Simone Righi, der italienische Tourist dessen drei Hunde man in der Perrera von Puerto Real grausam getötet hatte, wurde zum Spielball der spanischen Justiz.
Simone Righi, dessen einziges “Vergehen” es war, den Schmerz über den Verlust seiner Tiere auszudrücken, droht nun ein weiteres Mal das Opfer einer Justizverdrehung zu werden, das Rathaus Von Cádiz fordert 10 Jahre Haft wegen angeblicher Aggressionen!
Die für den 4. Oktober angesetze Gerichtsverhandlung gegen Simone Righi wurde kurz vor dem Termin, am 29. September, auf den 24. Januar 2011 verschoben. Flüge und Hotelzimmer waren schon gebucht. Will man vielleicht abwarten, bis die Protestwelle verstummt ist und der Fall in Vergessenheit gerät? Günstig wäre es sicherlich, wenn die Verhandlung gegen die mutmaßlichen Tierquäler, den Besitzer und die Direktorin der Perrera, sowie die zwei Tierärzte, vorher stattfinden würde.
Der Skandal um die Perrera von Puerto Real hat im Jahre 2007 für Entsetzen in ganz Europa gesorgt. Durch den tragischen Tod dreier Hunde italienischer Touristen konnte damals endlich bewiesen werden, was viele Tierschützer schon seit langem geahnt hatten, dass in der Perrera von Puerto Real die Todeskandidaten auf grausame Art und Weise sterben.
Um Kosten zu sparen wurden die Tiere mit dem muskellähmenden Mittel Mioflex getötet. Hunderte von Hunden und Katzen starben langsam und qualvoll bei vollem Bewußtsein.
Bis jetzt konnten die mutmaßlichen Tierquäler, der Besitzer der Perrera, Plácido Gómez und die Direktorin, Manuela Andrade, nicht verurteilt werden, weil angeblich nicht genügend Beweise vorlagen, um auch ihnen und nicht nur den dortigen Angestellten, auch Schuld zuzuschreiben, da sie angelbich nicht verpflichtet waren, volle Kenntnis von der Wirkung von MIOFLEX zu haben. Sie wurden in erster Instanz freigesprochen, ein Skandal ohnegleichen.
Doch die madrilener Tierschutzorganisation El Refugio Madrid ist nun erfolgreich in Berufung gegangen, in den kommenden Monaten werden der Besitzer, die Direktorin und auch die zwei Tierärzte, Estanislao Cuesta und Roberto Parodi, auf der Anklagebank des Gerichts sitzen.
Man geht davon aus, dass sowohl die Direktorin als auch der Besitzer von dem Gebrauch des verbotenen Mittels Mioflex wussten und sie die Tierärzte beuauftragt haben das Mittel zu gebrauchen.
Wer die schreckliche Geschichte um diese Perrera noch nicht kennt, den bitte ich, zuersteinmal folgenden Beitrag, bzw. die bisherigen Veröffentlichungen zu lesen:
Jägerlüge 1: Ohne Jagd würden Wildtiere überhand nehmen
Falsch. Wie in vielen biologischen Untersuchungen nachgewiesen werden konnte, regeln sich die Bestände wildlebender Tiere durch soziale Mechanismen und Nahrungsangebot selbständig. Bei Füchsen beispielsweise bekommt in jagdfreien Gebieten nur ein kleiner Teil der Füchsinnen Nachwuchs, um die Populationsdichte nicht unnötig ansteigen zu lassen. Geburtenkontrolle statt Massenelend nannten namhafte Forscher dieses Phänomen. Wo Füchse jedoch gnadenlos verfolgt werden, steigt die Anzahl trächtiger Füchsinnen drastisch an, wodurch die Verluste rasch wieder ausgeglichen werden. Wenn man einen Blick auf großflächig jagdfreie Gebiete wirft, wird man rasch feststellen, daß die Tierpopulationen dort keineswegs im Ungleichgewicht sind. Im Gegenteil: Die Populationen dort sehr viel stabiler, die Artenvielfalt größer als in Arealen, in denen gejagt wird.
Jägerlüge 2: Jagd schützt die Bevölkerung vor Tollwut und anderen Wildtierkrankheiten
Falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall, so führt Jagd beispielsweise zu einer beschleunigten Ausbreitung der Tollwut. Jagd kann die Gesamtzahl an Füchsen nicht reduzieren (s.o.), die steigende Geburtenrate führt jedoch zu einer höheren Zahl an Jungfüchsen. Diese Jungfüchse wandern im Herbst aus dem elterlichen Revier ab, um sich ein eigenes Zuhause zu suchen und begegnen auf ihren langen Wanderungen vielen Artgenossen, was sie zu idealen Tollwutüberträgern macht. Je mehr Füchse man tötet, desto rascher breitet sich daher die Tollwut aus. Daß die Schweinepest von Wildschweinen auf Haustiere übertragen wird, ist als Gerücht zu werten. Vielmehr tragen Jäger, die (unerlaubterweise) Schlachtabfälle zum Anlocken von Beutegreifern verwenden, dazu bei, daß Seuchen von Hausschweinen in die freie Wildbahn getragen werden.
Jägerlüge 3: Die jagdliche Hege ist ein Beitrag zum Tier- und Naturschutz
Falsch. Die jagdliche Hege dient in erster Linie dem Ziel, eine möglichst große Anzahl möglichst prächtiger Tiere zum Abschuß zur Verfügung zu haben. Darunter haben zunächst einmal alle Lebewesen zu leiden, die diesem Ziel zuwiderlaufen, Beutekonkurrenten wie Fuchs und Marder etwa, die im Rahmen der Hege mit Flinte und Falle erbarmungslos verfolgt werden. Als Beitrag zum Naturschutz kann das schwerlich gewertet werden. Darüber hinaus werden im Rahmen sogenannter Biotopverbesserungen die Lebensbedingungen in Feld und Flur gezielt zugunsten jagdbarer Arten verändert. Tiere, die nicht gejagt werden dürfen und damit für den Jäger nicht interessant sind, werden dabei teilweise oder vollkommen verdrängt. Manche Tierarten, wie etwa Rehe oder Wildschweine, werden von Jägern gezielt gefüttert. Dadurch werden natürlich einerseits die Abschußchancen maximiert, andererseits aber auch künstlich überhöhte Wilddichten geschaffen. Die resultierenden Schäden in der Forst- und Landwirtschaft werden dann allzu oft zum Anlaß genommen, nach höheren Abschußzahlen für das sogenannte Schalenwild zu rufen.
Jägerlüge 4: Jagd ist erforderlich, um Schäden in der Land- und Forstwirtschaft zu vermeiden
Falsch. Durch die massive Fütterung von Rehen, Hirschen und Wildschweinen im Rahmen der jagdlichen Hege tragen die Jäger ja gerade dazu bei, die Populationsdichten dieser Tierarten künstlich auf hohem Niveau zu halten. Hege schafft also die vermeintliche Notwendigkeit der Jagd auf Reh, Hirsch und Wildschwein erst. Abgesehen davon, macht Jagd die Tiere scheu und zwingt sie in die Deckung des Waldes. Dadurch kommen Rehe und Hirsche oftmals erst mit den jungen Bäumen, an denen sie Schäl- und Verbißschäden anrichten, in Kontakt. Doch je mehr Schäden entstehen, desto intensiver werden die Rufe nach schärferer Bejagung. Das Zusammenspiel von Jagd und Hege erzeugt damit einen Teufelskreis, unter dem nicht nur Natur und Tiere, sondern auch Land- und Forstwirtschaft zu leiden haben.
Jägerlüge 5: Jäger schützen bedrohte Tierarten
Falsch. Selbst Wildtiere wie der Feldhase, die nach Einschätzung führender Wissenschaftler als bestandsbedroht einzustufen sind, werden von der Jägerschaft nach wie vor zu Hunderttausenden erschossen. Außerdem behaupten Jäger, sie müßten Füchse und andere Beutegreifer mit Flinte und Falle verfolgen, um deren Beutetiere vor dem Aussterben zu bewahren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Abgesehen davon, daß man so intelligente und anpassungsfähige Tiere wie Füchse mit jagdlichen Mitteln ohnehin nicht dezimieren kann (s.o.), erweisen sie ihren Beutetieren einen wichtigen Dienst. Dadurch, daß sie vor allem schwache und kranke Tiere erbeuten, halten sie beispielsweise Hasenbestände fit und gesund. Darüber hinaus setzen Jäger faunenfremde Tiere wie Fasanen zu Jagdzwecken aus. Diese Arten stellen eine nur bedingt kalkulierbare Bedrohung für die einheimische Fauna dar, mancherorts wurde etwa das bestandsbedrohte Birkhuhn durch den Fasan verdrängt. Zu guter Letzt darf man nicht vergessen, daß die Jagd selbst häufig nicht selektiv ist. Fallen beispielsweise töten wahllos, egal, ob es sich bei dem Opfer um einen Marder, ein Eichhörnchen oder eine Hauskatze handelt, und auch bei der Jagd mit dem Gewehr ist nicht immer klar, wer oder was das Opfer ist. Wie sonst wären die zahlreichen Jagdunfälle (Jäger verwechselt Treiber mit Wildschwein) und versehentlichen Abschüsse von Haus- und Weidetieren zu erklären?
Jägerlüge 6: Jagd ist ein erhaltenswertes Kulturgut
Falsch. Jagd hat ohne jeden Zweifel eine jahrhundertealte Tradition, eine Tradition voller Blutvergießen, Grausamkeit und sinnloser Qual. Mittelalterliche Jagdarten, bei denen beispielsweise Füchse bis zu ihrem qualvollen Tod wieder und wieder in die Luft geschleudert, oder Rehe und Hirsche in Massen gefangen und anschließend in abgegrenzten Arenen von adligen Schützen hingerichtet wurden, sind schon vor geraumer Zeit verboten worden. Auch andere traditionsreiche, aber ethisch fragwürdige Praktiken wie Hexenverbrennungen oder Sklaverei wurden längst als anachronistisch erkannt und von der modernen Gesellschaft über Bord geworfen. Wie die Geschichte zeigt, muß mit überkommenen Traditionen manchmal gebrochen werden, wenn sie ethisch-moralischem Fortschritt im Weg stehen.
Jägerlüge 7: Jäger sind tier- und naturliebende Menschen
Falsch. Jäger wurden sowohl in Europa als auch in den USA schon psychologischen und soziologischen Untersuchungen unterzogen und hinsichtlich verschiedener Aspekte mit Nichtjägern verglichen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, daß Jäger keine höhere Naturverbundenheit aufweisen als Nichtjäger, Themen des Tier-, Umwelt- und Naturschutzes eher negativ gegenüberstehen und allgemein eine höhere Tendenz zu aggressiven Verhaltensweisen zeigen. Die jägerische Tier- und Naturliebe erfreut sich nicht am Dasein des geliebten Objekts; vielmehr zielt sie darauf ab, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und gipfelt darin, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen. Nirgendwo zeigt sich dies deutlicher als in den Jagderzählungen, die in praktisch jeder Ausgabe der gängigen Jagdzeitschriften zu finden sind.
Jägerlüge 8: Die Waidgerechtigkeit sorgt dafür, daß bei der Jagd alles fair zugeht
Falsch. Die Waidgerechtigkeit ist ein ungeschriebenes Gesetz, dessen Inhalt die Jäger unter sich ausmachen. Dadurch, daß dieser Terminus Eingang in die Tierschutzgesetzgebung gefunden hat, ist praktisch alles legal, was noch irgendwie als waidgerecht bezeichnet werden kann. Jägern werden damit Verhaltensweisen gestattet, die bei jedem anderen Menschen sofort zu einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz führen würden. Die weiter unten aufgeführten Jagdarten sind Beispiele dafür. Mit Gerechtigkeit hat die Waidgerechtigkeit nur wenig zu tun. Während es verpönt ist, das edle Hochwild an der Fütterung zu erschießen, hat kein Jäger Skrupel, dasselbe mit dem verhaßten Beutekonkurrenten Fuchs zu tun. Bei einer Treibjagd darf allerdings nur der Jäger ein verletztes Tier endgültig töten, der es zuvor auch angeschossen hat, mit dem Resultat, daß so mancher Hase oder Fuchs sich stundenlang blutend in unerträglichen Schmerzen winden muß, bevor man ihn schließlich umbringt. Gerechtigkeit also allenfalls für die Jäger, keineswegs jedoch für die Tiere.
Jägerlüge 9: Der Abschuß freilaufender Haustiere ist zum Schutz von Wildtieren erforderlich
Falsch. In wildbiologischen Studien tauchen Haustiere als Mortalitätsfaktor für die betreffenden Forschungsobjekte in aller Regel nicht einmal auf; nur ein geradezu lächerlich kleiner Teil der jagdbaren Tiere fällt Hunden und Katzen zum Opfer. Dennoch haben Jäger das Recht, im Rahmen des sogenannten Jagdschutzes vermeintlich wildernde Hunde und Katzen zu erschießen, im Falle von Katzen bereits dann, wenn sie sich nur wenige hundert Meter von nächsten bewohnten Haus befinden. Offensichtlich macht die Jägerschaft davon regen Gebrauch. Zwar werden keine offiziellen Abschußstatistiken geführt, doch wird die Anzahl jährlich von Jägern getöteter Haustiere auf 350.000 bis 600.000 Katzen und 30.000 bis 60.000 Hunde geschätzt.
Jägerlüge 10: Jäger töten angst- und schmerzfrei
Falsch. Die Jagdzeitschriften sind voll von Berichten über sogenannte Nachsuchen, bei denen Tiere zuerst nur angeschossen und schließlich nach oft stundenlanger Verfolgung getötet werden. Schätzungen zufolge treffen zwei Drittel aller jagdlichen Projektile ihr Ziel, ohne es zu töten! Praktisch alle Jagdarten sind grausam. Ein besonders übles Beispiel ist etwa die Baujagd: Dabei sollen Füchse mit auf Schärfe abgerichteten Hunden aus ihrem Bau vor die Flinten wartender Jäger gehetzt werden. Jungfüchse werden in Gegenwart ihrer entsetzten Eltern vom Jagdhund zerfleischt; manche Füchse lassen sich in ihrer Verzweiflung auf Kämpfe mit dem Hund ein, was nicht selten zum Tod beider führt. Im Hinblick auf die Jagd mit angeblich sofort tötenden Schlagfallen gibt es Studien, die ausweisen, daß ein Großteil der darin gefangenen Tiere schwer an Pfoten, Schwanz oder Körper verletzt werden, und mehr als 20 Prozent der Fallenopfer entkommen mit Laufverstümmelungen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die allherbstlichen Treibjagden: Voraussetzung für den Erfolg einer Treibjagd ist die panische Angst der gejagten Tiere, um sie zur Flucht aus dem für sie zunächst sicheren Versteck zu bewegen.
Jägerlüge 11: Jagd ist eine nachhaltige Nutzung von Wildtieren
Falsch. Der größte Teil der getöteten Tiere wird keiner wie auch immer gearteten Nutzung zugeführt. Jagd und Hege sind in erster Linie Selbstzweck; Jäger genießen vielmehr das Töten und Beutemachen, wie sie in den gängigen Jagdzeitschriften auch immer wieder deutlich machen. Niemand muß heute mehr Fuchs- oder Marderpelze tragen, um sich warmhalten zu können, und auch Wildfleisch ist aus ökologischer wie ökonomischer Perspektive vollkommen verzichtbar. Wir dürfen nicht vergessen, daß es sich bei jenen Tieren, die wir so arrogant und ignorant als jagdbar bezeichnen, um lebende, denkende, fühlende Individuen mit einem Interesse an Leben und Unversehrtheit handelt. Es gibt schlichtweg keinen vernünftigen Grund, diese Lebewesen einer rücksichtslosen Verfolgung durch von egoistischen Interessen getriebene Hobbyjäger auszusetzen. Die Abschaffung der Jagd ist somit längst überfällig.
In Spanien sieht es nicht besser aus. Die Jagd ist ein großes Geschäft, Umweltschutz und Tierschuzt spielen keine Rolle. Der Jagdsektor hat in Spanien einen Ertrag von 4.808 Millionen Euro, beschäftigt 225.000 Personen und schafft 1,5 Millionen Tagelöhne pro Saison.
Bei diesen Summen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Regierung untätig den vielen Missständen zuschaut, es weder Züchtungsbegrenzungen für Jäger gibt, noch Tierschuztgesetze die verhindern, dass Jagdhunde unter miserablen Bedingungen gehalten werden.
Anbei eine Fotostrecke einer “Hochjagd” in Los Filabres, Almeria: elalmeria.es
Diese Aufnahmen sind das Ergebnis zweijähriger Ermittlungen der Stiftung FAADA. Aufgenommen wurden die Bilder der industriellen Fleisch-, Milch- und Eierproduktion in Betrieben ganz Spaniens, Bilder die von der Industrie der Gesellschaft verheimlicht werden.
Jedes Tier fühlt und jedes Tier leidet, doch diese Tatsache wird von den meisten Menschen einfach verdrängt. Die grausame Ausbeutung der Tiere zur Befriedigung menschlicher Gaumenfreuden vergiftet unsere Gesellschaft.
“Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.”
Dieser junge Galgo von 6 Monaten wurde in der Bergregion von Sagunt gefunden. Man hatte ihm die Ohren abgeschnitten, weitere Verletzungen am Körper zugefügt und dann an ein Müllhalde ausgesetzt. Mitarbeiter von “El Refugio de Tula” entdeckten zufällig den verletzten Hund und sein bisher so erbärmliches Leben sollte sich doch noch zum Guten wenden.
Der verängstigte Galgo ließ sich nicht auf Anhieb einfangen, drei Tage lang brachte man ihm Futter, bis man schließlich soweit sein Vertrauen gewinnen konnte, dass er sich weit genug näherte, um ihn ergreifen zu können.
Im Tierheim angekommen hat BOODY sich ersteinmal so richtig satt gefressen. BOODY wird noch eine Weile brauchen, bis er seine schreckliche Vergangenheit vergessen kann, noch ist er sehr schreckhaft und ängstlich, aufgepäppelt wird er nun in einer spanischern Pflegefamilie.
In Spanien ist die Misshandlung von Tieren allgegenwärtig, Katzen werden vergiftet, Hunde erschlagen, Galgos traditionell erhangen oder in tiefe Brunnen geworfen, Stiere grausam zu Tode gequält.
Ein “echter” spanischer Mann geht zum Stierkampf, “machismo” scheint gesellschaftsfähig, auch manche Frauen wohnen diesen blutigen Spektakeln bei und selbst kleine Kinder werden in die Arena geschleppt; Erziehung zur Grausamkeit inbegriffen.
Stierquälerei zur Volksbelustigung, die Verrohung der Menschen ist weit fortgeschritten, Spanien steht an der Spitze Europas im Bezug auf häusliche Gewalt.
Laut einer von Amnesty Internacional veröffentlichten Studie, litten im Jahre 2004 mehr als zwei Millionen Frauen in Spanien unter körperlicher oder psychischer Gewalt durch ihre Partner. Spanien liegt hiermit an der Spitze Europas.
Zufall? Sicher nicht. Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig. Was will man auch anderes von testosterongesteuerten und “machismo” getriebenen Männern erwarten, die sich damit brüsten einem gepeinigten Stier gegenüberzustehen, ihn durch die Straßen zu hetzen oder mit einer Lanze zu erstechen.
Dass die Gewalt an Tieren die Gewalt an Menschen fördert ist anhand zahlreicher internationaler Studien schon lange bekannt, auch hier bei uns häufen sich die Nachrichten über Gewalt jeglicher Art, sicher auch eine Folge der allgemeinen Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber den Lebewesen, der Wahnsinn Massentierhaltung zur Fleischproduktion trägt enorm dazu bei, dass Tiere nicht als fühlende Wesen anerkannt und geschützt werden.
Schon Leo Tolstoi (1828–1910) erkannte:
Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.
und Arthur Schopenhauer (1788–1860), bringt es auf den Punkt:
Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.
Diese ca. 4 Jahre alte Galga befand sich in der Perrera von Olivenza. Auch sie ist ein wichtiger Beweis über die Misshandlungen in dieser Auffangstation.
Am ersten Tag der Beobachtung war sie schon dünn, aber aufmerksam. In den folgenden Tagen verlor sie schnell und stetig an Gewicht.
An dem Tag ihrer Rettung bestand TURCA nur noch aus Haut und Knochen, voller Schrammen und Wunden, sie hatte Schnupfen, die Ohren waren von von Insektenstichen entzündet, dann die allgemeine Schwäche, ihr Zustand war besorgniserregend. Dies nach 8 Tagen in der Hölle von Olivenza.
TURCA wurde direkt in die Tierklinik gebracht, die erste Untersuchung bestätigte das was man schon wusste: starke Unterernährung, Absonderungen aus der Nase, leichter Nieren und Leberschaden, die Blutanalyse zeigte, dass sie an Herzwürmern litt.
Innerhalb von zwei Tagen nach der Rettung wurde der anfänglich leichte Husten immer stärker, das Naseninnere und die Ohren waren verkrustet und TURCA wurde wieder in die Tierklinik eingeliefert und permanent überwacht.
Nach und nach erholte sich die Galga und man bekam ihre Atemwegsprobleme unter Kontrolle. Das Medikament gegen die Filarien vertrug sie ohne Probleme. TURCA war am Ende ihrer Kräfte als man sie aus dieser Hölle befreite, inzwischen geht es ihr richtig gut, die Behandlung auf Filarien ist abgeschlossen, allerdings muss man noch mindestens zwei Monate warten bis sie kastriert werden kann.
TURCA ist eine sehr ängstliche Galga, sie bewegt sich frei auf dem Grundstück, hält sich aber immer in sicherer Entfernung zu den Menschen auf. Von alleine kommt sie nicht, es sei denn man hat ein besonders schmackhaftes Leckerchen parat.
Auch wenn es noch eine Weile dauert bis diese Galga vermittelt werden kann, wird schon jetzt eine Familie gesucht, bzw. eine Organisation die für TURCA eine ruhige und windhunderfahrene Familie mit sicherem Ersthund, Haus und Garten sucht, sicherlich macht es Sinn diese Galga zuerst einmal in einer dementsprechenden Pflegefamilie unterzubringen.
Am 28. November wird in Katalonien ein neues Regionalparlament gewählt. Auch die spanische Tierschutzpartei PARTIDO ANTITAURINO CONTRA EL MALTRATO ANIMAL (PACMA), tritt zur Wahl an, mit ihrer der Spitzenkanditatin Aïda Gascón Bosch. Die Verteidigung der Tierrechte basiert auf drei Säulen: die Abschaffung des “courrebous”, die wirkliche Abschaffung der Euthanasie in den Perreras, die wirkliche Umsetzung desw Gesetzes Llei 16/2008, de 23-12-2008 (es wird in Katalonien noch immer getötet!) und die Förderung des Vegetarismus.
Die Spanische Tierschutzpartei Partido Antitaurino contra el Maltrato Animal (PACMA) verurteilt aufs Schärfste nicht nur das alljährlich in Medinaceli stattfindende Fest “Toro Jubilo” , bei dem einem an einem Pfahl angebundenen Stier ein Metallgestänge mit Teerkugeln auf dem Kopf gebunden wird, nachdem die Teerkugeln in lichterlohen Flammen stehen,wird das Seil durchtrennt und der Stier rennt panisch über den Dorfplatz auf dem zudem auch noch lauter Scheiterhaufen brennen, auch alle anderen derartigen Misshandlungen von Tieren, wie die sogenannten “toros embolados” in Katalonien, gehören abgeschafft.
Wie die Bilder eindrucksvoll belegen, erleidet der Stier enormen Stress und gerät in Todesangst. Zu Recht schlussfolgert Silvia Barquero, die Pressesprecherin von PACMA, “Es wird Zeit, dass Spanien damit aufhört, ein Image von einem Land der grausamen Feste, ins Ausland zu exportieren.”
TWIST ist ein 9 Monate alter, freundlicher, verspielter und sozialer Galgo. Seine Schulterhöhe beträgt jetzt schon 70 cm. TWIST hat riesengroße Pfoten und wird sicher noch ein Stück wachsen. Er kommt prima mit Hunden aller Rassen klar, lebte bisher in einer Pflegefamilie in Sevilla, da das Risiko bestand, dort gestohlen zu werden, ist er nach Katalonien umgezogen. In Sevilla lebte er in einer Familie mit Kindern die er wirklich sehr mag.