Am Sonntag den 8. Mai fand im Parque Genovés in Cádiz das VI. Festival Canino statt. 1 000 Besuchern mit 400 Hunden wurde ein buntes Programm geboten. Fachleute informierten über Hundeerziehung und Pflege, die Vierbeiner kamen bei Agility auf ihre Kosten. Wie jedes Jahr war auch das Tierheim Kimba mit einem Informationstand vertreten, um die Öffentlichkeit über alle Aktivitäten des Tierschutzvereins zu informieren. Auch einige Hunde aus dem Tierheim wurden vorgestellt, in Erwartung eine Familie für sie zu finden.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Royal Canin und dem Rathaus con Cádiz, in Zusammenarbeit mit Agaden, der Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Cádiz ( Tierheim Kimba) und das Excelentísimo Colegio Oficial de Veterinarios de Cádiz.
Seit dem 26. April befindet sich die Tierschützerin Beatriz Menchén aus Getafe im Hungerstreik. Es ist der erste Hungerstreik für den Tierschutz in Spanien. Am vergangenen Donnerstag brach sie zusammen, kehrte nach einer Nacht im Krankenhaus wieder in ihren Lieferwagen, in dem sie seit Streikbeginn lebt, zurück.
Beatriz Menchén widmet seit mehr als 17 Jahren ihr Leben dem Tierschutz. Angefangen hat sie 1995 in der Perrera von Getafe, die damals noch alle Tiere tötete. Getafe befindet sich im Ballungsgebiet von Madrid.
Schockiert über die Zustände kämpfte sie so lange für die Rechte der Tiere, bis sie 1998 die Verantwortung für das Todeslager übernehmen konnte. Sie gründete den Verein La Voz Animal und konnte so die Adoptionen vorantreiben. Während dieser Zeit wurden 3166 Hunde und Katzen vermittelt, nur 52 Tiere (1,39%) mussten aus humanitären Gründen euthanasiert werden.
Vor einem Jahr hat das Rathaus von Getafe die Verantwortung der privaten Firma Vetmovil übertragen, die innerhalb von 6 Monaten 66,66% der aufgenommenen Tiere zum Tode verurteilte. Nun soll auch noch die von La Voz Animal geleitete Perrera Parla der privaten Firma Vetmovil übertragen werden.
Beatriz Menchén ist in unbefristeten Hungerstreik getreten, weil sie nicht mit dem Gedanken leben kann, dass diese Tiere am Leben wären, wenn Vetmovil ebenfalls einer Politik der Null-Opferung folgen würde. Sie fordert von der Stadt einen neuen Vertrag mit Tierschutzkriterien. Beatriz Menchén wünscht sich auch, dass durch ihren Hungerstreik das Thema Tierschutz in spanischen Perreras gefördert und die Bevölkerung sensibilisiert wird.
Nach 16 Tagen Hungerstreik wurde die Tierschützerin aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung ins Krankenhaus eingeliefert, die Kalium- und Glucose-Werte waren bedrohlich gesunken, die Leber entzündet. Nach nur einer Nacht im Krankenhaus hat sie dies auf eigene Verantwortung verlassen und ist in ihren Lieferwagen, indem sie seit Streikbeginn lebt, zurückgekehrt.
Die sogenannten spanischen Perreras, Auffangstationen für herrenlose Hunde und Katzen, in denen die Tiere nach Ablauf einer Frist die von Region zu Region unterschiedlich ist, eingeschläfert werden, sind für viele Betreiber ein lukratives Geschäft. Gemessen an der Anzahl der Perreras die sich wie ein tödliches Netz über ganz Spanien ziehen, ist die Anzahl der Auffangstationen von Tierschützern geleitet werden, gering. Schätzungsweise 100 000 Hunde und 200 000 Katzen werden jährlich in Spanien in solchen Auffangstationen getötet.
Die Betreiber einer Perrera erhalten von den Städten oder Gemeinden dafür, dass sie die überflüssig gewordenen Haustiere aufnehmen, Subventionen. Die Tiere bis zu ihrem Ende oder bis zu einer eventuellen Adoption tierschutzgerecht unterzubringen und zu versorgen ist teurer und aufwendig, Adoptionen voranzutreiben mit viel Arbeit verbunden. Kontrollen gibt es kaum, es ist einfach das Geld nicht in die Versorgung der Tiere zu stecken, sondern in die eigene Tasche. Tierschutzvereine, auch diejenigen die Perreras leiten, sind oft auf Spenden angewiesen, um überleben zu können.
Die Verhandlungen der Tierrechtler mit Vertretern der Stadt gestalten sich als schwierig. Gestern hat der Dachverband der Tierschützer von Madrid, FAPAM, eine Pressekonferenz abgehalten um die Lügen vonseiten der von Pedro Castro Vázquez geführten Stadt, im Rahmen der Verhandlungen der letzten Tage, zu enthüllen.
Tierschutzorganisationen protestieren seit Anbeginn des Hungerstreiks, Vereine aus Spanien und über die Grenzen hinaus erklären sich solidarisch mit Beatriz Menchén.
Es ist wichtig diesen Kampf zu gewinnen, um in Spanien ein Umdenken zu erzielen, damit Maßnahmen getroffen werden die langfristig dafür sorgen, dass keine gesunden Haustiere mehr eingeschläfert werden.
Am 25 März des Jahres fanden, von einer Volksinitiative organiserte Demonstrationen gegen die Misshandlung von Tieren statt. Tausende von Menschen gingen zeitgleich in 55 Städten auf die Straße, um Rechte zu fordern für diejenigen, die keine Stimme haben. Unterstützt durch eine schriftliche Petition fordern die Bürger eine härtere Strafe für Tierquäler und den Beitritt Spaniens der Europäischen Konvention zum Schutz von Haustieren.
Heute um 19 Uhr findet auf dem Plaza de España eine Kundgebung statt. Beatriz Menchén bleibt aus den oben aufgeführten Gründen im Hungerstreik, solange bis das Rathaus von Getafe auf die Forderungen eine positive Antwort gibt.
Meine Art ist verirrt, Verstand, der verwirrt
Die Leute hassen, Krieg der Egomanen
Einundzwanzigsten Jahrhundert, Zynismus und Verachtung
Kein Respekt vor der Erde, die Eingeweide voller Wahnsinn
Grenzen, Barrikaden, Aufruhr und Schlagstöcke
Schreie und Blutbad, Bomben, die bersten
Politik der Angst, sittenlose Wissenschaft
Volksaufstand, Handel mit Waffen
Neue Weltordnung, Verschmelzung des Terrors
Der Mensch, das räuberischte aller Tiere Weiterlesen »
Die Tierfreundin Nicola Schwarz hat einen Aufkleber entworfen um Beatriz Menschen zu unterstützen.
Sie hilft im Tierschutz wo sie kann, ist Pflegestelle, Hilft bei der “Galgovermittlung”, hat für das Tierheim Ciudad Animal eine Spendenaktion ins Leben gerufen, spanische Hundewelpen aufgepäppelt und vermittelt usw. Dies alles mit Unterstützung ihrers Mannes und ihrer Söhne.
Warum Nicole helfen möchte:
“Tja – weil ich der Überzeugung bin, dass neben dem Mitleid und der direkten Hilfe für einzelne Tiere dringend am Gedankengut und der Einstellung der Spanier gearbeitet werden muss… und diese Änderung muss aus dem Landesinneren genau so kommen wie auch aus den Nachbarstaaten wie beispielsweise Deutschland. Mit einem solchen Hungerstreik, wie ihn Beatriz gerade auf sich nimmt, wird sie hoffentlich nicht nur einen Teil der spanischen Bevölkerung wach rütteln sondern insgesamt auf die (fehlende) Sensibilität im Umgang mit Lebewesen – mit Tieren – in Spanien aufmerksam machen!
Aussderdem soll Beatriz wissen und merken, dass viele, viele Menschen hinter ihr stehen und sich vor ihr und dem, was sie gerade durchsteht, verneigen! Und wie soll man ihr das besser zeigen, als “Ihr Symbol” möglichst weit zu verbreiten… mit Aufklebern des orangen Bandes auf ganz vielen Autos auf ganz vielen Strassen in ganz Deutschland!”
Nicoles Aufruf:
Diese Aufkleber werden in ausreichender Menge ab Anfang kommender Woche hier bei mir sein und wer möchte, kann einen oder auch mehrere bei mir per Mail anfordern – natürlich kostenfrei!
Ich möchte KEIN Geld für die Druckkosten und den Versand, habe aber ein Konto eingerichtet und jeder, der einen Aufkleber bekommt/bestellt, kann so viel auf dieses Konto überweisen wie er kann bzw. möchte. Das Geld wird dann Bea bzw. ihren Tieren gespendet!?! Somit hätte Bea finanziell etwas davon und das orange Band würde großflächig für viele, viele Menschen sichtbar und somit symbolträchtig!!!
Wer also mitmachen möchte:
Bitte eine eMail mit der Adresse und der Anzahl der gewünschten Aufkleber an nicola.schwarz@babyzeiten.de, Betreff wenn möglich “Bea”
Für die freiwilligen Spenden, die garantiert allesamt an Bea gehen werden (Nachweise werde ich entsprechend vorlegen), habe ich folgendes Konto eingerichtet:
Kontoinhaber Nicola Schwarz
Kontonummer 0404006542
BLZ 25090608
Apotheker- und Ärztebank Hannover
Verwendungszweck könnt ihr euch aussuchen – das Konto existiert nur für dieses Projekt, daher sind alle Geldeingänge eindeutig
Innerhalb kurzer Zeit hat der letzte Osborne Stier Mallorcas in Algaida, sein Erscheinungsbild mehrmals radikal geändert und für Freude und Entsetzen gleichermaßen gesorgt.
Traditionell schwarz, erstrahlte der Stier am Morgen des 13. Aprils in leuchtenden Regenbogenfarben, dem Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung und man fragte sich, ob der Osborne Stier nun schwul sei.
Am 30. April wurde der Stier im Beisein von Presse und Fernsehen in seinen alten Zustand zurückversetzt, anwesende Stierkampfanhänger zeigten sich nach dem Akt sichtlich zufrieden, auch weil man bei dieser Gelegenheit die schon länger fehlenden Hoden wieder anbrachte.
Diese Genugtuung sollte nicht lange währen, eine erneute Umgestaltung, diesmal im Hippie-Look mit Blümchenmuster und Frühlingsbotschaft „Ya es primavera” (Der Frühling ist da) fand in der Nacht vom dritten zum vierten Mai statt und sorgte somit wieder für erneutes Entsetzen unter den Traditionalisten. Diese fackelten nicht lange, innerhalb von 24 Stunden war der Stier wieder schwarz.
Die Stierkampf Community burladero.com vermutet hinter den Attacken auf den “Toro” Stierkampfgegner, doch diese hätten den Stier wohl eher mit der Botschaft “vivo” (lebend) bemalt. Aber wer weiß, vielleicht ist das Farbduell ja noch nicht beendet.
Kundgebung für Kleine und Große, gegen alle Formen von Gewalt gegenüber Personen oder Tieren Sonntag 8. Mai 2011 11.30 Uhr vor der Stierkampfarena Las Ventas
Am 8. April wurde der Stierkampf in der Autonomen Gemeinschaft von Madrid zum Kulturgut erklärt, umso wichtiger ist nun die von der internationalen Plattform La Tortura No Es Cultura organisierte Kundgebung am 8. Mai vor den Toren der Stierkamfparena Las Ventas in Madrid, um zu zeigen, dass die Folter und die Misshandlung von Tieren in einer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts keine Daseinsberechtigung haben.
Die Erklärung zum „Bien de Interés Cultural (BIC)“ wird zur Folge haben, dass Hundertausende von Euros der Madrilener in die Erziehung der Kinder und Jugendlichen investiert werden, um dem gerade unter der jungen Bevölkerung nachlassenden Interesse an dem blutigen Gemetzel entgegenzuwirken und den Kindern zu lehren, die Folter des Stieres zu lieben. Während die Tierrechtler immer für eine gegenüber Menschen und Tieren aller Rassen gewaltfreie Erziehung kämpfen, will Esperanza Aguirre den Stierkampf in Schulen unterrichtet sehen, um den den Kindern zu lehren, die Folter des Stieres zu lieben und die Stierkampf Industrie zu bereichern.
Die Plattform La Tortura No Es Cultura wird ein deutliches Zeichen setzen, dass die Erziehung zur Grausamkeit inakzeptabel ist, fragt Bürger “Wirst du dies erlauben?” und lädt sie ein, an einem bunten Kulturprogramm für die ganze Familie teilzunehmen, “Es wird viele Überraschungen für Große und Kleine geben!”.
Kinder sind unsere Zukunft, ihnen muss eine Erziehung fern von Gewalt und Misshandlung gelehrt werden, gemeinsam kann man eine Zukunft gestalten, die den Respekt und die Achtung gegenüber allen Lebewesen vermittelt.
Die Kinder sehen. Die Kindern handeln. “Ich möchte nicht, dass meine Tochter denkt, ein Tier zu töten sei Kultur!” Carlos Rodríguez
Für eine gewaltfreie Erziehung gegenüber Menschen und Tieren, ohne Unterscheidung der Arten:
Reportage über eine Galgo-Rettungsaktion der Stiftung Benjamín Mehnert in Palmete, Sevilla.
Dank der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Tierschützern ist es möglich bei offensichtlichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen die Hundehalter vorzugehen. Der Besitzer der Zwingeranlage muss den Beamten Zutritt gewähren, sie finden ca. 200 Hunde unter miserablen Haltungsbedingungen vor, schmutziges Wasser, dunkle Verschläge, die Bilder sprechen für sich.
Auf die Fragen über die hohe Anzahl von Hunden werden von den verschiedenen Besitzern einheitlich mit “Ich bin Jäger” beantwortet, zudem sind diese der Überzeugung, dass die Tiere gut gehalten werden.
Ausserhalb der Anlage liegt der in Vergessenheit geratene Kadaver eines Pferdes. Zahlreiche in der Nähe streunende Galgos und ein paar Hundewelpen können eingefangen werden und ein verschreckter Kettenhund wird befreit.
Mit den 10 aus der Zwingeranlage befreiten Tieren dürfen sich nun 25 Galgos, Podencos und Mischlinge auf eine bessere Zukunft freuen.
Alle Mitarbeiter der Stiftung arbeiten ehrenamtlich.
Die Fundación Benjamín Mehnert wurde im Jahr 2000 gegründet und ist seit 2008 hauptsächlich in Sevilla tätig. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit besteht in der Rettung, Wiederherstellung und Vermittlung von Galgos.
Gisela Mehnert lebt seit 10 Jahren für den Tierschutz und betont, “Es ist wie eine Droge, jeder der sich dort einbringt kann nicht mehr aufhören.”