20th Mai 2012

“Ich möchte Stierkämpfer sein” Reality TV der grausamsten Art

Reality-TV, das Genre boomt, auch im spanischen Fernsehen. Wo Reality draufsteht, steckt nicht immer die ganze Wahrheit drin, so auch bei “Quiero Ser Torero”, einer Reality Show, bei der sechs junge Stierschlächter aus verschiedenen Stierkampfschulen gegeneinander antreten. Dem Sieger winkt eine besonders geförderte Ausbildung zum Torero.

Bei der Beurteilung zählen ästhetische Kriterien, Erfahrung, die Durchführung und das Wissen über den Stierkampf. Zu keinem Zeitpunkt bezieht die Show sich auf das Leben des Tieres, die schreckliche Folter und den qualvollen Tod. Während der letzten Aufzeichnung, ausgestrahlt wird die Sendung zu bester Sendezeit von Telemadrid und Castilla La Mancha TV, wurden mehrere Stierkälber grausam zu Tode gefoltert.

Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat gegen den Prouzenten der Reality Show, Cometa TV, eine Beschwerde wegen Verstoßes gegen Artikel 6 des Tierschutzgesetzes  der autonomen Gemeinschaft Madrid, eingereicht . “…drehen von Szenen mit Tieren für Film oder Fernsehen, die Grausamkeit, Misshandlung und Leid beinhalten, bedürfen der vorherigen Genehmigung durch das zuständige Organ der Gemeinschaft von Madrid, und der Schaden am Tier muss, wenn überhaupt, eine Simultation sein.”

Auch wenn die Verantwortlichen noch keine Genehmigung haben, sie werden sie sicher bekommen, schließlich will man ja in ganz Spanien den Stierkampf, aus Angst vor seinem Untergang, zum Kulturgut erklären. Eine Sanktion für die letzte Sendung dürfte die Macher nicht groß schädigen.

Öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren und fördern die Folter von Tieren, obwohl die Gesellschaft Stiekampf abgelehnt wird. Nach der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes SIGMADOS,  welche Juli 2011 durchgeführt wurde, denken 74,5% der Bürger von Madrid, dass dieser abgeschafft werden sollte.

Stierkampf hat in einer modernen Gesellschaft schon lange seine Daseisberechtigung verloren, künstlich am Leben erhalten, auch mit EU-Subventionen in Millionenhöhe, sollte endlich auch auf EU Ebene ein Machtwort gesprochen werden, doch wie heißt es so schön im Vertrag von Lissabon , Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV):

“Bei der Festlegung und Durchführung der Politik der Union in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Binnenmarkt, Forschung, technologische Entwicklung und Raumfahrt tragen die Union und die Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung; sie berücksichtigen hierbei die Rechts- und Verwaltungsvorschriften und die Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten insbesondere in Bezug auf religiöse Riten, kulturelle Traditionen und das regionale Erbe.”

Stiere, sensible, fühlende Lebewesen, sind vom Tierschutz ausgeschlossen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, alleine die Tatsache, dass der Zusatz der Stiere vom Tierschutz ausschließt nur durch Bestechung durch einen spanischen EU Abgeordneten in Form von ein paar Abendessen zustande kam, ist ein Skandal.

Foto: AVAT in Erinnerung an die Becerrada Homenaje a la Mujer Cordobesa 2011

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18th Mai 2012

Anti-Stierkampf Demonstration am 20. Mai in Córdoba

20.Mai 2012
Plaza de Toros de los Califas
18.00 h – 19.30 h

Foto: AVAT in Erinnerung an die Becerrada Homenaje a la Mujer Cordobesa 2011

Fotogalerie von AVAT: Becerrada Homenaje a la Mujer Cordobesa

Siehe auch:

Becerrada – Töten ist nicht leicht
Kälbermord im Baskenland, Tradition der Grausamkeit
Kälbermord
“Beccerada”, grausamer Kälbermord in El Escorial

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11th Mai 2012

Weitere Gerichtsverhandlung für den “Sprung in die Arena” Las Ventas

Salto al ruedo en la plaza de Las Ventas from Equanimal on Vimeo.

Am kommenden Mittwoch, den 16. Mai findet in Madrid wieder zu einer Gerichtsverhandlung gegen einen Aktivisten von Equanimal statt, der beim sogenannten ersten “Sprung in die Arena” für die Abschaffung der Stierkämpfe teilgenommen hatte.

Diese historische und friedliche Aktion in der größten Stierkampfarena der Welt, Las Ventas, soll durch die Gemeinschaft von Madrid mit einer Geldstrafe von 18 000 Euro geahndet werden, 6 000 Euro für jeden Aktivisten.

Diesmal sitzt David Nuevo auf der Anklagebank. Equanimal hat zur Solidarität mit den angeklagten Aktivisten aufgefordert, vor dem Gerichtsgebäude wird eine Protestaktion gegen die ungerechte und horrende Strafe, durch die die Tierrechtsbewegung unterdückt werden soll, stattfinden.

Siehe auch: Zweite Gerichtsverhandlung für den “Sprung in die Arena” von Las Ventas

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4th Mai 2012

Tierärzte für die Abschaffung des Stierkampfs

José Enrique Zaldívar Laguía
Tierarzt
Präsident von AVAT (Asociación de Veterinarios Abolicionistas de la Tauromaquia)

Der Stierkampf in alle seinen Erscheinungsformen ist eine Ausübung von Gewalt, die bei den Kampfstieren, aus rein wissenschaftlicher Sicht, ein erhebliches sowohl physisches als auch psychische Leiden, bei den Tieren verursacht. Seine Abschaffung in den Ländern in denen diese Spektakel immer noch legal sind, stellt ein wichtiger Fortschritt im Wohlergehen und Schutz der Tiere dar.

www.avat.org.es

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Miguel Ibáñez Talegón
Tierarzt, Ethologe
Professor der Universität Universidad Complutense de Madrid
Tierärztliche Fakultät
Mitglied von AVAT (Asociación de Veterinarios Abolicionistas de la Tauromaquia)

Der Stierkampf beschämt mich als Spanier. Es ist absolut beschämend, dass eine Gruppe von Spaniern von Welt sich damit brüstet zivilisiert und intelligent zu sein, ein “Fest” zu genießen, welches für das Tier eine geballte Ladung aus Tierqual und Blutbad ist.

Es ist für die menschliche Spezies nicht akzeptabel, ein Tier für den alleinigen Zweck des Spaßes zu verletzen. Diese Art von Handlungen definiert die Art der Menschen, die dem zustimmen und es rechtfertigen. Die Tauromachie sollte aus Gründen der Ethik und des Tierschutzes abgeschafft werden.

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Prof. Dr. vet. Lluis Ferrer
Universität Universitat Autònoma de Barcelona
Tierärztliche Fakultät

Die Stierkämpfe erfüllen mich mit Schmerz, Kummer und Schmach. Als Tierarzt erschauert es mich vor Schmerz, wenn ich sehen muss, wie der Stier auf solch brutale Art und Weise leiden muss.

Als menschliches Wesen bekümmert es mich zu sehen, zu was wir als Personen einzig und allein zu unserem Vergnügen fähig sind.

Und abschließend schäme ich mich entsetzlich als Spanier, nicht nur dafür, dass im spanischen Staat weiterhin Stierkämpfe stattfinden, sondern auch der Beschränktheit, die die sogenannten Pro-Stierkämpfer immer wieder zur Schau stellen.

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Am 19. April 2012 fand zum ersten Mal in einer offentlichen Institution Extremaduras, in der tierärztlichen Fakültät von Cáceres, eine Konferenz für die Abschaffung der Stierkämpfe statt. Zwei Repräsentanten des Vereins AVAT, der Präsident José Enrique Zaldívar Laguía und Miguel Ibáñez Talegón präsentierten aus tierärztlicher Sicht das ganze grausame Ausmaß von Schmerz und tod den ein Stier während einer corrida erleidet.

Anbei die englische Presseerklärung:

PROFESSOR OF THE UNIVERSITY OF VETERINARY MEDICINE OF MADRID PRESENTS STUDY AND STATES THAT “IT IS AN ANACHRONISM AND A CONTRADICTION THAT THE VETERINARY PROFESSION SUPPORTS AND CONTRIBUTES TO BULLFIGHTING”.

In Spain, veterinarians may specialize in the care, preparation and assessment of the adequacy of bulls for the bullfighting show.

Miguel Ibañez Talegón, Professor of Ethology of the veterinary faculty of the Universidad Complutense de Madrid, and José Enrique Zaldivar Laguía, president of AVAT, presented evidence of the enormous suffering of the bull during the bullfight.

Madrid, April 20, 2012. – The Association of Veterinarians Abolitionists of bullfighting (AVAT), gave yesterday a class to veterinary students in the course of Taurología (Bullfighting sciene) in the auditorium of the veterinary faculty of Caceres, Spain under the title “Veterinary, Animal Welfare Dollhouse.”

Miguel Ibañez Talegón, Professor of Ethology of the veterinary faculty of the Universidad Complutense de Madrid, and José Enrique Zaldivar Laguía, veterinary and president of AVAT, presented their work to a large audience. “The behavior of the bull (during bullfights)” and “The suffering of the bull during the bullfight,” were the titles of their papers. This is the first time in its four years, that this association of veterinarians is allowed to explain its position against shows in which the protagonist is the bull, before Veterinary students.

Professor Ibáñez made special mention of the reactions that these animals have when subjected to the intense aversive stimuli of bullfighting and Zaldivar explained in detail the physical and metabolic damages and responses that occur to the bulls during these fights. They both agreed on the terrible suffering endured by these animals during the bullfight, belying the study presented in 2007 by other veterinarians, in which bulls are attributed to bull a special capacity to support these responses, minimizing their suffering.
Likewise, they stated that “It is an anachronism and a contradiction that the veterinary profession supports and contributes to such events”, granting awards to breeders of fighting bull or to celebrate their Christmas professional celebrations in circuses with animals and made a call the veterinarian official bodies, to take into account such considerations.

Präsentation: CONFERENCIA -  VETERINARIOS, TAUROMAQUIA Y BIENESTAR ANIMAL

Siehe auch: Leidet der Stier während des Stierkampfs?

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3rd Mai 2012

CORRIDA – ABOLITION Stierkampfgegner aus Luxemburg mit neuer Internetpräsenz

„Einen Stier zum Vergnügen zu quälen, ist mehr als ein Tier zu quälen, es ist die Quälerei des Bewusstseins.“

Victor Hugo


© beim COMITE AUDOIS POUR L’ABOLITION DES CORRIDAS

Foto aufgenommen bei der Corrida in Carcassonne am 22.08.2010

An dieser Stelle möchte ich die neue Webseite von meinem Kolleren im Kampf für die Abschaffung der Stierkämpfe, John Trezzi aus Luxemburg, vorstellen: www.anti-corrida.lu

CORRIDA – ABOLITION

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27th April 2012

Great Expectations / Große Erwartungen

“Great Expectations” ist ein Kurzfilm über ein kleines Kalb, welches ungeachtet den Erwartungen seiner Eltern, sorglos auf auf einer Dehesa spielt, seine Zukunft ist vorbestimmt: Teil einer Show zu sein, wo es einen ihrer ahnungslosen Protagonisten ist.

“An jeder Kreuzung auf dem Weg in die Zukunft stehen dem fortschrittlichen Geist tausende von Männern gegenüber, bereit, die Vergangenheit zu beschützen.”

Count Maeterlinck, Nobelpreisträger der Literatur 1911

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27th April 2012

Impressionen von der anti-Stierkampf Demonstration in Sevilla

Unter dem Motto ¡QUE TIEMBLE SEVILLA! / Auf dass Sevilla zittert! fand am 21. April in Sevilla eine friedliche Demonstration für die Abschaffung der Stierkämpfe statt.



Anti-Stierkampf Demonstration
Sevilla
29.04.2012

Die zuvor für den 22. April geplante Demonstration vor den Toren der Stierkampfarena Maestranza wurde auf den kommenden Sonntag, den 29. April verschoben.

Einberufen wurde diese friedliche Kundgebung von den Tierrechtsorganisatonen Equanimal und Igualdad Animal.

Zeitgleich findet die “Feria de Abril” statt, ein Volksfest bei dem auch Stierkämpfe stattfinden.

Sevilla hat den Stierkampf zum Immateriellen Kulturerbe erklärt, ein Grund mehr die Stimme für die Tiere zu erheben und die Gesellschaft dazu anzuregen über die Tierquälerei und Ungerechtigkeit gegenüber den Tieren nachzudenken.

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24th April 2012

In Katalonien sollen wieder Stierkämpfe stattfinden

“Katalonien verliert die Schlacht gegen den Stierkampf”, titelte am 22. April die spanische Zeitung El Confidencial. Ein Jahr nach Inkrafttreten des vom Parlament beschlossenen Stierkamfpverbotes sollen nach Willen der konservativen Volkspartei Partido Popular ab 2013 in Katalonien wieder Stiere abgeschlachtet werden. Die Regierung verabschiedete ein Dekret, welches das “Nationalfest” zum Kulturgut erklärt, die Rechtsvorschrift würde dann in ganz Spanien obligatorisch. Der Gesetzgebungstext soll in der zweiten Jahreshälfte dem Parlament vorgelegt werden.

Am 22. März überreichten die führenden Köpfe der Federación de Entidades Taurinas, Cayetano Rivera, Santiago Martín und Curro Vázquez, dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Jesús Posada, 587 000 Unterschriften, die sie im Namen einer Iniciativa Legislativa Popular (Volksinitiative) gesammelt hatten, mit der Forderung den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären und somit das Stierkampfverbot zu kippen. Auch fordern sie, dass andere Autonomien den gleichen Weg einschlagen.

Obwohl die Fondation Franz Weber bei der Zentralen Wahlkommission Beschwerde wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Unterschriftensammlung eingereicht hat und diese auch angenommen wurde, wurden alle Unterschriften für gültig erklärt.

Noch ist nichts entschieden, das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Die Spanier leiden mehr und mehr unter der Wirtschaftskrise, doch die Regierung subventioniert und fördert weiterhin das blutige Spektakel einer Minderheit.

www.latorturanoescultura.org

In Spanien werden Subventionen in Millionenhöhe der Tauromachie bewilligt. Für jedes “OLÉ” welches man schreit, bleibt ein weiterer Patient ohne Operationssaal.

Siehe auch:

Von der Bedeutungslosigkeit des Stierkampfs

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21st April 2012

Ich bin deine Stimme – Dokumentarfilm ¿Toros SI, Toreros NO?

Toros SI, Toreros no – Stiere ja, Toreros nein, ist ein Dokumentarfilm über die Abschaffung der Stierkämpfe in Mexiko, welche vom überwiegenden Teil der Bevölkerung gefordert wird.

TRAILER

Offizielles Lied des von Habacuc Networks prouzierten Dokumentarfilms über die Abschaffung der Stierkämpfe in Mexiko.

Facebook: Toros SI toreros NO – La pelicula

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16th April 2012

Traditionen

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