12th April 2010

Madrider Region stellt Stierkampf unter Schutz

Die Präsidentin der Madrider Regionalregierung Esperanza Aguirre hat ihre Ankündigung wahr gemacht und von ihrem Parlament den Stierkampf zum Kulturerbe erklären lassen. Die Bürger der Madrider Region haben jetzt ein Jahr Zeit, ihre Meinung dazu zu äußern, bevor ein entsprechendes Dekret offiziell verkündet wird.
Die Erklärung stellt einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar, denn nach dem Inkrafttreten des Dekrets, können Angriffe auf den Stierkampf mit Bußgeldern geahndet werden. Auch den Steuerzahlern kommt die Verfügung teuer zu stehen, da der Schutz dieses abscheulichen „Kulturguts“ nun öffentlich gefördert werden kann. Das wurde natürlich auch schon vorher getan, doch nun müssen diese Zuwendungen nicht mehr getarnt werden.
Mit diesem Vorstoß heizte die Madrider Lokalmatadorin die Debatte über den Stierkampf in Spanien weiter an, was uns ja nur recht sein kann. Wie sich das Vorpreschen der auf die Debatte um das Stierkampfverbot in Katalonien auswirkt, ist schwer zu sagen. Sicherlich wird es einigen katalonischen Abgeordneten sauer aufstoßen, dass Madrid sich nun als Speerspitze für den nationalen Schutz der Corrida aufschwingt. Die spanischen Tierschutzorganisationen werden sicherlich nicht das letzte Mal, wie am 28.3.2010 in Madrid, auf die Straße gehen und den Stierquälern, denen jedes Jahr Tausende von Stieren zum Opfer fallen, Paroli bieten. Dazu brauchen unsere spanischen Freunde unsere Unterstützung, indem wir bei jeder Gelegenheit gegen das perverse spanische Volksvergnügen protestieren und den Apologeten des Stierkampfs auf die Füße treten..
Quellen:  sos-galgos.net und Spaniens Allgemeine Zeitung

Unterstützung erhielten wir von einem in Los Angeles lebenden Künstler. Er heißt Larry Torro und stellt jedem frei, sein neuestes Werk, das die Rollen im Stierkampf einfach umkehrt, unverfälscht zu verwenden. In Kalifornien ist das Bild schon häufig auf T-Shirts zu sehen. Auch ALF wird es bald veröffentlichen, auf deren Webseite schon eine andere Grafik von Larry Torro zu sehen ist, die sich in ähnlicher Weise gegen Hundekämpfe wendet. Vielen Dank an Larry Torro für seine engagierten Kunstwerke!

Anke und Karl Daerner

www.stop-corrida.info

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Montag, April 12th, 2010, 22:04 | Allgemein, STIERKAMPF | kommentieren | Trackback

4 Kommentare zu “Madrider Region stellt Stierkampf unter Schutz”

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  1. 1 12. April 2010, Jörg Rogall schreibt:

    Die Esperanza Aguirre legitimert damit 70.000 neue Kulturmorde, in diesem Jahr.

    Spanien kann mit Stolz und Recht behaupten, dass sie die feigsten Folterknechte der Welt sind.

    Dafür sollte Esperanza Aguirre den goldstinkenden, neu zu schaffenden, Kultur-Nobelpreis kriegen, stellvertretend für ihre kompetente Geldsack-Regierung und ihre Un-Wähler.

    Hurra, wieder 2 Milliarden Umsatz auf Kosten von Würde und Leben.

  2. 2 12. April 2010, Tünde Patko schreibt:

    Man sollte Spanien aus der EU rausschmeißen.
    Dieses Niveau wollen wir hier nicht haben!!!

  3. 3 13. April 2010, Silvia und meine Engel schreibt:

    Und wenn alle weg müssten..die es nicht verdient haben, weil sie Tiere quälen und missbrauchen…wer wäre dann noch in der EU ?????

  4. 4 26. August 2010, Isabel schreibt:

    Die perverse E. Aguirre kotzt mich schicht an, sie ist ebenso hässlich wie grausam. Es ist doch die reinste Zumutug, dass Menschen die grosse Abscheu vor der Folter empfinden, diese auch noch mitfinanzieren müssen. Madrid und Valencia sind ziemlich verseucht mit taurinos.

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