21st September 2010

EU – Subventionen für den Stierkampf in Spanien und Andalusien

andaluz.tv konfrontiert den Generalsekretär des Bund der Steuerzahler Europa mit weiteren Details

Wird dies nun ein Fall für den Staatsanwalt?

Auf Anfrage von andaluz.tv an die EU-Abgeordnete Keller, ob Sie unserer Redaktion mitteilen kann, wie viel Subventionen der Stierkampf in Spanien pro Jahr erhält, teilte diese uns am 09.07.2010 mutig und couragiert mit, dass „nach informellen Schätzungen circa 600 Mio. Euro pro Jahr an Subventionen in den Stierkampf gehen. Es ist aber schwierig, eine genaue Zahl zu liefern, da vielen Kommunen die Verwendung der Subventionen nicht offen legen.“

EU sponsert Gemetzel an spanischen Stieren, so titelt Bild.de am 20.09.2010

Dazu sagt der Generalsekretär des Bund der Steuerzahler Europa, Michael Jäger:

„Es ist vollkommen untragbar, dass hier Tiere mit Hilfe von Steuermitteln sinnlos abgeschlachtet werden. Das ist keine Kulturförderung, sondern Tierquälerei und nicht Aufgabe der europäischen Steuerzahler.“

„Die Förderung zeigt nur, wie absurd die Subventionsprogramme der EU mittlerweile sind!“

Bild.de zitiert allerdings einen Artikel der Daily Mail, welcher von 44,3 Mio. direkten Subventionen spricht und spekuliert darüber, wie viel Geld der jährlichen 5,15 Milliarden Euro an Agrarsubventionen für Spanien für den Stierkampf abgezweigt werden.

andaluz.tv konfrontiert den Generalsekretär des Bund der Steuerzahler Europa mit der Aussage der EU-Abgeordneten Keller.

Dazu Michael Jäger wörtlich:

„Sollte es so sein, dass wirklich 600 Millionen in den Stierkampf aus EU-Mitteln fließen, dann kann dies nur über die Zweckentfremdung oder „Umwidmung“ von Mitteln passiert sein.

Dann sollten sich OLAF, der EU-Rechnungshof und die Staatsanwaltschaft damit befassen.

Jeder EU-Euro der in Stierkampf fließt – auch aus kulturellen Zwecken – ist aus Sicht des europäischen Steuerzahlerbundes unnötig und damit Verschwendung öffentlicher Mittel. Genauso gut könnten man dann auch mit EU-Geldern das Oktoberfest in München subventionieren“

Quelle: andaluz.tv

Dienstag, September 21st, 2010, 17:38 | Allgemein, STIERKAMPF | kommentieren | Trackback

Kommentar zu “EU – Subventionen für den Stierkampf in Spanien und Andalusien”

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  1. 1 22. September 2010, Barbara Maria schreibt:

    mich würde an dieser Stelle interessieren, wieviel Subventuionsgelder DIREKT in den Stierkampf fließen und ob die Subventionsgelder, von denen gesprochen wird, INDIREKT, d.h. Stierzuchtbetrieben, die dem Agrarsektor (= Lebensmittel/Schlachtrinder)zugeordnet werden, in die Stierkampfindustrie abfließen. Die indirekt fließenden Subventionen wird man nur schwerlich der der Stierkampfindustrie zuordnen können, auch wenn hier Tiere mit EU-Geldern gezüchtet werden, die rein nur für den Stierkampf sterben werden. Die Züchter der Tiere werden hinsichtlich ihrer Beweislage gegenüber der EU stets im Vorteil sein, weil sie schlichtweg deklarieren können (denn Papier ist stets geduldig), dass sie für die Fleischproduktion arbeiten und nicht für die Stierkampfarenen.

    Jedermann könnte theoretisch eine Schweinezucht starten, die aggressivsten Eber herauspicken für ertragreiche Schweinekämpfe und – falls dies möglich ist – zugleich Subventionen beantragen unter dem Deckmantel der Nahrungsproduktion für die liebe Menschheit.

    Und so können auch alle Politiker ruhig und gelassen ihre Kommentare zu solchen Machenschaften abgeben ohne befürchten zu müssen, dass sie wirklich aktiv werden müssten.

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