14th Februar 2014

Gemeinsam gegen die Misshandlung von Tieren – Demonstrationen in ganz Spanien

Unter dem Motto “GEMEINSAM GEGEN DIE MISSHANDLUNG VON TIEREN – rufe Schluss damit – das Schweigen macht dich zum Komplizen” finden am kommenden Sonntag in ganz Spanien Demonstrationen statt. Organisiert werden sie über Facebook. In Barcelona, Madrid, Girona, Lleida, Granada, Málaga, Sevilla, Las Palmas, Santander, Valencia und Vitoria werden Tierschützer ihre Stimme für die Tierrechte erheben. Auch wenn es viele Tierschutzgesetze gibt, mangelt es an der Umsetzung. Straftaten werden oft gar nicht, oder nicht ernsthaft verfolgt, Strafen sind lächerlich gering, es kann nicht sein, dass Tierquäler ungeschoren davonkommen.

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10th Februar 2014

Perrera Olivenza – Tod einer Galga durch Hundefänger und einige Ungereimtheiten

Die Misshandlung von Tieren ist in ganz Spanien allgegenwärtig, so auch in Extremadura, der ärmsten Region der iberischen Halbinsel. Ein besonderes Bespiel der Ignoranz gegenüber fühlenden Lebewesen, ist die Geschichte einer streunenden Galga, die Ende vergangenen Jahres ein jähes und trauriges Ende fand, durch das erschreckende Einfang und Vernichtungs-System der Provinzverwaltung von Badajoz. Grund, für den Dachverband der Tierschützer Extremaduras, FEPAEX, mal wieder eine Anzeige bei der SEPRONA zu erstatten.

Eine streunende, überaus scheue Galga, wurde von einer jungen Frau schon seit Monaten angefüttert und dann von den städtischen Hundefängern eingefangen. Oft und besonders gerne werden von den Hundefängern Betäubungspfeile eingesetzt, ohne auch nur annähernd das eventuelle Gewicht des Tieres zu berücksichtigen. Ohne die Größe des Hundes zu beachten, werden immer große Pfeile verwendet. In diesem Fall, traf der Pfeil die Galga in den Bauchraum. Die gefangen Tiere werden daraufhin in die Perrera von Olivenza gebracht. Die Perrera Badajoz ist nur für die Tiere aus der Stadt Badajoz zuständig.

Noch am selben Tag kontaktierte die junge Frau, die sich schon so lange versucht hatte, die Galga einzufangen, die privat geführte und von der Provinzverwaltung Badajoz subventionierte Auffangstation Perrera Olivenza der Hunde-Vernichterin Manuela Pablo Díaz, um die eingefangene Galga dort rauszuholen und Adoptanten zu finden. Doch dieses Glück war der Galga leider nicht gegönnt. Sie kam vermutlich durch die durch den Betäubungspfeil verursachte Wunde, stark verletzt und blutend (laut Tierärztin der Perrera mit offenen Bauchraum – durch einen Betäubungspfeil?) dort an und starb kurz darauf in der Einrichtung.

Das Team von FEPAEX weiß nicht, ob Ana María Llorente Ferrera, die Tierärztin der Perrera Olivenza und Gefährtin und Mitarbeiterin von Manuel Pablo Díaz, in ihrer Arbeit der Vernichtung versucht hat, etwas für die Galga zu tun, oder ob sie ihr einfach nur beim Sterben zusah und die junge Frau die seit Monaten versucht hat, die Galga einzufangen, anrief, um ihr zu sagen, dass sie sich nicht die Mühe machen soll sich auf den Weg zu machen, es sich nicht mehr lohnt, da die Galga tot war. Der Bericht der jungen Frau, der in der Anzeige aufgenommen wurde, ist schockierend.

Der Dachverband der Tierschützer Extremaduras kämpft dafür, dieses System der Vernichtung von Hunden, deren einziger Fehler war, unverantwortlichen, herzlosen Menschen zu gehören, zu beenden. Ein System der Vernichtung, der uneingeschränkten Zucht, der Verantwortungslosigkeit und Vernachlässigung der Bedürfnisse der Tiere. FEPAEX kämpft für einen verantwortungsvollen, würdevollen und respektvollen Umgang mit Tieren und somit für eine positive Veränderung der Gesellschaft. Die Tierschützer schätzen den Mut der jungen Frau, diesen Fall der Misshandlung durch die Verwaltung von Badajoz, vor Gericht zu bringen und Gerechtigkeit zu fordern. Nicht viele Menschen haben diesen Wut und wahre Tierliebe.

Siehe auch: Petition: Schließung der Perrera Olivenza in Badajoz

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5th Februar 2014

UNO empfiehlt, Kinder “von der Gewalt des Stierkampfs” fernzuhalten

Die Empfehlung erfolgt durch den Ausschuss für die Rechte des Kindes, dem internationalen Gremium, das die Einhaltung der Kinderrechtskonvention überwacht. Dies nach einem Bericht, der von der Fondation Franz Weber (FFW) im Rahmen ihrer Kampagne “Kindheit ohne Gewalt” vorgelegt wurde.

Die Empfehlung richtet sich an Portugal, das von den Ländern, die dieses Jahr über die Umsetzung der Kinderrechtskonvention Rechenschaft ablegen müssen, das einzige ist, in dem der Stierkampf praktiziert wird. Vera Weber, Vize-Präsidentin der FFW, betont jedoch, “dass dieser Grundsatz ab heute für alle beteiligten Staaten gilt und alle Kinder betrifft, weil die Konvention gleiche Rechte für alle anstrebt”.

Durch den Ausschuss für die Rechte des Kindes, eines der neun Menschenrechts-Vertragsorgane, hat sich die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) ausdrücklich gegen die Teilnahme und die Anwesenheit von Kindern an bzw. bei Stierkampfveranstaltungen ausgesprochen.

Die Fondation Franz Weber machte im März 2013 in ihrem Bericht darauf aufmerksam, dass es in Portugal Stierkampfveranstaltungen gibt, an denen Kinder beteiligt sind, und Stierkampfschulen, die Kinder unterrichten. Dies erregte grosses Aufsehen, denn es stellt einen Verstoss gegen die Verpflichtungen aus dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes dar, welche bis heute die am meisten ratifizierte UNO-Menschenrechtskonvention der Erde ist.

Das Übereinkommen gewährleistet das Recht aller Kinder unter 18 Jahren (Jungen und Mädchen) auf einen ihrer körperlichen, seelischen, sittlichen und sozialen Entwicklung angemessenen Lebensstandard. Es verpflichtet die Signatarstaaten, jene Massnahmen zu treffen, die diesen Schutz des Kindes gewährleisten. Mehrere Mitglieder des Ausschusses, darunter die stellvertretende Vorsitzende Sara Oviedo, wiesen darauf hin, dass diese Bedingung im Hinblick auf den Stierkampf nicht eingehalten werde.

An der Versammlung vom 22. und 23. Januar in Genf erklärte Oviedo, die “Teilnahme von Kindern und Jugendlichen (Jungen und Mädchen) an mit dem Stierkampf verbundenen Aktivitäten stelle einen schweren Verstoss gegen die Artikel des Übereinkommens über die Rechte des Kindes” dar. Hiranthi Wijemanne, Mitglied des Ausschusses aus Sri Lanka, brachte angesichts dieses Problems ebenfalls ihre Besorgnis zum Ausdruck. Sie betonte, dass “die Kinder bereits von frühester Jugend an für eine Form der Gewalttätigkeit indoktriniert und trainiert” würden, die zudem “ihre körperliche Unversehrtheit” gefährde.

Jorge Cardona, spanisches (!) Mitglied des Ausschusses, hob hervor, dass ungeachtet der Einschätzung der in Portugal für den Kinderschutz zuständigen Organisation (die bereits 2009 die Auffassung vertrat, dass der Stierkampf mit Risiken verbunden sei) Minderjährigen auch heute noch gestattet werde, an Stierkampfveranstaltungen teilzunehmen, obschon dies einen Verstoss gegen die Verpflichtungen des Übereinkommens darstelle.

Heute, am 5. Februar, hat der Ausschuss seine Position hinsichtlich der Beteiligung von Kindern an Stierkampf-Anlässen veröffentlicht: Es äussert sich “besorgt um das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern”, die an Stierkampf-Anlässen aktiv oder als Teil des Publikums teilnehmen. “Im Hinblick auf ein künftiges Teilnahmeverbot für Kinder an Stierkampfanlässen drängt der Ausschuss den Vertragsstaat, die nötigen gesetzlichen und administrativen Massnahmen einzuleiten, um alle an Stierkämpfen beteiligten Kinder zu schützen, auch jene, die zuschauen.” Nebst weiteren Empfehlungen drängt der Ausschuss den Vertragsstaat auch, Massnahmen zur Sensibilisierung über die körperliche und psychische Gewalt im Zusammenhang mit dem Stierkampf und deren Auswirkungen auf Kinder einzuleiten.

Sergio Caetano, Vertreter der Fondation Franz Weber in Portugal, erklärt: “Im Stierkampfunterricht oder an Veranstaltungen, an denen sie teilnehmen, müssen die Kinder den Stieren mit stechenden, scharfen Gegenständen grausame Verletzungen zufügen. Sie müssen sich ausserdem vollkommen ungeschützt am Tier festklammern, um es zu dominieren. Dabei erleiden sie regelmässig Unfälle. Gleichzeitig werden Kinder, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen, Zeugen äusserst brutaler Szenen. Wir sind der Auffassung, dass Portugal den Stierkampfunterricht für Minderjährige und deren Teilnahme an Stierkampfveranstaltungen ab sofort unterbinden muss.”

Anna Mulà, Anwältin der Fondation Franz Weber, ist überzeugt, dass “der in das Übereinkommen aufgenommene Kerngrundsatz des Kindeswohls Vorrang vor dem Gedanken der kulturellen Vielfalt haben muss, ebenso wie vor sonstigen Interessen, mit denen er in Widerspruch stehen könnte”.

Leonardo Anselmi, FFW-Direktor für Spanien und Lateinamerika, ist der Ansicht, dass “die UNO uns ein weiteres Argument liefert gegen den Stierkampf und jene grausamen Schauspiele, die nicht nur den Tieren, sondern auch der gesamten Gesellschaft schaden, deren Teil Kinder und Jugendliche sind”.

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Fondation Franz Weber
Ansprechpartner: Vera Weber
Tel.: +41 79 210 54 04
E-Mail: veraweber@ffw.ch
Website: www.ffw.ch

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5th Februar 2014

Happy Birthday – Fadjen feiert seinen 4. Geburtstag

Fadjen, das lebendige Symbol gegen den Stierkampf, feiert heute am 5. Februar seinen vierten Geburtstag gefeiert. Der spanische Kampfstier lebt bei  Christophe Thomas in Frankreich. Eigentlich war seine Bestimmung wie bei allen anderen “toros de lidia” auch, irgendwann in einer Stierkampfarena zu Tode gefoltert zu werden, doch sein Weg kreuzte den von Christophe und ihm bleibt dieses Schicksal erspart.

Die französiche Webseite “Sauvons un taureau” (Wir retten einen Stier) ist Tierfreunden gewidmet, besonders denen, die den Stierkampf nicht unterstützen und diesen auf aktive Art und Weise bekämpfen wollen. Aber auch, um zu beweisen, dass der sogenannte “toro de lidia” (Kampfstier) ein friedlicher Pflanzenfresser und kein gefährliches Tier ist.

Die Webseite gibt Einblicke in das Leben von FADJEN, wie er sich von einem jungen Kalb zu einem kräftigen Stier entwickelt und vor allem auch über die Beziehung zwischen Mensch und Stier.

 

www.sauvons-un-taureau-de-corrida.com

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1st Februar 2014

WELT-GALGO-TAG AM 1. FEBRUAR – DÍA DEL GALGO | WORLD GALGO DAY |

VERBREITEN SIE DIESE SEITE UND MACHEN SIE AUF DAS SCHRECKLICHE SCHICKSAL DER GALGOS AUFMERKSAM

 

JEDES JAHR WERDEN IN SPANIEN TAUSENDE GALGOS GEBOREN UND AUFGEZOGEN, UM ZU JAGEN. IHR LEBEN LANG WERDEN SIE GRAUSAM BEHANDELT UND MÜSSEN SICH STÄNDIG FÜRCHTEN, UND WENN SIE NICHT MEHR NÜTZLICH SIND, WERDEN SIE FURCHTBARE WEISE GETÖTET… AN BÄUMEN ERHÄNGT, IN BRUNNENSCHÄCHTE GEWORFEN, ZU TODE GEPRÜGELT ODER AUSGESETZT.

www.diadelgalgo.de

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1st Februar 2014

Perrera Puerto Real – Und das Geschäft mit dem Tod blüht weiter

Der Skandal um die Perrera von Puerto Real hat im September 2007 für blankes Entsetzen in ganz Europa gesorgt. Durch den tragischen Tod dreier Hunde italienischer Touristen konnte endlich bewiesen werden, was viele Tierschützer schon seit langem geahnt hatten, dass in der Perrera von Puerto Real die Todeskandidaten auf grausame Art und Weise sterben.

Ein der schweren Tierquälerei angeklagter Geschäftsmann in Cádiz, der Besitzer der ehemaligen Perrera El Refugio (Puerto Real), der seit 6 Jahren auf seinen Prozess wartet – es wurde ein neues Verfahren beantragt – verdient weiterhin seinen nicht unerheblichen Lebensunterhalt, durch Tötungsstationen! Der Staatsanwaltschaft bestätigte damals vier Angeklagten “Null Sensibilität gegenüber dem Tierreich”.

Der Präsident vom Tierschutzverein Prodean-Bahía de Cádiz, bringt es auf den Punkt: “Wir leben in der Welt der Inkonsequenz”.

Placido Gomez, einziger Gesellschafter und Alleinvorstand der Firma Control Zoosanitario S.L, hat in den letzten Jahren mit den Gemeinden Algeciras, La Línea und Los Barrios Verträge für die Aufnahme von herrenlosen Tieren abgeschlossen, wofür er laut den genannten Gemeinden mehr als 110.000 € jährlich erhält. Placido Gomez kann nach Antrag der Staatsanwaltschaft zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und dem dreijährigen Verbot einen Beruf der mit Tieren zu tun hat auszuüben, verurteilt werden, lebt seit dem Skandal um die Perrera von Puerto Real vor sieben Jahren, jedoch immer noch davon, herrenlose Tiere einzufangen und ungewollte in seinen Tötungsstationen aufzunehmen. Er “wartet” nun schon, weil es immer wieder zu Verzögerungen kommt, seit sechs Jahren auf seinen Prozess!

Die Tierschutzorganisation Prodean-Bahía de Cádiz, dessen Arbeit entscheident für die Aufklärung des Skandals war, hat im Dezember dem Gericht mehr als 12 000 Unterschriften eingereicht, mit der Forderung den Prozess sofort zu beginnen. Sein Präsident Francisco Molina sieht darin zu Recht einen Skandal. “Wir leben in der Welt der Inkonsequenz. Es ist eine absolute Unmoral, dass diese Person das gleiche Geschäft betreibt, was er in Puerto Real und in anderen Gemeinden hatte, alles mit Steuern bezahlt. Das ist surreal”, klagt Molina.

Auch die spanische Tierschutzpartei PACMA äußerte, nur eine Woche nach Schließung und Räumung der Perrera Mairena in Sevilla, ihre “totale Ablehnung”.

Quelle: eldiario.es

Der Tod der beiden Hunde der italienischen Touristen Simone Righi und Jo Fiori brachte den Stein um die skandalöse private Auffangstation für herrenlose Tiere ins Rollen. Im guten Glauben, die Hunde seien für ein paar Tage gut in der der Perrera zugehörigen Tierpension untergebracht, mussten sie nach drei Tagen feststellen, dass die Hunde tot sind.

Nur der Kadaver eines Hundes war auffindbar und eine Autopsie brachte die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht, ihre Hunde wurden mit MIOFLEX getötet, ein preiswertes muskellähmendes Mittel welches vor medizinischen Eingriffen eingesetzt wird und bei den Tieren einen langsamen, grausamen Tod durch Ersticken verursachte, da eine progressive Lähmung der Atmung, nicht aber des Herzens, verursacht wurde. Der Todeskampf konnte mehrere Minuten andauern, die Hunde und Katzen waren während dieser Zeit bei vollem Bewusstsein.

Wer die Chronologie des Grauens liest, kann schnell feststellen, dass ein solcher Skandal wie er sich in dieser Perrera ereignete, nur aufgrund von Vetternwirtschaft und Korruption überhaupt zustande kommen konnte. Nicht nur die elementarsten Tierrechte wurden mit Füßen getreten, offensichtlich versucht man nun, denjenigen der mutig genug war an die Öffentlichkeit zu gehen, aus dem Verkehr zu ziehen und Tierschützer im allgemeinen davor abzuschrecken Missstände aufzudecken und mundtot zu machen. Die Perreras, Auffanglager für nutzlos gewordene Hunde und Katzen, ziehen sich wie ein tötliches Netz über ganz Spanien, viele dieser Tötungsstationen befinden sich in privater Hand, schätzungsweise 100 000 Hunde und 200 000 Katzen werden jährlich in solchen Einrichtungen entsorgt. Das Geschäft mit dem Tod ist lukrativ.

Jahrelang waren die Tierschützern und Vereine der Gegend auf der Suche nach Beweisen: Refugio KIMBA, Ecologistas en Acción, Cadiz Felina, Prodean, Agaden und weitere, die daran arbeiteten die Zustände dieser, sowie anderer Perreras einundesselben Besitzers aufzudecken.

Auf der Anklagebank saßen schließlich der Besitzer der Tötungsstation, Plácido Gómez die Leiterin Manuela Andrade, zwei Tierärzte, Estanislao Cuesta und Roberto Parodi und vier Arbeiter. Allen wurde Fälschung von Dokumenten, falsche Anzeigen sowie fortgesetzte Misshandlung von Tieren vorgeworfen. Gleichzeitig wurde erwähnt, dass ein “angesehener Tierarzt aus Cádiz” bestätigte, dass die Lieferungen von Mioflex seit dem Jahr 1994 erfolgten und dass außerdem “die Stadtverwaltungen von Cádiz, Puerto Real und San Fernando, um nur einige zu nennen, von den Ordnungswidrigkeiten in der Tötungsstation von Puerto Real informiert waren”. Dieser Tierarzt bestätigte außerdem, dass er bei verschiedenen Besuchen in der Tötungsstation “auf engstem Raum eingepferchte Tiere sah, kranke Tiere mit Durchfall oder Blutungen und sogar einem, dem ein Knochen herausstand. Außerdem sah er Tiere, die einen Unfall erlitten hatten, im Sterben lagen und Hunde, die tagelang im Todeskampf lagen.”

Die ist nicht nur die tragische Geschichte von der Misshandlung von Tieren, sondern auch ein Coktail von Autoritätenmissbrauch und Bonzentum, jetzt wurde ein Urteil gesprochen welches dies bestätigt und welches man als skandalös bezeichnen kann, der Verwalter sowei die Direktorin der Perrera von Puerto Real wurden als nicht schuldig befunden! Jedoch wurde Berufung gegen das Urteil eingelegt, das Verfahren wurde jedoch bis heute noch nicht wieder aufgenommen!

Veröffentlicht wurden das Gerichtsurteil am 15. Juni 2009 in europasur.es mit folgender Überschrift: Die Richterin entschuldigt den Verwalter und die Direktorin der Perrera

Ebenso Diario de Jerez hat berichtet: Matadero “El Refugio” / Schlachterei “Die Zuflucht”

In dem Urteilsspruch, der die Untersuchung schließt, folgert die Richterin, dass die Anwendung von Mioflex als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu sehen ist. Nicht, weil es den Tod des Tieres herbeiführt – die Euthanasie ist gesetzlich erlaubt – wohl aber durch den dadurch ausgelösten Todeskampf. “Obwohl es Möglichkeiten zur Anwendung von Wirkstoffen die die Bewusstlosigkeit des Tieres herbeiführen gibt und diese infolge dessen die Qual lindern. Die böse Absicht, hier gleichzusetzen mit Grausamkeit, ist hier gegenwärtig in dem Verhalten beider Beschuldigten, da man absichtlich das Leiden der Tiere erhöht hat um ihnen unnötigerweise Qualen zuzuführen und um ihren Tod herbeizuführen”, folgert das Gerichtsurteil.

Die anderen Angeklagten konnten laut Richterin nicht verurteilt werden, weil nicht genügend Beweise vorliegen, um anderen Personen auch Schuld zuzuschreiben, da sie nicht verpflichtet waren, volle Kenntnis von der Wirkung von MIOFLEX zu haben.
Auch die schlechte Führung konnte man dem Besitzer und der Direktorin nicht zur Last legen.
Kranke Tiere wurden zusammen mit gesunden Tieren in einen Zwinger gehalten, gebärende Hündinnen teilten sich den Zwinger mit sterbenden Hunden, es kam immer wieder zu tötlichen Beißereien, all dies wurde den Betreibern nicht zu Last gelegt.

Wieviele Hunde und Katzen mit MIOFLEX getötet wurden weiß man nicht, laut Gericht ist es erwiesen, dass es 2007 mindestens 573 Opfer gab, obwohl die Tierärzte zugegeben haben, dass dies Mittel zwischen 20o5 und September 2007 Verwendung fand.
Der Geschäftssführer des Unternehmens, welches MIOFLEX an die Perrera lieferte, hat bewiesen, dass das Produkt seit 2002 gekauft wurde. Der Tierschutzverein PRODEAN schätzt, dass monatlich ca. 100 Hunde in der Perrera landeten, es existieren keine genauen Daten.

Die Chronologie des Grauens:

Eine billige Spritze lähmt ihre Muskeln, ganz langsam, bis zum Tod
Cádiz, 7. Oktober 2007 ; ca. 2 000 Menschen demonstrieren vor dem Rathaus gegen die Mißhandlung von Tieren
Demonstration in Cádiz gegen die Perrera von Puerto Real
Hintergrundinformationen zur Verhaftung der zwei Demonstranten in Cádiz
Die Tierarztkammer von Cádiz recherchiert
Halbwahrheiten
Die Affäre von Puerto Real hat die nationalen Grenzen überschritten
Freiheit für Simone Righi, Gerechtigkeit für ihn und seine Hunde
Das Gericht schließt vorbeugend die Perrera von Puerto Real
Ein geflohener Angeklagter, verlogene Tierärzte, der Skandal um die Perrera von Puerto Real
Gerechtigkeit für Simone Righi! Gerichtsverhandlung am 24, Januar, mit der Bitte um Unterstützung
Die große Lüge der Autoritäten im Fall Simone Righi
Simone Righi, morgen geht die Verhandlung weiter
Cádiz: wo war deine Seele? / Cádiz wo ist deine Seele?
Forderung an die italienische Regierung mit Spanien zu sprechen um den Fall Simone Righi zu überprüfen
Perrera Puerto Real Staatsanwaltschaft fordert ein Jahr Haft
Simone Righi der seine Hunde auf tragische Weise in der Perrera von Puerto Real verloren hat, muss nicht ins Gefängnis

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26th Januar 2014

Petition: Schließung der Perrera Olivenza in Badajoz

Ein unendlicher Skandal, tausendfaches Leiden, konnten nach den ersten Enthüllungen im Januar 2009 noch nicht beendet werden. Damit diese grauenhafte Perrera endlich geschlossen wird, bitte folgende Petition unterzeichen und verbreiten. Diese Petition ist ein Teil einer neuen Kampagne, der Anfang vom Ende dieser Horror-Perrera. Das mit der Petition veröffentlichte Video ist einer von vielen Beweisen gegen die Betreiberin der Auffangstation, es zeigt, wie der Hund bis zu seiner Rettung, von Tag zu Tag dünner wird, man hat einfach nicht mehr gefüttert um Kosten zu sparen! Wer diesen Skandal noch nicht kennt, alle bisherigen Berichte – siehe unten.

PETITION, bitte auf das Foto klicken, Sie werden zur Petitionsseite weitergeleitet:

Diputación de Badajoz CIERRE del “NUCLEO ZOOSANITARIO” Perrera provincial de Olivenza (Badajoz).

Alle bisherigen Veröffentlichungen über die Perrera Olivenza:

Perrera von Olivenza, Fakten über das lukrative Geschäft mit dem Tod
Olivenza, reimt sich mit vergüenza / Schande
Anzeige erstattet, gegen die Perrera von Olivenza
Perrera Olivenza: Wir wollen die Wahrheit wissen!
Perrera Olivenza: Wir wollen die Wahrheit wissen / Zeugenaussage
Perrera Olivenza, Pakt mit dem Teufel….
FEPAEX und die “RETTERINNEN” der Hunde aus Olivenza
Wir kennen die Wahrheit, die Perrera von Olivenza muss geschlossen werden!
Protestbrief: Damit die Perrera von Olivenza endlich geschlossen wird!
Die Verantwortliche für die Perrera von Olivenza leugnet die Anschuldigungen
TURCA, der Hölle entkommen, sucht ein Zuhause
Die Lügen der Galgueros
Die Anzeige von FEPAEX gegen die Perrera von Olivenza nimmt ihren Lauf
Perrera Olivenza: Hilflosigkeit und Empörung

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25th Januar 2014

Perrera Mairena – Persönliches Schreiben von Lucía

Nachdem wir den ganzen Morgen in Mairena verbracht haben und in die Einrichtungen der Perrera gelassen wurden und den täglich Umgang des Personales sahen kann ich nicht mehr schlafen, mir wird immer noch ganz übel, von den schrecklichen Bildern die wir dort sahen.

Heute früh gingen wir dorthin. Die Seprona und die örtliche Polizei bewachten das gesamte Gelände während wir die Hunde von dort befreiten…. Niemals hätte ich mir diesen Horror so vorstellen können.
Versteckt hinter Lächeln und Geschwätz verbarg sich dieser immense Horror den sich niemand vorstellen kann.

Bitte auf der Webseite von HOGAR REFUGIO LA CANDELA weiterlesen: http://protectoralacandela.org/mitteilung-uber-die-perrera-mairena/

Siehe auch:
Perrera Mairena – Ein nicht endender Skandal
Perrera Mairena – Die Wellen schlagen hoch
Perrera Mairena – Das Martyrium hat ein Ende
Perrera Mairena – Freude und Schrecken

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22nd Januar 2014

Perrera Mairena – Freude und Schrecken

Es ist geschafft, heute konnte die letzten Hunde, ein Kaninchen und eine Katze von  La Sonrisa Animal  aus der Perrera rausgeholt werden. Während des Rundgangs durch die Räumlichkeiten machten die Tierschützer eine schreckliche Entdeckung. In der Kühlkammer fanden sie in Plastiksäcken zwischen 50 und 60 tote Hunde, darunter viele Galgos. Getötet, nach dem schicksalhaften Weihnachtstag.

Trotzdem haben sie in wenigen Tagen Großartiges geleistet. Nun müssen die Hunde, die noch keine feste Familie haben, vermittelt werden, nicht einfach in einem Land, in dem jährlich an die 200 000 Hunde von ihren Besitzern “entsorgt” werden, darunter ca. 50 000 Galgos.

Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat mit ihrer Petition und der Forderung, die Leitung der Auffangstation einem wirklichen Tierschutzverein zu übertragen schon 75 000 Unterschriften gesammelt. Es muss schnell gehandelt werden. Am Donnerstag steht ein Treffen mit Vertretern der Regierung an. Beweise über die unhaltbaren Zustände gibt es mehr als genug, es wurde Anzeige gegen den Betreiber der Perrera erstattet, aber bis der Fall vor Gericht verhandelt wird, kann sich noch lange hinziehen.

 

 

 

 

 

 

 

Siehe auch:

Perrera Mairena – Ein nicht endender Skandal
Perrera Mairena – Die Wellen schlagen hoch
Perrera Mairena – Das Martyrium hat ein Ende

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21st Januar 2014

Perrera Mairena – Das Martyrium hat ein Ende

Es ist geschafft, heute am frühen Abend, sind viele Tierfreunde und Tierschutzvereine, u.a. Sonrisa Animal, La Voz Animal, Asanda und die Stiftung Benjamin Mehnert, dem über Facebook und Twitter verbreiteten Aufruf des Vereins La Sonrisa Animal (LASA) gefolgt und haben sich am frühen Abend vor der Perrera Mairena versammelt, um die noch verbliebenen Hunde zu retten. Der erste Hund der den Ort des Grauen verlassen konnte war ein Galgo. In den letzten Tagen rauchte der Schornstein des Krematoriums, es wurden Hunde getötet, wie viele ist nicht bekannt. Alle Hunde, bis auf 17 die sich in der Quarantäne befinden, konnten gerettet werden. Die Tierfreunde mussten diese Tiere nicht bezahlen. Laut LASA können die restlichen Hunde morgen ab 16 Uhr abgeholt werden.

Pedro Luis Fernández Castillo, der Präsident des “Tierschutzvereins” Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Sevilla (SPAPS), gab heute im Fernsehen ein Interview, anbei eine Zusammenfassung der Reportage von heute Abend, ausgestrahlt von Canal Sur – Andalucía Directo:

Es sind ca. 200 Personen vor Ort die Hunde adoptieren, laut Präsidenten der Perrera wurden die Hunde mit “gefährlichen Krankheiten” getötet” Dazu zählen auch Krankheiten wie Leishmaniose! Wer dort einen Hund abgibt, zahlt 35 €, für die Adopotion werden 40 € verlangt! Die sog. Kampfhunde wurden wohl auch getötet. Ferner hat Pedro Luis Fernández Castillo beim Anblick der Beweisfotos behauptet, sie seien gefälscht. Die Tierärztin hat behauptet, dass es bei Kontrollen der Installation nie Beanstandungen gab. Eine Zeugenaussage ist besonders erschreckend. Er hat gesehen, wie Welpen mit einem Knüppel erschlagen wurden, Hunde mit offenen Brüchen nicht behandelt wurden und qualvoll starben. Es gab auch tödliche Beißereien, der Zeuge erzählt von Hündinnen die auf einen Berg von Kot gebären mussten. Ein anderer Zeuge hat ausgesagt, dass eine Wagenladung voll Galgos kam und der Wagen mit einer Ladung anderer Galgos wieder abgefahren ist.

Dies erklärt auch, warum die Schornsteine des Krematoriums in den letzten Tagen Rauch ausstießen, Pedro Luis Fernández Castillo wollte offensichtlich verhindern, dass noch mehr unschöne Bilder an die Öffentlichkeit gelangen und hat eine Säuberungsaktion durchgeführt.

Pedro Luis Fernández Castillo ist von Beruf aus übrigens Tierarzt. Sicher fragen sich viele, wie solche Zustände überhaupt so lange anhalten konnten. Wer sich ein wenig in Spanien auskennt weiß, dass Vetternwirtschaft und Korruption in diesem Land alltäglich sind, eine schmutzige Hand wäscht die andere. Man braucht Komplizen, und der Präsident der Perrera hatte sie, sogar in der Regierung und auch die Seprona, die alle 4 bis 6 Monate die Auffangstation kontrollierte, hatte nie etwas zu beanstanden. Wurde Fernández Castillo gewarnt, oder reicht sein Einfluss sogar bis zur Seprona? Fakt ist auch, dass es dem Verein an Transparenz fehlte, es gab weder Mitgliederversammlungen, Einblick in die Unterlagen über die Vereinsführung noch Offenlegung der Finanzen. Das Geschäft mit dem Tod ist lukrativ, es wird behauptet, dass zum Einschläfern das Medikament Anectine verwendet wurde, es wird normalerweise in der Medizin verwendet, um eine vorübergehende Muskellähmung herbeizuführen und ist wesentlich preiswerter als ein für die Euthanasie zugelassenes Mittel. Ungefähr 11 Gemeinden ließen ihre herrenlosen Tiere von dieser Perrera einsammel oder aufnehmen, für diesen Dienst bezahlte sie jährlich 9 000 € an den Tierschutzverein”, hinzu kommen die Adoptionsgebühren von 40 € und die Mitgliederbeiträge. 2012 kündigten wegen der vielen Anzeigen gegen den Verein, die Rathäuser von Bormujos und Mairena ihren Vertrag, zogen diese Kündigung aber schnell zurück, nachdem Fernández Castillo mit einer Verleumdungsklage drohte. Ein Vereinsmitglied erhielt eine Anzeige, weil sie mit versteckter Kamera die miserablen Zustände in der Perrera gefilmt hatte, der Präsident und Tierarzt, der nun schon 15 lange Jahre im Amt sitzt, fordert 200.000 € Entschädigung, der Prozess soll noch dieses Jahr stattfinden.

Der Leiter der Perrera und seine Komplizenschaft sind nicht die einzigen Verantwortlichen dieser Misere. Mitverantworlich für das tausendfache Leid ist auch die Gesellschaft im allgemeinen, insbesondere die andalusische Gesellschaft sollte sich schämen, dass in der Perrera von Mairena monatlich bis zu 250 Hunde landeten. Die meisten von ihnen in vernachlässigt und missbraucht, vor allem Jagdhunde, insbesondere Galgos.

Erst kürzlich hat die spanische Tierschutzpartei PACMA ein Dossier über die Misshandlung der Galgos in Spanien veröffentlicht und Beschwerde beim Generalstaatsanwalt eingereicht.

Man kann sich kaum vorstellen, was sich in diesen langen 15 Jahren hinter den Mauern der Tötungsstation an Leid abgespielt hat, man kann nur hoffen, dass dies jetzt der Anfang vom Ende ist und heute die letzten Hunde den Ort des Schreckens für immer verlassen können.

Siehe auch:
Perrera Mairena – Ein nicht endender Skandal
Perrera Mairena – Die Wellen schlagen hoch

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