisch überflüssig, ökonomisch unbedeutend und aus der Sicht des Tierschutzes häufig nicht vertretbar. Ein weiterer tierschutzrechtlicher Aspekt wäre, dass sich die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Enten erübrigen würde.

Pressekontakt

Wildtierschutz Deutschland e.V., Lovis Kauertz (Vorsitzender), Am  Goldberg 5, 55435 Gau-Algesheim, T. 0177-7230086, wildtierschutz@gmail.com, www.wildtierschutz-deutschland.de, www.schonzeit-fuer-fuechse.de

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