In Galicien beschlossen am vergangenen Freitag die Parteien PPdeG, PSdeG und BNG die Landesregierung aufzufordern, Kindern unter 12 Jahren den Zutritt zu Stierkämpfen zu verbieten. Die Sprecher der Parteien sind sich darin einig, dass solche Veranstaltungen für Kinder schädlich sind, weil sie direkt Zeugen von Tierquälerei sind.
Quelle: AnimaNaturalis
Eine Studie belegt, dass Stierkämpfe “negative Auswirkungen” auf die psychische Gesundheit von Kindern haben die Stierkämpfen beiwohnen.
Den ungleichen blutigen Kampf, ausgeführt von Schlächtern in buntschillernden Kostümen, deren Bewegungen schon an Lächerlichkeit grenzen und deren oftmals blutverschmierten Gesichter an Figuren aus einem Horrorkabinett erinnern, zum Kulturgut zu erklären, wie gerade geschehen in der Autonomen Gemeinschaft von Madrid, sorgt für reichlich Zündstoff.
Diese neue, von dem anti-Stierkampf Verein ‘Galicia, mellor sen touradas’ ins Spanische übersetzte und nun veröffentlichte wissenschaftliche Studie , “El procedimiento de la corrida” / “Die Methode des Stierkampfs”, entwickelt von dem französichen Psychologen Joel Lequesne, dürfte nun für reichlich Polemik sorgen.
Auch wenn der Stierkampf ein Symbol der kulturellen Identität Spaniens ist, rückt nicht nur das Leiden des Stieres immer mehr in den Focus der Öffentlichkeit, sondern auch die Gefährdung der Kinder, denen vermittelt wird, dass die Folter eines Stieres ein schützeswertes Kulturgut ist.
Für unsereins ist der Anblick eines blutspuckenden, um sein Leben kämpfenden Stieres kaum zu ertragen, wie soll eine Kinderseele solche Eindrücke verarbeiten? Die Erziehung zur Grausamkeit, die Verharmlosung der Folter eines wehrlosen Tieres und die Gewöhnung an die Gewalt können psychische Schäden hinterlassen und führen zu einer emotionaler Abstumpfung.
Zweifelsohne sollte der Schutz der Kinder der Gesellschaft und den Politikern wichtiger sein als das Geschäft des blutigen Geldes einer Minderheit. Tierquälerei unter dem Deckmantel der Kultur hat in in einem modernen Europa seine Daseinsberechtigung schon lange verloren, Kultur und Tradition befinden sich in ständigem Wandel, auch die Inquisition ist nur noch ein schreckliches Zeugnis der Vergangenheit.
Quelle: terra.es
Bedenkt man wie geschockt viele Touristen eine Arena verlassen, ist die Alterbegrenzung sicher noch viel zu niedrig angesetzt.
Touristen beim Verlassen der Stierkampfarena Monumental in Barcelona
Das neue Jahr hat für die Stiere, zumindest in Katalonien, gut begonnen, seit dem 1. Januar 2012 finden nun in Katalonien keine Stierkämpfe mehr statt. Tausende von Stieren wurden in der Stierkampfarena Monumental niedergemetzelt, damit ist jetzt enlich Schluss.
Dank der Volksinitiative “Prou” in Katalonien das Stierkampfverbot in Kraft. Am 28 Juli 2010 siegte die Demokratie, die Abschaffung der Stierkämpfe in Katalonien wurde laut Parlamantsbeschluss besiegelt.
Auch wenn die Stierkampflobby die Entscheidung nicht hinnehmen will und die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) vor dem Verfassungsgericht klagt und eine Volksinitiative ins Leben gerufen wurde, sind die Aussichten das Stierkampfverbot zurückzunehmen gering.
In Katalonien interessierte sich zudem kaum noch jemand für das blutige Gemetzel, viele Stierkampfarenen wurden schon vor Jahren abgerissen, nur in der Stierkampfarena “La Monumental” in Barcelona fanden noch Stierkämpfe vor statt.
Auch wenn sich Katalonien mit seiner Entscheidung gegen die typisch spanische “Fiesta” auch gegen den Rest von Spanien stellte, war es keine rein politische Entscheidung, das grausame zu Tode Foltern von Tieren hat nicht nur dort immer weniger Anhänger.
Bedauerlich ist allerdings, dass Stierfeste wie der “Correbous” weiterhin stattfinden.
Die französiche Webseite “Sauvons un taureau” (Wir retten einen Stier) ist Tierfreunden gewidmet, besonders denen, die den Stierkampf nicht unterstützen und diesen auf aktive Art und Weise bekämpfen wollen. Aber auch, um zu beweisen, dass der sogenannte “toro de lidia” (Kampfstier) ein friedlicher Plfanzenfresser und kein gefährliches Tier ist.
Die Webseite gibt Einblicke in das Leben von FADJEN, wie er sich von einem jungen Kalb zu einem kräftigen Stier entwickelt und vor allem auch über die Beziehung zwischen Mensch und Stier. Dokumentiert in Wort, Bild und Film
www.sauvons-un-taureau-de-corrida.com
Videokanal bei You Tube: FADJEN
Lesen Sie hierzu den Beitrag von Stop Corrida, bitte auf das Bild klicken:
“Der Stier, eine gefährliche Bestie” – eine dreiste Propagandalüge der Stierquäler
Infancia sin viOLEncia
„Was Kindern angetan wird, das werden sie der Gesellschaft antun“ Karl A. Menninger
Video realisiert von PERÚ ANTITAURINO für die Kampagne: Infancia sin viOLEncia
Siehe auch:
NEIN zur Erziehung zur Grausamkeit JA zur Erziehung zu Mitgefühl und Respekt
Frankreich: Brot und Spiele! Schulen der Folter, Schulen der Gewalt!
Stierkampfschulen – Erziehung zur Grausamkeit
Wir müssen dies stoppen!
Mehr als 1 000 tote Stiere in den Arenen von Frankreich im Jahr 2011.
Sie können etwas dagegen machen.
Durch Ihre Anwesenheit in Paris.
Gemeinsam mit vielen Persönlichkeiten.
Unter dem Motto “Wir müssen dies stoppen” findet am Samstag den 11. Februar 2012 in Paris ab 15 Uhr eine große anti-Stierkampf Demonstration statt, organisiert von CRAC Europe und dem Kollektiv Non à la honte française.
Treffpunkt ist der Sitz der Französichen Nationalversammlung, dann geht es weiter bis zum Place du Trocadéro, wo eine große Bühne für die Veranstaltung zur Abschaffung der Stierkämpfe geplant ist.
Die französichen Tierschutzorganisationen haben die Webseite PATRIMOINE CORRIDA erstellt. Hier finden Sie Informationen über das Stiergemetzel, aktuelle Nachrichten, Infos zur Demonstration, eine Liste der Organisationen die den Protest unterstützen, Kontaktadressen von Politikern denen Sie einen persönlichen Brief schreiben können und eine Petition.
Bitte unterzeichnen und verbreiten sie die Petition, bitte auf das Bild klicken, Sie werden zur Petitionsseite weitergeleitet.
Nom de famille : Familienname
Prénom : Vorname
Autre (activité, statut etc) : Beruf (Angabe nicht notwendig)
code postal : PLZ
Ville : Ort
Pays : Land
Courriel : Email-Adresse
“signer” : unterzeichnen
Daraufhin erhalten Sie eine Mail von PATRIMIONE CORRIDA, mit einem Klick auf den beigefügten Link bestätigen Sie Ihre Unterschrift.
Nachrichten über den Stierkampf sind selten erfreulich. Doch zum Ende dieses Jahres gibt es etwas sehr Positives zu berichten:
Zahlreiche spanische und internationale Tierschutzorganisationen sowie einige Privatpersonen haben beim Europäischen Parlament eine Beschwerde gegen Spaniens brutalste Stierhatz “Toro de la Vega”, die jedes Jahr im September in Tordesillas stattfindet, eingereicht. Der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments hat die Beschwerde nun für zulässig erklärt und damit anerkannt, dass diese ungeheure Tierquälerei in den Zuständigkeitsbereich der Europäischen Union fällt. Dieser Erfolg ist der spanischen Rechtsanwaltskanzlei IFS Abogados zu verdanken, die im Auftrag der Tierschützer die Beschwerde eingereicht hat. Nun wird sich die Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals des Europäischen Parlaments damit befassen. Diese Gruppe hat sich schon bei anderen Problemen zugunsten des Tierschutzes erfolgreich eingesetzt. Entgegen den Versprechungen der Veranstalter der Stierhatz, den Stier weder zu töten noch zu misshandeln, sondern nur durch die Landschaft zu hetzen, wurde das scheußliche Spektakel nicht abgeschafft. Bei Erfolg der Beschwerde riskieren sie eine Strafe von mehr als 150.000 €. Lesen Sie bitte den Bericht von SOS-Galgos.
Für die französischen Stierkampfgegner war dieses Jahr sehr ereignisreich. Ausgelöst durch die Erklärung des Stierkampfs zum nationalen französischen Kulturerbe durch das Kultusministerium kam es zu vielen Protesten in allen Teilen Frankreichs. Der französische Kultusminister, der angeblich nichts von dieser Auszeichnung durch sein eigenes Ministeriums wusste und sich dennoch außer Stande sah, diese fatale Entscheidung zu widerrufen, wurde bei vielen Veranstaltungen, an denen er teilnahm, von Protestierenden verfolgt und zur Rede gestellt. Seine Hoffnung, dass sich die Wut über diesen skandalösen Vorgang legt, wird enttäuscht werden. Schon am Anfang des nächsten Jahres, am 11. Februar um 15 Uhr, wird in Paris bei einer großen Demo vor der Nationalversammlung an die nationale Schande Frankreichs erinnert werden. 177 Organisation haben zu dieser Versammlung aufgerufen, die von dem Comité Radicalement Anti Corrida (CRAC) koordiniert wird. Wenige Wochen vor den französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen soll den Abgeordneten vor Augen gehalten werden, dass die Ausnahme des Stierkampfs vom französischen Tierschutzgesetz eine Kulturschande ist und die Erklärung zum nationalen Kulturgut einer Kulturnation nicht würdig ist. Die Volksvertreter sollen auch daran erinnert werden, dass 80 % der französischen Bevölkerung das Massaker an den Stieren in den südfranzösischen Arenen ablehnt.
In der französischen Öffentlichkeit wird immer noch diskutiert, was am 8. Oktober in der Stierkampfarena in Rodilhan einem Vorort der südfranzösischen Stadt Nîmes passierte. Während einer Stierkampf-Veranstaltung, bei der minderjährige Torerolehrlinge wetteiferten sechs Kälber zu Tode zu quälen, besetzten etwa 100 Stierkampfgegner die Arena. Während 30 von ihnen in den Zuschauerrängen Banderolen ausbreiteten, sprangen 65 andere in das Rund der Arena und ketteten sich dort kniend einander an. Hasserfüllt stürzten sich die Schergen dieser Mordorgie auf die wehrlosen Mitstreiter, schlugen mit Füssen und Fäusten auf sie ein, zerrten sie an den Haaren, rissen ihnen die Kleider vom Körper und spritzen ihnen mit Feuerwehrschläuchen Wasser in die Ohren. Einige Zuschauer beteiligten sich an der Schlägerei und andere begleiteten dieses Massaker mit Gejohle und Rufen, die Demonstranten tot zu schlagen. Dieser Hagel von Schlägen und Beleidigungen dauerte ungefähr eine halbe Stunde, währenddessen keiner der Stierkampfgegner die Misshandlungen und Beschimpfungen erwiderte. Es gab 20 Verletzte, die alle sofort Anzeige erstatteten. Einer Mitstreiterin wurde der Fuß gebrochen und mehrere Zerrungen und Prellungen zugefügt. Einem anderen wurden zwei Rippen gebrochen, weitere erlitten durch die Wasserspritzen Verletzungen an den Ohren und Frauen wurden verbal und körperlich sexuell belästigt. Dieses beschämende Ereignis fand unter den Augen des Bürgermeister von Nîmes Jean-Paul Fournier statt, der zugleich Abgeordneter im französischen Senat ist. Tatenlos folgte er dem Massaker und rechtfertigte es in einem Interview als legitime Selbstverteidigung. Mit den Ereignissen von Rodilhan zeigten die Stierquäler, dass sie nicht nur fähig sind, Tieren ungeheure Qualen zuzufügen, sondern auch Menschen zu misshandeln. CRAC hat im Internet eine umfangreiche Dokumentation veröffentlicht, die große Aufmerksamkeit in der französischen Öffentlichkeit erregte und mit einer Flut von Sympathiekundgebungen unserem Kampf im kommenden Jahr mit starkem Rückenwind unterstützt.
Mit Sorge beobachten wir die politischen Veränderungen in Spanien. Die neue konservative Regierung gibt den Stierquälern Hoffnung, den Stierkampf wie in Frankreich unter landesweiten Schutz zu stellen und die Stierquälerei von der UNESCO als Immaterielles Weltkulturerbe erklären zu lassen. Wir gehen davon aus, dass diese Bemühungen auf Widerstand anderer Länder stoßen und vielleicht auch an den finanziellen Möglichkeiten der UNESCO scheitern werden. Schon jetzt ist die UNESCO angesichts einer Flut von Anträgen zum Immateriellen Weltkulturerbe überfordert und leidet andererseits auch an der Weigerung der USA, an der Finanzierung des UNESCO-Haushalts wegen des Beitritts von Palästina beizutragen. Wir hoffen, dass uns das neue Jahr in dieser Hinsicht nicht enttäuscht!
Langfristig wird der Stierkampf nicht überleben. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Jugend interessiert sich nicht mehr für dieses archaischen Spektakel. Den Veranstaltern geht das Geld aus, denn sie können die enormen Kosten für Kampfstiere und Toreros ohne Subventionen nicht mehr finanzieren, und angesichts der Schuldenkrise können Politiker Subventionen für Tierquälerei nicht mehr rechtfertigen. Doch solange wollen wir nicht warten, bis der Stierkampf eines natürlichen Todes stirbt. Wir müssen mit allen Kräften, diese Entwicklung verstärken, um noch vielen Tieren das Leid zu ersparen und ihr Leben zu retten.
Mit englischen Untertiteln, gut zu lesen mit “full screen” bei you tube.
Der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments hat eine Beschwerde gegen Spaniens brutalste Stierhatz “Toro de la Vega”, die jedes Jahr im September in Tordesillas (Valladolid) stattfindet, für zulässig erklärt.
Die Beschwerde wurde von der Rechtsanwaltskanzlei IFS Abogados im Namen zahlreicher spanischer und internationaler Tierschutzorganisationen sowie Privatpersonen eingereicht, um zu prüfen, ob das Turnier “Toro de la Vega” gegen Regeln verstößt.
Das Europaparlament hat die Petition für zulässig erklärt, da die aufgeworfenen Fragen in den Tätigkeitsbereich der Europäischen Union fallen.
Mit dem Thema auseinandersetzen wird sich die parlamentarische Arbeitsgruppe The European Parliament Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals. Diese parlamentarische Arbeitsgruppe beteht aus an Tierschutz interessierten EU-Parlamentariern aller Parteien, die sich regelmäßig treffen, um über Probleme zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Diese Intergroup ist maßgeblich an Resolutionen beteiligt, die das Europäische Parlament zugunsten des Tierschutzes verabschiedet.
Das Ziel ist nicht, über dieses Spektakel an sich “nachzudenken”, sondern sondern die Art und Weise wie die Stierhatz “vonstatten geht und wie das Tier verletzt wird”. In einem Manifest von 1966 hatte man beschlossen, den Stier weder zu töten noch zu misshandeln, sondern nur bis zur Flußaue zu begleiten, also bis dorthin zu hetzen.
Da der” Toro de la Vega” jedoch misshandelt und getötet wird, könnte dieses “Stierfest” mit einer Strafe von mehr als 150.000 € sanktioniert werden.
Pressemitteilung: COMUNICADO DE PRENSA TORO DE LA VEGA BRUSELAS
Siehe auch:
Massenklage gegen den “Toro de la Vega”
Der Mord an Afligido – Toro de la Vega 2011
Pressemeldungen: