17th Juni 2009

Demonstration in Alicante: HOGUERAS DE SAN JUAN ohne Blut

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Am 20. Juni findet in Alicante eine anit-Stierkampf Demonstration statt. Gefeiert wird das Volksfest Hogueras de San Juan oder Fogueres de Sant Joan, so heißt es auf valenzianisch.
Begrüßt wird mit dem Freudenfeuer des Heiligen Johannes seit 1928 der Sommer, wie bei den Fallas in Valencia werden riesige, kunstvolle Figuren aus Holz, Stroh und Pappmaché dem Feuer übergeben. Aber nicht nur dies, auch blutige Stierkämpfe finden statt.

Viele Touristen werden in Alicante sein, die Demonstration ist diesbezüglich eine gute Gelegenheit auf die grausamen Stierkämpfe aufmerksam zu machen. Feiern ja, aber bitte unblutig.

ALICANTE ANIMALISTA, ACTYMA, PACMA; AsoKa el grande, AnimaNaturalis, Equanimal und Unión Vegetariana Española werden gemeinsam für ein unblutiges Fest demonstrieren.

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17th Juni 2009

RAY in seinem neuen zuhause

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Marenchena / Sevilla, ein Ort, wo die Tiere auf der Straße sterben, wo sie sich rudelweise vom Müll ernähren, wo die Menschen sie mißachten, erhängen und niemand etwas dagegen unternimmt.

Die ganze Welt schaute hin, aber keine unternahm etwas…..sie dachten im ersten Moment auch, es wäre sicher das Beste, den Todeskampf und das Leiden dieses Tieres zu beenden. Der Hund lag dort, unfähig aufzustehen, den Kiefer wie ausgerenkt, wie bei allen Hunden die im Sterben liegen.

Dies war Anfang April, Ray, ein Galgo von vielen, ein Schicksal wie es sich täglich irgendwo in Spanien abspielt.

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Inzwischen sind zweieinhalb Monate vergangen und mich erreichten die ersten Fotos von Ray’s neuem zuhause in Holland. Am letzten Wochenende wurde Ray persönlich von seiner neuen “Mama” in Spanien abgeholt. Ray musste glücklicherweise nicht mehr operiert werden, die Therapie ist gut angeschlagen und er kann rennen, springen und spielen wie jeder andere Galgo auch.

Carolina von SOFIA El Refugio Escuela bedankt sich bei ALLEN die dazu beigetragen, dass Ray nun das Leben leben kann, was er verdient.

Sofia El Refugio Escuela

Siehe auch:
Dem Tod näher als dem Leben
Ray, sein Zustand ist weiterhin kritisch
Ray, es geht langsam aufwärts
Ray hat eine Familie gefunden

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17th Juni 2009

Angriff auf das Herz der Tauromachie, Las Ventas 24. Mai

Hunderte von Stierkampfgegnern sind den Aufruf von Equanimal und CAS International (Comité Anti Stierenvechten) gefolgt und haben sich am 24. Mai vor den Toren der Stierkampfarena Las Ventas in Madrid zusammengefunden, um sich in die Haut der Stiere zu versetzen und deren Tod eindrucksvoll wie immer, mit Kunstblut und Banderillen, in Szene gesetzt.

Dieser Protestakt war auch eine Botschaft an die Politiker, dass die Spanier nicht mit einer barbarischen und grausamen Kultur fortfahren wollen, wie der in der Arena Las Ventas, wo Jahr für Jahr tausende von Stieren sterben.

FOTOGALERIE

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16th Juni 2009

Perrera Puerto Real, ein skandalöses Gerichtsurteil

Der Skandal um die Perrera von Puerto Real hat im vergangenem Jahr für Entsetzen in ganz Europa gesorgt. Durch den tragischen Tod dreier Hunde italienischer Touristen konnte endlich bewiesen werden, was viele Tierschützer schon seit langem geahnt hatten, dass in der Perrera von Puerto Real die Todeskandidaten auf grausame Art und Weise sterben.

Der Tod der beiden Hunde der italienischen Touristen Simone Righi und Joe Fiori brachte den Stein ins rollen. Im guten Glauben, die Hunde seien für ein paar Tage gut in der der Perrera zugehörigen Tierpension untergebracht, mussten sie nach drei Tagen feststellen, dass die Hunde tot sind.

Nur der Kadaver eines Hundes war auffindbar und eine Autopsie brachte die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht, ihre Hunde wurden mit MIOFLEX getötet, ein preiswertes muskellähmendes Mittel welches vor medizinischen Eingriffen eingesetzt wird und bei den Tieren einen langsamen, grausamen Tod durch Ersticken verursachte, da eine progressive Lähmung der Atmung, nicht aber des Herzens, verursacht wurde. Der Todeskampf konnte mehrere Minuten andauern, die Hunde und Katzen waren während dieser Zeit bei vollem Bewusstsein.

Jahrelang waren die Tierschützern und Vereine der Gegend auf der Suche nach Beweisen: Refugio KIMBA, Ecologistas en Acción, Cadiz Felina, Prodean, Agaden und weitere, die daran arbeiteten die Zustände dieser, sowie anderer Perreras einundesselben Besitzers aufzudecken.

Während der friedlichen Demonstration gegen die Perrera wurde Simone, der Besitzer der verendeten Hunde, vom Denunzianten zum Angeklagten. Er wurde während seiner Verhaftung geschlagen, die örtliche Polizei war gegen die Demonstration, die Verhaftung war unangemessen, die Haft dauerte viele Monate.

Auf der Anklagebank saßen der Besitzer der Tötungsstation, Plácido Gómez die Leiterin Manuela Andrade, zwei Tierärzte, Estanislao Cuesta und Roberto Parodi und vier Arbeiter. Allen wurde Fälschung von Dokumenten, falsche Anzeigen sowie fortgesetzte Misshandlung von Tieren vorgeworfen. Gleichzeitig wurde erwähnt, dass ein “angesehener Tierarzt aus Cádiz” bestätigte, dass die Lieferungen von Mioflex seit dem Jahr 1994 erfolgten und dass außerdem “die Stadtverwaltungen von Cádiz, Puerto Real und San Fernando, um nur einige zu nennen, von den Ordnungswidrigkeiten in der Tötungsstation von Puerto Real informiert waren”. Dieser Tierarzt bestätigte außerdem, dass er bei verschiedenen Besuchen in der Tötungsstation “auf engstem Raum eingepferchte Tiere sah, kranke Tiere mit Durchfall oder Blutungen und sogar einem, dem ein Knochen herausstand. Außerdem sah er Tiere, die einen Unfall erlitten hatten, im Sterben lagen und Hunde, die tagelang im Todeskampf lagen.”

Die ist nicht nur die tragische Geschichte von der Misshandlung von Tieren, sondern auch ein Coktail von Autoritätenmissbrauch und Bonzentum, jetzt wurde ein Urteil gesprochen welches dies bestätigt und welches man als skandalös bezeichnen kann, der Verwalter sowei die Direktorin der Perrera von Puerto Real wurden als nicht schuldig befunden!

Veröffentlicht wurden das Gerichtsurteil am 15. Juni in europasur.es mit folgender Überschrift: Die Richterin entschuldigt den Verwalter und die Direktorin der Perrera

Ebenso Diario de Jerez hat berichtet: Matadero “El Refugio” / Schlachterei “Die Zuflucht”

In dem Urteilsspruch, der die Untersuchung schließt, folgert die Richterin, dass die Anwendung von Mioflex als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu sehen ist. Nicht, weil es den Tod des Tieres herbeiführt – die Euthanasie ist gesetzlich erlaubt – wohl aber durch den dadurch ausgelösten Todeskampf. “Obwohl es Möglichkeiten zur Anwendung von Wirkstoffen die die Bewusstlosigkeit des Tieres herbeiführen gibt und diese infolge dessen die Qual lindern. Die böse Absicht, hier gleichzusetzen mit Grausamkeit, ist hier gegenwärtig in dem Verhalten beider Beschuldigten, da man absichtlich das Leiden der Tiere erhöht hat um ihnen unnötigerweise Qualen zuzuführen und um ihren Tod herbeizuführen”, folgert das Gerichtsurteil.

Die anderen Angeklagten konnten laut Richterin nicht verurteilt werden, weil nicht genügend Beweise vorliegen, um anderen Personen auch Schuld zuzuschreiben, da sie nicht verpflichtet waren, volle Kenntnis von der Wirkung von MIOFLEX zu haben.
Auch die schlechte Führung konnte man dem Besitzer und der Direktorin nicht zur Last legen.
Kranke Tiere wurden zusammen mit gesunden Tieren in einen Zwinger gehalten, gebärende Hündinnen teilten sich den Zwinger mit sterbenden Hunden, es kam immer wieder zu tötlichen Beißereien, all dies wurde den Betreibern nicht zu Last gelegt.

Wieviele Hunde und Katzen mit MIOFLEX getötet wurden weiß man nicht, laut Gericht ist es erwiesen, dass es 2007 mindestens 573 Opfer gab, obwohl die Tierärzte zugegeben haben, dass dies Mittel zwischen 20o5 und September 2007 Verwendung fand.
Der Geschäftssführer des Unternehmens, welches MIOFLEX an die Perrera lieferte, hat bewiesen, dass das Produkt seit 2002 gekauft wurde. Der Tierschutzverein PRODEAN schätzt, dass monatlich ca. 100 Hunde in der Perrera landeten, es existieren keine genauen Daten.

Die Rechtsanwälte vom Tierschutzverein El Refugio Madrid, welche auch offiziell das italienische Paar vertreten, werden Beschwerde einlegen, weil sowohl der Verwalter als auch die Dirketorin der Perrera die gemeldeten Unregelmäßigkeiten kannten, damit die Verantwortlichen dieser Barberei verurteilt werden.

Alle bisher veröffentlicheten Berichte:

Dramatischer Tourismus in Cádiz / Andalusien
Eine billige Spritze lähmt ihre Muskeln, ganz langsam, bis zum Tod
Cádiz, 7. Oktober 2007 ; ca. 2 000 Menschen demonstrieren vor dem Rathaus gegen die Mißhandlung von Tieren
Demonstration in Cádiz gegen die Perrera von Puerto Real
Fragwürdige Rechtsprechung in Cadiz
Hintergrundinformationen zur Verhaftung der zwei Demonstranten in Cádiz
Die Tierarztkammer von Cádiz recherchiert
Die Wahrheit von Puerto Real, damit so etwas nie wieder passiert
Halbwahheiten
Protestbrief an Politiker und Presse
Die Affäre von Puerto Real hat die nationalen Grenzen überschritten
Freiheit für Simone Righi, Gerechtigkeit für ihn und seine Hunde
Das Gericht schließt vorbeugend die Perrera von Puerto Real
Ein geflohener Angeklagter, verlogene Tierärzte, der Skandal um die Perrera von Puerto Real

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15th Juni 2009

Abschaffung der Tauromachie, Eindrücke aus Granada

Zum ersten Mal rief man auf den Straßen Granadas “Abschaffung der Tauromachie”. Mehr als 350 Personen nahmen an der von CACMA und RESCATE ANIMAL GRANADA aufgerufenen Kundgebung am 13. Juni teil. Begleitet wurden sie von ACTYMA, unermüdliche Mitwirkende bei allem was das Kollektiv unternimmt.

FOTOGALERIE
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Siehe auch: Anti-Stierkampf Demonstration Granada 13. Juni

Presse:
granadahoy.com
ideal.es

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15th Juni 2009

Torolandia, Erziehung zur Grausamkeit

Vom 12. bis zum 14. Juni fand in Jaen eine Pferde- und Stiermesse statt, die Equima 2009, angepriesen als unterhaltsames Event für die ganze Familie.

Neben zahlreichen Vorführungen mit Pferden, waren auch zahlreiche Stierkampfschulen mit ihren halbwüchsigen Schülern vertreten, die Kälber wurden nicht getötet, sondern “nur” getestet.

Für die Kleinsten gab es einen kleine Arena, Torolandia genannt, dort konnten sie sich als Stierkämpfer mit Mantel und Degen erproben, um die “Kunst” des Stierkampfs zu erlernen.

Quelle mit Video: diariojaen.es

Kinder werden von klein an, an den Stierkampf herangeführt und können schon in jungen Jahren eine Stierkampfschule besuchen.
Ein schreckliches Video zeigt, wie den Kindern das Töten von Stieren beigebracht wird.

VIDEO

Spanien, das Land der Grausamkeiten, ein Land, welches sich stolz damit brüstet, schon kleinen Kindern zu lehren, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, Tiere zu quälen, DAS ist Spanien.

Musik und Text von Ska-P Wild Spain

Ausländische Freunde, ihr werdet begeistert sein,
Ihr werdet eine extreme Grausamkeit kosten,
Wir sind die Besten im Quälen,
Wir sind die Besten im Foltern
Unsere Volksfeste wird man nie vergessen Weiterlesen »

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15th Juni 2009

Tiere zu misshandeln ist nicht mehr kostenlos

Die Staatsanwaltschaft von Badajoz fordert ein Jahr Gefängnis für einen Menschen, der zwei Hunde erhangen hat und zweieinhalb Jahre für jemanden, der Bienenfresser (eine Volgelart) vergiftet hat.

Ein Mann, der seine zwei Hunde erhangen hat, sitzt auf der Anklagebank, angeklagt der schweren Misshandlung von Haustieren. Die Staatsanwaltschaft von Badajoz fordert ein Jahr Gefängnis und das Verbot jeglichene Berufe auszuüben die mit Tieren zu tun haben. Es ist das erste Mal, dass die Staatsanwaltschaft von Badajoz für ein derartiges Vergehen eine Gefängnisstrafe fordert.

Obwohl das Erhängen von Hunden immer noch relativ häufig ist, kommt es nur selten zu einer Anklage, weil nur selten untersucht wird, wer die verantwortliche Person der Misshandlung war.

Diesmal konnte man beweisen, dass die zwei Hunde die in einem Müllcontainer gefunden wurden, einer von ihnen lag immer noch im Sterben, ein Seil um das Genick trugen, um sie zu erhängen. Nach der grauenvollen Tat hat der Angeklagte die Tiere in einen Sack gelegt und in den Container geworfen.

Zusammen mit den Hunden befanden sich die Kadaver von sechs Hühnern im Container, auch diese gehörtem dem Angeklagten, man glaubt, dass sie von den Hunden getötet wurden und der Besitzer die Hunde durch Erhängen bestrafen wollte. Ereignet hat sich die Tat im September 2008.

Auch ein Vogelmörder sitze auf der Anklagebank, mittels Gift wollte dieser verhindern, dass Bienenfresser, eine Vogelart welche unter Artenschutz steht, an seine Bienenstöcke gehen. Auch andere Vögel sind offensichtlich gestorben.
Dem Angeklagten drohen 2 1/2 Jahre Gefängnis und ein Jagdverbot für 4 Jahre. Solange die Verhandlung andauert, darf der Angeklagte den Beruf des Imkers nicht ausüben.

Beide Fälle werden von dem Gericht in Herrera del Duque verhandelt.

In einem weiteren Fall wird noch ermittelt, auch hier wurden Vögel vergiftet, Geier, Milane (Greifvögel) und Raben.

Quelle: hoy.es

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15th Juni 2009

Gus, das Sorgenkind

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GUS hatte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag starke Schmerzen, wurde am Freitag Morgen zur neurlogischen Untersuchung in die Tierklinik gebracht, wo ihm zum Glück auch geholfen werden konnte. Auch wurde eine Urinprobe genommen, deren Ergebnis noch austeht, aber es geht ihm schon besser und er kann sich auch schon über seine Betreuerinnen freuen.

Wer den Tierschutzverein bei den Behandlungskosten unterstützen möchte, kann dies über folgende Bankverbindug:

Asociacion Evolución

IBAN : ES56 0049 6126 7926 9562 0675
BIC/SWIFT : BSCHESMM

Kontakt: info@evolucion.org.es

Siehe auch:
Lebendig “begraben”
Neuigkeiten von GUS
Gus, von Zecken befreit
Gus, vom Leben gezeichnet

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14th Juni 2009

Menschen und Hunde, die Geschichte einer Beziehung

LLUÍS FERRER i CAUBET, Autonome Universität Barcelona

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Im Rahmen des Konferenzzyklus des Büros für Tierschutz in Barcelona konnte ich einer Konferenz von Herrn Dr. Lluis Ferrer i Caubet, Professor für Tiermedizin und –chirurgie und Doktor der Tierärztlichen Hochschule Hannover, beiwohnen.

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Team vom Tierschutzbüro “OPA” (Oficina para la Protección Animal), des Rathauses von Barc

“Persones i gossos; història d’una relació” / Menschen und Hunde, die Geschichte einer Beziehung / LLUÍS FERRER i CAUBET

Er begann mit den Worten, dass man ein Haustier als solches bezeichnet, wenn dessen Fortpflanzung vom Menschen kontrolliert wird. Unser Planet wird von etwa 3.000 Säugetieren und ca. 9.000 Vogelarten bewohnt und mit 40 Spezies von diesen Tieren sind wir eine engere Beziehung eingegangen. Jedoch wird die Mehrheit von diesen Lebewesen von uns (leider) verzehrt.

Danach kam Konrad Lorenz und dessen Buch “Wie kam der Mensch auf den Hund” zu Worte. In den 50iger Jahren nahm man fälschlicherweise noch an, dass der Hund vom Schakal abstammte und nur ganz geringem Prozentsatz vom nordischen Wolf. Doch der Ursprung des Hundes ist höchstwahrscheinlich eine kleine asiatische Wolfsrasse.

So lehrte er uns auch, dass man vor etwa 14.000 Jahren in Deutschland einen Hundekiefer gefunden hatte und vor ca. 12.000 Jahren hatte man in Israel eine Ansammlung von Hundeskeletten u. a. (er zeigte uns ein Foto) hatte man das Grab einer Frau entdeckt, die zusammen mit einem kleinen Hundewelpen beerdigt worden war.
Nachlesen kann man dies in dem Buch DIE GESCHICHTE DER TIERMEDIZIN, von Angela von den Driesch / Joris Peters, erschienen im Schattauer Verlag.

Dr. Ferrer fuhr fort, dass die Domestikation gleichzeitig auf den verschiedenen Kontinenten stattfand und dass die Trennung Wolf – Hund sich vor ca. 40.000 – 100.000 Jahren vollzogen hat, obwohl der Wolf und der Pre-Hund sich noch untereinander mischten. Hund und Wolf haben zu einem 99,9 % die gleichen Gene.

Keine andere Tierspezies verfügt über so viele verschiedene Phänotypen (äußere Erscheinungsbilder) wie der Hund. Es gibt ca. 350 Hunderassen. Und mit nur einem Tropfen Blut kann man bestimmen, welcher Rasse ein Hund angehört. Wenn Sie also wissen wollen, welche Ahnen Ihr kleiner Strassenmischling hat, brauchen Sie nur zum Tierarzt zu gehen und eine entsprechende Blutuntersuchung durchführen zu lassen.

Und dann wurden wir noch darüber aufgeklärt, wieso es riesige dänische Doggen und winzige Chihuahuas gibt. Forschungen haben ein Gen in dem Chromosom 15 entdeckt, das man als IGF 1 bezeichnet hat und das verantwortlich für den Knochenwachstum ist. (Zeitschrift Science, 06.04.2007, Vol. 316)

CRECES CIENCIA Y TECNOLOGIA

Fellfarben der Hunde WIKIPEDIA

Auch das Projekt “Eurolupa” kam zu Wort. Bei diesem Projekt wird die Hundegenetik dazu benutzt, menschliche Krankheiten zu enträtseln. Hunde leiden an denselben Krankheiten wie wir Menschen (z. B. Krebs oder Diabetes)

Von 20 verschiedenen Gruppen von Menschen und Hunden wird das DNA verglichen, um zu sehen, welches Gen für z.B. Krebs verantwortlich ist. So könnte man vielleicht bald einmal sagen, so wie auf dem beiliegenden Bild: “Marvin rettete Lady von der Strasse. Vielleicht wird Lady einmal Marvin vor einer Krankheit bewahren”. Und das nur mit einem Blutstropfen. Es sei erwähnt, dass hierfür kein Tier gequält wird, eine einzige Blutabnahme genügt.

Dr. Ferrer sprach dann etwas an, was jedem von uns einmal durch den Kopf gegangen ist: “Es scheint, er versteht mich”. Er erklärte, dass Hunde schwierige Handzeichen verstehen, sowie Blicke, Kopfbewegungen und andere Arten von Zeichen. Dieses Phänomen gibt es auch bei anderen Haustieren wie bei Katzen, Pferden und Schweinen, aber in keinem anderen Tier hat es sich mit der gleichen Intensität gezeigt wie beim Hund.

Kein anderes Tier hat dieselbe Kapazität uns zu verstehen wie der Hund. Unser Hund kann sprichwörtlich unsere Gedanken lesen. Unsere Wünsche, Gefühle, unseren Gemütszustand deuten.

Siehe hierzu, science.orf.at: Die Geschichte des “treusten Freundes” des Menschen

Dann kam Herr Dr. Ferrer noch einmal auf die Domestikation zu sprechen. Er erklärte, dass es ein vom Menschen gewollter Prozess ist, um daraus persönliche Vorteile so z.B. für die Jagd, für die Ernährung, für den Schutz zu schlagen. So hat man bisher erklärt, wie der Mensch auf den Hund kam.

Doch…….. neueste Erkenntnisse belegen, dass es sich wohl eher um eine “Proto-Domestikation” handelt. Um eine “Auto-Domestikation”.

Es war der Wolf, der entschieden hat, mit dem Menschen zu leben, nicht umgekehrt. Da es ihm auch Vorteile brachte, vor allem, was das Futter anbelangte. D.h., er ernährte sich von den Essensresten der Menschen und musste so nicht lange Kilometer für die Jagd zurückzulegen und die Tiere, die weniger aggressiv waren, blieben immer länger beim Menschen.

Daher muss man heute wohl sagen: Wie kam der Hund bzw. Wolf auf den Mensch und nicht, wie man bisher annahm: Wie kam der Mensch auf den Hund, wie man das seit Jahrhunderten glaubt.

Leider ist es mir nicht möglich, alles, über das Herr Dr. Ferrer referierte, wiederzugeben, da einiges doch wirklich sehr technisch, sprich wissenschaftlich war und meine geistige Kapazität etwas übersteigt, schließlich ist “Frau” keine Professorin der Tiermedizin und dann kam ich auch einfach nicht mit den Notizen hinterher.

Abschließend ging er noch auf eine Zuhörerfrage hinsichtlich der gefährlichen Hunderassen ein. Es ist immer schwierig, einen Hund hinsichtlich Gefährlichkeit einzustufen, da man nie genau bestimmen kann, was ist angeborenes oder angelerntes Verhalten. Jedoch bestätigte er mit fester Stimme, dass es erwiesen ist, dass der Cocker Spaniel und der Collie eine sehr hohe angeborene Aggressivität haben und sie daher auf dieser “berühmten” Liste stehen müssten.

Und dass man alle Rassen, die in dieser Liste stehen von derselben nehmen müsste. Denn keiner von diesen “gefährlichen” Kampfhunden wird diesem schlechten Ruf gerecht.

Man müsste wohl eher deren gefährliche Besitzer, die ihre Hunde zu Gewaltakten missbrauchen auf diese Liste setzen (persönliche Anmerkung einer friedlichen “Kampfhund”besitzerin)

Nach der Konferenz gab es noch einen kleinen Imbiss mit Sekt, jeder der Teilnehmer wollte Herrn Dr. Ferrer am liebsten ganz für sich alleine in Beschlag nehmen und wir mussten uns alle hintenanstellen und geduldig warten, bis jeder einmal an der Reihe war, ein paar persönliche Worte mit Herr Dr. Ferrer zu sprechen.

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Unter den Teilnehmern der Konferenz befand sich auch Ana Mulà, Rechtsanwältin und Vorstandssprecherin der Tierrechtskommission der Anwaltskammer in Barcelona, sowie Vorstandssprecherin von PRODA (Profesionales para la Defensa Animal) und die mit unzähligen Tierschutzorganisationen zusammenarbeitet.
Wir kennen uns persönlich seit dem Stierkampfprozess in Genf und auch die “ciudadanos para los animales” mussten auch schon einige Male auf Anas lange Berufserfahrung hinsichtlich Tierschutzthemen zurückgreifen.

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Caroline Waggershauser

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13th Juni 2009

ZITA, Glück im Unglück

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Diese Galga wurde angefahren an einer Schnellstraße in Albacete aufgegriffen, das Bein ist nicht gebrochen, Schien- und Wadenbein sind ausgerenkt. Zita hatte Glück im Unglück und auch schon einen Verein gefunden der sie übernimmt.

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SOS Galgos - 2009 Juni

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