5th Juni 2010

Anti-Stierkampf Demonstration in Sevilla, ein gutes Ergebnis

Am vergangenem Donnerstag, den 3. Juni 2010 fand in Sevilla die 4. Demonstration für die Abschaffung der Stierkämpfe statt.

Einberufent wurde die Demonstration von CACMA (Colectivo Andaluz Contra el Maltrato Animal) und Los Ecologistas en Acción, denen sich viele andere Vereine und Tierfreunde angeschlossen haben.

Um 18 Uhr begann der friedliche Marsch, begleitet von Rufen wie “ABOLICION, LA TORURA NO ES ARTE NI CULTURA, ESTA PLAZA LA VAMOS A CERRAR” (ABSCHAFFUNG, DIE FOLTER IST WEDER KUNST NOCH KULTUR, DIESEN PLATZ WERDEN WIR SCHLIESSEN) etc. marschierten die Aktivisten bis zu den Toren der Stierkampfarena Maestranza.

Laut der offiziellen Daten der Polizei nahmen annähernd 800 Menschen an dem Protest teil. Mit diesem Ergebnis an einem Werktag ist man sehr zufrieden. Es hat keine Zwischenfälle gegeben und die Tierschützer wurden von örtlichem Polizisten sowie nationalen Polizisten beglückwünscht.

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4th Juni 2010

Skandal, wenn Kühe zu Tode misshandelt werden

Das Video enthält grausame Szenen!

Der Ton ist im Original, wir haben ihn gelassen, damit Sie das Gleiche hören können wie die jungen Kühe. Alle Kuhkälber haben die gleiche rohe Behandllung erfahren, bis eine von ihnen es nicht mehr ausgehalten hat und den Ausgang suchte, aber nicht mehr fand.
Ihr Todeskampf hat mehr als 25 Minuten gedauert.

www.cacma.org

Sogenannte “suelta de vaquillas” (Freilassen von Kühen), sind in ganz Spanien verbreitet. Am Morgen des 30. Mai wurden in Alhaurin del Grande – Málaga, junge Kühe anlässlich des Dorfestes von mehr oder weniger betrunkenen jungen Männern mit Schlägen und Tritten misshandelt, eine Kuh brach zusammen, nach ca. 25 Minuten wurde das Tier schließlich euthanasiert.

Dokumentiert wurde die Schande von dem Andalusischen Kollektiv gegen die Misshandlung von Tieren, CACMA, welche das Video schnell an die Medien und andere Tierrechtsorganisationen weitergeleitet hat.

Dementsprechend schnell wurde das Rathaus von Alhaurin del Grande mit Protestbriefen, nicht nur aus Spanien sondern auch aus anderen Ländern, überschüttet. Eine 1. Presseerklärung des Bürgermeisters folgte, man bezichtigte CACMA der Lüge, die Presse wurde zensiert, doch die Beweise sind erdrückend, die junge Kuh wird geschlagen, getreten, am Schwanz gezogen, die Gewalt gegenüber dem Tier ist unglaublich, in den Zuschauerrängen sitzen viele Kinder, Erziehung zur Grausamkeit ist bei solchen Spektakeln wohl Standard. Die Videoaufnahmen wurden auch an diverse ausländische Tierrechtsorganisationen und Medien geschickt.

Es folgte eine 2. Presseerklärung, u.a. mit dem Hinweis, dieses Fest zu verbieten, damit so etwas nicht wieder passiert. Eine Obduktion der toten Kuh wurde nicht vorgenommen, das Rathaus verstrickt sich in Widersprüche.

Es gibt wohl kaum eine Tageszeitung in ganz Spanien die nicht über diesen skandalösen Vorfall berichtet hat und die Diskussion um Stierspektakel und Stierkämpfe ist in aller Munde. Auch wenn Aulhaurin del Grande die “suelta de vaquillas” verbieten will, diese und ähnliche Spektakel sind in ganz Spanien verbreitet, “Feuerstiere”, “Toro de la Vega”, “bous al mar”, “encierro de  Galapagos”, wo Stiere mit Geländewagen gehetzt werden, um nur einige zu nennen, die Liste der Grausamkeiten im Namen der Kultur ist lang und selbstverständlich gehört die Corrida in der Arena genauso dazu.

Im Fall dieses Dorfes sind sich sogar die Taurinos offiziell einig, dass der Pöbel zu weit gegangen ist, sicherlich nur, weil die Bilder die breite Öffentlichkeit erreicht haben und für viel Entrüstung sorgten, aber solche Bilder sind nicht die Ausnahme!

Hat man vielleicht Angst, dass die ganze Wahrheit über die “Folter im Namen der Kultur” für internationale Kritik sorgt?

Das rituelle Töten in einer Arena ist für die Stiere nicht weniger stressig und grausam, ihr langsamer Todeskampf nicht weniger schmerzhaft, auch wenn die “feine Gesellschaft” sich nun vielleicht von den “primitiven” Fiestas distanziert, von Kunst und Kultur schwafelt, nur weil die Corrida in einem anderen Ambiente stattfindet, untermalt vom Paso Doble und ausgeführt von Schlächtern in buntschillernden Kostümen, deren Bewegungen schon an Lächerlichkeit grenzen und deren oftmals blutverschmierten Gesichter an Figuren aus eine Horrorkabinett erinnern.

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1st Juni 2010

Stierkampf: Es ist Zeit, zu sagen: “Genug ist genug!” – WSPA

Dies ist ein historischer Moment. Wir haben die Chance, den blutigen „Sport“ des Stierkampfes in einer der größten Regionen Spaniens zu beenden: in Katalonien.

Helfen Sie uns dabei.

Aufgrund einer groß angelegten Kampagne der katalanischen Öffentlichkeit gegen den grausamen Stierkampf, stimmt das regionale Parlament diesen Sommer über ein mögliches Stierkampfverbot ab. Wir möchten den Parlamentsmitgliedern zeigen, dass weltweit tausende Menschen für ein Verbot sind und sie hoffen, dass das Parlament diesem grausamen „Sport“ ein Ende setzt.
Besonders zum jetzigen Zeitpunkt können Sie etwas verändern.

Unterschreiben Sie unsere Petition, damit wir das katalanische Parlament gemeinsam davon überzeugen können, für ein Stierkampfverbot zu stimmen.

Vielen Dank.

Hier geht es zur Petition:

stierkampf_petition_wspa.jpg

www.wspa.de

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30th Mai 2010

Tod live. Unterhaltung?

Das Video enthält grausame Szenen!

Der Ton ist im Original, wir haben ihn gelassen, damit Sie das Gleiche hören können wie die jungen Kühe. Alle Kuhkälber haben die gleiche rohe Behandllung erfahren, bis eine von ihnen es nicht mehr ausgehalten hat und den Ausgang suchte, aber nicht mehr fand.
Ihr Todeskampf hat mehr als 25 Minuten gedauert.

Das Video wurde vom Colectivo Andaluz Contra el Maltrato Animal / CACMA gestern am 30. Mai in Alhaurin del Grande – Málaga, aufgenommen und produziert und heute Abend in den Nachrichten von telecinco.es gezeigt, in Verbindung mit einem Interview mit Antonio Moreno, dem Präsidenten des Kollektivs.

www.cacma.org

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30th Mai 2010

Und gültig ist sie doch…die Papstbulle

Schon sehr lange und immer wieder fordern Tierrechtler, in Berufung auf die Bulle von Papst Pius V (1504 -1572) aus dem Jahr 1567, die die Teilnahme an Stierfesten unter Androhung der Exkommunizierung verboten hatte, dass sich die katholische Kirche gegen den Stierkampf richtet und diesen als grausames Folterspektakel offiziell veruteilt.

Viele Kirchenvertreter Spaniens betreuen Stierkampfschulen und in den Folterplätzen werden die Spektakel musikalisch von Kirchenkapellen begleitet. Ein Beispiel unter vielen (Quelle ACTYMA): Pfarrer der Kirche Misericordia in Alicante ist Betreuer des Folterplatzes und gleichzeitig der Leiter der Stierkamfpschule in Alicante.

Das Institut für Theologische Zoologie ist nun, ebenso wie Wissenschaftler der Universität von Paris, zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bulle noch gültig ist.

Bitte lesen Sie hierzu folgende Ausarbeitung:

AKUT-Stierkampfverbot

Quelle:  Institut für Theologische Zoologie

Das Institut wurde Ende 2009 an der Katholischen Universität Münster von Dr. Rainer Hagencord und Dr. Anton Rotzetter, dem Präsidenten von Akut e.V. gegründet. Schirmherrin ist die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall.

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28th Mai 2010

“Wetten dass….”, Stierkampfarena Mallorca, ein Zeugnis schlechten Geschmacks

An Geschmacklosigkeit wohl kaum zu überbieten war Thomas Gottschalks Auftritt zu Pferd in der ZDF-Sendung  „Wetten dass…?“ vom 23.05.2010 in der Stierkampfarena von Palma de Mallorca, auch Coliseo Balear genannt. Begleitet wurde er hierbei von “Lanzenreitern”, wie man auf folgenden Fotos, veröffentlich von Stern.de, sehen kann.

Die Arena befindet sich in Besitz der Grupo Balañá, welche noch im Besitz weiterer Stierkampfarenen ist, wie zum Beispiel der Monumental in Barcelona. Da mit Corridas nicht mehr das große Geld zu machen ist, versucht man Verluste durch Sportveranstaltungen und Shows wieder wett zu machen.

Auf Mallorca werden die Corridas nur in den Sommermonaten und nach Sonnenuntergang abgehalten, dies um Touristen, die sich ja tagsüber lieber am Strand tummeln in die Arena zu locken und es auch Juan Carlos, dem König von Spanien zu ermöglichen während seiner Urlaube die Spektakel zu besuchen. Juan Carlos ist nicht nur ein leidenschaftlicher “Aficionado”, sondern auch ein Segler der bis Sonnenuntergang auf dem Meer bleibt.

Derartige Veranstaltungen in Arenen in denen noch Stierkämpfe stattfinden durchzuführen, zeugt schon von schlechtem Geschmack, diese Events dann aber auch noch mit Stierkampfrequisiten “auszuschmücken”, zeugt offensichtlich von absoluter Dummheit und Unwissenheit über den Stiermord im Namen der Kultur, was aber sicher nicht zutrifft, denn dies war ja nicht die erste Sendung die hier realisiert wurde und Proteste von Seiten der Tierschützer gab es schon früher, oder aber die Ausstattung wurde gesponsert und man setze preiswert gleich mit gut, ohne darüber nachzudenken.

Diese Gewaltverherrlichung in einem Abendprogramm, welches von mehr als 8 Millionen Zuschauern am Bildschirm verfolgt wurde, ist ein echtes Armutzeugnis, für “Wetten dass..”, Thomas Gottschalk und alle anderen Verantwortlichen für diese Sendung.

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26th Mai 2010

Impressionen von der anti-Stierkampf Demonstration in Bilbao am 23.Mai

Fotogalerie:  Manifestación antitaurina 23/05/10

“Nur ein erbarmungsloser Psychopath erfreut sich an dem Schmerz des Anderen”

Anti-Stierkampf Demonstration am 23. Mai in Bilbao, gegenüber dem Folterplatz. 17 h bis 18 h.

Colectivo Antitaurino y Animalista de Bizkaia

www.colectivoantitaurino.org

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25th Mai 2010

4. anti-Stierkampf Demonstration in Sevilla

3. Juni 2010
18 h
Palacio de San Telmo

Bald ist es wieder soweit, am 3. Juni findet im Herzen Andalusiens, in eine anti-Stierkampf Demonstration statt. CACMA (Colectivo Andaluz Contra el Maltrato Animal) und Los Ecologistas en Acción rufen zur Demonstration für die Abschaffung der Stierkämpfe auf, die Kundgebung wird wieder in Sevilla stattfinden. Jedes Jahr wird die Macht der Tauromachie ein wenig mehr beschnitten, jedes Jahr von mehr Medien beachtet.

Siehe auch:
Sevilla 2009, DIE Demonstration gegen die Tauromafia!
Impressionen aus Sevilla / Anti-Stierkampf Demo in Cordoba am 23. Mai

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25th Mai 2010

Córdoba: HOMOMACHIE “Der Andere Blick”

Anbei einige Eindrücke von der am 22. Mai in Córdoba von dem andalusischen Kollektiv gegen die Misshandlung von Tieren, CACMA, verwirklichten Performance HOMOMAQUIA “La Otra Mirada”.

Diese Darbietung über die Tauromachie, gesehen aus einem anderen Blickwinkel, dem der Folter und nicht der Kultur, begann dieses Jahr in Córdoba und wird auch in allen anderen andalusischen Städten, mit Ausnahme von Sevilla, stattfinden.

Das vierstündige Event, an dem 35 Personen teilgenommen haben, wurde und wird begleitet mit Bildern des Künstles Miguel Estaña und auch Ana Perez, eine Künstlerin aus Córdoba, malte ein Bild mit der gleichen Thematik.

Der Präsident von CACMA, Antonio Moreno, hat erklärt, dass man mit dieser Performance ein anderes Bild der Kultur und Kunst übermitteln möchte, indem man sich in die Haut des Stieres versetzt und das Publikum anregt über das Leiden der Stiere nachzudenken.

www.cama.org

Siehe auch:

HOMOMAQUIA “La Otra Mirada” / HOMOMACHIE “Der Andere Blick”

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23rd Mai 2010

Pfingsten – auch ein Fest der Stierquäler

Sicherlich werden Sie sich schon gefragt haben, warum das katalonische Regionalparlament noch nicht über das Verbot des Stierkampfes entschieden hat, sollte doch in diesem Monat die Entscheidung fallen. Die Ruhe in der Öffentlichkeit täuscht über das heftige Gerangel hinter den Kulissen des Parlaments hinweg. Um möglichst viele Abgeordnete für die Gesetzesinitiative zu gewinnen oder zu mindest zu einer Enthaltung zu bewegen, werden immer wieder Änderungsvorschläge eingebracht. Unter Anderem werden Moratorien diskutiert, die den Stierkämpfern einen geordneten Rückzug erlauben und ob „Feste“ mit Feuerstieren ebenfalls unter das Verbot fallen sollen. Wir werden uns wohl noch gedulden müssen, bis endlich eine Entscheidung über das Ende des perversen Volksvergnügens in Katalonien fällt.

Am 15 und 16. Mai fand in der katalonischen Hauptstadt Barcelona der IV. Gipfel für die Abschaffung der Tauromachie statt, um das katalonischen Parlament auf die große Bedeutung ihrer Entscheidung für den Tierschutz hinzuweisen. Nach dem Gipfel wurde dem Präsidenten der Generalitat de Catalunya ein Brief zur Unterstützung der katalonischen Antistierkampf-Initiative übergeben, unterzeichnet von über 30 Tierschutzverbänden, die mehr als 15 Millionen Mitglieder repräsentieren, um zu zeigen, welche Erwartung man an diese Abstimmung hat.

Währenddessen gehen die Quälereien und das Morden an den Stieren munter weiter. Zwar ist die Anzahl der Stierkämpfe wegen der Wirtschaftskrise etwas gesunken, doch es sind immer noch zu viele, solange auch nur ein Stier in diesem fürchterlichen Gemetzel geopfert wird. Selten berichten die Medien darüber, es sei denn, dass sich die Stiere wehren und ihre Folterknechte auf die Hörner nehmen. So verdienten in den letzter Zeit die Toreros Julio Aparicio , José Tomás und Arturo Macias ihre gerechte Strafe und erlitten lebensgefährliche Verletzungen, die sie niemals vergessen werden. Sie kamen in die Schlagzeilen, doch Tausende von gemarterten Stieren finden keine Beachtung.

Das Pfingstfest wird von den Stierquälern besonders gern als Schlachtfest pervertiert. Bei der Pfingtsferia in der südfranzösischen Stadt Nîmes werden allein bei 11 Stierkämpfen insgesamt 66 Stiere umgebracht und wie immer mit dem Segen der katholischen Kirche, die das Gemetzel mit einer Messe weiht. Schon am Himmelfahrtstag hat der französische Torero Sébastien Castella in Nîmes bei einem Benefiz-Stierkampf zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti einige Stiere in den Himmel befördert. Mit solcher „Wohltätigkeit“ und kirchlicher Unterstützung versucht die Stierkampfmafia, ihr Blutgeld rein zu waschen und ihr Image in der Öffentlichkeit aufzupolieren. Was ihr leider hier im Süden auch gelingt!

Anke und Karl Daerner

www.stop-corrida.info

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