18th Mai 2009

Offener Brief an die Seprona

Eines der größten Probleme in Spanien gegen die Misshandlung der Tiere ist die Untätigkeit der Behörden, die Ignoranz der Stadtverwaltungen, die der Regierung und vor allem auch sehr oft die der SEPRONA. Die SEPRONA, SERVICIO DE PROTECCIÓN DE LA NATURALEZA, was soviel bedeutet wie Naturschutzdienst, ist eine Untergruppe der Guardia Civil, nicht nur dafür zuständig gegen Umweltsünder zu ermitteln, sondern auch Misshandlungen an Tieren zu verfolgen.

Leider wird diese Aufgabe oft nicht wahr genommen, viele Mitglieder der Seprona sind Jäger und Galgueros, Anzeigen wird nicht nachgegangen und Täter werden gedeckt, keiner will sein eigenes Nest beschmutzen, obwohl gerade die Tierschützer auf die Unterstützung dieser Polizeieinheit angewiesen sind.

Siehe hierzu: Der Friedhof des Grauens
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Vetternwirtschaft und Korruption sind an der Tagesordnung und nicht selten werden Tierschützer auch noch bedroht, wie zum Beispiel im Fall der Jagdhunde in Burgos, die Anzeige wurde gar nicht erst aufgenommen, der Besitzer der Hunde informiert und die Tierschützerin erhielt daraufhin auch noch Drohanrufe.

Siehe hierzu: Jagdhunde in Burgos
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Oder aber der Fall der misshandelten Hündin Vela, sie wurde verprügelt, mit Säure überschüttet und zudem noch mit Messerschnitten verstümmelt. Diese schreckliche Tat wurde zu den Akten gelegt!

Siehe hierzu: Vela, zu den Akten gelegt, das darf nicht sein!
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Besonders haarsträubend ist der Fall eines erschossenen Galgos in Arcos de la Frontera (Cádiz), zugetragen hatte sich die Tat 2007. Vor den Augen von spielenden Kindern wurde der Galgo erschossen. Der Täter kam, stieg aus seinem Auto, feuerte zweimal mit dem Schrotgewehr auf das Tier, stieg sofort wieder in seinen Wagen und verschwand. Die Kinder merkten sich das Kennzeichen, der verletzte Galgo wurde in eine Tierklinik gebracht und verstarb dort an seinen schweren Verletzungen.

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Es wurde Anzeige erstattet, es kam zu einem verfahren, der Fall wurde „mangels an Beweisen“ geschlossen.

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Der Täter wurde schon mehrmals von Anwohner angezeigt weil er offensichtlich Giftköder ausgelegt hatte, auch wegen seinem „coto de caza“, seinem Jagdgebiet gab es schon Beschwerden, weil die Schüsse der Jägerschaft nicht selten die besiedelten Gebiete erreichen.
Weder Politiker noch Seprona kontrollieren ob die Hunde der Jäger und Galgueros gekennzeichnet sind, sie passieren die Straßen mit Wagen voller nicht mit Microchip versehener Hunde ohne, dass sie jemals kontrolliert werden, doch Anzeigen wegen nicht beseitigter Hinterlassenschaften werden erstattet um den Gassigängern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele polizeilicher Untätigkeit und Ignoranz, selbstverständlich gibt es auch positive Interventionen der SEPRONA, aber leider viel zu selten.

Einen guten Überblick über die Zustände in Spanien gibt mein folgender Artikel:

Die dunkle Seite Spaniens
jose-manuel-rodriguez.jpg

copyright José Manuel Rodriguez

Um diese Missstände öffentlich zu machen haben wir einen Brief an die SEPRONA verfasst, zahlreiche internationale Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen sowie private Tierfreunde haben den Brief schon unterzeichnet. Dieser offene Brief soll an alle Dienststellen der SEPRONA geschickt werden, bis jetzt hat Caroline die Adressen von über 200 Dienststellen herausgesucht, es fehlen noch weitere Provinzen, bis in den letzten Winkel wollen wir unsere Beschwerde schicken und selbstverständlich auch in Kopie an die Regierung.
Da die einzelnen Dienststellen nicht über e-Mail Adressen verfügen muss dies auf dem Postweg geschehen. Alleine die Portokosten sind bei so vielen Briefen schon enorm hoch, hinzu kommt noch der Ausdruck des zwölfseitigen Briefes, die ganze Aktion wird ca. 1000 € kosten. Leider fehlen unserem kleinen Verein CPA dazu die finanziellen Mittel und wir würden uns über Unterstützung freuen.

Selbstverständlich können noch weitere Tierschutzorganisationen und Tierfreunde diesen Brief unterschreiben, unabhängig davon ob sie einen finanziellen Beitrag leisten oder nicht, diesbezüglich bitte ich um eine kurze Nachricht an uns, Vereine möchten bitte dann bitte auch ihr Banner zusenden.

Caroline und Martina

kostenvoranschlag-brief-seprona.pdf

Offener Brief an die SEPRONA: carta-seprona.pdf

Offener Brief an die SEPRONA, deutsche Übersetzung:

offener-brief-an-die-seprona.pdf

galgos-antes-y-despues.pdf

Finanzielle Unterstützung findet ihren Weg über folgende Bankverbindung:

Kontoinhaber: Ciudadanos para los animales
Bank: BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria)
Anschrift: Cami Ral, 377, 08301 Mataró
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM

cwaggershauser@gmail.com
nfo@sos-galgos.net


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Montag, Mai 18th, 2009, 03:20 | Allgemein, CPA Bürger für Tiere | kommentieren | Trackback

4 Kommentare zu “Offener Brief an die Seprona”

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  1. 1 19. Mai 2009, TINA schreibt:

    Ich finde das es immer schlimmer wird und man stillschweigend das hin nimmt.Ich meine damit die Behöreden.Wenn man dort mal richtig harte Strafen erteilen wuürde so wie einige Jahre Haft würde sich vielleicht mal was ändern.Aber was is schon ein Tier wert nix.Die Menschen sollen nich vergessen das die Tiere weit vor uns da waren und von uns Menschen domestiziert wurden und was machen wir jetzt wir töten sie aufbestialische Weise ,quälen sie,essen sie.Der Mensch meint wohl ere wäre etwas besonderes aber leider weit gefehlt die Tiere sind das besondere nich der Mensch weil sie gab es vor uns und es wird sie auch nach uns geben.Ich wünsche uns Menschen nichts schlechtes aber uns müsste das mal nur mal 96 Stunden so ergehen wie es tausenden Hunden,Katzen,Kühen und und ergeht vielleicht würden sie dann aufwachen,aber nur vielleicht.

  2. 2 19. Mai 2009, Eva Pichlmayr schreibt:

    Da bin ich mit meinem Mann voll dabei und hab schon an die E-Mail Adresse hingeschrieben.
    GLG
    Eva und die 8 Rabauken

  3. 3 26. Mai 2009, Andrea schreibt:

    wir alle sollten Spanien als Urlaubsland solange meiden, solange sie es nicht schaffen, ordentlichen Tierschutz zu machen und zwar von Regierungsseite aus !! Es kann nicht sein,dass ein Land wie Spanien nicht in der Lage ist, oder willens, Tiere in liebevolle Zuhause zu vermitteln, saubere und gut geführte Tierheime zu erschaffen, Kastrationen zu unterstützen usw……
    auch wir schreiben Petitionen, an Ämter , an Touristikbüros…etc…..
    VIELE können mit wenig Aufwand auch viel erreichen !
    lg Andie
    http://www.luckyanimals.de

  4. 4 18. Juni 2009, Ingrid Frassl schreibt:

    Es ist unglaublich zu welcher Rohheit und Gefühllosigkeit Menschen fähig sind! Es darf wirklich nicht aufgehört werden, solche Zustände anzuprangern und dagegen vorzugehen. Leider ist speziell in südlichen Ländern die Gleichgültigkeit gegenüber Tierleid sehr groß. Aus diesem Grund habe ich auch überhaupt kein Verlangen danach, meinen Urlaub in diesen Ländern zu verbringen. Ich möchte nicht, dass solch unzivilisierte Barbaren durch Devisen unterstützt werden. Sie sollen einmal zeigen, dass sie vernünftige Tierschutzgesetze zu Stande bringen und für deren Umsetzung und Einhaltung sorgen!

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