28th November 2010

Stiergemetzel im Vorabendprogramm des TVE?

Die konservative spanische Volkspartei (span. Partido Popular, kurz PP) fordert, dass der spanische Fernsehsender TVE, vergleichbar mit ARD und ZDF, pro Saison mindestens 10 Stierkämpfe ausstrahlt. Die kann nicht gesetzlich erzwungen werden, liegt im Ermessen des Senders, aber es ist zu befürchten, dass der “lange Arm” der Stierkampflobby und der des spanischen Königs Juan Carlos, bis in den Aufsichtsrat von TVE reicht.

Erst im Jahre 2007 wurde mit der 51jährigen Tradition der Austrahlung von Stierkämpfen im Vorabendprogramm gebrochen, da es aus Kinderschützgründen nicht mehr zu verantworten war, allerdings wird am späten Abend über Corridas berichtet.

Die Volkspartei ist nun der Meinung, dass die Eltern entscheiden sollen, ob ihre Kinder die Stierkämpfe sehen oder nicht.

Quelle: telecinco.es

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23rd November 2010

Frankreich: Trügerische Ruhe für die Stiere

in Südfrankreich ist die diesjährige Stierkampfsaison zu Ende gegangen, doch die Karawane der Stiertöter ist auf die andere Hälfte der Erdkugel weitergewandert, um dort noch ein grösseres Blutbad als im alten Europa anzurichten . Derweil rüsten die Organisatoren des ritualisierten Stiermords schon für die nächste Saison auf und halten sich mit allerlei Aktionen in Erinnerung. Hinter den Kulissen arbeiten sie emsig an dem Projekt, den Stiermord als immaterielles Kulturerbe der UNESCO zu erklären. Besonders in Spanien versuchen die durch das Verbot in Katalonien angeschlagenen Stierquäler mit politischen Mitteln, Einfluss auf die spanische Regierung zu gewinnen, denn diese brauchen sie, um ihr perfides Projekt durchzusetzen. Der letzte Coup war, die Zuständigkeit für die Corrida der Stierkampf freundlichen Kulturministerin der Zentralregierung zuzuschieben und damit als Nebenprodukt noch einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Stierkämpfe zu erhalten. Über diese Machenschaften können Sie sich ständig bei www.sos-galgos.net oder auf unserer UNESCO-Sonderseite informieren.

In Frankreich ist der Stierkampf schon bestens in Regierungskreisen verankert. Präsident Sarkozy und seine Minister,von denen auch mehrere Stierkampfanhänger sind, halten ihre schützende Hand über die Stierquälerei im Süden des Landes und scheren sich nicht im Geringsten um die den Stierkampf mehrheitlich ablehnende Bevölkerung. Deshalb fühlen sich die südfranzösischen Stierquäler so sicher und meinen sogar, ihren bedrohten Kumpanen in Spanien zu Hilfe eilen zu müssen. In Südfrankreich ist die Stierkampfmafia bestens mit der “oberen” Gesellschaftsschicht vernetzt und wird von der lokalen Politprominenz protegiert, so dass sie sich fast alles erlauben kann. Wir als Stierkampfgegner haben es hier sehr schwer, sich gegen dieses abstoßende Gemenge durchzusetzen, zumal im Süden der Stierkampf für einen großen Teil der Bevölkerung zum “Lebensstil gehört und ein anderer den Kopf in den Sand steckt, selbst wenn er dem Spektakel ablehnend gegenüber steht. In dieser Situation ist unser Kampf eine Sisyphusarbeit, mit der wir mit kleinen Schritten und wirksamen Nadelstichen trotzdem Erfolge erzielen.

Mit welchen Machenschaften die Stierkampfanhänger versuchen, ihren Einfluss zu vergrößern und die Bevölkerung für sich zu gewinnen, können Sie durch zwei Artikel erfahren, die wir nun veröffentlicht haben:

Anke und Karl Daerner

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18th November 2010

Stierkampf und die Folgen des Machismus

In Spanien ist die Misshandlung von Tieren allgegenwärtig, Katzen werden vergiftet, Hunde erschlagen, Galgos traditionell erhangen oder in tiefe Brunnen geworfen, Stiere grausam zu Tode gequält.

Ein “echter” spanischer Mann geht zum Stierkampf, “machismo” scheint gesellschaftsfähig, auch manche Frauen wohnen diesen blutigen Spektakeln bei und selbst kleine Kinder werden in die Arena geschleppt; Erziehung zur Grausamkeit inbegriffen.

Stierquälerei zur Volksbelustigung, die Verrohung der Menschen ist weit fortgeschritten, Spanien steht an der Spitze Europas im Bezug auf häusliche Gewalt.

Laut einer von Amnesty Internacional veröffentlichten Studie, litten im Jahre 2004 mehr als zwei Millionen Frauen in Spanien unter körperlicher oder psychischer Gewalt durch ihre Partner. Spanien liegt hiermit an der Spitze Europas.

Zufall? Sicher nicht. Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig. Was will man auch anderes von testosterongesteuerten und “machismo” getriebenen Männern erwarten, die sich damit brüsten einem gepeinigten Stier gegenüberzustehen, ihn durch die Straßen zu hetzen oder mit einer Lanze zu erstechen.

Dass die Gewalt an Tieren die Gewalt an Menschen fördert ist anhand zahlreicher internationaler Studien schon lange bekannt, auch hier bei uns häufen sich die Nachrichten über Gewalt jeglicher Art, sicher auch eine Folge der allgemeinen Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber den Lebewesen, der Wahnsinn Massentierhaltung zur Fleischproduktion trägt enorm dazu bei, dass Tiere nicht als fühlende Wesen anerkannt und geschützt werden.

Schon Leo Tolstoi (1828–1910) erkannte:

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.

und Arthur Schopenhauer (1788–1860), bringt es auf den Punkt:

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

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14th November 2010

Die Misshandlung des “Toro Jubilo”, Medinaceli am 13.November 2010

Die Spanische Tierschutzpartei Partido Antitaurino contra el Maltrato Animal (PACMA) verurteilt aufs Schärfste nicht nur das alljährlich in Medinaceli stattfindende Fest “Toro Jubilo” , bei dem einem an einem Pfahl angebundenen Stier ein Metallgestänge mit Teerkugeln auf dem Kopf gebunden wird,   nachdem die Teerkugeln in lichterlohen Flammen stehen,wird das Seil durchtrennt und der Stier rennt panisch über den Dorfplatz auf dem zudem auch noch lauter Scheiterhaufen brennen,  auch alle anderen derartigen Misshandlungen von Tieren, wie die sogenannten “toros embolados” in Katalonien, gehören abgeschafft.

Wie die Bilder eindrucksvoll belegen, erleidet der Stier enormen Stress und gerät in Todesangst. Zu Recht schlussfolgert Silvia Barquero, die Pressesprecherin von PACMA, “Es wird Zeit, dass Spanien damit aufhört, ein Image von einem Land der grausamen Feste, ins Ausland zu exportieren.”

Fotos von Juan Sierra für PACMA: Fotogalerie Flickr

Siehe auch:
Der Feuerstier von Medinaceli, grausame Tierquälerei im Namen von Tradition und Kirche

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9th November 2010

Der Feuerstier von Medinaceli, grausame Tierquälerei im Namen von Tradition und Kirche

Petition zum Video: FireBull – stop the burning of live Bulls

Vom 12. bis 20 November befindet sich Medinaceli in Feststimmung, begangen wird das Kirchenfest “Cuerpos Santos”, bei dem ein Stier grausamste Qualen erleidet muss. “Toro de Jubilo” in Medicaneli, Tradition und Grausamkeit in Namen der Kirche.

Der Feuerstier von Medinaceli, der “Jubel”stier
El toro júbilo de Medinaceli

Ort: Medinaceli, Soria, Castilla y León, España
Datum: religiöses Fest der “Cuerpos Santos”, Heiligen Körperschaft, alljährlich am zweiten Wochenende des Novembers

Der “Toro Júbilo” ist das bekannteste Fest von Medinaceli und hat den berühmtesten Feuerstier Spaniens. Auf dem Platz des Schauspiels werden fünf Lagerfeuer angezündet, fünf symbolische Lagerfeuer, Bestandteile der „Heiligen Körperschaft“: Paulilo, Arcadio, Pascasio, Probo und Eutiquiano.
Der Ursprung soll auf die keltischen Iberer zurückführen

Jeden November findet in Medinaceli eine alljährliche Barbarei statt, die des “Toro Júbilo”, Freudenstier oder Jubelstier. Diese Quälerei besteht darin, dem Stier eine Art Metallgestell an den Hörnern zu befestigen, an dem wiederum Kugeln, bestehend aus Teer und Schwefel befestigt werden, sie werden angezündet, nachdem man den Rücken des Stieres mit Lehm eingerieben hat, um ihn so gegen die herunterfallenden Funken zu “schützen” Der Stier wird losgelassen und wird so durch die Strassen getrieben. Diese Kugeln brennen stundenlang und durch die starke Hitze schmilzt der weiche und sensible Teil des Horninneren, was dem Stier unvorstellbare Schmerzen zufügt. Wie stark die Schmerzen sein müssen kann man nur an den schrecklichen und verzweifelten Schreien des Stieres erahnen.
Der Teer schmilzt langsam und beginnt zu tropfen und verursacht bei dem Tier tiefe Verbrennungen. Die brennende Flüssigkeit dringt in seine Augen ein, und versengt sie.
Nicht selten werfen sich die Stiere blind vor Schmerz und Verzweiflung heftig gegen Mauern, wobei sie sich so sehr verletzten, dass sie sich dabei selbst töten.
Wenn das Fest vorbei ist, wird der Stier hingerichtet, mit dem berühmten Dolchstoss, wie man ihn von den Stierkämpfen kennt.

Tage später wird dann sein Körper bei einem Festgelage des Dorfes aufgetischt.

Quelle: AnimaNaturalis

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8th November 2010

Die Angst der Stierschlächter vor dem Aus und ihre Offensive

copyright : Jérôme Lescure

Das Interesse der spanischen Bevölkerung am Stierkampf sinkt, Stiergemetzel als Kulturgut wird mehr und mehr hinterfragt, nicht nur zahlreiche, nicht von der Stierkampflobby untergrabene spanische Tageszeitungen werfen einen kritischer Blick auf das Treiben der Taurinos, europaweit schaut man mit Argwohn auf das brutale Töten von Stieren unter dem Deckmantel von Kultur und Tradition. Während des II Congreso de la AsociaciónNacional de Presidentes de Plazas de Toros de España, der am 20. und 21. Oktober in Sevilla tagte und bei dem die wichtigsten Vertreter und Lobbyisten der Stierkampfindustrie vertreten waren, wurde entschieden, Einigkeit gegenüber den Attacken gegen die Stierkampf-Kultur zu zeigen, die Vereinheitlichung aller autonomen Vorschriften bezüglich der Stierspektakel zu fordern und den Stierkampf in allen autonomen Regionen Spaniens dem Ministerium für Kultur zu unterstellen um ihn so leichter als Immaterielles Kulturgut unter den Schutz der UNESCO zu stellen.

Die Offensive der Stierkampflobby ist im vollen Gang, es herrscht Einigkeit darüber, den Stierkampf, der bislang dem Innenministerium unterstand, in der autonomen Gemeinschaft von Madrid in Zukunft dem Ministerium für Kultur zu unterstellen, nachdem der Antrag der Volkspartei, das blutige Gemetzel zum Kulturgut (“Bien de Interés Cultural”) erklären zu lassen, vom Madrider Senat niedergeschmettert wurde. Der Plan ist gut durchdacht, denn das Ministerium für Kultur unterliegt der Führung der Vollblut-Taurina Angeles González-Sinde. Der Torero und Lobbyist José Maria Manzanares sieht sich und seine Kumpanen gar als Künstler, “Wir fühlen uns als Künstler und können deshalb vom Kulturministerium auch mehr Unterstützung erwarten”.

Am 20. Oktober wurde auf einen Antrag der DER GRÜNEN über die Streichung der Subventionen der spanischen Kampfstiere abgestimmt, das Geld wird sehr zur Enttäuschung derer, die es nicht als vertretbar ansehen Tierquälerei mit EU Geldern zu unterstützen, weiterfließen. Die Stierkampflobby zeigte sich hoch erfreut, “Straßburg gibt dem Fest einen Ritterschlag”, mit dieser Überschrift leitet Mundotoro ihren Beitrag über die Nachricht ein und die sozialistischen Europaabgeordneten und Stierkampffanatikerin Bernadette Vergnaud, die auch am Kongress in Sevilla teilnahm, sprach sogar davon, dass Europa das “Fest” gerettet hat. Auch die Bildzeitung widmete diesem Thema einen Beitrag mit dem Titel “EU sponsert Gemetzel an spanischen Stieren”.

Der Jahresumsatz der Stierkampfindustrie beläuft sich alleine in Spanien auf schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro. Die Schreckensbranche schafft ca. 70 000 Arbeitsplätze, von denen die Meisten allerdings Saisonarbeitsplätze sind, den größten Gewinn sacken die Stierzüchter ein, erwähnenswert ist auch, dass ein Spitzentorero wie José Thomas durchaus 300 000 € verdient. Es geht um Geld, um sehr viel blutbeflecktes Geld. Überleben kann diese Industrie nur dank enormer Subventionen, die Aussage der Europaabgeordneten Keller ist erschreckend und beschämend zugleich, nach informellen Schätzungen fließen ca. 600 Millionen Euro an Subventionen in den Stierkampf, nur ein kleiner Teil wird direkt an die Züchter gezahlt die Prämien für männliche Rinder kassieren, alle anderen Mittel werden den Stierkampffanatikern auf Umwegen in den gierigen Rachen geworfen, oft sieht man riesengroße Schilder mit dem EU Logo an Stierkampfarenen die gerade saniert werden, auch mit unseren Steuergeldern.

Die auf internationaler Ebene gut organisierte anti-Stierkampfbewegung sorgt für viel Aufmerksamkeit, erste Erfolge wie die Abschaffung der Stierkämpfe in Katolonien versucht man zu politisieren, aber der Stein zur Abschaffung der beschönigend Tauromachie (Stierkämpferkunst) genannten Volksbelustigung ist längst ins Rollen gekommen und nicht mehr aufzuhalten. Zu dieser Erkenntnis kamen offensichtlich auch die Teilnehmer des Kongresses.

Die Angst der Stierkampfbefürworter vor der anti-Stierkampfbewegung ist groß, “Einigkeit gegen die Attacken gegen die Stierkampf Kultur”, titelte Tribuna.net ihren Beitrag über den Kongress in Sevilla.

Der Präsident der Vereinigungen der Stierkampfarenen Spaniens, Julio Martínez, sieht in der anti-Stierkampfbewegung gar dunkle Mächte. “Die Stierkampfgegner sind die Kraft der Dunkelheit und die Zerstörung ist ihr Werk”, sowie “Die totalitäre Bewegung ist keine Bewegung innerhalb einer Epoche. Die Antitaurinos greifen hinterhältig die Kunst, die Kultur und das Improvisierte an”, “Man kann nicht weiter hinnehmen, dass uns die Antitaurinos verleumden, geringschätzen, schmähen” und beklagte, dass die Polizei nicht in der Lage ist dies zu verhindern. Ferner bemerkte Martínez, dass die Vereinigung der Stierkampfarenen Spaniens das einzige Kollektiv ohne wirtschaftliche Interessen ist um man deshalb an die Utopie glaubt. Hiermit hat er klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, wo die wirklichen Beweggründe der Stierkampflobby liegen, das Geschwafel um Kunst und Kultur ist nebensächlich, die Kassen sollen weiter klingeln.

Aus diesem Grund arbeitet die Stierkampflobby mit allen ihren Kräften an dem Ziel, den Stierkampf als Immaterielles Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO stellen zu lassen. “Proyecto Tauromaquia de la UNESCO”, so nennen sie ihr schmutziges Projekt, mit dem sie für eine der entsetzlichsten Tierquälereien das Gütesiegel der UNESCO erschleichen wollen, um dann ungehindert und für alle Ewigkeit weiterhin Stiere unter dem Deckmantel von Kunst, Kultur und Tradition zu Tode quälen zu können, auch mit unseren Steuergeldern.

Nicht der Schutz der morbiden Tierquälerei, sondern die Abschaffung derselben wäre somit eine überaus schützenswerte Kulturleistung.

Martina Szyszka

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8th November 2010

Orlando Belis – Sangre en la Arena

Ich spüre Bänder auf meinem Kopf,
Einige Menschen umringen mich,
Ihre Lanzen treffen auf mich,
Die vergifteten Spitzen schmerzen mich.
Wohin führen sie mich…
Warum warten so viele Leute?
Was werden sie mit mir tun?
Ich habe Angst, meine Beine zittern, meine Augen weinen. Weiterlesen »

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31st Oktober 2010

Sanchez Drago, zwischen Skandal und Politik

Sanchez Drago, vielen schon bekannt als absoluter Befürworter der Stierkämpfe, steht wegen angeblichen Sex mit Minderjährigen im Kreuzfeuer der Kritik.

Der überaus famose Literaturprofessor, der einst gegen Franco kämpfte, Jahre im Exil gelebt hat, eigene TV Shows moderiert, Kolumnen in top Zeitungen wie dem Time Magazin hat und in seiner Jugend als Hippie mit dem Rucksack durch die Lande gezogen ist und sich selbst als Anarchist bezeichnet, brüstet sich in seinem jüngsten Werk Dios los cría… damit, zwei japanischen “Lolitas” von 13 Jahren “gef…” zu haben, die sich wie “Nutten kleideten, mit Lippenstift, Rouge, Wimperntusche, Stöckelschuhe, Minirock.” Nach dem Hagel der Kritik und Beschimpfungen, entschuldigt sich der Schriftsteller, dass er nur “Literatur geschrieben” hat. Zahlreiche Buchläden nahmen inzwischen seine Werke aus ihren Regalen.

Seine Literatur ist hier nicht bekannt, es sei denn man versteht die spanische Sprache. Eines seiner Werke trägt den Titel Del toreo como éxtasis, “Vom Stierkampf als Ekstase” und ist ebenfalls an Geschmacklosigkeit wohl kaum zu übertreffen, anbei nur einige Beispiele seiner Ausführungen.

Die Arena bezeichnet er als Ort des Entzückens, einem Stierkampf beizuwohnen führt ihn zur Ekstase, er spricht von berauschenden Gefühlen und höchster Glückseligkeit, von göttlicher Trunkenheit, Religion und bezeichnet den Stierkampf als heiliges Sakrament

” …wenn er seinen Einmarsch hält und sich eitel um sich selbst dreht, wenn er sich schmückt, mit der “veronica”, die seinen Rock darstellt, wenn er seine Beine öffnet und sich dem Stier zeigt, damit dieser, männlich, yang, dem Verlangen des Weibes folgt und ihn mit dem Phallus der Hörner in die Leiste dringt.”

Den Degen bezeichnet Fernado Sanchez Drago als “…aufgerichtetes männliches Glied mit gewölbter Eichel”, welcher “…bis zum Heft in das Loch oder in die Fotze aus gespickten Nadeln, gleich dem Schambein und dem Symbol der Weiblichkeit, in Form eines Dreiecks”, eindringt.

Befindet sich der Stier im Todeskampf, ist der Eheakt vollzogen, “…und der Stier, jetzt in eine entjungferte Ehefrau verwandelt, bricht zusammen, während seine Augen glasig werden, übermannt vom Orgasmus des Todes. Apropos, aus der Wunde quillt Blut hervor, das des Jungfernhäutchens.”

Die spanischen Ministerin für Kultur, Angeles González Sinde und die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Leire Pajín, bezeichnen das Verhalten von Sanchez Drago als nicht akzeptabel, die Vollbluttaurina und Chefin der Madrider Regionalregierung Esperanza Aguirre hingegen verteidigt den Schriftsteller damit, dass Literatur immer mit “tadelnswerten Handlungen” verseucht sei.

Übrigens versicherte er laut spanischen Medien schon 1984 in seinem Werk Una vida mágica , dass die Kinder höchstens 13 Jahre alt waren.

Auch wenn er nun seine angeblichen Taten dementiert, könnte man ihm unterstellen, ein Lügner zu sein, so oder so, der Ruf scheint ruiniert.

Folter ist Kultur, Sex mit Minderjährigen Literatur, womit wird Spanien uns wohl als nächstes überraschen?

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30th Oktober 2010

Ist Stierkampf-Verbot in Katalonien illegal?

Stierkampf-Verbot illegal? “Katalonien verletzt Verfassung”Entpuppt sich das Verbot des Stierkampfes in Katalonien als eine Farce? Spaniens Konservative haben jetzt jedenfalls eine Verfassungsklage gegen das Verbot von Stierkämpfen in der Region Katalonien erhoben.

MADRID / SPANIEN (30.10.2010): Stierkampf-Verbot illegal? “Katalonien verletzt Verfassung”Entpuppt sich das Verbot des Stierkampfes in Katalonien als eine Farce? Spaniens Konservative haben jetzt jedenfalls eine Verfassungsklage gegen das Verbot von Stierkämpfen in der Region Katalonien erhoben. “Das Verbot verstößt gegen fast ein Dutzend Artikel der spanischen Verfassung”, sagte der Politiker Pío García-Escudero von der konservativen Volkspartei (PP) nach der Einreichung der Klage beim Madrider Verfassungsgericht.

Das Parlament von Katalonien hatte im Juli beschlossen, Stierkämpfe in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens für illegal zu erklären. Das Verbot tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. Die PP begründete ihre Klage damit, dass eine einzelne Region nicht befugt sei, Stierkämpfe zu verbieten.

Katalonien habe mit der Entscheidung in Zuständigkeiten des spanischen Zentralstaats eingegriffen, sagte García-Escudero, der PP- Fraktionschef im Oberhaus des Parlaments (Senat).

“Außerdem werden durch das Verbot Rechte und Freiheiten der Bürger verletzt.” Der Stierkampf werde in mehreren spanischen Gesetzen als ein Kulturgut anerkannt.

Quelle: comprendes.de

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30th Oktober 2010

IX Weltkongress der Züchter von Kampfstieren

Der Stadtrat von Angra do Heroísmo, Azoren, hat die Eintragung der Stierkämpfe als immaterielles Weltkulturerbe beantragt. Diese Erklärung wurde bei der Eröffnung des IX Weltkongresses der Züchter von Kampfstieren bekannt gegeben, der dieses Jahr auf der zu Portugal gehörenden Azoreninsel stattfand.

Quelle: destak.pt

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