30th September 2009

Überfüllte Tierheime, ein tägliches Drama

Schon lange sind die meisten spanischen Tierheime überfüllt, können kaum noch weitere Tiere aufnehmen, die Mitarbeiter sind am Ende ihrer Kräfte, die Hygiene leidet.

Folgendes Video wurde von Levriers en Danger bei ihrer letzen Spanienreise in diesem September aufgenommen.
Das Tierheim sollte ursprünglich 40 Hunden dienen, nun befinden sich hier 175 Tiere. Dies führt immer wieder zu Beißereien, auch mit tödlichem Ausgang.

Dies ist ein Beispiel von vielen, auch anderen Tierheimen geht es nicht besser, auch sie sind hoffnungslos überfüllt. Nicht nur weil immer mehr Tiere von ihren Besitzern verlassen werden, die Schätzungen für dieses Jahr liegen bei 500 000, auch weil der Trend, Hunde in Massen aus den Perreras zu retten, anhält, viele haben noch immer nicht begriffen, dass zuerst an erster Stelle die Tierheime stehen sollten, welche selbstverständlich, wenn Plätze frei sind, auch versuchen, den Tieren zu helfen, die sich in Tötungsanstalten befinden.

Mittwoch, September 30th, 2009, 00:03 | VIDEOS | kommentieren | Trackback

5 Kommentare zu “Überfüllte Tierheime, ein tägliches Drama”

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  1. 1 30. September 2009, Jeannette schreibt:

    …sicher nicht nur am Ende ihrer Kräfte, sondern auch am Ende ihrer finanzellen Mittel, am Ende ihrer Aufnahmekapazität, meist hochverschuldet, weil alles aus privater Tasche finanziert wird, Freunde und Familie um finanzielle Unterstützung gebeten wird und keiner hilft…

    …genau das meine ich, lasst sie nicht allein!!!

    Sicher ist es wahnsinnig schwer zu entscheiden wo man hilft, denn es gibt kein Anfang und kein Ende…aber irgendwo muss man anfangen und man kann nicht die Menschen und Tiere im Stich lassen, die Hilfe und Unterstützung dringend nötig haben…wir müssen sie dazu befähigen weiter zu machen und das können wir nur, wenn wir ihnen und den geretteten Tieren helfen…in Spanien ist gerettet nicht gleich gerettet, so wie wir das aus hiesigen Tierheimen kennen und die Vermittlungen innerhalb des Landes kann man an einer Hand abzählen und das über Jahre…es wäre ein Glück für die Tiere, wenn es anders wäre…manche von ihnen verbringen ihr gesamtes Leben vom Welpenalter bis zum Tod dort, weil keiner an sie denkt :-(((
    Denkt bitte darüber nach!

    Jeannette

  2. 2 30. September 2009, Bettina Seidemann schreibt:

    …500.000 verteilt auf wieviele Tierheime? Die Kapazitäten dürften schon lange erschöpft sein!
    Wir helfen den Tieren aus den Perras in dem wir die Tierheime unterstützen. Ihnen gehört unsere Aufmerksamkeit und Hilfe denn sie sind diejenigen die sich für ihre Hunde aufopfern, ihr privates Geld hineinstecken, sisch bis aufs Hemd verschulden um Arzt und Futterkosten zu decken.
    Ihnen gehört unsere Aufmerksamkeit damit sie wissen sie stehen nicht alleine da. Sie leben in einem Land welches die Perras finanziert, die die Hunde nicht einmal bis zu ihrem Qualvollen Tod anständig versorgen!
    Wenn ein Hund aus der Perra geholt wird dann sollte nicht ein Cent dafür bezahlt werden.
    Es ist eine „grausame“ Entscheidung sich eher für einen Hund aus dem Tierheim als aus einer Perra zu entscheiden! Aber damit unterstütze wir die Tieheime die dann wieder Hunde aus der Perra holen können.
    Ich bin froh das ich nicht vor Ort bin, denen in die Äuglein schauen muss die in einer Perra sitzen denn sie würden die Entscheidung nicht verstehen da ja auch sie ein Recht auf Leben haben!!! Im Grunde werden sie geopfert…

  3. 3 30. September 2009, Lisa schreibt:

    Ja, wie kann man denn helfen, bei uns sind doch auch alle wirklichen Helfer am Rande ihrer Kapazität? Die meisten, die ich kenne haben mehr Tiere aufgenommen, als „normale“ Leute für gesund halten, ich habe selber 3 große Rüden. Auch das ist zeitlich, finanziell und organisatorisch ein Aufwand ( ich liebe meine Jungs und ich würde sie auch nicht mehr hergeben) . Und wenn ich dann mal Urlaubshunde in Pflege habe, merke ich , daß dann schnell der eine oder andere trotz aller Bemühungen hinten runterfällt und ich auf die Dauer nur den Drei wirklich noch gerecht werde. Wie wäre es denn, auch in Deutschland immer mal gestzlich vorgeschrieben, die Hundezucht einzudämmen, vielleicht mit immer mal wieder zeitlich begrenztem Zuchtverbot, oder freiwilliger Zuchteinschränkung auch und gerade, der organisierten Vereine. Ansonsten bleibt ja wirklich bei der unendlichen Anzahl der Hunde, das schmerzlose Einschläfern???? Qualität statt Quantität?????? Ich meine jedes dieser Schicksale hat genauso eine Persönlichkeit, wie die, die bei uns einen Sofaplatz gefunden haben, da wird man ja wahnsinnig, wennn man darüber nachdenkt!!!!!!!!!!!

  4. 4 30. September 2009, Barbara Maria schreibt:

    Ich hatte mal einen Hund aus Spanien. Perro nannte ich ihn.

    Als ich ihn bekam, war er ca. 4 Wochen alt, nicht entwöhnt (luschte ständig am Finger zum einschlafen) und nachtaktiv.
    Erhalten hatte ich ihn von einem ca. 9jährigem Spanier, der den Kleinen in einem Maisfeld gefunden hatte. Die Familie des Jungen lebte in einer Hütte nahe am Strand: 2 Zimmer – eines zum Wohnen und eines zum Schlafen – ein Drei-Generationen Hüttchen mit einer Ziege davor. Pedro hieß der Junge. Ich war deutsche Touristin und 17 Jahre alt. Pedro drückte mir das warme Perro-Bündel voller Flöhe in die Arme, machte mich verstehen, dass er das Hündchen nicht behalten darf und dass ich es nach Alemania mitnehmen sollte.
    So kam ich zu Perro, dem andalusischen Strandläufer, den ich mit Hühnerleber und anderen Dingen so langsam an feste Nahrung gewöhnte, der mir das Leben immer spannend machte… Er war ein Podenco-Mix, voller Energie, bereit, sein Leben selbst zu gestalten und trotzdem so sehr sozial, kinderlieb und unglaublich sensibel. Er war ein Kämpfer bis zum letzten Tag, ein unglaubliches Energiebündel und ein guter Gefährte und immer verlässlicher Beschützer.
    Perro war der beste Begleiter, der Unterdrückung hasste und immer frei in seinem Hundeleben war.
    Ein Podenco eben – und mit jeder Faser seines Hundelebens ein unglaublich eigenständiger und so sehr liebevoller Freund.

    Damals, im Jahre 1974, hatte ich keine Ahnung, was mit Hunden in Spanien geschieht.

    Erst seit wenigen Jahren lese ich durch Internetveröffentlichungen vom Schicksal spanischer Hunde – und bin einfach nur entsetzt.
    Nun weiß ich, warum Pedro mir den Kleinen anvertraut hatte… der spanische Junge wusste, was es bedeutet, wenn er den Kleinen wieder in die Wildnis entlässt. Pedro war damals ein Kind und wusste um die grausamen Ungerechtigkeiten in seinem Dorf/Land. Kinder verstehen dies. und Pedro ist für mich ein Symbol der Hoffung geworden.

    Spanien Tierschützer dürfen hoffen, denn die Kinder Spaniens sind mit ihnen! Sie waren es bereits vor über 30 Jahren – sie sind es auch heute noch. Ich bin ganz sicher.

    Lasst Spanien nicht allein – gebt den Kindern Spaniens Hoffnung, dass die Qualen der Tiere beendet werden und kämpft weiter…

    Danke Martina, Danke an die vielen spanischen Tierschützer…

    Danke an alle Pedros der Welt, die helfen, den Tieren eine bessere Welt zu schenken.

  5. 5 3. Februar 2013, Ruth Buschhaus-Spengler schreibt:

    Richtig ist, dass jedes Lebewesen, egal wo es lebt, eine Chance auf Leben verdient. Da bin ich bei euch.

    Aber wenn ich sowas lese wie Bettina Seidemann schreibt.
    Es ist eine “grausame” Entscheidung sich eher für einen Hund aus dem Tierheim als aus einer Perra zu entscheiden!

    Was glaubst du, was mit unseren Tieren passiert?

    Zu Lisa ihren Satz hier:
    Wie wäre es denn, auch in Deutschland immer mal gesetzlich vorgeschrieben, die Hundezucht einzudämmen, vielleicht mit immer mal wieder zeitlich begrenztem Zuchtverbot, oder freiwilliger Zuchteinschränkung auch und gerade, der organisierten Vereine.

    Dem Stimme ich zu, denn auch hier nimmt es überhand mit den Hunden. Insbesondere sollte man mehr kontrollieren wo Hinterhofzucht stattfindet.

    Diese Berichte hier sind knapp 4 Jahre her. Mittlerweile haben wir in Deutschland selber so viele eigene Probleme, dass ich immer weniger Verständnis für das verbringen von Tieren,(insbesondere Katzen,) nach Deutschland bin. Jeder der meint, das wir noch nicht genug haben, der soll mal googlen und die einzelnen Schicksale in unseren im Tierheimen sitzenden Tieren lesen. Hund ist Hund und egal in welchem Zwinger er sitzt, er leidet. Auch hier fehlt es den Tierheimen an allen Ecken und Kanten und die Situation wird jedes Jahr schlimmer.

    Jedes Land hat mittlerweile eigene Tierschützer die sich um diese zum Teil geschundenen Tiere kümmert. Und wenn jetzt ein Tierschützer aus Deutschland meint er will dort im jeweiligen Land helfen, so finde ich es sehr schön. Wie schon geschrieben, jedes Tier muss es wert sein geschützt zu werden.

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