28th Oktober 2009

Skandalöser Tiertransport aus Spanien

Der letzte Skandal, veröffentlicht unter dem Titel „Reise in den Tod“ ist noch frisch und längst nicht abgeschlossen und nun sorgt schon wieder ein Hundetransport aus Spanien für reichlich Zündstoff und hitzige Diskussionen.

Fakt ist, ich gehe davon aus, dass man der Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf glauben schenken darf, am 25. Oktober ein aus Südspanien kommender Transporter der in Spanien ansässigen Organsiation PET – LINE für reichlich Beanstandungen sorgte und die Behörden veranlasste die Hunde ersteinmal zu beschlagnahmen.

Anbei die Pressemitteilung:

http://www.duesseldorf.de/presse/pld/d2009/d2009_10/d2009_10_28/09102611_160.pdf

Offensichtlich waren allerdings anfangs viel mehr Tiere an Bord, ein Großteil wurde wohl schon vorher in der Nähe der Schweizer Grenze ausgeladen, daher kann man sicher wirklich davon ausgehen, dass viele Hunde sich die Box mit anderen Hunden teilen mussten und diejenigen, die bis nach Düsseldorf transportiert wurden und als erstes in Spanien eingeladen wurden, ca. 48 Stunden auf engstem Raum ausharren mussten.

Die Nachricht über die Beschlagnahmung hat sich schon am Sonntag wie ein Lauffeuer verbreitet, man sprach von Intrigen und Neid, von Denunzianten, Kasernierung der Abholer, den Grund der Beschlagnahmung, kranke und angelblich nicht geimpfte Tiere, zu junge Welpen, gefälschte Dokumente etc. wurde als haarsträubend und aberwitzig bezeichnet und den Behörden wurde Willkür vorgeworfen.

Am kommenden Tag, fragte man sich wer wohl „dahintersteckt“, die Übeltäter sollten sich „in Grund und Boden schämen“, der „Verräter“ wird als Massenmörder und feiger Heckenschütze bezeichnet, in zahlreichen Mails auf das Übelste beschimpft.

Auch in den Foren tummeln sich erhitzte Gemüter, sachliche Diskussionen findet man kaum, Kritik an dem Transport an sich ebenso wenig, was man sicher als erschreckend bezeichnen kann, offensichtlich sehen viele die Verstöße als Kavaliersdelikt an und wollen dabei, die bei einer so langen Reise verursachten Strapazen der Hunde nicht wahrhaben.

Aber, so lästig und zeitaufwendig die ganze für einen legalen Tiertransport notwenige Bürokratie auch sein mag, die Einhaltung der Vorschriften die jeder Verein eigentlich kennen sollte, besonders der Transporteur der auch die Verantwortung für den Transport trägt, in diesem Fall PET – LINE welche die Bestimmungen auch auf ihrer Webseite veröffentlich haben, ist zwingend notwendig und erst recht das Wohlergehen der Tiere.

Ein Transport über so viele Stunden kann nicht tiergerecht sein, offensichtlich kranke oder ungeimpfte Tiere zu transportieren ist mehr als verantwortungslos, das Fälschen von Dokumenten ist ein schweres Vergehen und die Sache an sich ein Skandal, auch oder gerade weil solche Vorfälle den ganzen Auslandstierschutz in Gefahr bringen können.

Die oben aufgeführten Gesetzesverstöße gleichen fast schon denen der illegalen Hundehändler, die zuhauf Hunde aus osteuropäischen Zuchtfabriken einführen, wenn auch die Intension eine andere ist.

Vertuscht wird gerne und oft, egal ob es um den belgischen Transport geht, um den angeblich verunfallten Transport mit Anhänger bei dem es ebenfalls Todesopfer gab, dieser hier oder die von denen niemand etwas mitbekommt.

Übereifer, falsch verstandene Tierliebe, retten um jeden Preis, dies auf Kosten der Tiere unter dem Deckmantel Tierschutz. Auslandstierschutz ja, aber bitte mit Sachverstand.

Quelle:
wz-newsline

Siehe auch:
Reise in den Tod / 1. Teil
Reise in den Tod / 2. Teil

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28th Oktober 2009

Protest für die Tierrechte vor dem Sitz der PSOE in Madrid

madrid.jpg

Am 26 Oktober protestierten Tierschützer der Plataforma Leyes Animales Ya vor dem Sitz der PSOE in Madrid für ein nationales Tierschutzgesetz, die ersten Treffen mit zuständigen Politikern haben stattgefunden, man wird nicht locker lassen, bis man wirklich etwas für die Rechte der Tiere erreicht hat.

Siehe auch:
Die spanische Tierrechtsplattform braucht internationale Unterstützung

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SOS Galgos - 2009 Oktober 28

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