12th September 2014

Morrissey- The Bullfighter Dies

KULTUR HÖRT DA AUF WO GRAUSAMKEIT BEGINNT

DER STIERKAMPF WIRD STERBEN

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Morrissey bezieht sich auf mehrere spanische Städte, “Mad in Madrid / Ill in Seville / Lonely in Barcelona / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive / Gaga in Málaga / No mercy in Murcia / Mental in Valencia / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive.”

Wenn der Stierkämpfer “stirbt”, der Stierkampf ausstirbt, wird kein mitfühlender, moderner, zivilisierter Mensch diesem auch nur eine Träne nachweinen. Alles was wir wollen, ist das barbarische Spektakel unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur beenden, eine bessere Welt für Mensch und Tier!

Steven Patrick Morrissey war als Texter und Sänger von The Smiths einer der bekanntesten Musiker in den 80er Jahren. 1987 löste sich die Gruppe auf und er begann eine bemerkenswerte Solo-Karriere. Morrissey ist nicht nur bekannt als großartiger Musiker, sondern auch als engagierter Tierrechtler, dies schon zu Zeiten bei The Smith, mit “Meat is murder” (Fleisch ist Mord), “…es ist eine Tod ohne Grund, der Tod ohne Grund ist Mord.” Er hat sogar schon einmal ein Konzert in Kanada als Protest gegen das Robbenschlachten, abgesagt.

Morrissey ist auf Europa-Tour, auch dreimal in Deutschland, am 5. November in Hannover im Capitol, am 23. November in Berlin in der Columbiahalle und am 24. November in Essen im Colosseum Theater.

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8th September 2014

Tordesillas, blutbeflecktes Land – Toro de la Vega 2014

MADE IN (S)PAIN – TORO DE LA VEGA – STEHENGEBLIEBEN IM FINSTEREN MITTELALTER 

Bald ist es wieder soweit, das wohl grausamste Stierspektakel Spaniens, erstmalig zelebriert 1534 – im tiefsten Mittelalter – im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt und weit über seine Landesgrenzen zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt, findet in diesem Jahr am 16. September statt. Elegido heißt der diesjährige, zum Lanzentod verurteilte Stier der ganadería (Stierzucht) Antonio Bañuelos (Burgos).

Beim “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue), der seit 1584 stattfindet, wird ein Stier von Hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich das Leben des Stiers beendet, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken. Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt hinter die Flußaue zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat.

Nach vielen Jahren der Kampagnen und Proteste gegen den Toro de la Vega, ist dieses grausame Spektakel inzwischen dank der spanischen Tierschutzpartei PACMA, die auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit CAS International die Kampagne “Rompe una lanza por el Toro de la Vega” de la lanziert, auch Thema im Europäischen Parlament. Die Vorsitzende Silvia Barquero lädt am 10. September zu einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Brüssel ein. Unterstützt wird sie von den Abgeordneten Anja Hazekamp (Partij voor de Dieren) und Stefan B. Eck (Partei Mensch Umwelt Tierschutz).

Im September 2013 hat PACMA eine Petition an die Europäische Union eingereicht, mit der Forderung zu überprüfen, ob die Tradition des Toro de la Vega die europäische europäischen Gesetzgebung verletzt. Die Europäische Union hat diesen Antrag zugelassen und wird ihn prüfen. Das blutige Spektakel steht im Widerspruch zu Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, welcher Tiere als “sensible Lebewesen” definiert. Diese Stierhatz erfüllt ebenso noch nicht einmal die regionalen Vorschriften von Kastilien und Leon und Verletzung die Artikel 19 und 23 des Dekrets 14/1999. Artikel 19.1 besagt, dass es in allen Volksfesten verboten ist Rinder zu verletzen, stechen, schlagen, festzuhalten, oder auf andere grausame Art und Weise zu behandeln.

José Antonio González Poncela, der Bürgermeister von Tordesillas, äußerte sich folgendermaßen: “Der Stier spürt Schmerz, aber leidet nicht.” Auch sonst halten sich die kritischen Bürger, die es in diesem Ort durchaus gibt, sehr zurück aus Angst vor Repressionen, dokumentiert wurde dies in einer Fernsehsendung, man wollte unerkannt bleiben. Nur 26 Bürger erhlben ihre Stimme gegen den Toro de la Vega, ihre Namen sind der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Am 5. September hat die internationale Stierkampfmafia sogar einen Kongress für den Schutz des barbarischen Spektakels abgehalten. Anwesend waren Stierkampflobbyisten aus Spanien, Portugal, Frankreich und Kolumbien.

Die Tierrechtler befinden sich in Alarmbereitschaft. Es finden zahlreiche Demonstrationen statt, die größte Kundgebung wird am 13. September in Madrid erwartet.

Die Aktivisten sind gut über die sozialen Netzwerke vernetzt, die Bewegung Okupa Tordesillas ruft auch in diesem Jahr wieder dazu auf, den Ort der Schande zu stürmen. Auch Anonymous ist aktiv. Werden sie in diesem Jahr den Tod von Elegido verhindern können? Werden genug Mutige sich nach Tordesillas begeben, so viele, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann weil die Sicherheit der Teilnehmer der Stierhatz nicht gewährleistet werden kann?

Alle bisherigen Artikel über den Toro de la Vega: http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

Was Sie tun können:

Informieren sie die Medien, je mehr Themenvorschläge dort eingehen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass berichtet wird.
Unterzeichnen sie die folgenden Petitionen
Beteiligen Sie sich an der Kampagne “Rompe una lanza por el Toro de la Vega”

¡Firma por el fin del Toro de la Vega! – Unterschreibe für ein Ende des Toro de la Vega!
Nombre – Familienname
Apellido – Vorname
danach die Email Adresse eintragen
Acepto la política de privacidad – “Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen” markieren.
auf Firmar – unterschreiben – klicken

Súmate a nuestra campaña – Schließe dich unserer Kampagne an
Bitte ein Foto mit einem Plakat machen was man ausdrucken kann. Bei: Hazte una foto con este cartel, auf das grün hinterlegte “este cartel” klicken und das Plakat ausdrucken. Dann den Namen und die Email Adresse eintragen, das Foto hochladen, wieder Acepto la política de privacidad markieren und auf Enviar klicken.

Alle blau hinterlegten Wörter sind Verlinkungen!

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3rd September 2014

Frankreich: Brutale Repression in Maubourguet

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Am Samstag den 23. August versuchten Aktivisten für die Abschaffung der Stierkämpfe in Maubourguet, einem Dorf in Südwestfrankreich, einen Stierkampf zu verhindern. Die Stierkampfgegner, unter ihnen viele Frauen, waren friedlich, einige sind in die Stierkampfarena gesprungen, andere ketteten sich mit einem Schloss auf dem Gelände fest, einzig und allein mit der Absicht, das Leben von jungen Stieren zu retten.

Dieser ehrenhafte Versuch wurde jedoch mit brutaler Gewalt von der CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité – Spezialeinsatzkräfte der französischen Polizei) und vielen Stierkampfanhängern niedergeschlagen. Das Ergebnis der Eskalation brutaler Polizeigewalt, unterstützt von fanatischen Stierkampffans ist beängstigend. Aktivisten wurden mit Eisenstangen und Haken, die zum Ebnen des Sandes in der Arena verwendet werden geschlagen. Es gab nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch Schwerverletzte! Der Träengaseinsatz war so stark, dass Zuschauer und Toreros evakuiert werde mussten, dies dauerte gute zwanzig Minuten lang.

Gegen 23.30 Uhr, als alle Aktivisten auf unterschiedlichste Art und Weise aus der Arena hinaus befördert waren, wartete auf Jean-Pierre Garrigues von CRAC Europe eine böse Überraschung. Überfallartig wurde er von 7 oder 8 Beamten der CRS brutal zu Boden geworfen und für 20 Stunden in Polizeigewahrsam genommen. Erst am Sonntag gegen 19 Uhr wurde Garrigues freigelassen.

Jean-Pierre Garrigues ist einer der in der Öffentlichkeit wohl bekanntesten Köpfe von CRAC Europe. Er ist Doktor der Ökologie, Ingenieur für Bau-, Wasser-und Forstwirtschaft, Professor für Wirtschaftswissenschaften und Vorstandsvorsitzender von CRAC Europe.

Der komplette Name der Organisation CRAC Europe lautet: CRAC Europe für den Schutz der Kindheit. Beim Thema Stierkampf geht es nicht nur um Tierquälerei, sondern auch um den Schutz der seelischen Gesundheit von Kindern, die in Stierkampfschulen das Töten lernen und als Zuschauer abscheulicher Gewalt ausgesetzt sind. Die kürzlich erstmalig für Portugal ausgesprochene Empfehlung der UNO, Kinder von der Gewalt des Stierkampf fernzuhalten, ist selbstverständlich auch auf die anderen Stierkampfländer übertragbar.

Kein einziger Stierkampffan und kein einziger CRS wurden von den Aktivisten verletzt. Wie 2011 in Rodilhan und 2013 in Rion des Landes sind die Opfer der Gewalt einzig und allein auf Seiten der Anti-Stierkampf-Bewegung und selbstverständlich, wie immer, auf Seiten der Stiere. Wie ist diese Beschneidung der Grundrechte auf Versammlungsfreiheit, verankert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, zu erklären? Wie kann es sein, dass die Polizei immer wieder ungesühnt Tierrechtler niederknüppelt? Befinden sich vielleicht zahlreiche Aficionados auf Seiten der CRS, bzw. der Befehlshaber und Politiker? Ist es ein erbärmlicher Versuch die Tierrechtsbewegung mundtot zu machen? Frankreich ist in Europa bekannt für seine rechtswidrige Polizeigewalt und wird deswegen auch von Amnesty International kritisiert.

In der französischen Regierung gibt es mehrere Pro-Corrida-Minister. Manuel Valls, Premier Minister der Regierung Hollande, spanischer Herkunft und leidenschaftlicher Corridaanhänger, sorgt dafür, dass Anti-Stierkampf-Demonstranten möglichst brutal behandelt werden. Er ist ohne Zweifel für den brutalen Einsatz verantwortlich. Dazu kommt der erschwerende Umstand, dass an diesem Abend der Kommandeur der CRS-Truppe ausgerechnet ein Aficionado – ein Stierkampf-Fan – war. Auf dem Video ist er leicht zu erkennen. Er ist der etwas ältere kahlköpfige CRS.

Polizeigewalt: Das Video zeigt u.a. einen auf dem Boden liegenden Aktivisten der von Beamten der CRS geschlagen und getreten wird, ebenso einen Kameramann, der aufgefordert wird, das Filmen einzustellen.

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Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt. Stierkampf ist grausam und schadet der seelischen Gesundheit und dem Wohl der Gesellschaft. Schon Albert Schweitzer (1875-1965) bemerkte: Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.

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26th August 2014

ANTISTIERKAMPFDEMOS IN SÜDFRANKREICH JULI 2014 – Eine deutsche Stierschützerin berichtet

Saint Paul les Dax – Zwischen Pflichtbewusstsein und Menschlichkeit: Schrei des Kälbchen trifft auch Beamte in Uniform

Am Samstag, den 12. July hat um 18 Uhr eine Novillada ohne Picador in Saint Paul les Dax stattgefunden. Bei einer Novillada werden vier Stierkälbchen, die keine drei Jahre alt sind, von jungen Folter- und Mordlehrlingen zu Tode gefoltert. Wie jung die Toreros und wie zierlich und schwach auf den Beinen die Kälber noch sind kann auf diesem kurzen Video, das keine grausamen Bilder enthält, festgestellt werden:

http://www.dailymotion.com/video/xh4sdc

Die Leiden der jungen Opfer sind wohl kaum vorstellbar. Diese wehrlosen Tierkinder sind physisch und psychisch für eine solche Tortur noch weniger gewappnet als ihre älteren Brüder. Das erste Kälbchen hat so geschrieen, dass man es draußen hörte, und jemand rief, das Kälbchen schreie nach seiner Mutter. Da kamen einer anwesenden Polizistin die Tränen. Sie weinte und musste sich entfernen, um sich wieder zu fassen. Anderen Polizisten standen auch die Tränen in den Augen.

Soustons – Rosen für die Folterin

Video: Eine französiche Schande: Léa Vicens – Stierkampf zu Pferd

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Am Tag danach, den Sonntag, 13. Juli, bin ich nach Soustons, einer kleinen Stadt in den Landes, im tiefen Südwesten Frankreichs, gefahren. Dort feierte man an diesem Wochenende einhundert Jahre Stierfoltermassaker, sprich: Corrida. In der Tat, ein ehrwürdiges Jubiläum. Ich fuhr bis Saint Vincent de Tyrosse, einer Stadt mit den selben blutigen Qualbelustigungen – am Sonntag darauf fand besagtes Spektakel auch dort statt – und fragte dort nach dem Weg nach Soustons (ehemaliger Sommersitz von Francois Mitterrand). Zwei ältere Damen kamen auf mich zu und fragten mich, ob ich Engländerin sei. Als ich antwortete, ich sei Deutsche, sagten sie gut gelaunt: „Heute Abend werden die Deutschen gewinnen.“ Ich fragte mich, ob diese netten Damen auch zu jenen gehören, die dieses grausame Spektakel für ihr traditionelles Kulturgut halten. Man sagte mir, der geschätzte Prozentsatz der Corridaanhänger in den Landes, einem der am schlimmsten Corridaverseuchten Departements, liege eigentlich nur bei geschätzte 20% bis 30%.

Ich bin also dann zu der Anti-corrida-Demonstration nach Soustons gefahren. „Hundert Jahre Corrida in Soustons“ verkündeten überall festliche Banderolen und Plakate. Dazu hörte man überall lustige Festmusik. Die Antis fanden sich an der Absperrung 50 Meter vor der Arena ein. Dort gab es viel Polizei, die Folter-und Massaker Schaulustigen kamen scharenweise an, teilweise mit christlichem Kreuz am Hals, wohl um die Unschuld zu beschützen. Die katholische Kirche mit ihrer langen Foltertradition ist auch hier mit von der Partie: vor der Corrida segnet ein Geistlicher Arena und Toreros. Der Gerechtigkeit halber möchte ich aber erwähnen, dass sich in Frankreich Priester für das Ende der Segnung der Toreros durch katholische Priester einsetzen.

Siehe hierzu:
ANTI CORRIDA : DES PRÊTRES DISENT NON AUX AUMÔNERIES DANS LES ARENES AVEC LE CRAC EUROPE !
www.protection-animale-catholique.org

Für Folter und Tod des ersten Stieres sorgte eine Torera, ein weibliches Wesen, und wie man mir sagte, noch dazu schön anzusehen. Wir konnten dann auch beobachten, wie viele Rosensträucher, gelb und rot, zur Arena gebracht wurden. Nach ihrer Gräuelvorstellung sollte die Dame würdig geehrt werden. Vorher wurden aber von der Polizei alle Taschen der Corridabesucher sorgfältig durchsucht, um jede Gefahr abzuwenden, die vom eventuellen Eindringen todesmutiger Antis in die Arena dem Spektakel drohen könnte. Im August 2013 war ein Anti ins Koma geschlagen worden und ein anderer musste mit einer Gehirnerschütterung ebenfalls mit Hubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert werden – Siehe hierzu: Frankreich: Spektakuläre anti-Stierkampf Aktion – acht Verletzte, einer im Koma. Bestürzend war auch die grosse Anzahl von Kindern aller Altersklassen, von 3- und 4 Jährigen angefangen, die von ihren Eltern in die Arena, manchmal gegen ihren Willen, mitgenommen bzw. getragen wurden, und auch viele Jugendliche gingen fröhlich und gutgelaunt zu diesem blutigen Ort, wo Folter, Leiden, Agonie und Tod zum grausamen Schauspiel gemacht werden. Es gibt ein Gesetz, das Kinder vor dem Anblick grausamer Vorgänge schützt. Aber dieses Gesetz gilt nicht für Corridas (siehe hier wie ein kleines Mädchen nicht zur Corrida will:

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In diesen ländlichen Gegenden, wo es offensichtlich an moralisch gesunder Kreativität fehlt, sind die kleinen Arenen oft bis zum letzten Platz gefüllt.

Anders als in Saint Paul les Dax am Vortag gingen die meisten Polizisten mit den Aficionados in Soustons recht kumpelhaft um, was mich dazu trieb „Police complice“ zu skandieren. Aber einer kam auf mich zu und lächelte mich an. Ich verstand es als Botschaft.

Von Roswitha Marcuzzi (mit Marika Marcuzzi)

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28th Juli 2014

Demonstration gegen Stierkämpfe in Alès, Frankreich am 31. Mai 2014

Demonstration gegen Stierkämpfe in Alès, Frankreich am 31. Mai 2014


Flaggen der 3 Organisatoren © CRAC Europe

Organisiert von CRAC Europe, der Stiftung Fondation Brigitte Bardot und dem belgischen Verein Animaux en Péril


Banner © CRAC Europe

Aus Süddeutschland kommend haben wir mühsam unseren Weg bis zum Treffpunkt gefunden. Viele Straßen waren gesperrt und Gendarmen standen vor Barrikaden. Unseren Weg dorthin suchend und wegen Einbahnstraßen immer wieder im Kreis fahrend, haben wir schließlich die Bäume des Parc du Colombier und die Fahnen der Vereine erkannt.


Blockierte Strassen © Michel Pourny

Über 4000 Demonstranten


Unser Treffpunkt im Park © Michel Pourny

Welch eine gute Idee, den Treffpunkt in einem Park festzulegen! Es war ein sehr schöner Tag, um 12 Uhr war es bereits sehr heiß und wir haben uns nach der langen Anreise gefreut, unsere Beine ausstrecken und die Frische des Parks genießen zu können. Viele Demonstranten warteten im Schatten der Bäume. Die Stimmung war heiter, alle schienen sehr froh, dabei zu sein. Viele stärkten sich beim vegetarischen Imbiss. Da wir uns auf deutsch unterhielten, wurden wir oft in deutscher Sprache angesprochen. Germanophile Aktivisten drückten ihre Freude aus, dass wir von so weit gekommen waren, und manche zeigten uns auf ihrem Handy sogar Fotos von ihrem letzten Aufenthalt in Deutschland. Weiterlesen »

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15th Juli 2014

Das Leiden der Stiere in der Arena

Am 3. Dezember 2007 betreten Aktivisten von PAE, ein Tierarzt von World Animal Protection (ehemals WSPA) und ein Fernsehteam von LA TV mit Autorisierung der Organisatoren des Stierkampfs die Arena.


Deeps TV | Video

Das Video, aufgenommen in Ecuador, zeigt und erklärt anschaulich, wie der Stier schon ganz am Anfang einer Corrida geschwächt und nahezu kampfunfähig gemacht wird. Man versteht die Bilder auch, ohne die Sprache zu verstehen. Anbei die deutschsprachige Broschüre, “Die Stierkampfkunst aus der Sicht eines Kampfstieres”, in der alle Einzelheiten fachlich erklärt werden.

Broschüre im Download: DIE STIERKAMPFKUNST AUS DER SICHT EINES KAMPFSTIERES

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6th Juli 2014

IHR RENNT – STIERE STERBEN – Demonstration gegen Stiertreiben in Pamplona

YOU RUN – BULLS DIE

Gestern fand eine eindrucksvolle, von PETA und AnimaNaturalis organisierte Protestveranstaltung gegen das alljährliche Stiertreiben in Pamplona statt, zum dreizehnten Mal in Folge begaben sich Aktivesten aus aller Welt in die Haptstadt Navarras, um gegen die Grausamkeiten während der Stierhatz und die Stierkämpfe zu protestieren. Mehr als 150 Aktivisten versetzten sich in die Haut der Stiere und Läufer, um mitzuteilen: DU RENNST – STIERE STERBEN

Beim wohl bekannteste Stierspektakel Spaniens, anlässlich des Festes San Fermin in Pamplona werden, vom 7. bis 14. Juli zu Ehren des Patrons von Navarra, jeden Morgen 6 Stiere zusammen mit mehreren Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in eine Arena gehetzt, wo sie dann am Abend während einer Corrida von Toreros getötet werden.
Hunderte von Männern, die sogenannten “mozos” rennen vor den Stieren her, die Strecke beträgt 825 Meter und nach wenigen Minuten ist das Spektakel vorbei, selten ohne Verletzte.

Millionen von Touristen aus aller Welt lassen die Kassen gewaltig klingeln, die offizielle Webseite der Sanfermines www.sanfermines.com und die professionelle Vermarktung des Spektakels sprechen für sich, anhand von Videos und Fotos wird alles in Wort und Bild bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet.

Quellen:

extremnews.com
independent.co.uk
elcorreo.com

Video: http://bcove.me/3hpoqn94

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13th Juni 2014

Die Wahrheit über die Anti-Stierkampf-Demonstration in Vic-Fezensac – Das Lügengebäude fällt zusammen

Chef einer französischen Antitaurino-Organisation verhaftet – Der französische Staat setzt dem aggressiven Verhalten der antitaurinos ein Ende, lautet am 11. Juni die Überschrift des deutschsprachigen Pro-Stierkampf Portals STIERKAMPF FÜR ALLE. Bewusst verbreitet wurde diese Falschaussage zuerst von dem französischen Ex-Torero André Viard, bekannt dafür, den Stierkampf in allen seinen Formen militant zu verteidigen. Im Alter von 4 Jahren wurde er von seinem Großvater an den Stierkampf herangeführt. Nach seiner Laufbahn als Torero und entwickelte sich zum militanten Verteidiger des blutigen Gemetzels im Namen von Kunst und Kultur. André Viard hat u.a. gegenüber der Presse behauptet, dass Jean-Pierre Garrigues verhaftet wurde und gesagt, er hätte eine Waffe gehabt.

Übernommen wurde die Meldung von SfA, deren Team sich als die Kenner der Szene sieht und bekannt dafür ist, Fakten zu verdrehen. Das, was auf den ersten Blick im Auge des Betrachters – der nicht der französischen Sprache mächtig ist und nicht in der Lage ist zu recherchieren – wie eine Verhaftung aussah, war ein Verhör, denn der Geschädigte war Jean Pierre Garrigues.

Jean-Pierre Garrigues ist nicht verhaftet sondern, verhört worden. Zwei Stierkamfpfans haben versucht, Sachen aus seinem Kombi zu stehlen. Garrigues, der bis dahin während der Demonstration seine Tragetasche nicht dabei hatte, hat sie dann sicherheitshalber aus dem Kombi rausgeholt. Als aber die Gendarmen über die Aktivisten herfielen und Jean-Pierre auf den Boden warfen und seine Papiere verlangten, haben sie gesehen, als er seine Papiere aus der Tragetasche rausholte, dass sich dort auch ein Pfefferspray befand. Er wurde also mitgenommen und verhört. Jean-Pierre hat erklärt, dass er immer mehr Morddrohungen bekommt und zu seinem Schutz Pfefferspray dabei hat. Laut Gesetz dürfen Waffen bei einer Demo nicht getragen werden, dieses weiß der Aktivist und deshalb hatte er seine Tragetasche auch im Wagen gelassen und diese erst nach dem versuchten Diebstahl rausgeholt. Nach 1 1/2 Stunden war alles geklärt und er ist wieder zu der genehmigten Demonstration zurückgekehrt.

Folgenden Fakten beweisen, dass die komplette Berichterstattung bei Sfa nicht der Wahrheit entspricht und die Repressionen unverhältnismäßig waren:

Die Demonstration war deklariert und genehmigt. Der Bürgermeister wollte sie jedoch zuerst verbieten, hat aber am Vorabend der Demonstration seinen Beschluss geändert und sie doch genehmigt. CRAC Europe hatte aber inzwischen eine einstweilige Verfügung angeordnet und das Gericht hat das Rathaus zu 500€ Strafe verurteilt.

Das Ziel der friedlichen Demonstration am 8. Juni 2014 in Vic-Fezensac war Folgendes: Das Massaker der Stiere während der Stierkämpfe anzuprangern und eine demokratische Befragung der Bevölkerung zu fordern, um diese barbarische Praktik abzuschaffen.

Es gab viele Schikanen, zuerst durften die Demonstranten nicht zum Bus mit der Beschallungstechnik gelangen. Die Gendarmen haben sie blockiert, nicht im Beschluss des Bürgermeisters erwähnt war, aber laut Gesetz, muss dies auch nicht verboten und bedarf somit keiner Genehmigung.

Dann haben die Gendarmen die Zerstreuung der Demonstranten verlangt. Die Demonstranten haben sich dann alle auf den Boden gesetzt. Daraufhin folgten lange Gespräche zwischen dem Kolonel der Gendarmen und Jean-Pierre Garrigues, gut unterstützt von der Juristin Carole Saldain, Delegierte von CRAC für das Baskenland und Gründerin von Euskal Herria Bayonne Anticorrida. Der Kolonel erlaubt das Anzünden von Rauchkerzen und die Verwendung von Sirenen.

Auf einmal, und ohne offensichtlichen Grund, fingen die Gendarmen an, die ersten Reihen der sitzenden Demonstranten handgreiflich aufzulösen.
Der Kolonel kam plötzlich mit einem neuen Beschluss in der Hand, der die Verwendung von Rauchkerzen und Sirenen wegen Störung der Zuschauer des Stierkampfes, der gerade begonnen hat, verbietet.

Ein noch lebender Stier, mit sich noch bewegenden Füßen, wird aus der Arena geschleppt. Zwei neue Rauchkerzen wurden angezündet. Daraufhin hat der Kolonel gewartet… Er ordnete wieder die Zerstreuung der Demonstranten an. Die Gendarmen stürzen sich auf die Demonstranten und schlugen zu. Jean-Pierre Garrigues stellte sich daraufhin schützend vor die Aktivisten.

Demonstrationen sind grundlegende, urdemokratische Formen der kollektiven Meinungsäußerung, die grundrechtlich geschützt sind. Die Demonstration in Vic war genehmigt, es wurde weder gegen geltende Regeln verstoßen, noch waren die Aktivisten aggressiv, sondern sie mussten sich vor prügelnden Gendarmen und aufgebrachten Stierkampffans schützen.

Offensichtlich hat die Stierkampflobby so viel Angst vor dem endgültigen Niedergang der Tauromachie, dass sie weder vor Morddrohungen, noch vor Faktenverdrehung, noch vor Unterdrückung der Demokratie zurückschreckt. Wie verzweifelt muss man sein, um zu behaupten, dass “…die antitauromaquia (Anti-Stierkampf-Bewegung) auf den politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Ebenen in Frankreich wie in Spanien immer mehr an Terrain verliert.” Ganz im Gegenteil, Statistiken und Meinungsumfragen belegen, dass der Stierkampf mehr und mehr an Bedeutung verliert. Gegenteiliges zu behaupten ist schlichtweg gelogen, einige wenige gut besuchte Corridas gleichen den allgemeinen Rückgang der Besucherzahlen und schwindendes Interesse definitiv nicht aus. Da können noch so viele Eintrittskarten zu Schleuderpreisen abgegeben, oder geistig behinderte Menschen in Arenen gekarrt werden.

Unberechtigt ist die Kritik an “DEUTSCHLAND SAGT NEIN ZUM STIERKAMPF”, denn es gibt, gemessen an der Anzahl bekennender Stierkampfgegner, in Deutschland nur eine kleine elitäre Fangemeinde, die offensichtlich meint, der fragwürdigen Welt der Taurinos “dazugehören” zu müssen. Selbstverständlich ist die oben genannte Aussage korrekt, denn hier bei uns werden niemals Stierkämpfe stattfinden, alleine schon aus dem Grund, dass das deutsche Tierschutzgesetzt so etwas verbietet.

Fakt ist: Nicht nur der Stierkampf ist dem Untergang geweiht, auch hat mit dem besagten Beitrag bei STIERKAMPF FÜR ALLE, dieses Portal seine Glaubwürdigkeit endgültig verloren.

Anbei der bebilderte Bericht von CRAC Europe: Vic, répression démesurée d’une manif autorisée – Vic, Unverhältnismäßige Unterdrückung einer genehmigten Demonstration

Beiträge aus Amerika, mit  Fotos und Videos:

They Torture Animals in France

Hidden France: Festival of vomit and torture

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4th Juni 2014

Deutschland sagt NEIN zum Stierkampf

Gemeinsam sind wir stark!

  


Impressionen von der Anti-Stierkampf-Demonstration in Alès am 31. Mai 2014


Manifestation pour l’abolition de la corrida à… von agenceinfolibre

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3rd Juni 2014

Im Herzen der Arena – Stierkampf Alès 31.05.2014

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www.sauvons-les-animaux.com

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