Ach, Martina, manchmal wünschte ich mir, ich hätte niemals mit dem Tierschutz angefangen. Ignorante Menschen schlafen besser und vor allem länger. Ganz sicher.
Ich freute mich, endlich mal zur rechten Stunde ins Bett zu kommen (21.30h), doch die Bilder der Tiere die ich am Nachmittag gesehen hatte, ließen mich nicht los. Ich war, wie Du weißt, im Zirkus, der in unserer Stadt seine Show zum Besten gab, um Fotos von den Tieren zu machen.
Das was ich sah, verfolgte mich derart, dass ich keinen Schlaf finden konnte. Dennoch klingelte der Wecker unerbittlich um 2.30 h. Naja, dann mal hoch.
Als ich mich meinem allmorgendlichen 3 m hohen Hindernis näherte, hörte ich in der entferntesten Ecke des Sportgeländes das Klagen eines jungen Kätzchens. Oh nein. Nicht schon wieder. Weiterlesen »
Die Aufregung war groß in La Sénia (Tarragona), denn man war aufgrund von fünf Hinweisen von Augenzeugen (u.a. Jägern), der Meinung einen Löwen zu jagen.
Diese Gelegenheit hat man ja nicht alle Tage in Spanien, dem Land der leidenschaftlichen Jäger und Fallensteller und dementsprechend groß war das Aufgebot.
Zuerst versuchte man das wilde Tier mit Fallen einzufangen, dies misslang, auf Betäubungsmittel hat man verzichtet, die Gefahr, dass Tier könne trotzdem entkommen, erschien zu groß.
Schließlich wurde die vermeintliche Löwin mit zwei Schüssen niedergestreckt und es stellte sich heraus, dass man einen sehr großen zimtfarbenen Hund, vermutlich eine Dogge, erschossen hat.
Blind vor lauter Jagdeifer hat man doch tatsächlich einen Hund mit einem Löwen verwechselt, das Abenteuer Löwenjagd hat wohl die Sinne getäuscht.
Der Einsatz hat nicht nur einem einsamen streunenden Hund ein tragisches Ende bereitet, sondern auch 100 000 € gekostet, wie vielen „hungrigen Löwen“ hätte man mit diesem Geld helfen können?!
Übrigens, den Befehl zur Exekution hat Victor Gimeno i Sanz, Abgeordneter der ICV (INICIATIVA PER CATALUÑA VERDS) / (Initiative für Katalonien Grüne), einer links-ökologischen (ökosozialistische) Partei, erteilt, von denen einige Mitglieder doch wirklich behaupten, sie seinen Tierschützer.
In Spanien ist die Misshandlung von Tieren allgegenwärtig, Katzen werden vergiftet, Hunde erschlagen, Galgos traditionell erhangen oder in tiefe Brunnen geworfen, Stiere grausam zu Tode gequält.
Ein „echter“ spanischer Mann geht zum Stierkampf, „machismo“ scheint gesellschaftsfähig, auch manche Frauen wohnen diesen blutigen Spektakeln bei und selbst kleine Kinder werden in die Arena geschleppt; Erziehung zur Grausamkeit inbegriffen.
Stierquälerei zur Volksbelustigung, die Verrohung der Menschen ist weit fortgeschritten, Spanien steht an der Spitze Europas im Bezug auf häusliche Gewalt.
Laut einer von Amnesty Internacional veröffentlichten Studie, litten im Jahre 2004 mehr als zwei Millionen Frauen in Spanien unter körperlicher oder psychischer Gewalt durch ihre Partner. Spanien liegt hiermit an der Spitze Europas.
Zufall? Sicher nicht. Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig. Was will man auch anderes von testosterongesteuerten und „machismo“ getriebenen Männern erwarten, die sich damit brüsten einem gepeinigten Stier gegenüberzustehen, ihn durch die Straßen zu hetzen oder mit einer Lanze zu erstechen.
Dass die Gewalt an Tieren die Gewalt an Menschen fördert ist anhand zahlreicher internationaler Studien schon lange bekannt, auch hier bei uns häufen sich die Nachrichten über Gewalt jeglicher Art, sicher auch eine Folge der allgemeinen Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber den Lebewesen, der Wahnsinn Massentierhaltung zur Fleischproduktion trägt enorm dazu bei, dass Tiere nicht als fühlende Wesen anerkannt und geschützt werden.
Schon Leo Tolstoi (1828–1910) erkannte:
Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.
und Arthur Schopenhauer (1788–1860), bringt es auf den Punkt:
Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.
Jaime Ferrero, der Katzenmörder von Talavera, fühlt sich „gehetzt“ und droht damit, alle die seine Bilder des Verbrechens verbreiten, zu verklagen.
Da wird er aber viel zu tun haben, die Bilder sind durch die Welt gegangen, wurden auf unzähligen Webseiten veröffentlicht. Auch wenn er in erster Instanz freigesprochen wurde, El Refugio Madrid ist in Berufung gegangen, seine grausame Tat wird ihn sein ganzes Leben verfolgen, damit wird er leben müssen, schließlich war er selber es, der die Bilder der Öffentlichkeit zugängig gemacht hat, was schließlich dazu führte, dass er und seine Kumpanen entarnt werden konnten.
Der verängstigte Stier konnte letzte Nacht in Teruel seinen Peinigern entkommen, wurde dann aber wieder eingefangen und regelrecht niedergeknüppelt, um ihn wieder in einen abgesperrten Bereich zu bugsieren…..
Zum 24. Oktober hat das Andalusische Kollektiv gegen die Misshandlung von Tieren, CACMA, in Zusammenarbeit mit Tierschützern aus Andalusien, zu Demonstrationen aufgerufen, diese sollen zeitgleich um 12 Uhr vor allen Rathäusern der Hautstädte der Provinz stattfinden.
Das Motiv besteht darin, den örtlichen Verwaltungen die Besorgnis über die massive Aufgabe der Haustiere in den letzten Jahren, mitzuteilen.
Die einzige Devise wird sein: NO AL ABANDONO / NEIN ZUM AUSSETZEN
CACMA bittet alle Tierschutzvereine, ihnen eine Petition an die Rathäuser zu schicken, damit ein gemeinsame, für ganz Andalusien gültige Verlautbarung, verwirklicht werden kann.
Die Kundgebungen werden am gleichen Tag zur gleichen Zeit, um 12 Uhr mittags, stattfinden.
Es wird die Verlautbarung vorgelesen, sowie Verbesserungsvorschläge für die Gemeindeverordnungen über Haustiere eingereicht werden.
Zum ersten Mal wird sich ganzes Andalusien zusammenfinden um zu rufen:
Thomas D. führt hier durch eine Dokumentation über Massentierhaltung. Obwohl wir heute leicht auf Fleisch als Teil unserer Nahrung verzichten könnten, verzehren wir Jahr für Jahr Milliarden von Tieren. Durch die Haltung der Tiere müssen diese oft entsetzliche Qualen erleiden. Für die meisten Menschen sind Tiere keine zu respektierenden Lebewesen, sondern bestenfalls ein Produkt, das es möglichst rentabel auf den Markt zu bringen gilt. Tiere als Geschöpfe mit Gefühlen und Wahrnehmung kommen nur im Weltbild von wenigen Menschen vor. Doch hier liegt der Fehler. Was wir den Tieren antun kommt auf uns zurück.
Das geschlossene System, das heute weltweit den Terror gegen Tiere garantiert und jeglichen Tiermord sanktioniert, besteht aus den äußerst lebendigen Teilen eines unheilvollen Netzwerkes mit den Hauptkomponenten Staat, Industrie, Kirche und Medien. Wir haben hier eine Verflechtung, die je nach Interessenlage zwei oder mehr Komponenten des Netzwerkes einbezieht und in zahlreichen Fällen mafiöse Strukturen aufweist. Die Netzwerkstruktur kann sowohl in der Dorf-, der Landes-, als auch in der Weltpolitik beobachtet werden; lediglich die Dimensionen unterscheiden sich, die Handlungsweisen sind identisch.
Das pulsierende Blut dieses Organismus sind Geld, Macht und der persönliche Vorteil. Etwaige Engpässe in dem Gefäßsystem werden gezielt mit Hilfe einer überall abhängigen und willfährigen Jurisdiktion beseitigt. Staat, Medien und Industrie sind an einer Einflußmaximierung interessiert, den moralischen Hintergrund zur Rechtfertigung dieses Handelns liefern die Kirchen.
Struktur des Systems
Beginnen wir bei der Analyse der einzelnen Systemkomponenten. In Deutschland haben wir dem Papier nach eine Demokratie, wobei sich die Volksbeteiligung darin erschöpft, bei diversen Wahlen zwischen Interessengruppen zu entscheiden, die sich im intellektuellen Anspruch gleichen, d.h. sie kommen alle ohne diesen Anspruch aus.
Demokratie heißt in concreto aber, daß die Stimme des Hochschulprofessors gleiches Gewicht hat wie die Stimme des Analphabeten, die Stimme eines fachlich hochkompetenten Menschen gleich der Stimme eines Kriminellen zählt. Dies zunächst als wertfreie Feststellung der Fakten; die Konsequenz ist das Interessante. Weiterlesen »
Letzten Mittwoch konnte GUS endlich von Madrid nach Holland fliegen, wo ihn seine Adoptantin Maria sehnsüchtig erwartete.
Die Fotos zeigen GUS in seinem neuen zuhause, fern von der Misere der er unterworfen war.
Dank der aufopfernden Zuwendung seiner Pflegeeltern Mamen und Rosana hat er sich bestens erholt und dank María Sastre die das Ticket gekauft hat und ihn persönlich bis nach Amsterdam gebracht hat, kann er nun ein glückliches Hundeleben führen.
Haflinger- und Norikerfohlen: Sie sollen leben dürfen …
Jetzt beginnt sie also wieder, die Saison der Pferdezüchter und -händler, die regelmäßig in einem Blutbad für die Fohlen endet! In keiner anderen Pferdezucht werden – unter dem Deckmantel Zucht – so viele gesunde Fohlen für den Schlachter produziert. Traditionsgemäß werden die Stuten jedes Jahr gedeckt. Es gibt bis heute keine Zuchtbeschränkung. Wer eine Stute im Stall hat, glaubt auch gleich, damit die ungehinderte „Lizenz zum Züchten“ zu besitzen. Dadurch landen Fohlen in einem Alter von drei bis sechs Monaten – als Folge einer hoffnungslosen „Überproduktion“ – auf Pferdeauktionen an verschiedenen Orten Österreichs und Süddeutschlands……..