Schon im Jahre 2005 forderte die AIT, dass der Stierkampf zum Weltkulturerbe erklärt wird.
Dieser erste Antrag wurde abgelehnt, aber seitdem arbeiten die Taurinos, die sich weltweit zusammengeschlossen haben, intensiv an dem Projekt “Proyecto Tauromaquia de la UNESCO”.
Diese Leute haben Macht, Geld und sind gefährlich, auch wir als Gegner müssen an einem Strang ziehen und uns gemeinsam gegen die Pläne der Tauromachie organisieren.
I. Chronologie
1. Die Unesco hat am 29. September 2003 in Paris bei ihrem 32. Treffen die Konvention für den Schutz des immateriellen Kulturerbes beschlossen.
2. Nach der vollständigen juristischen Untersuchung des Inhaltes der Konvention entstand das Recht zur Petition für die Dörfer, die als kulturelle Tradition den Stierkampf besitzen, um ihre Feste als Kulturerbe zu verewigen. Dazu wurde während des Jahres 2004 in Madrid die Internationale Organisation des Stierkampfes (AIT)gegründet.
3. Am 27. Januar 2005 wurde die AIT als Organisation in das Register der Organisationen des internen spanischen Ministeriums aufgenommen. In den Statuten der Organisation steht an erster Stelle das Ziel, den Stierkampf als Kulturerbe zu verewigen.
Somit ist das Hauptziel der Organisation die Aufnahme des Stierkampfes in die Liste des Kulturerbes.
4. Am 19. November wurde die spanische Regierung von der Organisation aufgefordert, die Initiative in Sachen Kulturerbe und Stierkampf zu ergreifen.
Auch die spanische Königstochter Dº Cristina, Ehrenpräsidentin der Komission, die sich um die UNESCO kümmert, wurde aufgefordert, alles mögliche zu tun, um die UNESCO dazu zu bringen, den Stierkampf als Kulturerbe zu verewigen.
5. Am Anfang des Jahres 2006 wurden alle Ratifikationen, die nötig sind, um eine Überprüfung durch die UNESCO überhaupt zu ermöglichen, eingereicht worden. Bis heute sind alle Länder, die Stierkampf betreiben, Mitglied dieser Konvention.
6. Am 25. Oktober des Jahres 2006 wurde im Rahmen des Forum des Stierkampfes (I Foro del Toro de Lidia) die Petition formuliert, die die Autonomen Behörden lancieren müssen, um den Stierkampf als Kulturerbe zu verewigen.
7. Im Jahr 2007 wurde das Projekt Stierkampf-UNESCO in Portugal im Rahmen der Veranstaltung Feria del Toro, vorgestellt. Die Gelegenheit war günstig, um Kontakt zu portugiesischen Stierkämpfern und Anhängern zu knüpfen, die sich sehr dafür interessierten.
8. Am 16. Februar 2007 wurde in der spanischen Stadt Rodrigo die parlamentarische Organisation des Stierkampfes (ATP) durch nationale Parlamentarier und Exparlamentarier, private Personen, und Europaparlamentarier gegründet. Ziel der Organisation ist das Projekt Stierkampf-Weltkulturerbe. Sie begannen, Parlamentarier aus den verschiedensten Ländern, die Stierkampf betreiben, für ihr Projekt zu gewinnen.
9. Im Juni 2008 reisten Mitglieder der parlamentarischen Organisation des Stierkampfes nach Portugal, um eine portugiesische parlamentarische Organisation des Stierkampfes zu gründen. Bei dieser Gelegenheit stellte es sich heraus, dass die Gründung einer solchen Organisation in Portugal erforderlich ist, um den Stierkampf besser verteidigen zu können. Außerdem kann man gemeinsam für den Eintrag des Stierkampfes als Kulturerbe kämpfen.
10. Im November 2008 kamen alle parlamentarischen Mitglieder für den Stierkampf in Madrid zusammen. Die Organisationen aus Frankreich, Spanien und Portugal beschlossen folgendes:
Unter Berücksichtigung der kulturellen und artistischen Werte des Stierkampfes wird man alles Nötige tun, um den Eintrag als Kulturerbe zu erlangen.
11. Im Jahre 2008 haben die spanischen Stierkämpfer die Organisation Mesa del Toro gegründet, die sich von Anfang an für den Eintrag des Stierkampfes als Weltkulturerbe einsetzen.
Am 4. und 5. Juli 2008 wurde der Stierkampf im europäischen Parlament im Rahmen einer Ausstellung mit dem Namen „Zwischen Mann und Stier“ vorgestellt. Die Vorstellung wurde von den europäischen Parlamentarier sehr gut aufgenommen, so dass die Chance für einen Eintrag als Weltkulturerbe der UNESCO sehr gut stehen.
II.
Zu den Aktivitäten, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurden, zählten die Promotion, Kontaktaufnahme und Bekanntmachung eines Projektes, dass zwar populäre Unterstützung hat, aber eine institutionelle Beteiligung dringend nötig hat.
Das internationale Forum der Stierkampfkultur, dass 2009 auf den Azoren stattfand, hat in seiner letzten Deklaration das Projekt gewürdigt.
Letztens hat die Union Latina, unterstützt von der Junta de Andalucía, ein Kolloquium zum Thema: “Der Stierkampf: Ein Kulturerbe” durchgeführt, dessen mediale Kommunikation eine Befürwortung des Stierkampfes als Kulturerbe beinhaltet.
Schlussendlich hat die Organisation Mesa del Toro am 06. Juni 2009 im Rahmen des internationalen Treffens der Stierkampfkultur in Madrid seine Unterstützung dem Projekt zugesprochen. Auch die Organisation Union Latina und die französische Organisation des Stierkampfes sagten ihre Unterstützung zu.