Festival Internationale Cervantino, Kultur gepaart mit Stierfolter

Das Festival Internationale Cervantino, seit 1973 veranstaltet in Guanajuato, einer Stadt in Zentralmexiko, zu Ehren des spanischen Dichters Miguel de Cervantes, ist das bedeutendste Kultur Festival Mexikos. Musik, Tanz, Theater und Oper bieten ein buntes Programm, soweit so gut, aber, dieses Jahr, beim 37. Festival, finden zum ersten Mal Stierkämpfe statt, ein wirklicher Skandal, ein ethischer und moralischer Rückwärtsschritt.
Mitglieder der Tierrechtsorganisation Anima Naturalis inszenierten in Guanajuato einen Protest, gegen die erstmalige Einschließung von Stierkämpfen.
Ein Mitglied der Organisation versetzte sich auf dem Plaza de la Paz, in die Haut eines Stieres und setzte dessen Tod mit Kunstblut und Banderillen ausdrucksvoll in Szene. Danach gingen die Demonstranten zu der portablen Stierkampfarena El Pilar, diese hatte man auf einem Baseballfeld aufgestellt.
Die Aktivisten wurden am Ende ihrer Kundgebung Zeugen davon, wie Mitarbeiter des kommunalen Schlachthofes die Stiere hinter der portablen Stierkampfarena zerstückelten.
Leonora Esquivel, die Präsidentin von Anima Naturalis Mexiko Leonora Esquivel sagte in einem Interview, dass die Organisation Briefe an den Gouverneur von Guanajuato und die Festveranstalter senden wird, um zu fordern, dass in Zukunft keine Stierkämpfen während des Festivals mehr stattfinden.
Die Menschen in Guanajuato schämen sich, dass zum ersten Mal diese Shows in ein Fest eingeschlossen werden, das rein kulturell war.“
Die Stiere werden ohne „die geringste moralische Rücksicht für Lebewesen“ behandelt, und die Stierkampfarenen sind „Zentren der institutionalisierten Folter,“ sagte Anima Naturalis.
Die 37. Ausgabe des Festes findet vom 14. Oktober bis zum 1. November statt, wird 2.300 Künstler aus 25 Ländern zeigen und man rechnet mit mindestens 500.000 Gästen.
Quellen:
Latin American Herald Tribune
Anima Naturalis
www.festivalcervantino.gob.mx




