6th Februar 2009

Rettet lieber norwegische Hunde!

Rettet lieber norwegische Hunde! Quelle: NRK.no Video und Artikel

So die Überschrift eines neuen Beitrags über den Skandal der Tierschützerin Julie Lochbrunner. Das schwedische Fernsehen hat Julie Lochbrunner als Betrügerin beschuldigt, ihr wird vorgeworfen, kranke Hunde nach Schweden zu vermitteln, einige seien so krank, dass sie nach wenigen Monaten sterben.

Norwegische Hundeimporteure fürchten, dass sie nach den Warnungen des mattilsyn (Lebensmittel- und Tiergesundheitsamt) vor ausländischen Hunden ihre Tätigkeit niederlegen müssen.
Auch die Veterinärvereinigung warnt vor der Adoption ausländischer Hunde und erklärt, dass es nicht Aufgabe der Norweger sei, spanische Straßenhunde zu retten.

Über 20 Jahre lang (*falsch zitiert, ich verfolge und unterstütze spanische TS-Arbeit seit über 20 Jahren, aber vermittelt habe ich erst die letzten 5 Jahre) hat Andrea Seiler Adoptivhunde von Spanien vermittelt – herrenlose Hunde, die in Norwegen ein neues Zuhause bekommen.
Sie hat bei ihren Hunden noch keine Krankheit erlebt und meint, es sei unbedenklich, sie hierher zu holen.
„Wenn man alles tut, um herauszufinden, ob der Hunde gesund ist, ist das Risiko bei spanischen Hunden nicht größer als bei Hunden aus Norwegen“ erklärt Andrea Seiler.

Gestern berichtete Dagsrevyen über Julie Rescue – eine Vermittlungsorganisation, die hunderte von spanischen Straßenhunden nach Schweden und Norwegen geschickt hat.
Im ihrem Hinterhof in Andalusien leben große Hunderudel unter schwer kritikwürdigen Zuständen und viele haben deutlich Krankheiten.

Julie Rescue hat unter Fälschung von Papieren kranke Tiere an Norweger und Schweden vermittelt – von ihrer Geschäftspraxis distanziert sich Andrea Seiler deutlich und hofft, dass dieser Verein nicht alles für alle anderen ruiniert.

Aber in Übereinstimmung mit dem Lebensmittel- und Tiergesundheitsamtes rät auch die Veterinärvereinigung Norwegern ab, Straßenhunde ins Land einzuführen – sie fürchten, dass die Hunde Mittelmeer-Krankheiten einschleppen und andere Menschen und Hunde anstecken.

„Spanien hat ungefähr eine Million Straßenhunde. Wir meinen, dass es in erster Linie ein Problem der spanischen Behörden ist und nicht eines, das Idealisten in Norwegen lösen können“ sagt Ellef Blaksted, fachlicher Leiter der norwegischen Veterinärvereinigung.

„Wir wissen ja, dass Tierschutzorganisationen Probleme haben, für norwegische Tiere ein Zuhause zu finden. Wir meinen, dass man sich in erster Linie darauf konzentrieren kann, diese Tiere zu retten“, so Blaksted zu NRK.

Aber Andrea Seiler will damit weitermachen, Hunde aus Spanien zu vermitteln, was sie als Hobby neben ihrem Beruf als Ärztin hat. Sie ist nämlich überzeugt, dass die Gefahr für Ansteckung durch spanische Straßenhunde minimal ist.

„ Ich meine, es ist viel gefährlicher nach Spanien zu reisen, wo diese Krankheiten vorkommen, als einen Hund aus Spanien mitzunehmen“ so Seiler.

Kommentar und Übersetzung von Andrea Seiler

Siehe auch: Spanische Hunde im Blickpunkt Schwedens

Die Polemik um die spanischen Hunde in Schweden

Freitag, Februar 6th, 2009, 00:43 | Allgemein | kommentieren | Trackback

2 Kommentare zu “Rettet lieber norwegische Hunde!”

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  1. 1 6. Februar 2009, Sabine schreibt:

    Ich frage mich wirlich immer wieder in welchem Jahrhundert wir leben… Klar.. in erster Linie sind die einheimischen Hunde unter zu bringen… ebenfalls ist Spanien gefragt… das Elend abzuschaffen… Aber einfach zu behaupten was da nun behauptet wird…. oh man…..
    es spricht auch nicht gerade für ein Land… Alles ruft nach „einer Welt“….. aber wenns dann mal an das eingemachte geht… nein nein!!! Wir haben nichts damit zu tun… Dann sollen diese Regierungen doch wenigstens mal die Augen auf machen.. und den Spaniern oder überhaupt den Ländern im Süden mal deftig in den Hintern latschen!!!!! Auch das ist Politik!!!Untersdtützung und Hilfe anbieten oder auch mal ein bischen drängen alles umzusetzen was angedacht oder festgelegt wurde..

  2. 2 6. März 2009, Kirsten schreibt:

    Wo fängt Tierschutz an und wo hört er auf???
    Selbstverständlich muß es das vorrangige Ziel sein , die Situation spanischer Hunde im eigenen Land zu verbessern und daran wird ja auch ständig von den dortigen Tierschützern gearbeitet – aber,so lange es dort noch so viel Elend,Tierquälerei und Intoleranz gibt ,finde ich es SEHR wichtig , einigen von ihnen auf diesem Weg ,nämlich der Adoption in andere Länder,zu helfen.Es kann doch nicht sein daß Tierschutz an irgendwelchen Grenzen halt machen soll und das auch noch im Zeitalter der „von allen“?!? gewollten und angepriesenen Globalisierung!
    Kirsten

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