4th Juni 2010

Skandal, wenn Kühe zu Tode misshandelt werden

Das Video enthält grausame Szenen!

Der Ton ist im Original, wir haben ihn gelassen, damit Sie das Gleiche hören können wie die jungen Kühe. Alle Kuhkälber haben die gleiche rohe Behandllung erfahren, bis eine von ihnen es nicht mehr ausgehalten hat und den Ausgang suchte, aber nicht mehr fand.
Ihr Todeskampf hat mehr als 25 Minuten gedauert.

www.cacma.org

Sogenannte „suelta de vaquillas“ (Freilassen von Kühen), sind in ganz Spanien verbreitet. Am Morgen des 30. Mai wurden in Alhaurin del Grande – Málaga, junge Kühe anlässlich des Dorfestes von mehr oder weniger betrunkenen jungen Männern mit Schlägen und Tritten misshandelt, eine Kuh brach zusammen, nach ca. 25 Minuten wurde das Tier schließlich euthanasiert.

Dokumentiert wurde die Schande von dem Andalusischen Kollektiv gegen die Misshandlung von Tieren, CACMA, welche das Video schnell an die Medien und andere Tierrechtsorganisationen weitergeleitet hat.

Dementsprechend schnell wurde das Rathaus von Alhaurin del Grande mit Protestbriefen, nicht nur aus Spanien sondern auch aus anderen Ländern, überschüttet. Eine 1. Presseerklärung des Bürgermeisters folgte, man bezichtigte CACMA der Lüge, die Presse wurde zensiert, doch die Beweise sind erdrückend, die junge Kuh wird geschlagen, getreten, am Schwanz gezogen, die Gewalt gegenüber dem Tier ist unglaublich, in den Zuschauerrängen sitzen viele Kinder, Erziehung zur Grausamkeit ist bei solchen Spektakeln wohl Standard. Die Videoaufnahmen wurden auch an diverse ausländische Tierrechtsorganisationen und Medien geschickt.

Es folgte eine 2. Presseerklärung, u.a. mit dem Hinweis, dieses Fest zu verbieten, damit so etwas nicht wieder passiert. Eine Obduktion der toten Kuh wurde nicht vorgenommen, das Rathaus verstrickt sich in Widersprüche.

Es gibt wohl kaum eine Tageszeitung in ganz Spanien die nicht über diesen skandalösen Vorfall berichtet hat und die Diskussion um Stierspektakel und Stierkämpfe ist in aller Munde. Auch wenn Aulhaurin del Grande die „suelta de vaquillas“ verbieten will, diese und ähnliche Spektakel sind in ganz Spanien verbreitet, „Feuerstiere“, „Toro de la Vega“, „bous al mar“, „encierro de  Galapagos“, wo Stiere mit Geländewagen gehetzt werden, um nur einige zu nennen, die Liste der Grausamkeiten im Namen der Kultur ist lang und selbstverständlich gehört die Corrida in der Arena genauso dazu.

Im Fall dieses Dorfes sind sich sogar die Taurinos offiziell einig, dass der Pöbel zu weit gegangen ist, sicherlich nur, weil die Bilder die breite Öffentlichkeit erreicht haben und für viel Entrüstung sorgten, aber solche Bilder sind nicht die Ausnahme!

Hat man vielleicht Angst, dass die ganze Wahrheit über die „Folter im Namen der Kultur“ für internationale Kritik sorgt?

Das rituelle Töten in einer Arena ist für die Stiere nicht weniger stressig und grausam, ihr langsamer Todeskampf nicht weniger schmerzhaft, auch wenn die „feine Gesellschaft“ sich nun vielleicht von den „primitiven“ Fiestas distanziert, von Kunst und Kultur schwafelt, nur weil die Corrida in einem anderen Ambiente stattfindet, untermalt vom Paso Doble und ausgeführt von Schlächtern in buntschillernden Kostümen, deren Bewegungen schon an Lächerlichkeit grenzen und deren oftmals blutverschmierten Gesichter an Figuren aus eine Horrorkabinett erinnern.

Freitag, Juni 4th, 2010, 01:08 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | kommentieren | Trackback

7 Kommentare zu “Skandal, wenn Kühe zu Tode misshandelt werden”

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  1. 1 4. Juni 2010, laura schreibt:

    Ich bin sprachlos!!! Und so etwas wird erlaubt??? Was wollen diese Leute beweisen?…. Männlichkeit?…Macht?…
    Meiner Meinung ist das DUMMHEIT und FEIGHEIT!!!

  2. 2 4. Juni 2010, Philip de Málaga schreibt:

    Das verstehe ich nicht!

    Überall können wir nachlesen, dass diese Veranstaltung in Alhaurín von der CACMA. Sie haben das Spektakel gesehen, gefilmt und dokumentiert um es sofort an die Medien weiterzuleiten. Es waren also Tierschützer vor Ort! Anwesend! Dann stellt sich doch die Frage, warum um Himmels Willen, haben die Tierschützer nicht interveniert? Zumal es doch gerade die Tierschützer waren, die kritisierten, dass das Publikum nicht eingegriffen hätte.

  3. 3 4. Juni 2010, Bettina Blanke schreibt:

    Unvorstellbar, mit welcher Brutalität dieses „Gesindel“ Tiere zu Tode quält!
    Es gehört schon eine große Portion Primitivität und Perversität dazu, solche Exzesse zu veranstalten. Aber solange der Stierkampf existiert und sogar als „Kunst und Kultur“ bezeichnet wird, solange wird es auch diese bestialischen „Volksfeste“ geben. Hoffen wir, dass sich die klugen und vernünftigen, die „mit dem Herzen sehenden“ Menschen in Spanien zusammenfinden, um dieser Grausamkeit ein Ende zu bereiten.
    Denn „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“(F. Bacon)

  4. 4 4. Juni 2010, CACMA schreibt:

    Gracias a la intervención de CACMA, se ha podido grabar estas imágenes, gracias a la intervención de CACMA, hoy hay 6 detenidos, gracias a la intervención de CACMA, los responsables van a pagar por permitir éste espectáculo dantesco.
    Precisamente CACMA es quien ha intervenido.
    Nosotros actuamos ¿qué hace usted? seguro que venir a España e ir a ver corridas de toros, es decir, puede que usted sea tan cómplice o más que estos bárbaros que maltrataron a la vaquilla.
    Saludos
    Antonio Moreno
    Presidente de CACMA

    Übersetzung:

    Dank dem Eingreifen con CACMA konnten diese Bilder aufgenommen werden, dank dem Eingreifen von CACMA, gibt es heute sechs Häftlinge und dank dem Eingreifen von CACMA werden die Verantwortlichen für die Erlaubnis dieses dantesken Spektakels bezahlen.
    Genau gesagt, ist es CACMA das eingegriffen hat.
    Wir handeln, was machen Sie?
    Gewiss nach Spanien gekommen um Stierkämpfe anschauen zu gehen, also ist es möglich, dass Sie genauso Komplize oder mehr, als diese Barbaren sind, die die junge Kuh misshandelt haben.
    Grüße
    Antonio Moreno
    Präsident von CACMA

  5. 5 5. Juni 2010, Caroline Waggershauser schreibt:

    Für mich persönlich ist es Zeitverschwendung, sich auf Beitráge oder Kommentare von Stierkampfanhängern einzulassen, vor allem, wenn es sich hierbei um Menschen handelt, die wie Sie, verehrter Herr Philipp Alexander v. Sch. ihre „afición“ nicht damit entschuldigen können, diese Kultur des Blutes als „eigen“ nennen zu können. Sie wissen ja sicher, was Sie in Deutschland erwarten würde, würden Sie einen Stierkampf durchführen lassen oder auch nur an einem solchen Spektakel als Zuschauer teilzunehmen.

    Obwohl es mich wirklich geradezu in den Fingern juckt angesichts der Rechts- und Wortverdreherei, die nicht nur beim Autor der Beiträge zu finden sind, sondern auch bei den üblichen Kommentaristen.

    Nur um kurz klarzulegen, meist werden mir von anderen Personen die entsprechenden Links dieser, Ihrer Seite, zugesandt mit der Bitte, auch einen Kommentar zu hinterlassen. Doch in all den Jahren, die ich der Abschaffung dieser Blutorgien widme, musste ich feststellen, dass es vergebene Liebesmüh ist, mit einem Taurino zu argumentieren. Vor allem, da speziell diese keine handfesten Argumente vorzuweisen haben. Spätestens nach den Erscheinungen im katalanischen Parlament der verschiedenen Stierkampfbefürworter gab ich mich angesichts dieser fadenscheinigen Argumente geschlagen. Das Tûpfelchen auf dem „i“ waren dann noch die Gespräche mit den hohen und höchsten Stierkampflobbyvertreter die dort selbstzufrieden als Zuhörer auf den Bänken thronten. Jedes Argument von ihnen und von Ihnen konnte und könnte ich unverzüglich auseinandernehmen. Doch sie meinten, mit einem exklusiven Abendessen und einem Stierkampf mit „Star“besetzung könnten sie mich zu einer „taurina“ bekehren. Wenn das alles ist, was Sie, meine lieben Herren, zu bieten haben ………..

    Aber es hat eh keinen Sinn. Es ist Zeitverschwendung. Zeit, die ich lieber dafür verwende, Tieren (toros, becerros und vaquillas mit einbegriffen) zu helfen.

    Dazu möchte ich bemerken, dass ich es mir noch bis vor ein paar Monaten zur persönlichen Aufgabe gemacht habe, direkten Kontakt zu Taurinos zu suchen. Doch angesichts der armen Argumentation hinsichtlich der Verteidigung ihres Bluthobbies, gab ich es schliesslich entgültig auf. Mit solchen Leuten kann man nicht sachlich diskutieren und wer glaubt, ohnehin schon die Wahrheit zu besitzen, ist anders Denkenden sowieso nicht zugánlich.

    Dabei dürfte ich noch darauf hinweisen, dass es sich bei meinen Kontakten um Personen, die des Wortes sehr wohl mächtig sind, handelt, unter ihnen einige Anwälte der gehobenen Klasse.

    Nachstehend möchte ich Ihnen allen erst einmal die Vorgänge in Alhaurín el Grande schildern.

    Antonio Moreno erhielt verschiedene Anrufe von Einwohnern aus dieser Ortschaft, von denen er über die Grausamkeit, mit denen dort die Kühe bei der suelta de vaquillas in den Vorjahren behandelt wurden, informiert wurde. Es war zu erwarten, dass dies auch dieses Jahr wieder zu erwarten war.
    Herr Moreno fuhr unverzüglich dorthin, um sich dort über die Vorgänge ein persónliches Bild zu verschaffen. Er allein. Auch wenn in seinem Bericht von „wir“ die Rede ist. Schliesslich war er dort in Repräsentation der CACMA, daher das „wir“. Aber er war ganz allein, nur mit seiner Kamara „bewaffnet“.
    Mit zusammengebissenen Zähnen verfolgte er das grausame Spektakel, das sich unten vor seinen Augen abspielte bis auf einmal jemand neben ihm schrie: „Eeeeey, vigilad, que hay alguien grabando. Qué vais a salir por la tele“. (Hey, passt auf, hier ist einer der filmt. Euch wird man im Fernsehen sehen)

    Es begann eine Rangelei, Hin- und Hergeschiebe, Wortgefechte (die Worte der Stierkampfbefürworter wiederhole ich hier lieber nicht, obwohl sie ein gutes Beispiel abgeben dürften. Nur damit sie mal sehen, um was für Leute es sich bei den Zuschauern solcher Spektakel handelt). Zum Glück hatte jemand schon die Polizei, genauer gesagt, SEPRONA, gerufen, die sich einen Weg zum eingekeilten Herrn Moreno bahnten und ihn aus der Gefahrenzone hinausbegleiteten.

    Und nun frage ich Sie alle: Hätten Sie sich da alleine hinunter gestürzt, zwischen diesen brutalen und teils betrunkenen Mob? Falls ja, darf ich vermuten, dass es sich bei Ihnen allen um Personen mit übermenschlichen Kräften handelt? Oder eventuell mag sich auch jemand mit Suizidgedanken unter Ihnen befinden?

    Schauen Sie sich doch einmal solche Schauspiele auf Internetseiten an und beobachten Sie dabei die Zuschauer. Videos gibt es über „becerradas“ und „suelta de vaquillas“ zur Genüge. Würde es auch nur einer von Ihnen wagen, dort hinunterzugehen und einem geschundenen Tier zu helfen? Ich wage es sehr zu bezweifeln.

    Schon seit längerem trage ich mich mit dem Gedanken, einen Beitrag zum Hang zur Gewaltätigkeit und Sadismus dieser Anhänger von Blut“sport“ zu schreiben. Doch mir fehlt die Zeit. Da würde so manch einer von Ihnen staunen, was da zum Vorschein käme, diese unterschwellige Gewalt die Taurinos eigen ist. Sogar bei denen in Armani oder Zegna Anzug und Seidenkrawatte. Dabei darf ich u.a.auf eigene Erlebnisse verweisen.

    Nur um auch einmal richtigzustellen, wer hier eigentlich zu verbaler und körperlicher Gewalt neigt. Zugegeben, es gab zu Beiträgen und Kommentaren auf dieser Seite recht unglückliche Äusserungen seitens von (S)tierschützern, die mir peinlich waren und von denen ich mich sowohl als auch die Mehrheit von uns distanziert, doch es ist nicht rechtens, von einem unpassendem Kommentar auf alle anderen (S)tierschützer zu schliessen.

    Vielleicht sollten Sie alle einmal, um das gesamte Thema besser beurteilen zu können, Kontakte unter (S)tierschützern suchen? Das wäre doch mal eine gute Idee für eine Annäherung. Nicht nur Kommentare auf Blogseiten hinterlassen. Man sollte immer beide Seiten kennen, um abwägen zu können. Es ist sehr leicht, jemanden zu kritisieren, wenn man nicht um die Beweggründe des anderen weiss.
    Und ich habe jetzt schon viel zu viel Zeit vertan. In diesem Sinne: Gott zum Grusse.

  6. 6 10. Juni 2010, Claudia schreibt:

    Ein weiteres von ohnehin zahllosen Beispielen übelster Grausamkeiten gegenüber Tieren in sogenannten Mittelmeerländern. Um was geht es? Die Demonstration von Macht gegenüber einem Lebewesen?
    Was mich bei allen Berichterstattungen stört, ist, dass die Tatsache, dass diese Art von Misshandlug und Tötung so gut wie ausschließlich einer einzigen Bevölkerungsgruppe zuzurechnen ist, verschwiegen wird: Männern. Berichtet wird stets allgemein von „Jugendlichen“, oder „Menschen, die zu solchen Grausamkeiten fähig sind“. Es sind aber stets Männer. Darf das nicht ausgesprochen werden? Beispiel für Straftaten in Deutschland: 94% der Insassen sind Männer. Warum werden wir nicht genau, man braucht bloss hinzuschauen. So werden vielleicht die Motive klarer und damit möglicherweise ein Weg, vorher Einfluss auf diese (vielleicht hormonbedingte) Neigung (gegen Tiere, Kinder, Frauen, ältere Menschen, Ausländer und was Männer noch so für misshandlungswürdig halten), in Form von Gewaltprävention zu finden.

  7. 7 30. November 2013, Monika schreibt:

    Bravo CACMA….

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